31. Oktober 2008 – Übertrage dem Geist die Aufgabe Gott zu dienen, und er wird zahm werden. Ihr übergebt nur Schmuck, der repariert oder neu gestaltet werden muss, in die Hände des Goldschmieds. In gleicher Weise muesst ihr Gott euren Geist uebergeben, der wirklich einer Reparatur, wenn nicht sogar einer kompletten Wiederhestellung bedarf. Der Fleck, der den Geist beeinflusst, ist die Sinnestaeuschung. Sie ist wie ein wild gewordenenr Hund, der keinem erlaubt seinem Herrn zu nahe zu kommen. Sinnestaeuschung ist Gottes Liebling und deshalb wird sie, wenn Er sie anweist, euch nicht schaden. Deshalb ist der einzige Weg dem Hund auszuweichen, seinen Besitzer laut beim Namen zu rufen, damit er kommt, um euch persoenlich zu begruessen. Das bedeutet, dass ihr eure Gebete an Gott schickt, damit Er Seine Gnade ueber euch ausschuettet.

 

30. Oktober 2008 – Liebe ist goettlich. Um Gott eine Handlung darzubringen, die Seiner wuerdig ist und rein genug, um Seine Gnade zu erlangen, muss sie eine Manifestation der (spirituellen) Liebe sein. Liebe ist nicht nicht durch gesellschaftliche Stellung , Herkunft oder Religionszugehoerigkeit beruehrt oder veraenderbar. Sie kann nicht durch Neid, Boshaftigkeit oder Hass getruebt werden. Schuetzt Liebe vor Vergiftung durch das Boese; bemueht euch einen weitumfassenden Geist zu entwickeln, der unbeschmutzt durch Hassgefuele und Spiessigkeit ist. Das rote Band, das durch alle Religionen fliesst, die Substanz aller heiligen Schriften, das Ziel aller Wege, die Inspiration fuer alle Menschen, ist das Prinzip der spirituellen Liebe (prema). Es ist das staerkste Fundament fuer die Mission des Menschen waehrend seines Erdenlebens. Es ist das Licht, das Friede und Wohlstand in der Welt garantiert.  

 

29. Oktober 2008- Der Glanz des Selbst (atma) wird vom Ego (ahamkara) verdunkelt. Wenn das Ego aber zerstoert ist, dann hat aller Verdruss und Kummer ein Ende,  Unzufriedenheit ist ploetzlich verschwunden und Glueckseligkeit herrscht. Man sollte fortwaehrend die grossartige Lehre, dass der Koerper und das Selbst voneinander getrennt sind praktizieren. Solch eine unterschiedliche Behandlung dieser Zwei (viveka) ist fuer alle Aspekte des Lebens notwendig, weltlich und auch spirituell gesehen. Sie ist unentbehrlich, um die Wahrheit zu erkennen, welche Gott selbst ist.

 

28. Oktober 2008 – Was ist die Bedeutung des Wortes 'Bha-ga-waan'? ‚Bha’ representiert den goettlichen Glanz, Sein strahlen, ‚Ga’ die Eigenschaft von Ausdehnung oder Erweiterung und durchdringen, ‚Waan’ bedeutet das Vermoegen und die Faehigkeit, diesen strahlenden Glanz zu verbreiten. Es ist sogar so, dass das Selbst, das in uns wohnt, diese Eigenschaft hat. Aber wie es auch sein mag, der Mensch ist sich dessen nicht bewusst. Deshalb heisst es in dem Gebet:  "Thamaso Maa Jyotirgamaya" – fuehre uns aus der Dunkelheit der Unwissenheit in das Licht der Weisheit. Das Licht der Weisheit ist fuer alle Menschen unentbehrlich.

 

27. Oktober 2008 – Gott, der die Verkoerperung der Liebe ist, kann nur durch Liebe erreicht werden. Auch die Sonne kann nur durch ihr eigenes, strahlendes Sonnenlicht gesehen werden. Es gibt nichts wertvolleres in dieser Welt, als diese goettliche Liebe. Gott ist jenseits von allen Charaktereigenschaften, Er ist Gunaatheetha. Deshalb ist Seine Liebe auch ueber alle Charaktereigenschaften erhaben. Liebe sollte niemals auf Erwartungen oder Belohnungen oder Gegenleistung basieren. Liebe, die auf solchen Erwartungen basiert, macht sie zu einem Geschaeft. Liebe ist keine Handelsware. Sie ist nicht wie ein Kredit, den man bekommt und wieder zurueckzahlen muss. Sie ist wie ein spontanes Angebot. Reine Liebe dieser Art, kann nur aus einem reinen Herzen hervorgebracht werden.

 

26. Oktober 2008 – Die Sinne muessen hauptsaechlich kontrolliert werden, weil sie nach schaedlichen Einfluessen jagen, die den Menschen schikanieren und ihn ins Verderben fuehren. Der innere Friede geht verloren, wenn die Sinne den Menschen mit Wuenschen fuettern und ihn zu fruchtlosen Verlangen anstacheln. Fuer den spirituellen Aspiranten (sadhaka) muss das, was die Sinne aufnehmen, immer von reiner, ausgewogener und klarer Eigenschaft (sathwic) sein (weil es das Sein sichtbar werden laesst). Das foerdert Demut, Gelassenheit und Einfachheit. Wenn die Eindruecke Leidenschaft bewirken (rajasic), wird der Geist (mind) aufgewiegelt und rachsuechtig. Sind die Sinne schwerfaellig und traege (tamasic), dann wird der Geist noch nicht einmal dazu bewegt, seine eigenen Verfehlungen zu erkennen. Es sind nur die reinen, ausgewogenen und klaren Impulse, die den Geist im Gleichgewicht halten, voll auf das Selbst ausgerichtet. Ueber das Selbst (atma) muss man reflektieren, um Frieden zu erlangen.

 

25. Oktober 2008 –
Die Beziehung zwischen dem Individuum (jiva) und Gott kann von jedem erfasst werden,
der drei der bedeutendsten Eigenschaften erworben hat;

einen Geist (mind), der von Bindungen und Hass unbefleckt ist,
eine sprachliche Ausdrucksweise, die von Falschheit unbefleckt ist
und einen Körper, der von Gewalt unbefleckt ist.

