31.08.2008 -
Der Mensch ist nicht nur geboren worden, um seine weltlichen Bedürfnisse zu befriedigen;
er ist gekommen, um die latent in ihm vorhandene Göttlichkeit zu manifestieren.

Deswegen wird er auch Vyakthi (Individual) genannt - 
derjenige, welcher die Shakti (göttliche Kraft) in sich manifestiert.

Aus dieser Absicht heraus ist er mit einem Körper ausgestattet worden
und sein Verstand muß lernen, diesen zu kontrollieren und für nützliche Aktivitäten einzusetzen.

Ein jeder Mensch muß dieses Ziel erreichen mit Hilfe von Dharmanishtta und Karmanishtta -
dem steten Streben nach rechtem Handeln und guten Taten.

 

30.08.2008 -
Um Gott zu verwirklichen ist es nicht wichtig,
über Wohlstand, Gold, Luxus oder Gelehrsamkeit zu verfügen.

Alles was ihr braucht, ist reine Hingabe.

Ohne die Reinheit der Gedanken, Worte und Taten
ist es nicht möglich, das Göttliche zu erfahren.

Gott kann nicht durch Protzerei und Übertreibung verwirklicht werden.

Die erforderliche Basis für Gottesverwirklichung ist die Überwindung von Selbstsucht und Besitzgier,
so daß der Mensch sich mit einer uneigennützigen Gesinnung engagieren kann.

Jeder Mensch ist berechtigt sich auf diese Suche einzulassen,
unabhängig von Alter, Kaste oder Geschlecht.

 

29.08.2008 -
Es gibt Fragen welche uns beschäftigen, während wir leben;

wo kommen wir her?
Wo werden wir hingehen?
Wie ist das Universum erschaffen worden?

Alle Religionen versuchen gleichermaßen, diese Fragen zu beantworten.

In allen Ländern wurden Regeln und Vorschriften festgelegt
im Hinblick auf einen sicheren, geordneten und reibungslosen Ablauf des täglichen Zeitplanes und der Aktivitäten. 

Seit diese Regeln Bestandteil des Codes of Conduct wurden,
werden sie auch als "Disziplin" bezeichnet.

 

28.08.2008 -
Verwendet keine hässlichen Worte gegeneinander.
Solche Worte sollten eure Zunge niemals verunreinigen.

Erinnert euch, dass Gott in eurem Herzen wohnt,
ebenso wie er in den Herzen derer wohnt, die um euch herum sind.

Gott sieht und hört alles.

Wenn ihr harte, zornige und hässliche Worte gegeneinander verwendet,
wird dadurch das Göttliche sowohl in dir, als auch im Gegenüber verletzt.

Die Zunge ist ein Instrument, mit welchem du dich selber und auch andere sehr verletzen kannst.

Sei deshalb sehr vorsichtig;
setze sie nur zu deinem eigenen Besten und zum Besten anderer ein.

Die beste Art und Weise die Zunge zu benutzen ist, freundliche Worte zu sprechen,
den Namen Gottes zu wiederholen und Seine Herrlichkeit zu besingen.

 

 

27. August 2008 -
Der Mensch lebt nicht nur vom Essen alleine.
Tatsächlich ist es die göttliche Kraft des Atmas, durch welche er lebt.

Benutzt eure körperlichen und mentalen Kräfte, euren Wohlstand und Ausbildung mit Intelligenz, 
um eure seelische Kraft zu erkennen.

Welches ist der Wert physischer Kraft ohne Unterscheidungsvermögen?

Täglich, wenn du dein Essen einnimmst, opferst du dem Feuer Nahrung, welches Gott dir als Verdauungsfeuer gegeben hat.
Eßt in geheiligter Stimmung, tiefster Dankbarkeit.

Die Bhagavad Gita sagt, dass das Feuer, welches das Essen kocht, Gott ist;
das Essen ist ebenfalls Gott;
der Essende ist Gott;
Sinn und Zweck des Essens ist es, die Arbeit fortzusetzen, mit welcher Gott uns betraut hat,
oder Gott zu gefallen,
und die Frucht dieser Tätigkeit ist eine weitere Annäherung an Gott.

 

26. August 2008 -
Deine Handlungen bestimmen Dein Schicksal! -

Es ist von keinerlei Nutzen, anderen die Schuld für das eigene Unglück,
Mißgeschick und Leid, die eigene Trübsal und Not zu geben.

Noch ist es richtig, GOTT die Schuld zu geben, als ergriffe er Partei oder wäre hart und grausam. -

Wenn man den Samen für eine bittere Frucht setzt,
kann man nur das Wachsen und Entstehen einer bitteren Frucht erwarten. -

GOTT ist allein Zeuge der fesselnden Ketten der Ursachen und deren Folgen und Konsequenzen. -

Der Weg, dieser mißlichen Lage zu entkommen liegt darin, jede Handlung GOTT zu widmen
in einer ganz auf GOTT ausgerichteten Gesinnung der Losgelöstheit und Unbeschwertheit
von den Belangen der sichtbaren Welt,
im Bewahren von Distanz in der Gewißheit, dass GOTT das All-einige und Eine in der Vielfalt ist.

 

25. August 2008 -
Seid dem HERRN dankbar, dass ER Euch Zeit geschenkt hat
ebenso wie Handlungen, um sie auszufüllen;
dass Er Euch Nahrung gab ebenso wie Hunger, um das Essen zu genießen. -

Aber damit habt Ihr Euch nicht das Recht erworben,
Euch ohne Unterschied jedweder Handlung anzunehmen. -

Wenn Ihr ein Haus baut, setzt Ihr in der Vorderfront eine Tür ein,
um alle die hereinzulassen, die Euch willkommen sind
und diejenigen draußen zu halten, die nicht willkommen sind.
Ihr lasst Eure Türen nicht weit offen stehen für alle und jeden,
so dass sie hereinkommen können, wie und wann es ihnen genehm ist. -

Ähnlich ist es mit dem Geist;
sortiert die Impulse und Antriebe, Beweggründe und Motive, die in Euren Gedanken, Gefühlen,
Vorstellungen, Wünschen, Eurem Verstand und Eurem Gemüt auftauchen;
haltet Erniedrigendes, Entwürdigendes und Schädliches fern.
Nehmt nur die höchste Weisheit der Heiligen Schriften in Euch auf,
jene erlesene Weisheit, wie sie aus der Feuerprobe der Erfahrung der uralten Weisen hervorging.

