Die fünf menschlichen Werte

 

Wahrheit - Sathya

Rechtes Handeln - Dharma

Frieden - Shanti

Liebe - Prema

Gewaltlosigkeit - Ahimsa

 

 

Ich möchte, daß jeder von euch zu einer starken,
gefestigten und geradlinigen Person wird.

Eure Augen sollten nichts Böses schauen wollen,
eure Ohren nichts Böses hören wollen,
eure Zunge nichts Böses sprechen wollen,
eure Hände nichts Böses tun wollen
und euer Geist nichts Böses denken wollen.

Seid rein und voller Liebe.
Helft denen, die schlechter dran sind und
dient denen, die eure Hilfe brauchen.

- Sathya Sai Baba -

 

 

Die menschlichen Werte bilden die eigentliche Grundlage unserer Existenz
als Einzelperson und die Basis für unser Zusammenleben.

Sie sind in den ethischen Forderungen aller Religionen enthalten
und stellen somit eine Verbindung ihrer Wege dar,
auch wenn diese im einzelnen verschieden erscheinen.

 

Wahrheit ist höchste Gerechtigkeit -
Liebe ist der einzige Weg zum Frieden.

 

 

Wahrheit - ist das Fundament

Es ist des Menschen vornehmste Pflicht zu erforschen, was Wahrheit ist.
Zur Wahrheit führen Hingabe und Ergebenheit.

Diese hängen aber wiederum von der Gnade Gottes ab,
die sich nur über solche Herzen ergießt, die mit Liebe durchtränkt sind.

 

Wahrheit ist nicht das, was veränderlich ist.
Wahrheit ist das, was durch die
drei Aspekte der Zeit hindurch dasselbe bleibt.

Eine solche Wahrheit ist immerwährend, ewig.

- Sathya Sai Baba -

 

Tue was du sagst.
Sage was du fühlst.
Gedanke, Wort und Tat müssen übereinstimmen.
Dies ist der Weg zur Wahrheit.

Es gibt nur einen Gott, S. 67


Das Universum ist auf die Wahrheit angewiesen

Keine Wahrheit, kein Universum. Wahrheit ist von ewiger Qualität. Niemand kann sie verändern, niemand kann sie verbergen. Wahrheit ist Gott.
Aller Reichtum und alle Fülle kommen aus der Wahrheit. Gott ist die Verkörperung der Wahrheit. Gott befindet sich allein in der Wahrheit. Dharma, die göttliche Ordnung, lebt aus der Wahrheit.
Die Veden, die Fundgrube von Weisheit und Wissen leiten sich aus der Wahrheit her. Nur die Wahrheit ist der königliche Weg. Wahrheit ist Wissen, Unendlichkeit, Brahman. Wer der Wahrheit folgt, lebt in der göttlichen Ordnung. ... Wer immer die Wahrheit spricht, wird von der Gesellschaft geachtet. Wahrheit existiert in der Gegenwart, der Vergangenheit und in der Zukunft. Sie wird von der Zeit nicht verändert. Die Schöpfung vergrößert sie nicht, Zerstörung mindert sie nicht, Geschichte kann sie nicht beschützen. Die Wahrheit besteht ewig als Ganzes. Aus diesem Grund wird Gott als Sein-Bewußtsein-Glückseligkeit beschrieben.

Die Wahrheit über sich selbst lernen

Zuerst muß die Wahrheit über sich selbst gelernt werden. Wenn der Mensch seine eigene Wahrheit nicht erkennt, wie kann er dann andere beurteilen oder mit ihnen umgehen? Wenn der Mensch weiß, daß er der unzerstörbare, der ewige Funken (Atman) ist, ist er von Angst befreit. Wahrheit kann nur von einem gereinigten Gemüt und einem abgeklärten Geist ausstrahlen.

Unterscheidungsfähigkeit entwickeln

Die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Suche nach der Wahrheit ist die Fähigkeit, zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen zu unterscheiden; mit anderen Worten: Die Erkenntnis, daß nur Atman, die Substanz der Seele, außerhalb der Zeit besteht und daß alle Objekte, die wir mit den Sinnen wahrnehmen vergänglich sind, Nur der Atman ist keiner Veränderung unterworfen. Er ist die einzige zeitlose Wirklichkeit. Durch intensives Nachdenken muß man zu dieser Überzeugung gelangen und sich diese zu eigen machen.