 

24. Oktober 2008 –
Was wir sehen ist nichts weiter als das, was wir uns selbst erschaffen.
Die Erfahrung, die wir mit der Welt machen, ist nur die Widerspiegelung unseres Geistes (mind)
und das Spiegelbild unserer eigenen, inneren Gedanken.
So wie unsere Gedanken sind, ist auch das, was wir sehen (unsere Sichtweise).

Die Farbe der Gläser in einer Brille bestimmt die Farbe der Dinge, die wir durch die Gläser sehen.
Wenn wir rote Brillengläser tragen, dann sehen wir alles in roter Farbe.
Grüne Brillengläser lassen alles in grüner Farbe erscheinen.

Reine Gedanken lassen uns die Welt als rein sehen.
Wenn wir Dinge mit spiritueller Liebe betrachten (prema), mit einem liebenden Herzen,
dann erscheint die ganze Schöpfung als ein Spiegelbild dieser spirituellen Liebe.

 

23. Oktober 2008 –
Im Bereich der Spiritualität bedeutet das Wachstum intensiver Interessen das Anfangsstadium.
Aber Interesse allein genügt nicht.
Anstrengungen, das spirituelle Ziel zu erkennen, müssen gemacht werden.

Der Aspirant muss die grundlegende Wahrheit der spirituellen Herausforderung erkennen
und die erkannten Wahrheiten anwenden.
Nur dann kann die Frucht des Wissens, in Form  des Erkennens des Göttlichen, garantiert werden.
Das Trachten nach dem höchsten Wissen setzt Hingabe voraus.
Die Belohnung ist dann die höchste Glückseligkeit.

 

22. Oktober 2008 –
Liebe ist die Form des Göttlichen.
Die erste Regung, die aus dem Menschen strömte, war göttliche Liebe (prema).
Alles andere kam erst danach.

Jedes neugeborene Kind entwickelt sofort Liebe für die Mutter und versucht sofort Mutter und Vater zu erkennen. 
In gleicher Weise sollte jeder Einzelne das Land, in dem er geboren wurde und auch sein kulturelles Erbe (samskrithi) erkennen.
Die eigene Nation und Kultur sollte wie die Eltern geehrt werden.
Die Nation ist vergleichbar mit der Mutter, die Kultur ist der Vater.

Diese inhaltsschwere Wahrheit wurde von Rama, dem Herrn, verkündet indem Er sagte:
‚Die Mutter und das Mutterland sind größer als der Himmel selbst.’

 

21. Oktober 2008 –
Denkt über die Wirklichkeit der Gegenstände, die euch Freude bereiten, nach.
Jeder dieser Gegenstände ist mit dem absoluten, göttlichen Sein durchdrungen.

Der Regen der fällt, die Sonne die scheint, der Mond der kühlt, die Flüsse die fließen –
alles ist für jeden in gleichem Masse verfügbar.
Deshalb hat niemand das Recht die Exklusivrechte dieser Dinge für sich zu fordern,
oder andere davon abzuhalten, sich an diesen Geschenken zu erfreuen.

Das Göttliche ist die Basis für alles.

Das Auge kann nicht sehen und das Ohr nicht hören,
vorausgesetzt, dass das Naturgesetz, dass das Leben bestimmt, durch die Gnade des göttlichen Selbst (atma)
oder durch den Allerhöchsten (Brahman =Gott) wirksam gemacht wird.

Der Mensch kann sich dieser Wahrheit, die sich auf das Selbst bezieht, bewusst werden,
wenn er die Hemmklötze des Egos und der Besitzergreifung abgelegt hat.

 

20. Oktober 2008 –
Der Avatar (Verkörperung des Göttlichen) ist in (Menschengestalt) gekommen,
um den Weg für den spirituellen Fortschritt frei zu machen.

Die Rastlosigkeit (ashanti), in der der Mensch versunken ist, muss entfernt werden.

Das ist die Bedeutung von: "Parithraanaaya sadhoonam".
Das Beschützen der Rechtschaffenheit,
Rettung der guten Menschen von den Klauen der Unrast oder Kummer und Schmerz,
die durch die Unkenntnis der unwichtigen Dinge in der Welt hervorgerufen werden;
das ist Seine Aufgabe, so wie es in der Bhagavad Gita erklärt ist.

Alle Menschen müssen in Frieden  (shanti) und Glück (santhosha) leben.
Das ist der Auftrag, der Gott immer und immer wieder (in Menschengestalt) auf die Erde kommen lässt.
Er nimmt die menschliche Gestalt an, damit ihr Ihn kennenlernen und mit Ihm sprechen,
Ihn verstehen und wertschätzen, ihm zuhören und folgen, Ihn erfahren und von Ihm Nutzen erlangen könnt.

 

19. Oktober 2008 -
Das Reich Gottes kennt keinen Horizont, es umfasst den Raum und reicht sogar darüber hinaus.
Also, erlaubt dem Bedürfnis nach Anbetung nicht, eure Augen mit Scheuklappen zu versehen.
Hasst keine anderen Namen oder Erscheinung des Allmächtigen,
denn Hass verursacht Angst und ist das Saatbeet für Verlangen, Schande und Falschheit.
Er entzieht dem Geist den Frieden.

Wenn man nicht mit sich selbst und den Menschen, mit denen man umgeben ist, in Frieden lebt,
dann wird der Geist unruhig und aufgeregt und euer Blut fängt in Rage und Wut zu kochen an.

Liebe allein kann Angst lindern und Furcht beschwichtigen.

 

18. Oktober 2008 –
Die Menschheit hat in Bezug auf die Ausbeutung der wertvollen Bodenschätze unserer Erde große Fortschritte gemacht,
um den Lebensstandard zu fördern.
Sie hat aber nicht den Weg zu innerem Frieden und Zufriedenheit verstanden.
Neid und Habsucht haben die Beziehung zwischen Personen und Nationen verdorben
und damit das Bewusstsein der Einheit, die der gesamten Schöpfung unterliegt, unterdrückt.

Die Hauptursache dieser katastrophalen Situation ist vorrangiger Egoismus;
jeder versucht für sich selbst zu schnappen, was ihm zusätzlich mehr Macht und ein behagliches Leben gibt.

Der Geist entwickelt Verlangen, während er spinnt und webt.
Wenn Verlangen egobezogen ist, dann ist Zeit und Mühe verschwendet, die Pflicht ist vernachlässigt
und der Körper und seine Kunstfertigkeit missbraucht.