 

24. August 2008 -
Die vornehmlichste Aussage des Lebens der göttlichen Inkarnation Majestät Lord Krishna
ist die Einzigartigkeit des Wesens vollkommener Liebe, Prematattva.
Eine Botschaft, die alles umfaßt, was die Welt braucht. -

Krishna ist die Verkörperung der Liebe. -
Diese Liebe kann nur mit Liebe verstanden werden.
Sie ist kraftvoll, prachtvoll strahlend und unzerbrechlich wie ein Diamant.
Sie ist äußerst kostbar und edel. -

Wenn Du Dich einer solch göttlichen Liebe versichern willst,
muß Deine Liebe zu GOTT genauso kraftvoll sein. -

Du kannst einen Diamanten nur mit einem Diamanten zerschneiden. -

Liebe erzeugt Liebe.
Haß kann nur Haß erzeugen.
Besorgnisse von Neid und Eifersucht können nur Neid und Eifersucht erzeugen.
Ärger züchtet weiteren Ärger und Zorn. -

Darum; wenn Du Liebe nähren und pflegen willst,
mußt Du Haß, Neid, Eifersucht und Ärger loswerden.

 

23. August 2008 -
Warum ist der Mensch heutzutage so bemitleidenswert von Befürchtungen und Sorgen geplagt?
Sind wir aufgerufen, die Gründe außerhalb von uns zu suchen oder liegen sie in uns selbst begründet?

Der Grund liegt in der falschen Betonung, die wir auf die Dinge der materiellen Welt legen,
während der Sinn all dessen keinerlei Beachtung findet. -

Der Körper, in dem der Mensch lebt, ist seinem wahren Wesen nach ein Gefäß GOTTES.
Er ist der Tempel, der für GOTT errichtet ist, in dem GOTT der Herr und Meister ist.

Demzufolge mache es nicht zu Deiner Pflicht, jeder Laune Deines Körpers nachzugeben.
Stattdessen erkenne und verwirkliche ihn als ein wahrhaft wertvolles Instrument
auf Deiner Lebensreise zu GOTT.

 

22. August 2008 -
Der Mensch hat Freude und friedliche Ruhe
gleich sprudelnden Quellen in seinem Herzen, gerade als Kind.

Kultiviere sie, gib Ihnen alle Freiheit, sich überschwänglich zu ergießen
und all Deine Aktivitätsfelder zu befruchten.

Darin liegt der wahre Sinn von Bildung und Erziehung. -

Der Mensch ist geboren, um sein Leben lang glücklich zu sein,
immer jedoch ist er in Elend, Leid und Not.

Es ist tragisch -, vergleichbar mit dem Mann, der verdurstete,
während er doch knietief im fließenden Wasser stand. -

Glück entspringt in Deinem Innern! -

Wahre Erziehung und Bildung sollte den Menschen lehren,
wie er diese Ursprungsquelle der Freude anzapfen kann.

 

21. August 2008 -
GOTT ist das überragend großartige Unsichtbare, das überwältigend Unbegreifliche. -

Du kannst die Wurzeln eines Baumes nicht sehen und weißt nicht,
wie tief sie in der Erde sind, und doch gießt Du Wasser rund um den Stamm, das die Wurzeln erreichen soll.

Du bist der Überzeugung, dass die Wurzeln das Wasser aufnehmen
und der Baum wachsen und Dir Früchte liefern wird. -

In GOTT findest Du den Vergleich:

ER ist der wahre und wahrhaftige Urgrund der Schöpfung,
bete zu IHM und ER wird Dich mit Früchten überschütten.

 

20. August 2008 -
Erziehung und Bildung sollten Demut und Disziplin kultivieren.
Heutzutage aber erntet man durch sie nur Hochmut, Stolz und Neid. -

Vidya, Wissen, setzt sich zusammen aus Vid, Licht, und Ya, das Gebende.
Von Bildung und Erziehung sollte also Licht ausgehen
und sie sollten die Dunkelheit von Geist und Intelligenz erleuchten. -

Bei Bildung und Erziehung sollte es nicht um reines Bücherwissen gehen! -
Bildung und Erziehung sollten den Menschen ihre Verwandtschaft aufzeigen
und ihnen eine innige Beziehung zur Natur vermitteln.
Ihre Aufgabe sollte es sein, die eigenen vergangenen Erfahrungen mit den gegenwärtigen in Einklang zu bringen
und zu zukünftigen wohltätigen Erfahrungen zu führen. -

Bildung und Erziehung müssen das aus Büchern gewonnene Wissen in Erfahrungen verfestigen
und im Verlauf dessen den Menschen in seine angeborene Göttlichkeit,
den innenwohnenden Átman,  hineinwachsen lassen.

 

19. August 2008 -
Die allererste, regelmäßig und mit Ernsthaftigkeit betriebene, spirituelle Bemühung, Sádhana,
die man sich zu eigen machen sollte, ist die Kultivierung innerer Stille,
die entwickelt, gefördert und gepflegt sein will,
um dem fortwährenden Dialog des Geistes ein Ende zu machen;
den unzähligen Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen, Wünschen,
dem permanenten Einsatz des verstandesmäßigen Abklopfens aller Gegebenheiten
und dem unentwegten Ausgerichtetsein auf die eigene Gemütslage Einhalt zu gebieten. -

Entwirf  keine innerlichen Bilder irgendwelcher belanglosen Details
oder vergifte Deinen Geist mit dem beißenden Qualm von Neid und Habgier. -

Jeder Gedanke, den wir hegen, sei er gut oder schlecht, prägt sich dem Geist ein! -

Kleinste Elemente von Schwäche und Instabilität
wirken sich so auf die Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Wünsche, den Verstand und das Gemüt aus. -

Halte Deinen Geist ruhig und klar.
Rege ihn nicht ständig an durch Deinen nicht enden wollenden, inneren Dialog.
Halte ihn in der vollkommenen Ausrichtung auf GOTT,
auf Dein Dir zutiefst zu eigenes Bewußtsein um die Einheit in der Vielfalt,
das Einssein von allem, den ÁTMAN,
weg von den triebhaft, tierischen Eigenschaften hin zu DEINER GÖTTLICHKEIT.

