Eine Lektion

              in Sachen Alkohol

Der göttliche Strahl der Liebe, der sich auf unsere Erde herabgesenkt hat um Licht zu bringen, dorthin, wo dunkel herrscht, um die Wahrheit zu bringen dorthin, wo Unwahrheit regiert, um Freude zu bringen dorthin, wo Leid ist, um Heilung zu bringen dorthin, wo Krankheit quält - Bhagavan Sri Sathya Sai Baba, der mit Seiner unendlichen Liebe all denjenigen hilft, die vom Wege zurück zu Gott abgekommen sind - Er hat ebenso viele Heilmethoden, wie es Menschen gibt. Eines Seiner kürzlich vollbrachten Wunder liefert einen neuerlichen Beweis Seiner allwissenden, allmächtigen und allgegenwärtigen Göttlichkeit:

Eine verzweifelte Frau, verheiratet mit einem Alkoholiker, sieht die letzte Hoffnung, ihre Ehe zu retten, darin, ihren Mann dem zur Behandlung zuzuführen, an dessen Göttlichkeit sie glaubt und dessen Liebe und Weisheit sie vertraut. So erreichen eines Abends nach langer Fahrt zwei müde Menschen den heiligsten Ort unserer heutigen Welt: Prashanti Nilayam, den "Ort ewigen Friedens", in Puttaparthi nahe Bangalore in Südindien.

Nach den üblichen Aufnahmeformalitäten im Ashram ziehen sie sich zurück in das ihnen zugewiesene Zimmer. Vom Reisestaub befreit, erschöpft und im Begriff, sich zur Nachtruhe zu begeben, greift der Ehemann gewohnheitsmäßig dorthin, wo er sein "Nerventonikum" weiß. Ein Glas ist auch zur Hand, und sogleich ist das ihm "Musik" bedeutende Geräusch des sich aus der Flasche ins Glas ergießenden "Elixiers" zu hören. Erschrocken und irritiert wendet sich die Ehefrau ihm zu:"Sei doch bitte wenigstens hier vernünftig! Im Büro hat man uns doch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Alkohol im Ashram verboten ist. Hier in den Richtlinien steht es auch. Wir müssen uns daran halten!" "Ach was." meinte der so Ermahnte, "Sai Baba hat bestimmt nichts dagegen, wenn ich auf Sein Wohl trinke." Sprach's und ging mit dem gefüllten Glas auf ein Foto Sai Babas zu: "Prost!" sagte er voller Selbstbewußtsein, setzte das Glas an die Lippen und trank. Plötzlich hielt er inne, schaute ungläubig auf das Glas in seiner Hand und fragte seine Frau: "Hast du an meiner Flasche herumhantiert?" "Nein, wieso?" kam die Antwort. Noch einmal nippte der Erstaunte an seinem Glas, schüttelte völlig verwundert den Kopf und sagte: "Das schmeckt ja wie reines Wasser!" Verwirrt leerte er das Glas ins Waschbecken aus, überzeugte sich, daß die Flasche wirklich sein geliebtes Getränk enthielt und schenkte sich nochmals ein. Mit den Worten: "Na dann Prost!" hob er sein Glas in Richtung des Fotos und trank. Der Ausdruck ungläubigen Staunens, überwechselnd zu dem erschreckter Verwirrung, ließen für die Ehefrau keinen Zweifel daran, daß sich auch diesmal "Wein in Wasser" verwandelt hatte. Betroffenes Schweigen. - Trotz des erlittenen Schocks übermannte schließlich der Schlaf die beiden.

Am darauffolgenden Morgen liefen die gewohnten Routine-Handlungen in Schweigen ab. Angespannt und unsicher näherte man sich dem Tempel, um zum ersten Mal Sai Baba zu sehen - zum ersten Darshan. Da im Ashram Männer und Frauen nicht zusammen sitzen, trennten sich die Wege der Eheleute vor dem Tempel, und jeder nahm an der ihm zugewiesenen Stelle Platz.  Das Warten ließ die innere Spannung ansteigen und die Unsicherheit auch. Herzklopfen gesellte sich dazu. Dann erschien Bhagavan wie die aufgehende Sonne - das Licht Seiner Liebe schien Ihm vorauszustrahlen. Gemessenen Schrittes, wie schwebend, näherte Er sich den in andächtigem Schweigen verharrenden Menschen. Unserem Freund schien es, als würde sein Herzklopfen das Schweigen übertönen, und seine Anspannung wuchs, je näher er die Gestalt im orangeroten Gewand kommen sah. Bei ihm angelangt, verhielt Sai Baba Seine Schritte, lächelte ihn tiefgründig an, sagte "Prost!" und ging weiter ....

Entnommen aus: "Du hast mich gerufen" Sonderheft der Sathya Sai Briefe

 

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