Reinkarnation und Karma

 

 

Der Herr erschuf alles in diesem Universum,
aber behielt nichts für Sich.

Jeder Kreatur wurde vollkommene Freiheit gegeben,
sich an allem zu erfreuen, was sie wünscht.

Aber es gibt eine Begrenzung:

Für jede Aktion gibt es eine entsprechende Reaktion.
Du bist frei, zu handeln, wie es dir gefällt, abhängig von dieser Regel.

Wenn du die Freiheit mißbrauchst, die dir gegeben ist
und unrechtmäßigem Tun nachgibst, sind auch die Folgen unweigerlich schlecht.

Diese Ergebnisse sind nicht durch Gott hervorgerufen.
Der Herr fügt niemandem Schaden zu.

Alles, was geschieht, ist die Folge der eigenen Gedanken und Handlungen.
Sathya Sai Baba - Tagesspruch vom 01. März 2007

 

 

Ich schenke weder Freude noch Leid;

ihr selbst schmiedet diese beiden Ketten, die euch fesseln.

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 4, 1. Aufl., 1990, S. 112

 

Niemand kann sich dem Gesetz des Handelns entziehen.

Es ist die Grundlage unserer Existenz.

Unser Körper wurde uns zum Zweck des Handelns gegeben.

Es ist die Aufgabe des Menschen, ihn durch rechtes Tun zu weihen und zu reinigen.

Der Strom erwartungsfreien Handelns fließt durch das Feld des Wissens
und weiter zu den höchsten Stufen der Weisheit und Selbstverwirklichung.

Sommersegen in Brindavan 1

 

Warum Karma?

 

Der Körper wurde euch gegeben,

um zu handeln (karma) und Gott zu verwirklichen.

Sanathana Sarathi 1998

 

Karma als solches hat nicht die Fähigkeit, zu binden

 

Karma als solches hat nicht die Fähigkeit zu binden; es ist die Eitelkeit, die sagt "ich bin der Handelnde", die die Verhaftung und die Bindung mit sich bringt.

Es ist der Wunsch danach, die Frucht zu erlangen, der die Bindung hervorruft.
Zum Beispiel: die Null bekommt nur in Verbindung mit einem Strich Wert. Karma ist null; die Tätigkeit oder das Gefühl, der "Tuende" zu sein, ist mit Karma verbunden; dann erzeugt es Bindung. 

So gib also, Arjuna, das Gefühl des "Ich" auf, und das Karma, das du tust, wird dir nie Leid bereiten. Das Karma, das ohne irgendwelche Wünsche nach seinen Früchten getan wurde, wird keine Impulse schaffen, d. h. es wird nicht einmal den Impuls geben, geboren zu werden.

Mensch und göttliche Ordnung, Gîtâ Vâhinî, 1. Aufl., S. 64 f (3. Aufl., 1993, S. 68 f)

 

Die Schaffung von Karma

Karma ist die Ursache für die Geburt des Menschen,
für sein Wachsen und für seine Erlösung.

Der Mensch ist wahrlich göttlich,
denn er kann
sein Leid ebenso wie seine Freude selbst bewirken.

Alles Leid und alle Freude in dieser Welt
werden allein durch das Handeln des Menschen verursacht.

Sommersegen in Brindavan Bd. 4

 

Sündhafte und schändliche Taten sind in der Schlacht unvermeidbar. Sie sollten kein Anlaß zum Kummer sein. Das Hauptziel im Kampf sollte darin liegen, daß man den Dharma vor seinen Feinden beschützt. Wenn die Kämpfenden dies im Sinn behalten, befällt sie keine Sünde.

Eine schwärende Wunde muß mit dem Messer behandelt werden; es ist keine Sünde, daran chirurgisch tätig zu werden. Ein Arzt, der alles über die Operation weiß und trotzdem den Menschen nicht durch diese Operation rettet, macht sich der Sünde schuldig. Ebenso ist es mit dem Feind, der die Quelle von Ungerechtigkeit, Grausamkeit, Schrecken und Laster ist. Wenn der Chirurg, der die Heilmethode kennt, diese Geschwüre nicht behandelt, weil er ungern das Messer gebraucht, dann sündigt er, wenn er sich zurückhält und nicht, wenn er das Schwert gebraucht.