 

18. August 2008 -
Viele von Euch haben Probleme mit der Gesundheit oder mit unterschiedlichen sorgenvollen Gedanken. -
Sie sind nichts weiter als Köder, die Euch in Meine Gegenwart gelockt haben,
so dass Ihr Meiner Gnade teilhaftig werden
und Euern Glauben wie Euer Vertrauen in das GÖTTLICHE stärken und intensivieren könnt. -

Probleme und Schwierigkeiten, Sorgen und Unruhe sollten wahrhaftig willkommen geheißen werden,
denn sie erteilen Euch Lektionen in Bescheidenheit, Demut und Ehrfurcht.

 

17. August 2008 -
Je höher die Zahl Deiner Wünsche, um so geringer das Glück, das Du erfährst - sei zufrieden! -

Ein unzufriedener Mensch ist ein mißvergnügter  Mensch;
er verliert sein wahres Göttliches Selbst in seinen Wünschen und Vorstellungen und versäumt alles. -

Nur ein zufriedener, mit allem einverstandener Mensch erfährt echte Freude. -

Das Glück in jemandes Leben steht im umgekehrten Verhältnis
zu seinen Wünschen, seinem Verlangen, seinen Begierden,
seinen Vorstellungen, was, wieviel und wie etwas zu sein hat. -

Auf der Reise des Lebens ist es wie auf einer Reise mit der Bahn -
je weniger Gepäck man dabei hat, umso bequemer verläuft die Reise.

 

16. August 2008 -
Das Leben sollte ein unaufhörlicher Prozeß der Erneuerung und des Wiederaufbaus sein,
alles Schlechte abzulegen und Güte zu entwickeln. -

Reiskörner, wie sie auf den Feldern wachsen, müssen enthäutet werden,
damit aus ihnen eßbarer Reis wird. -
Baumwolle muß zu Garn gesponnen werden, bevor aus ihr tragbare Kleidung wird. -
Gold muss zunächst im Schmelztiegel von den Unreinheiten befreit werden. -

So muß auch der Mensch seine Antriebe, seine Gefühle, sein Verlangen
und seine Wünsche reinigen und läutern und gute Gedanken, Worte und Taten entwickeln,
sie fördern und pflegen, so dass sie dann seine Kultur auszeichnen. -

Auf diese Weise schreitet der Mensch spirituell voran auf dem Weg,
die Göttlichkeit in sich und in allem zu erkennen
und Sie in seinem Innern wie im Außen zur Entfaltung zu bringen, so dass die Liebe erblühen kann.

 

15. August 2008 -
Hingabe an das eigene Vaterland - im Englischen heißt es 'motherland', also Mutterland -
ist genauso wichtig wie die Hingabe an GOTT. -

Wenn Integrität oder Untadeligkeit und Patriotismus oder Vaterlandsliebe in einem Individuum entwickelt werden,
bekommt seine Sichtweise Weite und seine Einstellung Ausgewogenheit.
Das Vaterland oder Mutterland ist nicht nur ein Ort auf der Landkarte,
der Umfang eines Landes oder eine Auswahl von Namen.
Es ist wahrhaftig die Mutter, die den Körper ebenso ernährt wie den Geist.
Es lehrt es Kunst und Kultur,
wie man man voranschreitet zum höchsten Ziel des Lebens,
der Verwirklichung des wahren Selbst. -

Somit ist das Vaterland die Verkörperung von Wohlstand und Wissen,
was im Sinne der Lehre der Veden, die es auch als Mutterland begreifen, bedeutet,
dass es die Verkörperung der Göttin des Wohlstands, Lakshmí, der Gemahlin Vishnus,
wie der Göttin des Wissens und der Kenntnisse, Sarasvatí*, der Gemahlin Brahmás ist.

* Die Göttin Sarasvatí steht in engem Bezug zu einem unterirdischen Fluß in Indien. Sie ist die Göttin des Redeflusses, der Beredsamkeit, Gelehrsamkeit und Intuition, des göttlichen Wortes. Ihr wird die Entstehung des Sanskrit und seiner Schrift zugeschrieben. Sie ist auch die Schutzherrin der Künste, insbesondere der Musik. Die Göttin Sarasvatí ist der unterirdische, nicht sichtbare Strom der Weisheit, der sich durch alle Zeiten hindurch erhält und den Menschen, die bereit sind, den Weg zur Gotteserkenntnis weist. - vgl. Prof. Dr. Martin Mittwede, Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch

 

14. August 2008 -
Die lodernde Flamme der Weisheit, Jnana, die Dich zu der Überzeugung bringt,
dass alles, was IST, Gott ist,
wird alle Spuren Deiner Ich-Bezogenheit und Deiner weltlichen Abhängigkeiten zu Asche verbrennen.

Berauscht sollst Du Dich fühlen vom Nektar der Einheit mit Gott.

Das ist das höchste Ziel von Dharma,
eines Lebens der Wahrheit und Liebe in Gedanken, Worten und Taten,
und das höchste Ziel von Karma,
eines Handelns, das nicht mehr aus individuellen Motiven heraus geschieht,
sondern in der Einheit mit allem in Gott, mit Gott, für Gott und durch Gott,
so dass alles Tun zu einer rituellen Handlung wird.

 

13. August 2008 -
Ein von der Liebe des HERRN erfüllter Devotee oder GOTT Ergebener
heißt alles willkommen, was geschehen mag, sei es zu seinem Kummer oder zu seinem Besten.

Sogar wenn der HERR zornig in Erscheinung tritt, offenbart sich darin SEIN Mitgefühl.
Ja sogar in der Bestrafung zeigt sich GOTTES Güte.

Folglich sollte sich niemand beschweren,
dass er oder sie für eine Bestrafung oder besondere Härte ausgewählt wurde.
Gerade Härte ist eine Möglichkeit, den Weg zu GOTT zu finden.
Die Entfaltung von Ärger dient dem Schutz des Devotees.

Der ist ein wahrer Frommer, der diese Wahrheit erkennt und alles was geschieht,
zu seinem eignen Besten annimmt, ja willkommen heißt.

 

12. August 2008 -
Was immer für eine Krise besteht, wie tief auch immer das Elend ist,
erlaube Dir nicht, die Gewalt über den Geist zu verlieren.

Halte die Zügel umso fester und fixiere Deinen Blick auf die Höheren Werte.
Erlaube dem Geist nicht, vom Tabernakel des Herzens abzukommen.