Um in dem Individuum und der Gesellschaft Frieden wieder herzustellen,
muss der Geist seine Bindung zu dem Selbst verlieren, indem er einer Säuberungsaktion unterzogen wird.

 

17. Oktober 2008 –
Das Ziel aller spirituellen Übungen (sadhana) ist die Vernichtung des Geistes
und eines Tages wird es einer einzigen guten Tat gelingen, ihn zu vernichten.

Zu diesem Triumph haben alle guten Taten aus der Vergangenheit beigetragen.
Selbst die kleinste Kleinigkeit zählt.
Keine gute Tat ist eine Verschwendung.

 

16. Oktober 2008 –
Seid gleichmütig, im Glück und Unglück, in Freude und Leid, Verlust und Gewinn.
Die Höhen und Tiefen des Lebens haben uns etwas zu lehren.
Tatsachlich können wir das Göttliche ohne Schicksalsschläge nicht erfahren.
Ohne Dunkelheit können wir das Licht nicht schätzen.
Ohne Schwierigkeiten im Leben können wir die Annehmlichkeiten, die wir haben, nicht wertschätzen.

Es ist der Mangel an Friede des Geistes, der uns dazu veranlasst nach Mitteln zu suchen, um andauernden Frieden zu finden.

Die Upanishaden vermitteln, dass durch Verzicht und Entsagung allein Unsterblichkeit erlangt werden kann.
Der Mensch sollte lernen, diesen Verzicht zu üben,
damit er das Geheimnis bleibenden Friedens und Glückseligkeit entdecken kann.

 

15. Oktober 2008 –
Der Mensch ist damit beschäftigt das unendliche, wunderbare Geheimnis der Natur in dieser fantastischen Schöpfung
auf alle mögliche Art und Weise zu erforschen.
Aber wegen der Grillen und Launen des Geistes, des Intellektes und des Egos hat der Mensch es versäumt,
die wahre, unendliche und spirituelle Grundlage, der alles im Universum zugrunde liegt, zu verstehen.
Er hat sich in der Jagd nach der externen, unglaublichen Welt verloren, als ob sie die einzige Wirklichkeit sei.
Bei diesem Vorgang hat er aufgehört zu verstehen, was sein eigenes, wahres Wesen ist und seinen Geist völlig verdorben.
Die einfache Wahrheit, dass alles von dem Einen durchdrungen ist, die hat er aus dem Blick verloren.

 

14. Oktober 2008 –
Es ist nicht die Eigenschaft eines Aspiranten nach Fehlern bei anderen Menschen zu suchen und die eigenen zu verstecken.
Wenn deine Mängel dir von anderen vorgehalten werden,
dann versuche nicht dagegen zu argumentieren, um zu beweisen, dass du recht hast.
Hege auch deswegen keinen Groll gegen diese Person.
Stattdessen gehe in dich um herauszufinden, warum du diese Fehler hast
und korrigiere dein eigenes Verhalten.

 

13. Oktober 2008 –
Von welchem Nutzen sind Reichtum und gesellschaftliche und berufliche Stellung, wenn man keinen Seelenfrieden hat?
Ein ruhiges Gewissen ist der wertvollste Besitz eines Menschen.

Um inneren Frieden zu erlangen, muss das Verlangen überwunden werden
und alle Gedanken auf Gott ausgerichtet sein.
Beschäftigt euch mit Dienen, im Geiste von Hingabe.

Wahrer Dienst besteht darin, Menschen die arm sind und Menschen, die einsam und verlassen sind,
mit Demut und Hingabe zu helfen.

Übt euch darin zu sagen:  "Dil me Ram, Hath me Kaam."
Das bedeutet: „Diene durch deine Hände mit Gott in deinem Herzen.“ 
Sehnt euch nicht nach Macht und  Mammon.

 

12. Oktober 2008 –
Das Wesentliche von Hingabe (bhakti) und Weisheit (Jnana) ist Frieden (Prashanti),
höchster und unerschütterlicher Frieden.

Wenn des Himmels Blau sich nicht von Wolken oder Regenstürmen, Donner oder Blitz,
von diesem vorübergehenden Tumult verändert,
sondern unberührt davon bleibt, muss der Geist des Menschen auch klar und ruhig bleiben,
trotz aller Stürme und allem Stress, die das Leben bringt.

 

11. Oktober 2008 –
Der Mensch kann Frieden (shanti) nur durch Liebe erlangen.
Friede ist die Frucht des Lebensbaumes, ohne die er nur ein kahler Stumpf und ohne Wert und Sinn wäre.
Die Frucht ist in eine ungenießbare Schale gehüllt, damit der süße Fruchtsaft vor Plünderern geschützt ist.
Man muss die Schale entfernen, bevor man den süßen Fruchtsaft genießen kann.

Die dicke Rinde ist eine Symbolik der sechs bösen Eigenschaften, die das liebende Herz des Menschen verhüllen –
Verlangen, Wut, Habsucht Bindung, Stolz und Hass.

Diejenigen, die die Rinde entfernen können,
werden die Süße in der Frucht durch rigorose und andauernde Übung entfernen können
und immerwährenden Frieden erfahren, den jeder anstrebt.

 

10. Oktober 2008 –
Freude in guten Zeiten und Leid in schlechten Zeiten zu empfinden,
den Schmerz des Körpers und der Sinne als den eigenen Schmerz anzusehen
ist eine dualistische Haltung und dualistische Gefühle und müssen überwunden werden.

Schritt für Schritt muss die Identifikation mit dem Körper aufgegeben werden.
Das ist genau die Grundlage von Jnana Yoga, dem Weg des Wissens.

 

Prashanti Nilayam  - 9. Oktober 2008 –
In Indien wurde das Navarathri Fest von allen seit uralten Zeiten
als eine Form der Anbetung des Göttlichen als Mutter (Devi) begangen.

Die Menschen verehren die Göttinnen Durga, Lakshmi und Saraswati  neun Tage lang.
Die Bedeutung dieser Drei muss richtig verstanden werden.
Die drei Göttinnen versinnbildlichen die drei Arten der Stärke im Menschen:
Ichchaa Shakti – Willenstärke, Kriya Shakti –
die Stärke der zweckmäßigen Handlung
und Jnana Shakti – die Stärke der Urteilskraft.