Erfüllung in Gott, Bhâgavata Vâhinî, S. 22f

 

Alle Kinder, die auf die Welt kommen, tragen die Bürde der Folgen ihrer

Handlungen in früheren Inkarnationen, die sie noch nicht ausgelebt haben.

Was geschieht, ist also nicht etwas,
das plötzlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel über sie hereinbricht.

Die Menschen werden in diese Welt geboren,
damit sie die Auswirkungen ihrer Handlungen in früheren Erdenleben
- die günstigen und die schlimmen - verarbeiten können.

Das erklärt, weshalb das Leben der Menschen so unterschiedlich verläuft.

So arbeitet das Gesetz des Karma

Sathya Sai Baba - Ewige Wahrheiten

 

Wenn ihr mit einer solchen Kette der Auswirkungen früherer Handlungen geboren seid,

solltet ihr euer Leben auf eine Art und Weise führen,
dass ihr nicht wieder geboren werdet.

Sanathana Sarathi 2000

 

Heute muss die Dunkelheit der Unwissenheit vertrieben werden.

Unwissenheit ist auf Mangel an Unterscheidungskraft (aviveka) zurückzuführen.

Aviveka ist auf eingebildete Wahrnehmung zurückzuführen.

Diese eingebildeten Ängste werden durch Bindung und Ärger verursacht.

Letzteres ist ein Ergebnis des Karma, das wiederum eine Folge der Geburt ist.

Deshalb gibt es eine enge Verbindung zwischen Unwissenheit und Geburt.

Die menschliche Geburt ist das Ergebnis von vergangenen Handlungen.

Handlungen resultieren in Zuneigung und Abneigung,
durch die eingebildete  Ängste hervorgerufen werden.

Die Quelle schließlich dieser Ängste ist Unwissenheit, die weder Geburt noch Tod kennt.

Es gibt keinen besonderen Grund für Unwissenheit.

Wenn er seine göttliche Natur vergisst,
ist der Mensch verstrickt in den Maschen der Täuschung (mâyâ)
und den dadurch entstandenen Ängsten.

Sanathana Sarathi – Heft Januar 1993, Ansprache vom 29.05.1992

 

 

Wenn ihr eure schwerverdiente
menschliche Inkarnation heiligen wollt,
müsst ihr göttliche Gedanken kultivieren.

Sanathana Sarathi 1994

 

 

Die Art des Samens, den ihr gesät habt und der euch zu dem gemacht hat, was ihr seid,
bestimmt auch, was später geschehen wird.

Wie könnt ihr etwas anderes erwarten als das, was ihr gesät habt?

Der Samen bestimmt die Frucht und damit müsst ihr euch zufrieden geben.

Wie intelligent und klug ihr auch sein mögt,
all eure Intelligenz und Klugheit können euch nicht helfen,
den Folgen eures Handelns zu entgehen.

Brahma, der Schöpfergott bindet, ohne etwas zu verändern,
all eure guten und schlechten Taten zu einer Girlande,
die er euch um den Hals hängt, wenn ihr geboren werdet.

Es ist wichtig für euch, diesen kausalen Zusammenhang zu erkennen.

Ihr seid für das Gute und für das Böse, das ihr tut, verantwortlich

und die Wünsche, die in euch aufsteigen,
sind nur eine Folge eures Handelns in der Vergangenheit.

Sommersegen in den blauen Bergen, S. 79

 

Weil ihr unwissend seid,
falsche Vorstellungen habt
und die Folgen eures Handelns in vergangenen Inkarnationen
zu tragen habt,
glaubt ihr,
daß außerhalb eurer selbst etwas Wertvolles zu finden sei,
das ihr in euch aufnehmen müßt.

Das ist nicht richtig.

Nur wenn ihr die Unwissenheit überwindet
und euch nicht länger einbildet,

die Wahrheit sei außer halb eurer selbst zu finden,

nur dann könnt ihr euer wirkliches Wesen erkennen.