Lasse ihn sich verbeugen vor dem Átman, der Göttlichkeit, die darin geborgen ist.

 

11. August 2008 -
Gold in seinem Rohzustand wird im Schmelztiegel geschmolzen
und es kommt strahlend und glänzend daraus hervor. -

Der Geist, der sich als unrein erweist durch Leidenschaften, Rajas, und Trägheiten,
Tamas, durch Ärger und Selbstüberschätzung, durch die Eindrücke tausenderlei Vorlieben und Wünsche,
kann glänzend und prachtvoll werden,
wenn man ihn dem Schmelztiegel des Überprüfens und der Selbsterforschung, Vicára, aussetzt
und ihn auf den Kohlen der Unterscheidungskraft, Viveka, zum Glühen bringt. - 

Sein Glanz entsteht im Licht der Erkenntnis und Verwirklichung des GÖTTLICHEN,
des wahren Selbst, der Seele, des Átman.

 

10. August 2008 -
Wenn Du den NAMEN GOTTES ohne Gefühl wiederholst,
wird ER nur selten sein Ziel erreichen.

DER NAME DES HERRN soll mit Respekt und Bewunderung rezitiert werden,
in Demut und Verehrung. -

Der Bogen muß ganz angezogen sein, bevor der Pfeil abgeschossen wird;
erst dann wird er die Zielscheibe durchbohren. -

Im Gefühl liegt die Kraft, die das Verbindungsband straff hält,
so dass der NAME DIE ENTSPRECHENDE GOTTHEIT erreicht,
DIE DER ÜBERBRINGER DES NAMENS IST.

Wie die Veden, die Gesamtheit der ältesten Texte der indischen Literatur und damit die ältesten religiösen Texte der Welt, lehren, hat GOTT seine ÜBERBRINGER oder GÖTTERBOTEN, die wir ENGEL, HEILIGE und AUFGESTIEGENE MEISTER nennen.
SWÁMÍ schreibt in seinem Sommersegen von 1979: "Da sogar bei der Verwaltung eines irdischen Königreichs Machtbefugnisse vom Herrscher delegiert werden, wobei verschiedene Regierungsfunktionen von mehreren Ministern übernommen werden, denen die Oberaufsicht über gewisse Abteilungen und Geschäftsbereiche übertragen wird, so weist der allmächtige Gott - als Herrscher über den Kosmos - gewisse Funktionen bestimmten Göttern wie Indra, Varuna und Rudra zu. So wie irdische Angelegenheiten nicht direkt einem König vorgetragen werden, so erreichen nicht alle Gebete Gott selbst. Dessen 'Minister', wie z.B. Indra, Varuna und andere, nehmen sich ihrer an.

- In Ehrfurcht und demütiger Verbeugung vor einer mir vollkommen neuen Erkenntnis des Gebets bei der Übersetzung dieses Tagesspruchs vom heutigen Sonntag, die mir durch das gestrige (!) Lesen der Übersetzungen der Upanishaden mit Begleittexten von BABA im Buch von Camille Svensson und R. Dyllick-Brenzinger zuteil wurde.  -   Om Om Om   Shanti-Shanti-Shanti     Amen.

 

09. August 2008 -
Viele glauben, dass es menschlich sei zu irren oder zu sündigen
und dass GOTT - BHAGAVÁN* - ihnen ihre Fehltritte vergeben wird.

Wären sie wahrhaft menschlich, würden sie tatsächlich überhaupt keine Fehler begehen.
Selbst wenn ein Fehler nur manchmal begangen wird, ob gewollt oder ungewollt,
sollte er nicht wiederholt werden. 

 Es ist ein schwerer Irrtum zu meinen, dass das Fehlen oder Sündigen dem Menschen angeboren sei. - 

Den Weisungen der Sinne zu folgen, zeichnet ein Tier aus.
Vom ÀTMAN, DER EIGENEN GÖTTLICHKEIT WIE SIE ALLEM INNEWOHNT,
geleitet zu werden, kennzeichnet den Menschen.

Niemand sollte versuchen,
seine oder ihre Schwächen und Fehltritte als dem Menschen angeboren zu rechtfertigen.
Sie sollten als ein Zeichen menschlichen Unvermögens angesehen werden. -

Wenn Du wahrhaft Kontrolle über Deine Sinne erlangt hast,
wirst Du DIE KRAFT, DAS VERMÖGEN, DIE STÄRKE
UND DIE LIEBES-MACHT DER GÖTTLICHKEIT erfahren,
wie SIE in Dir und in allem um Dich herum zu Hause ist.

* "BHAGAVÁN ist eine ehrerbietige Anrede, die der Herrlichkeit Gottes angemessen ist und bedeutet, dass er die sechs göttlichen Eigenschaften besitzt: 1. Allmacht, Allwissen und Allgegenwart; 2. Gleichbehandlung, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit (dharma); 3. Glanz, Herrlichkeit, Ruhm; 4. Reichtum, Majestät, Gnade (shrí); 5. Weisheit, Erleuchtung (jnána); 6. Loslösung, Ruhe, Gleichmut (vairágya)." - Prof. Dr. Martin Mittwede: Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch

 - In Dankbarkeit und tief empfundener Freude über diese unvergleichliche Chance des Begreifens und Wachsens beim Übersetzen.
                            Om  -  Amen.   Shanti - Shanti - Shanti

 

08. August 2008 -
Der Mensch sucht Freude an entfernten Orten und Frieden an ruhigen Plätzen.
Aber die Quelle der Freude entspringt seinem Herzen
und der himmlische Friede wohnt in ihm. -

Selbst auf dem Mond verlassen den Menschen seine Ängste, seine Sorgen,
seine Voreingenommenheiten und Vorurteile, und seine liebgewonnenen Abneigungen nicht. - 

Habe Glaube und Vertrauen in GOTT und in die Richtigkeit, Aufrichtigkeit eines Lebens
nach moralisch ethischen Grundsätzen, wie sie für Anständigkeit im Denken,
Redlichkeit in den Worten und der guten Sitte entsprechenden Verhaltens gelten.

Dann gelangst Du zu Frieden und Freude, wie hoch auch immer der Fahrpreis
für das Schicksal Deiner selbst zu verantwortenden Lebensreise, Deines Karmas, ausfällt.