Saraswati hat sich im Menschen als die Stärke der Sprache (Vaak), manifestiert.
Durga besteht im Menschen in der Form von Energie und Dynamik.
Lakshmi offenbart sich als Willenstärke.

Der Körper weist auf zweckmäßige Handlungen hin.
Der Geist ist die Quelle von Willenstärke und das Selbst (atma) ist die Urteilskraft.

 

Prashanti Nilayam, 8. Oktober 2008 -
Was alle spirituellen Aspiranten tun müssen, ist folgendes:

1. Viveka, Unterscheidungskraft entwickeln,
sozusagen die Fähigkeit zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen zu unterscheiden
und sich dann entschließen, was davon am wertvollsten ist.

2. Ein ehrlicher Versuch muss gemacht werden, was als wertvoll und wahr befunden wurde zu erleben.

3. Diese Bemühung soll nicht aufgegeben werden, egal, welche Hindernisse sich in den Weg stellen.

Diese drei sind die Grundlage für aufrichtige Bußübung (tapas).
Nur allein von dieser Bußübung ergibt sich wahrer Friede (shanti) und wahre Glückseligkeit (ananda).

Prashanti Nilayam - 7. Oktober 2008 –
Alle Religionen lehrten was gut ist und jeder sollte, basierend auf dieses Wissen, ein rechtschaffenes Leben führen.
Wenn der Geist eines jeden Menschen rein ist, wie kann dann irgend eine Religion schlecht sein?
Alle Religionen sind nur verschiedene Wege, die ein und dasselbe Ziel haben.
Alle Devotees sollten diese Wahrheit erfahren und sie täglich leben. 
Sie sollten ein rechtschaffenes Leben leben, um dadurch andauernde Glückseligkeit zu erfahren.
Nur dann werden ihre spirituelle Bemühungen  Früchte tragen.

Hört auf die Worte der Weisen, reinigt eure Gedanken und richtet eure Gedanken auf Gott aus.
Gott kann sich nur in einem reinen Herzen niederlassen.
Das Ziel aller spirituellen Bemühungen (sadhana) ist, das Herz zu reinigen. 

 

Prashanti Nilayam – 6. Oktober 2008 –
Jede einzelne, selbstlose Handlung,
die den Boden für die Verschmelzung des Selbst mit dem höheren Selbst vorbereitet,
die die Sicht für das allem innewohnende Göttliche (Brahman) erweitert, 
ist eine rechtschaffende Handlung (Dharmic).

Jede dieser Handlungen ist eine winziger Strömung,
die in Richtung des höheren Wissens vom Selbst (Brahmanjnana) eilt.

Was immer auch in der Haltung von Hingabe und sich ( dem Willen Gottes) zu unterwerfen ausgeführt wird,
ist eine rechtschaffende Handlung, die zur Erkennung des Selbst führt.

 

Prashanti Nilayam - 5. Oktober 2008 -
Bei allen weltlichen Handlungen solltet ihr vorsichtig sein und eure Anstandsformen nicht verletzen,
oder die Richtlinien des guten Benehmens.
Ihr solltet mit der Eingebung der inneren Stimme nicht falsch spielen,
sondern immer bereit sein, die Befehle eures Gewissens zu respektieren.
Ihr solltet auf eure Schritte achten um herauszufinden, ob ihr nicht jemandem im Wege steht.
Ihr müsst immer und jeden Augenblick aufmerksam sein,
um  die vereinende Wahrheit, die hinter aller funkelnden und glänzenden Verschiedenheit liegt, zu entdecken.

- Übersetzung von Margitta B. -
 

 

Prashanti Nilayam - 4. Oktober 2008 –
Das Leben ist eine ständige Betrachtung eurer Verwandtschaft mit anderen und mit dem Universum.
Seid gut zu anderen, behandelt die Natur freundlich,
eure Worte sollen mit weicher und sanfter Stimme gesprochen werden,
werdet wie die Kinder, die ohne Neid, Hass und Habsucht sind.

Wenn eure Liebe die Grenzen eurer Familie und eurer Gemeinde überschreitet
und sie sich bis zu denen, die außerhalb dieser Grenze sind erweitert,
dann habt ihr den ersten Schritt getan, um die Schwelle der Täuschung  (maya) zu überschreiten.
 - Übersetzung von Margitta B. -

 

3. Oktober 2008 –
Der beste Weg sich von Schwäche zu befreien ist, sie an ihrer Wurzel zu treffen –
der Fehlglaube, dass du der Körper bist, dass du einen Namen und eine Form hast, diese Sinne,  Intelligenz und der Geist bist.
Das ist nur das ganze Gepäck, dass du mit dir herumschleppst.
Sagst du nicht “mein Geist”, “meine Hand”, genauso wie du “mein Buch” und “mein Regenschirm” sagst?

Wer ist dieses “ich”, das alles dies “mein” nennt?
Das bist wirklich “du”. 
Es war da, als du geboren wurdest, als du geschlafen und alles andere vergessen hast.
Du hast sogar deinen Körper vergessen, mit all seiner Ausrüstung, der inneren und äußeren.
Das “Ich” kann nicht verletzt werden; es verändert sich nicht, es kennt weder Geburt noch Tod.

Lerne das, was dich diese Wahrheit bewusst werden lässt
und du wirst immer wirklich frei, zuversichtlich und unerschrocken sein.
Das ist wahres Wissen (vidya), das Wissen vom Selbst (atma vidya).
- Übersetzung von Margitta B. -

 

 

02. Oktober 2008 -
Die eigenen, selbstsüchtigen Bedürfnisse müssen geopfert werden.
Es muss ein beständiges Bestreben danach sein, Gutes zu tun.
Das eigene Verlangen sollte dazu benutzt werden, um das Wohlergehen der Welt herzustellen.
Mit so einem Gefühl im Herzen muss man in Meditation über den Herrn reflektieren.
Das ist der richtige Weg.

- Übersetzung von Margitta B. -

 

01. Oktober 2008 -
Alle sind Kinder Gottes.
ER ist der alleinige Herr der Menschheit.
Die Menschen unterscheiden sich vielleicht durch Namen und Form,
durch ihren Glauben und der Verwirklichung ihres Glaubens.
 Aber die Quelle von allem ist nur Er, der Eine, allein.