Sathya Sai Baba - Sommersegen in Brindavan Bd. 1

 

 

Der Körper ist zum Arbeiten erschaffen worden und jedermann muß seine Pflicht tun...

 ... Einige schwachsinnige Leute glauben, sie müßten ihren Körper zum Opfer bringen.

Das ist ein armseliges Opfer und kann sie nicht zum Ziele führen.

Ihr müßt versuchen, unberührt von eurer Umwelt zu bleiben.

Wenn ihr jedoch euren Körper opfert, werdet ihr wiedergeboren werden,
um dasselbe KARMA zu wiederholen.

Sommersegen in Brindavan Bd. 2

 

Karma, das heißt alles Tun sowie die sich daraus ergebenden Folgen,

ist bindend,

denn die Folgen, die es zeitigt, müssen erlitten oder genossen werden.

Bhagavad Gita - Erscheinungsformen des Herrn

 

Tätigsein (karma) ist eine Lebensbedingung, der sich kein Mensch entziehen kann, deshalb sollte sich jeder im Klaren darüber sein, in welcher Weise es zu handeln gilt.

Nur auf zwei Arten kann man tätig sein:

Entweder in der sinnenverhafteten, bindenden

oder der nicht-bindenden,

befreienden Art.

                   
Mit weltverhaftetem, bindendem Tun sind alle Aktivitäten gemeint, die auf äußerliche, materielle Resultate abzielen. Diese Art des Tuns ist gewöhnlich von dem Wunsch motiviert, etwas dafür zu bekommen. Das Herbeiwünschen der Ergebnisse unseres Tuns aber zieht uns hinein in die Schlingen der Ichsucht und des Besitzdenkens, zum Dämon der Begehrlichkeit und der Habgier.

Wer stets seinem Verlangen nachgibt, erlebt ein ständiges Wiederaufflackern seiner Wünsche - geradeso, als gösse er Öl in ihr Feuer.

Das Prinzip des Handelns ohne einen Gedanken an die Früchte, die es einbringen könnte, wird ausführlich in der Gîtâ dargestellt.

Wer sein Denken und Fühlen in dieser Richtung schult, wird feststellen, daß sich Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, Frieden und Liebe in ihm entfalten. In Verbindung mit der Wiederholung des Namens Gottes ist der Weg des befreienden Tuns derjenige, welcher einen Menschen zutiefst glücklich und froh macht. Auf diesem Weg findet jeder die größte Zufriedenheit.

Jedem, der diesen gesegneten Weg beschreitet, wird der Herr selbst alles Nötige dazu geben:

Alles, was er verdient hat und was seiner Seele Frieden schenkt.

Dhyana Vahini

 

Jeder Mensch gestaltet sein eigenes Schicksal, gut oder schlecht.

Er ist selbst alles -
Baumeister, Architekt, Planung, Schicksal, Bestimmung, Gottes Wille.

Alle anderen Erklärungen werden durch das Gesetz des Karma ungültig.

Nur durch das Prinzip des Karma können Gott und Mensch versöhnt,
kann ihr Verhältnis zueinander erklärt werden.

Wenn der Mensch erkennt, daß nicht Gott sein Leiden verursacht,
sondern ganz allein er selbst dafür verantwortlich ist,

wenn er die Schuld nicht auf andere Personen schiebt,
sondern versteht, daß er selbst Urheber
und zugleich Nutznießer - Ursache und Wirkung - seiner Handlungen ist
und daß es ihm freisteht, seine Zukunft zu gestalten -

dann nähert er sich Gott mit sicherem Schritt und klarem Geist.

Ewige Wahrheiten

 

Gedanken führen zu Handlung und schaffen Gefühle, die am Charakter mitwirken.

Am Charakter zeigt sich, ob es ein Mensch verdient,
wirklich menschlich genannt zu werden.

Darum muss man Charakter entwickeln,
indem man heilige Gedanken denkt und gute Taten tut.

Sanathana Sarathi 1998

 

 

Wie viele unterschiedliche Arten von Karma gibt es?

Frage:
Baba! Was ist die Ursache für die Geburt des Menschen?