- in Ehrerbietung übersetzt, voller Dankbarkeit für diese
unvergleichliche Chance des Begreifens und Wachsens

 

07. August 2008 -
Unterscheidungsvermögen oder Urteilsfähigkeit ist im Leben sehr wesentlich.
Man muß sich immer fragen: "Ist etwas gut oder ist es schlecht?"
und "Ist etwas richtig oder ist es falsch?"

Man muß das Gute anerkennen, an das Gute glauben, und das Schlechte ablegen.
Es reicht nicht aus,
das Unterscheidungsvermögen nur auf den Körper bezogen anzuwenden,
für ein wie immer geartetes körperliches Verlangen.

Wir müssen die Unterscheidungskraft nutzen für unseren Blick auf die Dinge,
für unsere Einsicht - für das, was und wie wir etwas sehen.
Wir müssen Unterscheidungs- und Urteilsvermögen beweisen in der Wahl unserer Worte,
darin, wie wir hinhören oder was wir wahrnehmen,
in dem, womit sich unsere Gedanken beschäftigen
und selbstverständlich dann auch für unsere Handlungen und unser Verhalten.

Nur auf diese Weise bekommt das Wort 'Urteilskraft' seine echte Bedeutung.

 

06. August 2008 -
Wer auch immer es ist, der seinen Egoismus,
sprich sein Erleben und Kreisen um ein getrennt existierendes 'Ich' bezwingt,
seine selbstsüchtigen Wünsche überwindet,
seine niederen Gefühle und Antriebe vernichtet
und seine naturgemäße Neigung aufgibt, den Körper als das Selbst anzusehen,
der ist mit Sicherheit auf dem Weg des Dharma. -

Das Ziel des Dharma ist das Einswerden der Welle mit dem Ozean,
das Aufgehen des Selbst im 'HÖHEREN SELBST' DER GÖTTLICHKEIT IN ALLEM.

 

05. August 2008 -
Der Körper, die Sinnesorgane, der Geist,
wie er zum Ausdruck kommt in all unseren Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen, Wünschen,
unserem Verstand und unserem Gemüt
und Buddhi, die Intelligenz,
wie sie sich aus dem Einsatz des Unterscheidungsvermögens zur Höchsten Intuition entfaltet,
sind den Menschen als seine Werkzeuge an die Hand gegeben. -

Erst wenn man die Geheimnisse dieser Werkzeuge verstanden hat
ist man in der Lage, den ÁTMAN ALS DIE GRUNDLAGE VON ALLEM zu begreifen. -

Wenn Du Dich nicht auf das Tragen Deiner 'Bekleidung' verstehst,
wie kannst Du dann das Mysterium des unbegrenzten, in Dir wohnenden HEILIGEN GEISTES begreifen? -

Der Körper ist das wesentliche Instrument für alles Tun im Leben
die für die Aneignung allen Wissens und aller Fähigkeiten
und darin sollte er vorrangig als ein Werkzeug
zur Verwirklichung des GÖTTLICHEN angesehen werden. -

Körperverhaftung im Sinne rein physischen Vergnügens gilt es aufzugeben. -

Der Körper ist seinem Wesen nach heilig und kostbar,
denn er ist der Wohnsitz GOTTES
und sollte nur zu geheiligten Zwecken und in heiliger Absicht genutzt werden.

 

04. August 2008 -
Schau Dir die Wolken an, wie sie am Himmel ziehen.
Beobachte sie, wie sie keine enge, bleibende Beziehung mit dem Himmel eingehen,
denn sie bedecken ihn immer nur für einen kurzen Zeitraum. -

Von solcher Art ist auch die Beziehung zwischen Deinem Körper und Dir: -

DU, DER DU IN DEINER EWIGEN SEELE,
DEINEM HÖCHSTEN SELBST DER PARAMÁTMAN BIST,
VON UNBEGRENZTER GÖTTLICHER NATUR; -

 und der Körper, der nur wie eine zeitweilige,
vorüberziehende Wolke die WAHRHEIT verbirgt.

03. August 2008 -
Die Tatsache, dass in jedem Wesen das HÖCHSTE anwesend ist,
entspricht unvermeidlich und unbestreitbar der Wirklichkeit. -

GOTT läßt sich nicht aufgeben, indem man ihn verleugnet
oder meldet sich, wenn er dazu eingeladen wird. -

GOTT IST ANWESEND UND GEGENWÄRTIG
IM JE UREIGENEN SEIN EINES JEDEN WESENS. -
Das allein ist die Wahrheit -;
und wenn Du sie erkennen willst und erfahren,
entwickle die Einsicht und den Weitblick eines Weisen, eines Jnáni,
der seine Sinne zu beherrschen weiß und den HERRN in allen Dingen sieht. -

Gerade so, wie ein Teleskop Dich in die Lage versetzt Dinge zu sehen,
die weit entfernt sind, ist das "Jnánaskop" wesentlich und wichtig,
um die GÖTTLICHKEIT VON BRAHMAN zu schauen,
DIE ALLEM INNEWOHNT, DAS ALLUMFASSENDE,
UNIVERSELLE, NAMENLOSE, FORMLOSE, EWIGE, ABSOLUTE.*

* Seit ein paar Tagen lasse ich nähere Erklärungen in den Text des Tagesgedankens einfließen, um eine bessere Lesbarkeit zu schaffen und so auch ein besseres Verständnis. Diese Zusatzerklärungen werden nun in kursiver Schrift kenntlich gemacht.

 

02. August 2008 -
Deine unreinen Antriebe binden Dich an das Rad von Samsára,
dem ewigen Kreislauf von Geburt und Tod, und verankern Dich tief in dieser Erde. -
Der gewaltige Baum des Geistes, wie er sich darstellt
in all den inneren Abläufen der Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Wünsche, des Verstands und Gemüts,
dieser Baum hat zwei Samenkerne:

Vásaná, eingeschliffene, ins Unterbewußtsein gesunkene Denkbahnen,
die sich in Verlangen, Neigungen, Instinkten, Charakterzügen ausdrücken, wie auch in Traditionen;
und Prána*, der Atem, wie er als Lebensodem, Lebenskraft und kosmische Energie durch den Körper fließt. -

Der Samenkern wächst sich aus zum Baum, der Baum wiederum bringt den Samen hervor.