Die Wirklichkeit gleicht einer Leinwand

Wenn ihr eure Bindungen an dieses Leben löst und euch auf ein anderen konzentriert, dann werdet ihr wissen. Aber ihr gebt ja eure Bindung an dieses Leben nicht auf! Auf der Leinwand mag ein Vulkan glühende Lava aufwerfen, oder ein Damm bricht und die donnernden Wassermassen ergießen sich über das Land und überschwemmen große Gebiete. Aber die Leinwand ist weder von der Lava verbrannt noch von dem Wasser überflutet. Die Leinwand kann mit der Wirklichkeit verglichen werden, und der Film ist eine Vorspiegelung unwirklicher Tatsachen, wie realistisch die Bilder und wie echt die Gefühle auch sein mögen, die beim Anschauen empfunden werden. Das müßt ihr erkennen und auf der Grundlage dieses Wissens euer Leben führen. Auf diese Weise werden Frieden und Freude bei euch einkehren.

 

Wo Vertrauen herrscht, ist Liebe,
wo Liebe ist, Frieden,
wo Frieden ist, Wahrheit,
wo die Wahrheit ist, da ist Gott.

 

 

Rechtes Handeln - Dharma

Was ist die Bedeutung von Dharma?

Es bedeutet, in Worten das auszudrücken, was ihr denkt und entsprechend diesen Worten zu handeln. Diese Einheit von Gedanken, Worten und Taten ist Dharma - rechtes Handeln.

Das göttliche Gebot (dharma) erzwingt die Übereinstimmung von Gedanke, Wort und Tat. Es reinigt und befreit von Habgier und Haß.

Jede selbstlose Tat ist eine dharmische Handlung

Jede einzelne selbstlose Tat bereitet den Grund für eine Vereinigung der Seele mit der Überseele, erweitert die innere Schau, die Erkenntnis, daß das Göttlich-Absolute (Brahman) allgegenwärtig ist.

Jede solcher Taten ist ein winziges Bächlein, das in den Strom eines heiligen Lebens einmündet, welcher dem Meer göttlicher Weisheit zuströmt. Eure Handlungen werden alle zu Ritualen der Verehrung des Überselbst, welches das Universum durchdringt.

Was immer ihr mit Hingabe und Verehrung tut, entspricht der göttlichen Ordnung und führt euch zur Selbstverwirklichung. Das Leben eines spirituellen Menschen sollte auf die Heiligung jedes seiner Worte, Gedanken und Taten ausgerichtet sein, denn diese Haltung führt ihn Schritt für Schritt der Selbstverwirklichung entgegen.

Pflicht und Vernunft

Das Wort "Dharma" bedeutet nicht nur "Pflicht". In der Pflicht gibt es keine Willensfreiheit, nach der die Vernunft verlangt. Ethisch-religiöse Verpflichtung wird der Vernunft und der Pflicht gerecht und darauf bezieht sich "Dharma".

Das Wort "Dharma" schließt also die Begriffe Pflicht und Vernunft ein.

 

Gute Gesellschaft

Wenn ihr nach dem Göttlichen in euch forschen wollt, müßt ihr als erstes die Gesellschaft der Guten und Gottesfürchtigen aufsuchen. Das ist die erste, wichtigste Regel der göttlichen Ordnung, die ihr befolgen müßt. Darin liegt der Schlüssel. Dharma, die göttliche Ordnung, führt und beschützt euch und die ganze Schöpfung. Der Mensch ist sich aber dieser Tatsache nicht bewußt. Er ist nur an den äußeren Manifestationen dieses dharma interessiert.

 

Wenn du danach strebst,
den Herren als Führer zur Seite zu haben,
dann rüste dich aus mit der göttlichen Natur
und den Eigenschaften des rechten Handelns.

Denn der Herr ist dort,
wo das rechte Handeln ist.

 

 

Frieden - ist der Nährboden für alles Glück und alle Freude

Frieden ist die eingeborene Wesensart des Menschen.

Frieden ist die Kraft, die denen hilft, die Versuchen, Unterscheidungsvermögen, Verstandesschärfe und Loslösung zu entwickeln.

Frieden ist nichts anderes als ein Aspekt des wahren göttlichen Selbst (Atman) im Menschen. Genau wie Atman ist auch der Frieden (Shanti) ohne Anfang und Ende; nichts Übles kann ihn stören; er gleich nur sich selbst und ist mir nichts anderem vergleichbar.

Frieden muß gleichermaßen im Denken, Sprechen, Verhalten und Handeln offenbar werden. Frieden wird dann zu höchstem Frieden (prashanti), zu wirklichem Frieden. Ohne diesen Frieden kann man nicht hoffen, irdische, überirdische oder jenseitige Seligkeit zu gewinnen, Frieden ist der Nährboden für alles Glück und alle Freude.