Antwort:
Die Wirkung von Karma.

Frage:
Wie viele unterschiedliche Arten von Karma gibt es?

Antwort:
Drei! Schlechtes, gutes und gemischtes; einige fügen eine vierte hinzu, das Karma des Weisen, das weder gut noch schlecht ist.

Frage:
Was ist schlechtes Karma?

Antwort:
Es wird Dushkarman genannt: alle Handlungen, die ohne Furcht vor Gott oder eine Sünde zu begehen, getan werden; alle Handlungen, die unter dem Einfluß der sechs Feinde - Verlangen, Groll, Gier, Täuschung, Verblendung und Neid - stehen; alle Handlungen, die das Tierische im Menschen offenbaren und nicht erkennen lassen, daß er Unterscheidungsvermögen, Klarheit und Losgelöstheit besitzt; Handlungen, denen Mitgefühl, Rechtschaffenheit (dharma), Wahrhaftigkeit (satya), Frieden (shânti) und Göttliche Liebe (prema) fehlt ... diese sind schlechtes Karma.

Frage:
Und Satkarman, gutes Karma?

Antwort:
Alle Handlungen, die in Furcht vor Gott oder der Sünde getan werden; alle Handlungen, die mit Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, Frieden und Liebe durchgeführt werden - diese sind gutes Karma.

Frage:
Was ist gemischtes Karma?

Antwort:
Das ist eine interessante Kategorie. Obwohl die Handlungen gut sind und obwohl sie anscheinend durch Furcht vor Gott und der Sünde veranlaßt sind, lassen sie dennoch Impulse erkennen, die genau das Gegenteil sind.
Menschen lassen zum Beispiel Altersheime und Wasserzapfstellen errichten, bezahlen aber ihre Angestellten nicht ordentlich und regelmäßig. Ihr Ziel ist vielmehr, sich einen Ruf zu machen. Sie geben den Armen nur unbrauchbare Kleidungsstücke und ungültige Geldstücke. Was immer sie auch tun, tun sie mit dem Ziel, Publizität zu erlangen.

Frage:
Du hast auch von einem Karma des Wissens gesprochen, Swami.

Antwort:
Ja, Jnânakarman ist der Name für alle Handlungen, die vollzogen werden, um aus den heiligen Schriften oder von Älteren oder von Lehrern den Weg zu erfahren, um der Bindung an Dualität und der Falschheit der Welt zu entkommen und Vertrauen in die Werte der Wahrhaftigkeit, der Rechtschaffenheit, des Friedens und bedingungsloser Liebe zu entwickeln; alle Handlungen, die dazu führen, daß der einzelne im Universalen Absoluten aufgeht.

Antworten auf spirituelle Fragen - Prashnottara-Vâhinî; Kapitel 4 - Moksha und Karma - Erlösung und Karma

 

Ein Gottergebener:
Wenn jemand für etwas bestimmt ist, wird alles von selbst geschehen, nicht wahr?

Swami:
Das ist ein großer Irrtum. Wenn du mit der Frucht in der Hand still sitzt, in der Hoffnung, daß ihr Saft deinen Mund erreicht, wie kannst du ihn dann zu dir nehmen? Es ist schiere Dummheit, sich zu beklagen, daß das Schicksal dir den Saft vorenthalten hat, ohne die Frucht auszupressen und zu schlucken. Das Schicksal hat dir die Frucht in die Hand gegeben; nur Karma, Handeln, kann dich dazu bringen, sie zu genießen.

Karma ist die Pflicht; Schicksal ist das Ergebnis. 
Das Ergebnis kann nicht ohne Handeln auftauchen.

Antworten - Klärung von Zweifeln

 

Wenn ihr über die Tatsache nachdenkt, daß Yogis durch Willensanstrengung ihren Pulsschlag und den Atmungsvorgang anhalten können, erkennt ihr die Macht, welche der Wille über den Ablauf des Karma besitzt. Dadurch wird bewiesen, daß Karma nicht etwas ist, das unabhängig im luftleeren Raum existiert.

Ohne Täter gibt es keine Tat.