Prána fließt entsprechend den Vásanás
und die Vásanas wiederum wirken sich aus entsprechend dem Fluß des Prána.
D.h., der Atem, wie er fließt in seiner raumgreifenden,
ruhig verlaufenden Tiefe im Brust und Bauchraum oder, im Extrem dazu,
in seiner Unregelmäßigkeit und Kurzatmigkeit,
hängt ab vom inneren Verlangen des Menschen;
und alles innere Verlangen, dem der Atem folgt,
wird gerade durch seinen im Zuge des Verlangens entstehenden Rythmus, befördert. -

Aber wenn Verlangen nach Wohltätigkeit gefördert, ermutigt und unterstützt wird,
wird es den Geist in allen seinen Ausformungen nicht mehr gefangen halten.

So geartete Vásanás werden zu Samen,
wie wenn man sie in der Pfanne gebraten hätte;
sie werden nicht mehr sprießen. -

Solche Vásanás, Neigungen und Charakterzüge, kennzeichnen sich in Aktivitäten wie:
die Verbindung und den Umgang mit heiligen Personen,
Verehrung für den Lehrer und Meister,
Wohltätigkeit oder Nächstenliebe, Seelenstärke, Liebe,
Geduld, Wahrheit, Mut, Sinneskontrolle und Ähnlichem.

* Man unterscheidet bezüglich des Prána fünf sog. Lebenshauche. Mit ihnen befaßt sich die uralte Yogalehre des Patanjali im Kontext der Atemübungen, die ein fester Bestandteil des Hathayoga sind. In der Kontrolle von Atem und Körperabläufen liegt der Sinn des Hathayoga, nicht in dem Erlangen von Schönheit, Gelenkigkeit oder Gesundheit. - A.d.Ü.

 

01. August 2008 -
Nur diejenigen, welche von Liebe erfüllt sind
und im Licht dieser Liebe gelebt haben, können als Menschen bezeichnet werden.

Menschen ohne Liebe gleichen Dämonen.

Menschen, welche mit Liebe gesättigt sind,
sind unfähig zur Bosheit, Selbstsucht, Ungerechtigkeit, Falschheit und schlechtem Benehmen.

In den Menschen jedoch, welche keine Liebe in ihren Herzen tragen,
überwiegen diese niederen Qualitäten.

Mit "Liebe" ist eine Liebe gemeint,
welche unberührt ist, selbstlos, standhaft und frei von Verunreinigungen. 

 

31. Juli 2008 -
Wenn ein Fluß den Ozean erreicht, wird er eins mit ihm
und der Fluß selbst hört auf zu existieren. -

Bevor er in den Ozean übergeht,
ist der Fluß begrenzt durch seine Ufer und hat eine klare Form.
Aber wenn er mit dem Ozean verschmilzt,
verliert er seine Form wie seinen Namen
und verwandelt seinen Geschmack von Süßwasser in Salzwasser. -

Genauso verhält es sich, wenn das, was den Menschen ausmacht,
zur UNBEGRENZTHEIT UND UNENDLICHKEIT DES WAHREN 'ICH' wird;
nur DAS WAHRE 'ICH' ist dann das, was bleibt
und die begrenzte menschliche Wesensart löst sich auf.

 

30. Juli 2008 -
Es gibt da eine Tendenz, Entsagung oder Verzicht so zu interpretieren,
als ginge es nur einfach um das Aufgeben weltlicher Anbindung. -

In Wahrheit aber ist mit Entsagung das Gelingen vollendeten Gleichmuts gemeint. -

Menschen mögen Dich kritisieren oder Dich loben,
laß Dich nicht davon aufwühlen,
sondern nimm beides mit einem Gefühl von Gleichmut oder Gelassenheit auf. -

Der eine versucht vielleicht, Dir zu schaden,
während ein anderer bemüht ist, Dir Gutes zu tun;
mache Dich nicht abhängig von der Gunst anderer,
sondern nimm beides mit Gleichmut entgegen. -

Genauso im Geschäftsleben; das eine Geschäftsrisiko kann Dir Verlust eintragen,
während Du bei einem anderen Gewinn machst;

hafte nicht am weltlichen Gewinn, sondern nimm beides, wie es kommt. -

Gleichmut ist das Gütesiegel für das Erreichen wahrer Spiritualität, dem echten Yoga.

 

29. Juli 2008 -
Es gibt zwei Formen von Liebe -
Die eine bindet Dich an GOTT an.
Die andere bindet Dich an die Welt. -

Der Geist ist verantwortlich für beide dieser Zustände. -

Der Geist kann mit einem Schloß verglichen werden.
Wenn Du den Schlüssel nach rechts drehst, öffnet sich das Schloß.
Drehst Du ihn nach links, verschließt es sich. -

Das Herz ist der Schlüssel zum Schloß des Geistes.

Wenn Du den Schlüssel in Richtung der Welt drehst,
bist Du in Bindung und Abhängigkeit und in den Fesseln der Knechtschaft und Hörigkeit.

Wenn Du ihn in Richtung auf GOTT drehst, erlangst Du Befreiung. -

Aus diesem Grund heißt es,
dass der Geist die Ursache ist für die Versklavung oder Befreiung des Menschen. -
Wenn der Geist erfüllt ist von Weisheit, macht er den Menschen zu einem Heiligen.
Wenn er mit Unwissenheit im Verbund ist, verwandelt er sich in einen Vertreter des Todes.

 

28. Juli 2008 -
Diese Welt ist ein Dschungel, in dem Du umherstreifst. - 

Furcht ist der Löwe, der Dich auf den Baum von Samsára treibt,
einer rein weltlichen Existenz in der Nichterkenntnis Deiner wahren Identität. -

Sorge ist der Bär, der Dich in Schrecken versetzt
und sich bei jedem Deiner Schritte in dieser Welt an Deine Fersen heftet,
so dass Du in Abhängigkeiten abrutschst und in Dich bindende Taten,
aufgrund der Zwillingswurzeln Hoffnung und Verzweiflung. -

Tag und Nacht sind die Ratten, die am Zahn der Zeit nagen. -
Währenddessen versuchst Du, ein wenig Freude von den süßen Tropfen der Eigenliebe und des 'Ich'-Gefühls zu ergattern.
- Findest Du schließlich heraus, dass die Tropfen Dir keine wahre Erfüllung bringen,
schreist Du unter der Qual des Verzichts laut um die Hilfe des Guru*;

der Guru erscheint im Innern oder im Außen und rettet Dich aus Furcht und Sorge.

