Der Laternenanzünder
Gedicht einer Litauerin
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Wundersame Träume gibt es. Gestern Abend besuchte mich ein Laternen-Anzünder im mohnroten Gewand. Er saß mir gegenüber und lachte herzlich über meine Verwunderung. "Entschuldige bitte", stotterte ich. "Warte,... Verzeih mir! Wo kommst du her? Wieso bist du so plötzlich da? Wie bist du hereingekommen?" |
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"Du mußt mich wohl gerufen haben, sonst wäre ich nicht hier! Ich wollte dir etwas erzählen: In vergangenen Zeiten konnnte ich nur dann bleiben, wenn zumindest in einem Haus alle Lichter brannten, sobald es Abend wurde." "Aber, wo wohnst du? Wie heißt du?" Mein Gast lachte. "Seit jenen Zeiten, die weit zurückliegen, hatte ich viele Namen. Sagen wir so: Heute heiße ich Sai Baba. Ich lebe jenseits der tausend Meere. Nur - weißt du - ich bin so ein rastloses Wesen. Ich gehe umher und passe auf, daß alle Laternen angezündet, alle Herzen und alle Gemüter erleuchtet sind, wenn der Abend naht." "Bitte geh noch nicht weg; verlass mich nicht!" "Ich komme, wann immer ich gerufen werde!" |