Die Erkenntnis dieser grundlegenden Wahrheit ist das Wissen über das Absolute (Brahmanjnana).
Dieses Wissen kann nicht durch das Studium der Schriften erlangt werden,
durch das Abhalten von methaphysischen Diskussionen.
Was erkannt werden muss ist die Wahrheit, dass jedes Wesen im Universum eine Verkörperung des Allerhöchsten ist.
Sich der Einheit bewusst zu sein, die die Vielfalt zusammenfasst, ist das höchste Wissen.
- Übersetzung von Margitta B. -

 

30. September 2008 -
Glaube und Vertrauen sind auf jedem Gebiet für die menschliche Weiterentwicklung wesentlich.
Wissen und folglich Weisheit kann nur mit Hilfe von Glaube und Vertrauen, Bemühung und Anstrengung erworben werden.
Damit ausgestattet kann der Mensch große Höhen erklimmen und siegreich daraus hervorgehen.

Allerdings muß man gewarnt sein, zu viel Vertrauen und Glauben in Dinge zu kultivieren, die rein materiell sind.
Man muß beides tief in der ewigen Wahrheit GOTTES verwurzeln.
Glaube und Vertrauen bedeuten Kraft, Vermögen und Macht.
Ohne Glaube und Vertrauen ist Leben unmöglich.

Wir haben Glaube und Vertrauen in ein Morgen, das auf das Heute folgt.
Das ist es, was uns dazu bringt Aktivitäten aufzunehmen, die über diesen Tag hinaus reichen.

Menschen ohne Glauben und Vertrauen können nicht planen;
sie beschwören Elend, Not und Leid in ihrem Mangel an Vertrauen und Glauben.

 

29. September 2008 -
Du kannst die Fundamente eines Wolkenkratzers nicht sehen.
Kannst Du deshalb argumentieren, dass er schlicht auf dem Erdboden ruht? -

Die Fundamente dieses Lebens sind weit in der Vergangenheit gelegt worden,
in Leben, die bereits von Dir gelebt wurden.
Die Struktur dieses Lebens ist auf dem Grundriß jener Leben geformt worden. -

Es ist das unsichtbare Fundament, das über die Struktur, den Entwurf
und das Design des gesamten Gebäudes entscheidet.

 

28. September 2008 -
Das Ego bringt Welle auf Welle an Bedürfnissen und Wünschen vor Deine Aufmerksamkeit
und verleitet Dich, den Versuch zu machen, sie zu befriedigen. -
Es ist ein nie endender Kreislauf. -

Also versuche, Deine Bedürfnisse und Wünsche zu verringern und dehne die Reichweite Deiner Liebe aus
um frei zu werden von den Verwicklungen Deines Ego. -
Das Leben bringt viele Konfrontationen, Kameradschaften, Trennungen, Konflikte und Vernachlässigungen mit sich.
Wir müssen beide Arten möglichen Kontaktes aufgeben; den widerwilligen als auch den angenehmen.

Verbinde Dich mit GOTT und die weltliche Täuschung wird automatisch von Dir abfallen.

 

27. September 2008 -
Es besteht keine Notwendigkeit, auf die Suche nach GOTT zu gehen.
Tatsächlich ist es GOTT, der nach einem wahren und unerschütterlich Ergebenen forscht. -

Der Gottsuchende von heute, der Sádhaka, nähert sich GOTT um der Erfüllung seiner geringfügigen Wünsche willen.
Es ist ihm nicht um das Verstehen der Natur wahrer Liebe zu tun
oder um das Verstehen der Göttlichkeit, die allem zugrunde liegt. -

Genau wie die Sonne nur durch ihr eigenes Licht geschaut werden kann,
kann die Liebe des Göttlichen nur durch göttliche Gnade erworben werden
und nicht durch das Verfolgen einiger bedeutungsloser Übungen.

Die spirituellen Bemühungen und Übungen, die Sadhanas, die der heutige Gottsucher ausführt,
sind ausnahmslos von selbstsüchtigen Zielen bestimmt.

Nur wenn das Herz des Gottsuchers vom Göttlichen erfüllt ist
wird er fähig sein, echte und heilige Liebe zu leben.

 

26. September 2008 -
Was ist Selbstverwirklichung?
In dem Moment, in dem Du Deine innere Schönheit erkennst und so davon erfüllt bist,
dass Du alles andere vergißt, bist Du frei von allen Bindungen;

Du begreifst, dass Du selber die Verkörperung aller Schönheit, aller Herrlichkeit und aller Kraft bist;
die Widerspiegelung Shivas (Gottes) im Spiegel von Prakruthi (Natur) ist Jíva (das Individuum).


 
25. September 2008 -
Ihr müßt fleißig sein in Eurem Tun, um Zeit und Fertigkeit zu deren bestem Vorteil zu nutzen.
Das ist Eure Pflicht und Pflicht ist Ehrerbietung, ist Gott. -

Die Schwerfälligen, Teilnahmslosen, Dummen und Trägen zögern, aktiv zu werden aus Angst vor Erschöpfung und Versagen.
Sie werden die Tamasischen genannt und bilden als solche eine der drei Grundeigenschaften der Struktur der Urnatur. -

Die gefühlvollen und leidenschaftlichen Personen stürzen sich übereilt, unbesonnen und kopfüber hinein,
voller Drang nach schnellen Ergebnissen und sie sind enttäuscht, wenn die Ergebnisse sich nicht so einstellen wie erwartet.
Sie nennt man die Rajasischen. -

Die Persönlichkeiten mit ausbalanciertem, ausgeglichenem Geist sind aktiv, indem sie darin ihre Pflicht sehen;
Erfolg oder Mißerfolg wird ihren Gleichmut nicht stören.
Sie gehören der dritten Eigenschaft an, der Sattvischen. -

Die Frommen und Gottesfürchtigen sehen in ihrer Aktivität ein Mittel der Verehrung GOTTES.
Sie überlassen die Früchte ihrer Bemühungen und Anstrengungen GOTT,
denn sie wissen, dass sie nur Werkzeuge in Seinen Händen sind.

 

24. September 2008 -
Während unseres Lebens nehmen wir Hilfe an, die uns von vielen Tausenden erwiesen wird.
Wir müssen diese Schuld begleichen, indem wir so vielen Menschen helfen, wie wir können. -
Mit aufrichtiger Begeisterung und Bereitschaft anderen zu helfen,
kannst Du in jeder Gruppe oder Gemeinschaft glücklich sein. -

Gewinne Glückseligkeit aus dem Dienst an anderen,
geleistet ohne jeglichen Wunsch, irgendetwas zurückzuerhalten, Sevá. -

Wenn Du Gelegenheit erhältst jemandem zu helfen, freue Dich über Dein wohlmeinendes Schicksal.
Der wahre Eifer anderen zu helfen, wird Dir die notwendige Kraft
und das notwendige Geschick für den geforderten Dienst verleihen.