* Lehrer auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, insbesondere der spirituelle Meister. - Die Silbe 'Gu' bedeutet Dunkelheit oder Unwissenheit und 'ru' steht für die Entfernung, Vernichtung derselben. Die Tradition
unterscheidet vier Guru-Stufen: 1. die Eltern; 2. die Lehrer; 3. der spirituelle Meister, der den Sinn und Zweck des Lebens erklärt, der den Weg zur Selbstfindung kennt und ihn unter Hinweis auf die Gefahren und Hindernisse, die auftreten können, zeigt. 4. DER KOSMISCHE GURU, AVATAR, zu DEM der spirituelle Meister hinführt, und DER ALS GÖTTLICHE INKARNATION VOLLKOMMEN IST. - vgl. Prof. Mittwede, Wörterbuch Sanskrit-Deutsch

 

27. Juli 2008 -
Spirituelles Bemühen, Sádhana, bestimmt den Charakter einer Person
und der Charakter wiederum bestimmt das eigene Schicksal.

Der Charakter wird entwickelt und gefördert im Ausüben guter Taten.
Handlungen gründen sich auf den eigenen Gedanken und Absichten.

Wann immer irgendein Gedanke im Geist auftaucht sollte man prüfen,
ob er richtig oder falsch ist,
ob er zum Wohle der Gemeinschaft beiträgt oder Schaden anrichtet.

Handlungen sollten auf einer solchen Nachforschung beruhen.

Es ist falsch/unrecht, irgendjemandem die Schuld für unser Unglück/unsere Mißgeschicke zu geben.
Unsere eigenen Gedanken und Handlungen allein sind verantwortlich für unsere Notlage.

Wenn man reine, lautere Gedanken hegt und alle Handlungen mit dem festen Glauben an GOTT ausführt,
wird man in die Gunst der GNADE GOTTES gelangen.

 

26. Juli 2008 -
Der Mensch von heute braucht kein Siddhantam (Ideologien).

Statt dessen benötigt er die Kontrolle seiner Sinne.

Ohne die Kontrolle seiner Sinne kann der Mensch nicht spirituell wachsen.
Das hat schon der Heilige Thyagaraja in seinem Lied erklärt, 
indem er sagt, dass ohne geistigen Frieden kein inneres Glück entstehen kann,
unabhängig davon, ob es sich bei den Menschen nun um einen Gelehrten oder einen Schüler handelt.

Nur über die Selbstkontrolle kann der Mensch tiefen inneren Frieden erfahren.

 

25. Juli 2008 -
Wenn Du weißt, dass Du nichts als ein Funke des GÖTTLICHEN bist
und alles um Dich herum ebenso ein Funke desselben GÖTTLICHEN URSPRUNGS ist,
schaust Du auf alles mit Ehrfurcht und wahrer Liebe.
Dein Herz ist erfüllt von höchster Freude
und alles Geltungsbedürfnis des Egos stellt sich als fruchtlos heraus. -

Der Mensch sucht Freude an weit entfernten Orten und Frieden an ruhigen Plätzen; 
 aber der Ursprung der Freude ist in seinem Herzen,
der himmlische Frieden ist in ihm. -

Selbst wenn er den Mond betritt,
muß der Mensch seine Furcht, seine Sorgen, seine Vorurteile und Abneigungen mitnehmen. -

Habe Glauben und Vertrauen in GOTT
und in die Richtigkeit moralischen und sittlichen Lebens.

Dann kannst Du Frieden gewinnen und Freude;
was auch immer sich Dir als Glückstarif anbietet.

 

24. Juli 2008 -
Das Wort Dharma (GOTT-gemäßes Handeln, Rechtschaffenheit in Wahrheit und Liebe),
das in der Tat mit einer zahllosen Vielfalt an Bedeutungen verbunden ist,
wird im alltäglichen Gebrauch für Handlungen gebraucht,
die sich auf Wohltätigkeit, das Ausüben guter Taten,
auf die Durchführung von Pilgerfahrten,
die Erfüllung der eigenen Pflichten und Aufgaben usw. beziehen.

Aber dies alles wird nur mit äußerlichen Handlungen in Verbindung gebracht. -

Dharma ist ewig/endlos - ; derselbe für jeden, überall. -

Er bringt die Bedeutung/Wichtigkeit des inneren ÁTMAN
(DER ALLEM INNEWOHNENDEN GÖTTLICHKEIT) zum Ausdruck. -

Der Entstehungsort von Dharma ist das Herz.
Was vom Herzen als ein reiner Gedanke ausgeht, ist,
wird es in Handlung umgesetzt , Dharma. -

Der wahre Dharma eines jeden Menschen ist es,
jede Anstrengung auf sich zu nehmen, das GÖTTLICHE zu erkennen und zu verwirklichen. -
Dharma sollte zur SELBST-Verwirklichung führen.

('SELBST' im Sinne des ÁTMAN; der Offenbarung und Verwirklichung der
INNEWOHNENDEN GÖTTLICHKEIT - A.d.Ü.)

 

23. Juli 2008 -
Das beste Sádhana (spirituelle Bemühen) ist, sich so zu verhalten,
wie Du es tust, wenn Du ein Paket Bücher mit der Post bekommen hast.
Um an die Bücher heranzukommen, packst Du das Paket aus und wirfst das Verpackungsmaterial weg. -

Nun; nimm das Gebet, welches das innigste und bedeutsamste ist:

'Ich möchte Frieden'.

Nimm die Verpackung des 'Ich' und des 'möchte' weg
und ergreife Shánti (Frieden, innere Stille, Gelassenheit, Leidenschaftslosigkeit).

Wenn Du mit Selbstgefälligkeit, Egoismus und Wünschen belastet bist,
wie kannst Du dann Shánti erreichen?

Also wirf die äußere Verpackung weg
und halte Dich an die wertvolle Essenz, die bleibt.

 

22. Juli 2008 -
Der, der sich selbst als frei betrachtet, ist in der Tat frei
 und der, der sich selbst als begrenzt betrachtet, bleibt begrenzt.

Sieh Dich beständig als ewiges, grenzenloses Glückseligkeitsbewußtsein
und Du wirst frei und unbekümmert glücklich sein.