Ewige Wahrheiten

 

Karma zur Läuterung des Geistes

Jaimini untersuchte den Widerspruch,
warum so viel Wert auf körperliches Handeln gelegt wird,
obwohl doch der Körper vergänglich ist.

Er kam zu dem Schluss, dass Karma notwendig sei, um den Geist zu läutern.

Sanathana Sarathi 1993

 

Die Beherrschung des Karma 

Jede eurer Handlungen während des ganzen Tages sollte von Disziplin geleitet sein.

Dann wird die Handlung zu Karmayoga - der Yoga der Tat.

Ihr müsst das Karma beherrschen
und eure Handlungen nach den göttlichen Geboten ausrichten.

Auf diese Weise trägt Erziehung Früchte.

              Sanathana Sarathi 1996

        

 

Leid und Elend sind die unvermeidbaren Akte des kosmischen Dramas.

Gott ordnet diese Kalamitäten nicht an. Der Mensch lädt sie ein als Vergeltung für seine eigenen bösen Taten. Dies ist die korrigierende Strafe, welche die Menschheit dazu bringt, den falschen Weg zu verlassen und auf den rechten Weg zurückzukehren, damit der Mensch den gottähnlichen Zustand des sat-chit-ananda (Sein, Bewusstsein, Glückseligkeit) erfahren kann, das heißt, ein Dasein in Weisheit und Glückseligkeit. All dies ist Teil der großen Synthese, in der das Negative dazu dient, das Positive zu verherrlichen.

So verherrlicht der Tod die Unsterblichkeit, das Nichtwissen die Weisheit, das Elend die Glückseligkeit und die Nacht den Tagesanbruch.  

Wenn also der Avatar die von dir erwähnten Kalamitäten zu einem sofortigen Ende brächte, was ich kann und auch tue, wenn die Not sehr groß ist, dann würde das ganze Drama der Schöpfung mit seinem karmischen Gesetz zusammenbrechen.

Denke daran: Diese Katastrophen geschehen nicht aufgrund dessen, was Gott aus dem Menschen gemacht hat, sondern in Wirklichkeit deshalb, was der Mensch aus dem Menschen gemacht hat.

Deswegen muss der Mensch von Grund auf geändert und mit vernichtetem Ego, dafür aber mit einem transzendentalen Bewusstsein, neu geschaffen werden, damit er sich herrschend über das karmische Gesetz erheben kann.   

 

Wer sich auf dem Weg selbstlosen Handelns befindet, wird sagen:

„Das Licht erhellt meinen Weg.“   

Wer den Weg der göttlichen Ordnung gefunden hat, sagt:

 

„Das Licht ist in mir.“      

Wer das Wesen Brahmans erkannt und gelernt hat,
Brahman in allen Dingen zu sehen, sagt:

„Ich bin das Licht.“

 

Die Überzeugung: „Ich bin das Licht“ zeigt also, daß man das Wesen Brahmans verstanden hat, während der Gedanke: „Das Licht ist in mir“ bezeichnend für den ist, der die großen Zusammenhänge der göttlichen Urordnung erkennt.

Zu sagen, daß das Licht euren Weg erhellt, bedeutet, daß ihr von dem Licht abhängig seid. Es ist das gleiche wie zu sagen: „Die Hand hält das Tuch“. Das Tuch ist nicht unabhängig. Es wird von der Hand gehalten.

Wer dagegen sagt: „Das Licht ist in mir“ hat das Licht unter Kontrolle. Er bringt jedoch zum Ausdruck, daß da etwas ist, das von jemandem beherrscht wird. Das ist ein Zeichen dafür, daß er noch im Dualismus verhaftet ist. Er sieht zwei Dinge: die materielle Welt und die göttliche Ordnung, die sie regiert.

Nur wenn ihr die Welt um euch herum für wirklich haltet, braucht ihr die Richtlinien der göttlichen Ordnung für euer Handeln.

Sommersegen in Brindavan Bd. 3

 

Reinkarnation und Karma

Wenn ein Mensch jetzt ein schweres Schicksal hat,
ist das mit Sicherheit die Folge seiner eigenen Handlungen.