 

 

23. September 2008 -
Die Leute beklagen sich über Kummer, Sorge und Erschöpfung.
Das sind nur Reaktionen auf den Verlust von etwas das man bereits besitzt,
oder auf das Mißlingen etwas zu erwerben, das man sich wünscht.

Deshalb ist der einzige Weg der Sorge zu entgehen
die Überwindung des Verlangens nach dem Eingebildeten, Unwirklichen, Illusorischen.

Betrachte die Welt als Gott;
diese Sichtweise wird das Verlangen mindern.

Wenn das eigene Verlangen einzig auf GOTT ausgerichtet wird,
ist der Erfolg gesichert und jeder Schritt trägt zum Erreichen göttlicher Glückseligkeit bei.

 

22. September 2008 -
Ohne Selbsterkenntnis glaubt der Mensch, dass die objektive, sichtbare Welt wahr und immerwährend ist
und er vernachlässigt das wirklich Wahre und Ewige.
Er ignoriert den Àtman, das göttliche Urprinzip, das ihn ausmacht. -

Den Àtman leugnen, seinen Auftrag mißachten, seine Existenz ignorieren -
das sind die Wurzeln von Kummer und Traurigkeit. -

Im Tätigsein aus ethischer Verantwortlichkeit, Karma, wird man zu einer moralischen Persönlichkeit
und man beginnt, nach der Grundlage von Moral zu suchen, nach Brahman, dem allumfassenden, ewigen, absoluten Göttlichen.
Man entdeckt, dass Tugend und Moral zur eigenen Glückseligkeit beitragen, Ananda,
und dass alle Glückseligkeit von Brahman selbst ausgeht.
Man erkennt und begreift, dass Tätigkeit ohne dieses Bewußtsein unfruchtbar und bindend ist.

 

21. September 2008 -
Bei allen Bemühungen und Anstrengungen, die Du machst wird die Arbeit leicht werden,
wenn Du Dein Vertrauen in eine HÖHERE MACHT setzt.
Dieses Verlassen auf den HERRN als der Quelle aller Macht
ergibt sich aus der eigenen tiefen Hingabe und Ergebenheit. -

Wenn Du mit dem Zug reist, mußt Du nur das Ticket kaufen und Platz nehmen,
während Du den Rest der Maschine überläßt. -
Genauso schenke Dein Vertrauen dem HERRN und mache nach besten Kräften weiter.

Habe Glauben und Vertrauen in den HERRN und seine Gnade.
Versuche sie zu erlangen im Gebrauch der verstandesmäßigen Einsicht und der Urteilskraft des Unterscheidungsvermögens,
mit denen er Dich ausgestattet hat.

 

20. September 2008 -
Die Welt ist eine riesige Gemeinschaft.
Jeder Einzelne in ihr ist ein Teil dieser Gemeinschaft, mit ihr verbunden durch die Bande der Liebe.
Diese Liebe ist tief im Herzen eines jeden Menschen vorhanden.
Es ist die allumfassende Liebe, Vishvaprema, die von einem göttlichen Funken zu allen anderen Funken fließt.

Wenn die Augen strahlen, erleuchtet durch die höchste Weisheit von Jnana, sehen sie in allem das Eine:
Der Mensch erkennt, dass das gesamte Universum von Brahman durchzogen und erfüllt ist;
Sarvam Brahmamayam Jagat, dass alles, was ist, seinem eigentlichen Wesen nach Brahman ist, der göttliche Urgrund selbst.

Damit sich einem dieses Eine in Allem offenbart, muß man Glauben und Vertrauen entwickeln
und den Geist schulen und disziplinieren.
Der Geist, in seinen Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen und Wünschen, seinem Verstand und seinem Gemüt
muß seine Vorlieben und Schwächen abwerfen; die Wahrheit muß herausgefunden und erfahren werden.

 

19. September 2008 -
Es ist nicht erforderlich spirituelle Kraft gewinnen zu wollen,
indem man um die Welt reist und eine Menge Geld ausgibt.

Du kannst in Deinem eigenen Haus bleiben und sie in Dir selbst entwickeln.
Du mußt ihr nicht hierhin und dorthin hinterherlaufen.

Du bist nicht lediglich ein Mensch, sondern GOTT SELBST.
Unterliege nicht der Täuschung, dass GOTT irgendwo wohnt und Du nach IHM suchen mußt.
GOTT IST IN DIR.

18. September 2008 -
Wenn der Einzelne nach Erfüllung außerhalb von sich selbst trachtet, mißlingt ihm das.
Wenn er in sich selbst danach strebt, wird er glücklich sein im Erlangen derselben. -

Das göttliche Ursprungsprinzip in uns ist immer zugänglich und immer verständnisvoll antwortend. -

Kummer, Leiden oder Schmerz wird nur so lange gefühlt,
wie Zuneigung oder Abneigung gegenüber äußeren Erscheinungsbildern anhält.
Letztendliche Erleichterung des Leidens kann nur von der Auslöschung des Ich oder Ego kommen,
von der Beseitigung dessen, was auf die eine Sache mit Kummer und auf die andere mit Vergnügen reagiert
und dessen Gedächtnis, Erinnerung und Befindlichkeit das Erkennen der Gegensätzlichkeit von Freude und Leid zuläßt,
aufrecht erhält und unterstützt.


17. September 2008 -
Es gibt in der Welt kein Objekt ohne einen Schöpfer.
Alles, was wir in unserem täglichen Leben gebrauchen, ist von jemandem hergestellt worden.
Aber es gibt auch Objekte, die jenseits der menschlichen Fähigkeit des Erschaffens liegen;
Die Sterne, die am Himmel funkeln, die Sonne und der Mond, die die ganze Welt erleuchten;
sie alle sind Beweise der Existenz einer höheren Macht.
Sie sind keine menschliche Schöpfungen.
Sind sie von selbst entstanden oder sind sie von irgendeiner unsichtbaren Kraft erschaffen worden? -
Die höchste Macht, die die Fähigkeit hat, solche Wunder zu erschaffen
ist in den Veden als Aprameya beschrieben, der, der jenseits aller Beweise und aller Begrenzungen ist.
Er kann nicht mit Worten beschrieben werden. -

Der allererste Beweggrund eines Menschen sollte es sein
danach zu streben, diese unendliche Macht zu verstehen.