Der kostbarste Besitz ist Gleichmut

Der kostbarste Besitz ist geistiger Gleichmut und dies ist das einzige, das ihr nicht weitergeben könnt, auch wenn ihr es selbst habt. Jeder muß ihn durch eigene Anstrengung erwerben....

Er kann nicht erworben werden durch einen hohen Lebensstandard, "Buschhemden", Radios, Sofas, Klimaanlagen, usw. Er kann auch nicht durch Reichtum, Erwerb von Macht und Autorität, durch die Entwicklung physischer Kraft und Ausdauer erlangt werden. Die Reichen, Gesunden, Starken, die Mächtigen, Einflußreichen - sie alle leiden an Unzufriedenheit, Sorgen, Angst und Unruhe. Sie haben keinen inneren Frieden. Frieden kommt von innen. Zufriedenheit ist ein geistiger Zustand. Nährt die Wurzeln der Anhaftung an weltlichen Komfort nicht mehr als absolut notwendig. Sie führen nur zu Unruhe und Angst und können niemals die innerste Sehnsucht des Menschen erfüllen.

 

Liebe als Rede ist Wahrheit
Liebe als Handlung ist Rechtschaffenheit
Liebe als Gedanke ist Frieden
Liebe als Verständnis ist Gewaltlosigkeit

 

Liebe - die königliche Straße

Was ist das: Liebe?

Wir betrachten sie gewöhnlich als Beziehung zwischen zwei Individuen, oder als Zuneigung, die ein Mensch materiellen Gegenständen gegenüber empfindet. Manche Menschen sehen in der Liebe das, was einen Menschen schlechthin mit der materiellen Welt verbindet. Damit wird die Liebe zu einer äußerlichen, oberflächlichen Annehmlichkeit, die zwischen Menschen bzw. Menschen und der materiellen Welt besteht,. Ich möchte das zwar auch als Liebe bezeichnen, aber als selbstsüchtige Liebe - als Liebe, die lediglich den eigenen Interessen dient. Wie kann man aber etwas als reine Liebe betrachten, was nur den eigenen Interessen dient?

Liebe ist kein Gegenstand, den man jemandem leihen oder den man sich von jemandem ausleihen kann. Liebe, die heilig, vollkommen und rein ist, darf keine Spur von Selbstsucht enthalten. Sie muß rein sein, d. h. nicht nach den Früchten des Handelns trachten. Die selbstlose Liebe, die nicht nach Belohnung schielt und nicht von Selbstsucht motiviert ist, ist die Liebe Gottes. Wenn ihr an einer Liebe diese Merkmale nicht entdecken könnt, dann ist es nicht wirkliche Liebe. Nur durch reine, bedingungslose Liebe erreicht ihr Gott.

Ein Leben ohne Liebe, ein Wesen ohne Liebe, ein Weg ohne Liebe, all das wird euch nie als recht Ziel bringen! Ich habe es schon oft wiederholt: Wenn ihr euren Acker, euer Herz bestellen wollt, spielt die Liebe eine wichtige Rolle.
- Sathya Sai Baba -

Jede Liebe, die sich auf den Körper bezieht, hat eine Spur von Selbstsucht in sich. Diese Liebe läßt sich mit dem Lampenlicht in unseren Zimmern vergleichen. Dieses Licht ist begrenzt durch die Wände des Raumes.

Liebe auf einer höheren Stufe ist mit dem Mondlicht zu vergleichen. Hier ist Licht drinnen wie draußen. Aber auch dieses Licht ist nicht klar.

Reine Liebe, gänzlich selbstlos, ist dem Sonnenlicht gleich.
Sonnenlicht gibt uns einen klaren Blick für alle Objekte.
Gottes Liebe ist wie Sonnenschein.
Menschliche Liebe ist wie Mondlicht.
Individuelle Liebe ist wie Lampenlicht im Zimmer.

Ihr erhebt euch aus der individuellen Liebe auf die Höhe der alles umfassenden Liebe.

- Sathya Sai Baba -

 

Die Größe eines Menschen wird davon bestimmt,
in welchem Maße er an seinem Charakter arbeitet,
nicht von seiner Macht,
seinem Geld oder seiner Stellung.

- Sathya Sai Baba -

 

 

Gewaltlosigkeit - Liebe muß in Gewaltlosigkeit ihren Ausdruck finden

Menschliche Werte können nicht nur dadurch entwickelt werden, daß man die Worte Sathya, Dharma, Shanti, Prema und Ahimsa wiederholt.

Die Veden sagen: "Sprich die Wahrheit, halte an Wahrheit und richtigem Verhalten fest."

Beim Praktizieren von Dharma sollte es keine geheimen Wünsche geben.