Er muß daran glauben, daß auch sein Glück in seinen eigenen Händen liegt.
Wenn er in glücklichen Umständen leben will, kann er sich das verdienen.

Ewige Wahrheiten

 

 

Du beklagst dich, daß dein Nachbar, der sich erst seit zwei Jahren auf dem spirituellen Pfad befindet, inneres Glück gefunden hat, während du dich miserabel fühlst, obwohl du dich schon seit zwanzig Jahren bemühst.

Du fühlst dich benachteiligt, weil ich, obwohl du schon seit vielen Jahren zu mir kommst, andere, die erst vor kurzem gekommen sind, in meine Nähe rufe. Deine Reaktion führt dazu, mir Ungerechtigkeit und Bevorzugung vorzuwerfen. Die Antwort darauf liegt in der Vergangenheit, die dir nicht bewußt ist. Zwanzig Hammerschläge haben den Keil in einem Holzblock getroffen, aber er brach nicht auseinander.

Ein anderer versuchte es, und schon der zweite Schlag spaltete den Block. Der Mann mit den zwanzig Schlägen war enttäuscht, und der, welcher ihn mit zwei Schlägen gespalten hatte, war hoch erfreut. Der Holzblock aber brach erst entzwei, nachdem er im ganzen zweiundzwanzig Schläge erhalten hatte. So hat auch dein Nachbar schon in seiner vorigen Inkarnation zwanzig Jahre spirituelle Anstrengungen zu seinen Gunsten in seinem Kausalkörper gespeichert, die ihm in seinem jetzigen Erdenleben zugute kommen.

Dein Wesen und deine Neigungen wurden durch die Art und Weise geformt, in der du während vieler Erdenleben geliebt und gehaßt, gedient und gefochten hast.

Meditation, S. 49

 

 

Die Leiden guter Menschen, wie Sîtâ, Harishcandra oder Nala und Damayantî,
haben ihren Grund nicht in den Handlungen ihres gegenwärtigen Lebens,
sondern sind die Folgen vorhergehenden Karmas.

Menschen, die in ihrem gegenwärtigen Leben keine solchen Handlungen begangen haben,
mögen noch unter den Auswirkungen ihrer Handlungen aus vorigen Leben zu leiden haben.

Die Auswirkungen vergangener Taten können dadurch abgeschwächt werden,
dass man die Gnade Gottes gewinnt.

Der Weg, sich die Gnade Gottes zu sichern
besteht darin,

Eigenschaften wie Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, Liebe,
Mitgefühl und Duldsamkeit zu entwickeln.

 

Sanathana Sarathi 1995

            

 

 

Karma in Bezug auf Geburt und Wiedergeburt bezieht sich auf die Kette von Aktion und Reaktion.
Wenn ich von Reaktion spreche, meine ich nicht das Resultat einer Aktion.
Was ich meine ist eure Reaktion auf das Resultat,
der Widerhall oder die Art und Weise, mit der ihr die Frucht der Aktion entgegennehmt.

Es ist für euch wichtig, dies zu verstehen,
denn es ist nicht die Aktion selbst, die Wiedergeburt verursacht, sondern die Reaktion.

... Ihr fühlt euch glücklich und in guter Stimmung, wenn das Ergebnis gut,
unglücklich und niedergeschlagen, wenn es schlecht ist.
Dieser emotionale Widerhall setzt weitere Wünsche und Impulse in Gang, die das Ego aufblähen oder herabsetzen.
Dies wiederum führt zu weiterer Handlung, und Handlung resultiert in Reaktion;
auf diese Weise wird eine niemals endende Kette von Aktion-Reaktion-Wiedergeburt produziert.

Die Wünsche und Impulse bleiben selbst nach dem Tod bei euch.
Sie sind so stark, daß ihr wieder und wieder in diese Welt geboren werdet, um sie zu erfüllen.
So lange Wünsche und Begierden übrigbleiben, ist Wiedergeburt unvermeidlich.