 

16. September 2008 -
Die Freude, nach der Du Dich sehnst und die Selbstverwirklichung, die Du anstrebst; beides ist in Dir. 
Du kannst sie nicht in der Außenwelt finden. -

Es ist eine Situation, die man mit der einer Person vergleichen kann,
die selbst dann auf der Straße um Nahrung bettelt, wenn sie zu Hause Süßigkeiten und Leckerbissen liegen hat. -

Du lebst in der Vorstellung, dass die Welt und ihre Objekte Dir Glück verleihen.
Das ist eine von Deinem Geist erschaffene Illusion und Täuschung, die Du Dir einbildest. -
Nur dann wirst Du fähig sein wahren Frieden und wahre Freude zu genießen,
wenn Du Deiner Buddhi folgst, Deiner Unterscheidungskraft oder Intelligenz,
die Dich zur Kraft der höchsten Intuition führt, zu Deinem wahren göttlichen Selbst.

 

15. September 2008 -
Diejenigen, die sich danach sehnen in ihrer Göttlichkeit gegründet zu sein,
müssen nach Einsamkeit streben, Meditation praktizieren, um das Denken zum Schweigen zu bringen -

Dhyána, den Namen GOTTES in steter Wiederholung rezitieren, leise, laut oder in Gedanken -
Japa, und all das zu ausgesuchten Zeiten.

Sie müssen sich mit Hilfe dieser Übungen Zielgerichtetheit und vollkommene Ausrichtung auf das Eine erwerben
und stets für das Wohl aller Wesen engagiert sein.
Sie sollten sich immer und überall dazu verpflichten und ihr Engagement darein setzen,
ihre Arbeit ohne jegliches Interesse an deren Früchten auszuführen.

 

14. September 2008 -
Wenn eine Bohrung stattgefunden hat um Wasser aus dem Erdinneren zu ziehen,
muß das Rohr luftleer gehalten werden, so dass das Wasser aufsteigen kann.
Wenn Luft hineindringt, kann das Wasser im Rohr nicht hochkommen. -

So ist es auch mit der Hinwendung auf weltliche Dinge bestellt;
versichere Dich, dass sie Dein spirituelles Bemühen nicht beeinträchtigen oder verderben.
Es wird keine Liebe entstehen, wenn Sinnesfreude oder persönlicher Stolz den Geist befällt.

 

13. September 2008 -
Das Leben gleicht einer langen Girlande von Blüten, schöne und verblasste, duftende und duftlose.
Sie sind sozusagen das Gute und Schlechte im Leben. -
Der Mensch erkennt nur die Blüten, ist glücklich über einige und unglücklich über die meisten.
Er sieht das Band nicht, das sie zusammen hält:
das Brahmasútra, die heilige Schnur, wie sie auch die Körper der Brahmanen-Priester schmückt,
die als die immerwährende und ewig junge göttliche Grundlage alle die kurzlebigen Blumen zusammenhält. -

So wie die Spatzen im Sturm wärmenden Schutz suchen,
sollte auch der Mensch Schutz nehmen in seinem göttlichen Ursprung,
dem göttlichen Prinzip, um den Stürmen des Lebens zu entfliehen.

 

12. September 2008 -
Dies ist der heilige Tag, an dem der HERR ALS AVATAR VAMANA dem Kaiser Bali Befreiung schenkte.
Bali war ein großer Kaiser.
Er liebte seine Untertanen und sorgte für Ihr Wohlergehen.
Armut war in seinem Königreich unbekannt.
Er war stolz auf sein Königreich und seine Menschen
und litt so unter einem geringen Gefühl von Egobewußtsein.
LORD VAMANA inkarnierte, um dieses unerwünschte Ego in Kaiser Bali zu beseitigen,
ihn durch das Auslöschen eben dieses Stolzes zu erlösen.

Bevor er in die jenseitige Welt ging, gab Kaiser Bali seinen Menschen, die er herzlich liebte, ein Versprechen.
 Er sagte, dass er sie jedes Jahr am Tag von Onam besuchen und segnen werde.

 

11. September 2008 -
Liebt GOTT mit unerschütterlicher Hingabe und unerschütterlichem Glauben und Vertrauen,
fürchtet Euch vor Sünde und praktiziert Moral in der Gemeinschaft und Gesellschaft.

Wenn Ihr Moralität in Gemeinschaft und Gesellschaft wollt  -
Aufrichtigkeit, Redlichkeit, Anstand, Mitgefühl, Wertschätzung,
Handeln für ein Miteinander in Wahrheit und aus Liebe - ,
solltet Ihr Liebe zu GOTT entwickeln.

Wenn Ihr GOTT liebt, fürchtet Ihr die Sünde. -

Heute begehen die Menschen ohne Furcht vor Sünde abscheuliche Taten.
Das widerspricht der wahrhaftigen Natur des Menschen. -

Der Körper gleicht einem Haus, das Du gemietet hast.
Der Eigentümer ist GOTT.
Lebe darin, solange ER es will, danke IHM und zahle IHM die Miete
mit Deinem Glauben, Deinem Vertrauen und Deiner Hingabe.

 

10. September 2008 -
'Tat Tvam Asi', wörtl. 'Das bist Du',
d. h. Deine wahre Realität ist göttlicher Natur. -
Dies ist die erhabenste und heiligste Lehre. -

Du bist der unzerstörbare Átman, das allem innewohnende göttliche Prinzip.

- Um des Átman willen besitzt Du den physischen Körper
und so sollst Du beim Versuch GOTT im Hier und Jetzt zu erkennen,
in jedwedem Moment bereit sein, den Körper aufzugeben, zu opfern. -

Der Körper ist nur ein Instrument, ein von GOTT gegebenes Werkzeug.
Laß es seinem rechtmäßigen Zweck dienen.

 

09. September 2008 -
Der Mensch muß stets fortschreiten in Balam, an Stärke, Mut, Kraft und Ausdauer,
die die Macht seiner geistigen und körperlichen Gesundheit ausmachen.

