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Der göttliche Fotograf
Ich erinnere mich gut, es war an einem Abend im Jahre 1959. Baba hatte jemanden geschickt, um mich zu ihm in den Mandir zu holen. Baba informierte mich, daß der Herausgeber einer Tageszeitung in Hyderabad um ein Foto von mir gebeten habe, da er mich in seiner Zeitung als Herausgeber der Sanathana Sarathi mit einer ansprechenden Darstellung meiner Arbeit erwähnen wolle. Baba hatte ihm versprochen, ihm ein Foto von mir zu schicken, und bat mich deshalb, mich für eine Aufnahme zurechtzumachen, die er selbst von mir machen wolle. Er hatte für diesen Zweck eine nagelneue Kamera ausgewählt. Man kann sich vorstellen, daß meine Freude keine Grenzen kannte. Ich rannte die 18 Stufen hinunter, um zu Hause schnell mein Gesicht und mein Aussehen aufzubessern.
Schon nach wenigen Minuten war ich wieder zurück bei Baba, rasiert, gestrafft, mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Baba nahm mich bei der Schulter und drückte mich in Positur. Er spähte durch das Objektiv und gratulierte mir zu meinem fotogenen Gesicht. Ich war in Hochstimmung bei dem Gedanken, daß mein Bild von 30.000 Menschen in ganz Andhra Pradesh betrachtet werden würde. Mein Lächeln schwoll zu einem breiten Grinsen. Baba rief:"bleib so!" und dann "fertig!" und drückte auf den Auslöser .................. Ein schwarzes haariges Ding mit einem langen Schwanz sprang aus der Kamera und mir an die Kehle. Mit einem schrillen Schrei sprang ich in die Ecke des Raums und versuchte, das schreckliche Vieh zu verscheuchen ........ War es eine Ratte? War sie tot? Nein! Es war eine Maus aus Baumwolle, die geschickt in der Kamera verborgen war und beim Auslösen herausgeschleudert wurde. Baba lachte lauthals angesichts meiner Panik, und die Spannung löste sich.
Er erteilte mir einen Verweis dafür, daß ich auf die Geschichte, die er erfunden hatte, um mein Ego zu entblähen, so bereitwillig eingegangen war. Er erinnerte mich daran, daß die Welt an dieser Art von Neuigkeit, daß ich ein Herausgeber war, keinerlei Interesse hatte. Das Ansehen, auf das es ankommt, wird nicht in Zeitungen und Zeitschriften gewonnen, die bereits am folgenden Morgen Altpapier sind, sondern nur durch hingebungsvollen Dienst für Gott und die Menschen.
Ich verließ den Raum, ein Stück leichter und weiser.
N. Kasturi, aus
"Loving God"
Entnommen aus dem Sathya Sai Brief Nr. 63
Fit und Frisch
Eines Tages kam Johanssen Tidemann aus Oslo, flog von Bombay nach Bangalore, fuhr nach Puttaparthi und eilte die Stufen zu Swamis Raum hinauf. Baba schaute seine nordische Erscheinung von Kopf bis Fuß an und sagte:"Du siehst ganz fit und frisch aus." Danach fragte er unvermutet:"Und wie sehe ich aus?"
Tidemann war völlig überrascht und stotterte:"Swami, du siehst ganz fit und frisch aus!" Er hatte keine Zeit, andere Qualitäten festzustellen und wiederholte einfach, was Swami über ihn gesagt hatte. Swami ließ ihn aber nicht in Ruhe und fragte weiter. "Wie sieht denn Kasturi aus?" Ich (Kasturi) kam in Bedrängnis und versuchte schnell, ordentlich auszuschauen. Tidemann blieb im selben Gleis. Er schaute mich lange prüfend an und sagte dann:"Er sieht ganz fit und frisch aus."
Darauf sagte Swami:"Weißt du auch warum? Ihr seid alle meine Ebenbilder."
N. Kasturi, aus
"Loving God"
Entnommen aus dem Sathya
Sai Brief Nr. 48
Ein junger Mann im
Interviewraum hatte schulterlanges Haar, wie es zu der Zeit Mode
war. Nachdem Swami ihn geneckt hatte, er sähe aus wie eine Frau,
riet Baba ihm, die Haare schneiden zu lassen.
"Willst du mir die erste Locke abschneiden, Swami?"
fragte der junge Mann voller Anbetung.
Baba schüttelte den Kopf voll spöttischer Abneigung.
"Ich bin Baba, kein Barbar (Friseur)!"
Nächste Inkarnation
"Glaubst Du,
daß ich dick werde?" fragte einmal Baba Al Drucker.
"Nein Swami!" antwortete Drucker.
"Und was ist mit diesem Kürbis hier?" fragte Baba und
zeigte auf seinen Bauch.
"Nein Baba, du bist wunderschön," sagte Drucker.
Dann flüsterte Baba in Druckers Ohr:"Ich bin schwanger mit
Prema Sai".
(Anmerkung: Prema Sai ist die dritte Inkarnation Sai Babas)
Quelle: Sathya
Narayana - Blütezeit - Heft 4
Zeitschrift der jungen Erwachsenen