Sathya Sai Baba; Sathya Sais Amrita Varshini; oder: Der göttliche Mensch, Seite 267

 

 

"Karmische Schuld ist der Grund dafür:

Eure Handlungen und Neigungen machen euch bestimmten Leuten gegenüber verpflichtet. Ihr seid ihnen etwas schuldig und diese Schuld muss zu irgendeinem Zeitpunkt beglichen werden.

... Wenn sie nicht behoben oder in dieser Geburt nicht beglichen werden kann, muss es in der nächsten gerichtet werden.

Das ist es, was mit karmischer Schuld gemeint ist.

Es ist der Hauptfaktor der entscheidet, warum, wo, wann und wie man wiedergeboren wird. 

Im Falle einer bestimmten Person, die bestimmten Eltern geboren wird, kann karmische Schuld dreifach wirken - das Kind hat eine karmische Schuld gegenüber seinen EItern, die Eltern haben eine Schuld gegenüber dem Kind oder es besteht gegenseitig eine Schuld, die zurückgezahlt werden muss. "Eine Person, die spirituell entwickelt ist, wird in eine Familie hinein geboren, die fromm und religiös ist, wo das Umfeld für weiteres spirituelles Wachstum ist. Die Familie mag, materiell gesehen, arm sein, spirituell aber reich ...

Alle wichtigen Beziehungen wie Eltern-Kind, Mann-Frau, Bruder-Schwester; Guru-Schüler werden durch vergangen es Karma bestimmt. Haben Eltern gutes Karma, werden sie mit ihren Kindern glücklich sein, ohne Sorgen, Ängste und so weiter; ansonsten werden sie durch das schlimme Geschick oder Verhalten der Kinder Leid erfahren. Wegen ihres vergangenen Karmas ist es ihnen bestimmt, diese Art von Leid zu erleben ... Die Handlungen und Taten von Eltern in einer bestimmten Geburt werden Kinder nur in der gleichen Geburt berühren. Der Effekt wird nicht in die nächste Geburt übertragen. "

 

Karma als Dharma

 

Nur im Karma, das deine eigene Natur ausdrückt,

kannst du den nötigen Mut haben.

Mensch und göttliche Ordnung, Gîtâ Vâhinî, 1. Aufl., S. 43 (3. Aufl., 1993, S. 47)

 

 

Euer Handeln muß mit dem, was ihr wirklich seid, übereinstimmen.

Nur dann lebt ihr gemäß der göttlichen Ordnung (dharma). . . .

Der Schauspieler antwortete:

"Gestern war ich ein Bettelmönch, und als solcher hatte ich die Pflicht
(dharma), das Geschenk abzulehnen;

heute hingegen bin ich eine Tänzerin, und da ist es mein Recht (dharma),
von meinen Zuschauern so viel wie möglich zu verlangen."

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 5, 1. Aufl., 1995, S. 48 f

 

 

Karma bedeutet nicht, die Straßen zu kehren und den Kranken zu dienen.

Karma ist Schwingung (Vibration).

Selbst der Vorgang des Atmens, der Lidschlag,
das Essen, Schlafen, Lesen kann als Karma bezeichnet werden.

Leben ohne Karma ist selbst für einen Augenblick unmöglich.

Das Leben wird nur dann geheiligt, wenn ihr alle Karmas (Handlungen) tut, um Gott zu erfreuen.

Unterscheidet nicht zwischen Gott und euch selbst,
zwischen seiner Arbeit und eurer Arbeit.

Arbeitet mit der Überzeugung, dass ihr und Gott eins seid.

Dann wird selbst aus einer kleinen Arbeit etwas Großartiges werden.

Größe liegt in kleinen Dingen.

Sanathana Sarathi 1999

 

Manche Leute behaupten, daß alles KARMA, das wir tun, Aspekte von DHARMA sind. Andere wieder behaupten, daß nur Arbeit, die sathwisch ist und sich mit geistigen Dingen beschäftigt, als dharmisches Karma bezeichnet werden kann.

Da wir so widersprüchliche Aussagen finden, sollten wir untersuchen, welches KARMA der Rechtschaffenheit entspricht und welches nicht.

Es gibt Zeiten, in denen wir jedem mit Freundlichkeit begegnen, und Kriegszeiten, in denen wir unsere Feinde töten. Auch das ist beides KARMA.