Er sollte nicht an Unwahrheit, Bosheit und Gaunerei Gefallen finden,
die alle den grundlegenden Charakter von Feigheit haben.
Diese Feigheit entsteht aus der Vorstellung eines minderwertigen und falschen Bildes von sich selbst.

Du glaubst, Du seiest die Hülse, die äußere Ummantelung.
Aber in Wahrheit bist Du der Kern, das Herz.

Diese falsche Identifizierung ist der grundlegende Fehler.

Alle spirituelle Bemühung, Sádhana, sollte ausgerichtet sein
auf das Entfernen der Schale und die Enthüllung des Kerns.

Solange Du sagst: "Ich bin dies und das, so oder so", sind Angst und Furcht unvermeidlich;
sobald Du aber sagst und fühlst "Ich bin GOTT", bekommst Du unüberwindliche Stärke.

 

08. September 2008 -
Um sich selbst in die Besinnung auf den allgegenwärtigen HERRN zu versetzen,
gibt es keinerlei Begrenzungen von Zeit und Ort.

Es ist kein heiliger Platz oder eine rechte Zeit dafür nötig.
Wo auch immer der Geist in der Besinnung auf das GÖTTLICHE schwelgt,
genau dort ist der heilige Platz.

Wann immer er es tut, ist es der rechte Moment.

 

07. September 2008 -
Man sagt, dass der Dienst am Menschen Dienst an GOTT ist,
dass Mánavasevá Mádhavasevá ist. -
Das ist richtig. -

Jedoch, wenn auch der Dienst aus Menschlichkeit heilig ist;
solange er nicht zu einem erhabeneren Ideal wird,
werden die Menschen keinen Nutzen daraus ziehen,
wieviel Dienst auch immer sie ausüben. -

Alleine das, was mit dem HERRN im Geiste getan wird
entlang dem Weg von Wahrheit und des rechten Handelns aus Liebe
und in der Übereinstimmung von Gedanke, Wort und Tat,
kann als Dienst am HERRN angesehen werden.

Jedweder Dienst der ausgeübt wird, um sich einen Namen und Ruhm zu verschaffen
und sich an den Früchten derselben zu erfreuen,
kann nicht als ein Dienst im Sinne GOTTES gelten.

 

 

06. September 2008 -
Ein jeder sollte sich die Frage stellen:
Spirituell verwirklichte Persönlichkeiten waren Personen, wie ich selbst eine bin,
Wesen in einem ebensolchen Körper.

Wenn sie zur Vollendung gelangen konnten,
kann nicht auch ich selbst erfolgreich sein, wenn ich ihren Methoden folge? -

Worin liegt der Nutzen für mich selbst, wenn ich meine Zeit damit verbringe,
die Fehler und Schwächen anderer ausfindig zu machen? -

Daher ist es die erste Pflicht im spirituellen Bemühen, Sádhana,
die Fehler und Schwächen bei sich selbst zu suchen
und darum bemüht zu sein, sich zu bessern, Fehler zu korrigieren und zur Vollendung zu gelangen.

 

05. September 2008 -
Gleich dem Wind, welcher alles mit Staub bedeckt,
trüben Wünsche und Anhaftungen den Geist.

Diese müssen erst bereinigt werden, auf daß die Herrlichkeit des Selbst verschmelzen kann
mit der Herrlichkeit des höheren Selbst, dem Paramatman (Gott).

Der Prozess der Reinigung des menschlichen Bewußtseins,
im Schmelztiegel der einzig auf Gott ausgerichteten Gedanken, Sprache, Gefühl und Handlung,
wird es von allen Makeln und Fehlern befreien.

Sobald das innere Bewußtsein rein und unberührt geworden ist,
wird Gott sich darin aufhalten.

In diesem Bewußtsein wird der Mensch die Vision Gottes in seinem Innern erleben.

 

 

04. September 2008 -

In allem wohnt Gott.

Du bist ebenfalls Gott;
über und jenseits Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hinaus.

Du bist nicht dein Körper,
welcher an die Zeit gebunden ist und gefangen in der Spirale von dem was war, ist und sein kann.

Richte dich immer darauf aus, dass deine wirkliche Natur göttlich ist;
verweile beständig bei diesem Gedanken.

Auf diese Weise kannst du ein Jnani werden (ein Wissender).

 

03. September 2008 -
Die Maus ist das Fortbewegungsmittel für Lord Vinayaka (Ganesha).
Welches ist die übertragene Bedeutung der Maus?
Die Maus wird durch Geruch aufmerksam 
und wird deshalb als Verkörperung des Geruchsinnes bezeichnet.
Es ist bekannt, wenn du eine Maus fangen möchtest,
mußt du einen streng riechenden Köder in die Mausefalle legen.

Die Maus symbolisiert ebenfalls die Dunkelheit der Nacht.
Sie kann im Dunkeln hervorragend sehen und ist deshalb des Nachts frei beweglich.

Als Vinayakas Fahrzeug steht die Maus für ein Objekt, welches den Menschen von der Dunkelheit ins Licht führt.

Das Gottesprinzip von Vinayaka steht also sinnbildlich dafür,
dass negative Gedanken und schlechte Gewohnheiten ausgelöscht
und dafür gute Gedanken sowie gutes Betragen im Menschen verstärkt werden.

 

 

02. September 2008 -
Der Mensch, welcher frei von allen Wünschen ist,
der nicht auch nur die kleinste Neigung hat zu Besitzgier und Sinnesfreuden,
der keine Spur von Egoismus mehr in sich trägt
und welcher dauerhaft in die Wonnen göttlichen Bewußtseins versunken ist,
ist unempfänglich gegenüber dem Anflug von Sorgen.

Dieser Mensch ist wirklich fest verankert in höchster Freude und höchstem Frieden.

 

01. September 2008 -
Dharma ist das Fundament für das Wohlergehen der Menschheit;
es ist die ewige Wahrheit.

Wenn der Glanz der Rechtschaffenheit die menschlichen Beziehungen nicht mehr erleuchtet,
wird die Menschheit in Dunkelheit und Kummer verwickelt.

Der Mensch muß sich dem Dharma widmen,
auf daß er in Frieden leben kann und die Welt ebenfalls Frieden erfahren darf.

Er kann keinen dauerhaften Frieden erwerben,
noch kann er die Gnade Gottes mit Hilfe anderer Mittler gewinnen, 
als nur durch das Führen eines auf Dharma ausgerichteten Lebens.

 

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