Handlungen, die mit solch verborgenen Motiven ausgeführt werden, führen zu Bindung. 

Man sollte die Wahrheit und das richtige Verhalten mit reinen Motiven praktizieren. Beide wurzeln im Ewigen. Ein rechtschaffenes Leben führt zu Frieden. Liebe kann in der Tiefe des Friedens erlebt werden. Liebe sollte in Gewaltlosigkeit ihren Ausdruck finden.

Wo Liebe herrscht, ist es undenkbar, anderen Gewalt oder Leid zuzufügen. Alle diese grundlegenden Werte müssen im Handeln ausgedrückt werden und dürfen sich nicht aufs Predigen beschränken.

Folge deinem Herzen

Alles, was ihr im Leben gesehen und erlebt habt, wird in dem Moment, in dem ihr euch daran zu erinnern versucht, vor eurem geistigen Auge erscheinen. Das bedeutet, daß das gesamte Universum in euch existiert. Alles, was ihr seht, ist eine Spiegelung des inneren Wesens. Alles, was ihr sagt, ist ein Echo innerer Gedanken. Alles was ihr tut, ist eine Spiegelung innerer Handlungen.

 

Wenn ihr daher entsprechend euren inneren Impulse handelt,
so ist das rechtes Handeln (Dharma).

Auszusprechen, was ihr in euch fühlt, ist Wahrheit (Sathya).

Über die Erfahrungen eures Herzens zu meditieren, ist Frieden (Shanti).

Die Impulse des Herzens richtig zu verstehen, ist Gewaltlosigkeit (Ahimsa).

Achtung für alles, was aus dem Herzen kommt, ist Liebe (Prema).

 

Sathya, Dharma, Shanti, Prema und Ahimsa

sind Ausdruck von Gefühlen, die aus dem Herzen kommen.

 

Der Atem aller Wesen

Göttliches Leben ist der Atem aller Wesen.

Es besteht aus Wahrheit, Liebe und Gewaltlosigkeit.

Wie kann man einen anderen betrügen, wenn es gar keinen "anderen" gibt? Betrug entsteht aus Furcht. Wenn es nur eins gibt und kein zweites, dann kann es auch keine Furcht geben. Niemand wird mehr geliebt als das Selbst. Wenn also alle das gleiche Selbst sind, dann werden alle wie das eigene Selbst geliebt.

Was Gewaltlosigkeit betrifft - wer kann jemanden verletzen, wenn alles eins ist?

Weitere und ausführliche Texte in:
Texte für den Studienkreis aus der Reihe "Erziehung in menschlichen Werten
ISBN 3-924739-69-2

 

Wenn Gedanke, Wort und Tat eine Einheit bilden, zeigt sich das Vorhandensein von Menschlichkeit.

Heutzutage fehlt dem Menschen echtes Menschentum,
weil das, was er denkt, weder mit dem, was er sagt, noch mit dem, was er tut, übereinstimmt.

SAGT, WAS IHR DENKT;
TUT, WAS IHR SAGT!

Das ist das Zeichen wahren Menschseins.
Ihr müßt also zuerst euren eigenen Empfehlungen entsprechend handeln,
eure Gedanken, Worte und Taten in Einklang bringen und dann erst die Kinder anleiten.
Sonst könnt ihr als Lehrer keinen guten Einfluss auf die Kinder ausüben.

 

     

Erziehung und Bildung sind abgeschlossen,
wenn ihr innerlich und äußerlich vollkommen rein seid.

Unwissenheit ist der größte Fluch im Leben eines Menschen.
Unwissenheit ist die größte Last im Leben eines Menschen.
Unwissenheit verursacht Leid.

"Blind" ist nicht derjenige, der nicht sieht;
"Blind" ist derjenige, der nicht bereit ist zu sehen.

"Ego" ist die Wurzel all eurer Not.
Laßt das Ego gehen: Fort sind alle eure Sorgen.

In Liebe, Baba

 

Alle Texte und Auszüge sind Zitate von Bhagavan Sri Sathya Sai Baba

 

Weitere Eigenschaften
zur Errichtung der menschlichen Werte in un
s

 

 

 

"Beredsamkeit, die nicht mit der Logik übereinstimmt,
Wahrhaftigkeit, die nicht mit der Vernunft übereinstimmt,
Mut, der nicht mit der Gerechtigkeit übereinstimmt,
Gesetzlichkeit, die nicht mit der sinngemäßen Anwendung übereinstimmt,
sind wie ein irrender Wanderer auf schnellem Rosse oder wie ein Wahnsinniger,
der ein scharfes Schwert schwingt."

- Lü Bu We -

                                                                               


 

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