Um unseren Körper, der letzten Endes für die Ausführung von KARMA verantwortlich ist, zu unterhalten, befassen wir uns mit allen möglichen Arbeiten.

Alle Arbeit, die getan wird, um sinnliche Wünsche zu erfüllen,
hat keine Beziehung zu DHARMA.

Nur wenn ihr während der Arbeit selbstsüchtige Gedanken und Wünsche aus eurem Herzen entfernt, kann diese als dharmisch betrachtet werden.

Solches KARMA können wir als Erfüllung der Forderungen göttlichen DHARMAS ansehen. Handlungen dieser Art helfen dem Individuum, sich geistig weiterzuentwickeln.

Sommersegen in Brindavan Bd. 2

 

Die Überwindung oder Annullierung von Karma

 

Der Mensch kann nicht leben, ohne zu handeln.

Aber er sollte dies ohne ein Gefühl von Ego tun
und ohne den Wunsch, etwas dafür zu erhalten.

Sanathana Sarathi – Heft Januar 1994, Die Botschaft der Upanishaden

 

Durch Karma erworbene Freude und Vergnügen sind nur vorübergehend.
Dennoch kann man und sollte man nicht vom Karma absehen.

Wie sonst kann man handeln?

Man sollte Distanziertheit und Wunschlosigkeit gegenüber den Folgen des Karma praktizieren.

Damit ist gemeint, dass man alle Karmas wie Yajna (Opfer, Ritual, Gottesdienst) betrachten sollte,
verrichtet zur Ehre Gottes und nicht für selbstsüchtige Zwecke,
um andauernden Verdienst zu erwerben und nicht wegen eines vorübergehenden Vorteils.

Das Nishkaama Karma (wunschlose Handlung), das in der Bhagavad Gita erwähnt wird,
ist das wirkliche Yajna.

In diesem Geist verrichtetes Karma wird weder Gier noch Kummer hervorrufen;
es wird dich mit einem Gefühl von Zufriedenheit und Erfüllung ausfüllen.

Tagesspruch vom 20.01.2007

 

Der Herr kann einen Menschen vollkommen
von den Folgen seines Handelns befreien,
wie ich es vor einigen Monaten getan habe,
als ich den Schlaganfall und Herzinfarkt eines Gläubigen auf mich nahm.

 

Durch hingebungsvolle Liebe kann selbst der Wille Gottes geändert werden.

Ihr braucht keine Form von Karma zu fürchten.

Wenn man glaubt, es sei unmöglich, der Wirkung des Karma zu entrinnen,
was für einen Zweck hätte es dann, Gott zu dienen?

Obwohl jetzt vergangenes Karma ausgelebt werden muß,
wird die Gnade Gottes gewiß dessen schlimme Wirkung weitgehend verhindern.

Sommersegen in Brindavan Bd. 1

So wie Metalle über dem Feuer im Schmelztiegel gereinigt werden, werden die Schlacken des Karma durch Prânâyâma entfernt und der Geist wird von Ansteckung befreit. 

Es gibt zwei Arten von Prânâyâma:
Eine in Verbindung mit einem Mantra und die andere ohne.
Ohne Mantra wird lediglich der Körper transformiert, während mit Mantra auch der Geist transformiert wird.

Antworten auf spirituelle Fragen - Prashnottara-Vâhinî; Kapitel 15 - Ashtânga-Yoga - Der achtgliedrige Yoga

 

 

So kann auch die Wirkung des Karma annulliert werden,
obwohl die Rechnung
vorliegt und verbucht werden muß.

Oder der Herr kann einen Menschen vollkommen von den Folgen seines Handelns befreien.

. . . Es ist falsch zu sagen,
daß die Schuld aus früheren Inkarnationen nicht gelöscht werden kann,
sondern in diesem Leben abgetragen werden muß.

Der Gnade ist alles möglich.

Denkt daran: Es ist die Gnade des Allmächtigen!

Sathya Sai Baba spricht, Bd. 4, 1. Aufl., 1990, S. 103

 

 

Der Avatar unserer Zeit