Solange Du Dich im Körperbewußtsein verfängst
bist Du wie ein Löwe, der trübsinnig in einem muffigen Käfig herumschleicht.
Sei nicht zufrieden damit, zu sagen: "Ich bin der Körper".

Brülle es geradezu heraus:
"ICH BIN DAS ALLUMFASSENDE UNBESCHRÄNKTE, VOLLKOMMENE ABSOLUTE.
ICH BIN ALLES, WAS IST, WAS WAR UND WAS SEIN WIRD."

Geringfügigkeit, Kleinlichkeit, Belanglosigkeit, Ego, Zeit und Raum -
alles wird aus Deinem Herzen entfliehen und Du wirst DEINE EIGENE GÖTTLICHKEIT erkennen.


SWÁMÍ
BAGHAWÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA

HERR UND MEISTER
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

21. Juli 2008 -
Bindung/Anhaften verursacht Schmerz und Kummer
und Loslösung hat Freude zur Folge.

Aber Du kannst Dich nicht leicht losgelöst von Aktivität/Tätigkeiten/Lebhaftigkeit erleben;
der Geist klammert sich an dies und das.

Bringe ihn dazu, dass er sich an GOTT klammert,
lasse ihn alles Tun für GOTT vollziehen und überlasse Erfolg oder Mißerfolg,
Gewinn oder Verlust, Hochstimmung oder Niedergeschlagenheit GOTT.

Das ist das Geheimnis von Shánti  und Zufriedenheit.

 

20. Juli 2008 -
Der Geist (Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Wünsche, Verstand und Gemüt)
muß zum Diener der Unterscheidungskraft / Intelligenz / Intuition werden
und nicht zum Sklaven der Sinne.
Er muß sich von der Identifikation mit dem Körper unterscheiden und lösen. -

Der Kern der reifen Tamarindenfrucht ist nicht mit der äußeren Schale verbunden;
genauso muß der Geist unberührt bleiben von der Schale,
die man den Körper nennt. -

 Schlage mit einem Stein auf eine unreife Tamarindenfrucht
und Du schadest dem Fruchtmark im Inneren;
aber, wenn Du auf die reife Frucht schlägst, fällt die trockene Rinde ab;
Fruchtmark und Samen bleiben unberührt. -

Der ausgereifte/erwachsene Anwärter/Aspirant
(auf die Verwirklichung SEINER INNEWOHNENDEN GÖTTLICHKEIT, A.d.Ü.)
fühlt die Schicksalsschläge von Verhängnis und Glück nicht;
es ist der unreife, der von jedem Schlag verwundet wird.

 

19. Juli 2008 -
Glaube fest daran, dass der Körper der Wohnsitz GOTTES ist;
dass Du mit der Nahrung, die Du isst, der GOTTHEIT in Dir ein Opfer darbringst;
dass Waschen das feierliche Bad DEINER GÖTTLICHEN GESINNUNG ist;
der Boden, auf dem Du gehst, SEIN REICH;
die Freude, die Dir zuteil wird, SEIN Geschenk;
das Leid, das Du erfährst, SEINE Unterweisung,
auf dass Du sorgfältiger auf dem Weg Deine Schritte setzt.

Erinnere Dich SEINER zu jeder Zeit.

Viele Menschen denken an GOTT, wenn das Leid sie überwältigt.
Natürlich ist dies ein gutes Verhalten;
es ist besser, als die Hilfe bei denjenigen zu suchen, die genauso dem Leid unterliegen.

Aber es ist unendlich viel besser, in Leid und in Freude an GOTT zu denken, in Frieden und im Streit. -

Nasser Boden ist der Beweis, dass es geregnet hat.
Der Beweis für Bhakti (Hingabe, Frömmigkeit)*
liegt in Shánti (der inneren Stille, Gelassenheit, dem Frieden und Gleichmut)** des Bhakta
(des Gottergebenen, des Verehrers, des Anbeters)***.
Shánti, die ihn schützt vor dem Ansturm von Erfolg und Mißerfolg,
Ruhm und Schande, Gewinn und Verlust.

BHAGAWÁN  SHRI SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

* Gottesliebe, Glaube und Beständigkeit, Verbundenheit mit dem HERRN unter allen Umständen. Bhakti erfordert Unbeirrbarkeit, Tugend, Furchtlosigkeit und sollte frei von Egoismus sein. Bhakti ist die höchste und reinste Form der Liebe. Im Zustand von Bhakti ist es das natürliche Bedürfnis des Menschen, Gott zu dienen und seinen Plan in die Tat umzusetzen. - vgl. Prof. Dr. Martin Mittwede: Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch
** Leidenschaftslosigkeit, das Ruhen der Sinne, Gefühle, Empfindungen, Impulse. Gemeint ist meist ein Friede, den man durch die spirituelle Erkenntnis erlangt, dass man nicht der sterbliche Körper, sondern unvergängliches Bewußtsein ist. Nur dieser Friede kann durch äußere Einflüsse nicht mehr gestört werden. - ebd.
*** Jemand, der von Hingabe erfüllt ist, d.h. die Qualitäten der Tugend, Selbstzucht, Ablösung, des Glaubens und der Beständigkeit besitzt. Bhaktas sind gläubige Praktizierende des Yoga-Weges, welche die Liebe zu Gott und Hingabe an ihn kultivieren (Bhaktiyoga). Der Bhakta überantwortet alle seine Handlungen dem Herrn und betrachtet sie als einen hingebungsvollen Dienst. - ebd.

 

18. Juli 2008 -
"Gu" bedeutet "Dunkelheit" und "ru" bedeutet "Licht".

Der Guru (geistiger Führer) verbreitet das Licht inmitten der Dunkelheit;
er verleiht Weisheit, welche die Unwissenheit vertreibt.

"Gu" kann auch "Gunaatheetha" bedeuten (derjenige, welcher sich jenseits aller Gunas und Eigenschaften befindet)
und "ru" kann ebenso "Roopavarjitha" bedeuten (derjenige, welcher alle Formen transzendiert hat).

Suche dir keine menschlichen Gurus, wie groß ihr Ruf auch sein mag.

Sie sind gebunden durch die Qualitäten, die sie entwickelt haben
und sie benötigen noch immer die Form, um die Wirklichkeit begreifen zu können.
Da sie selber noch immer durch die Form begrenzt sind,
wie können sie dir das Unbegrenzte begreiflich machen?

Bete zum Parabrahma Prinzip (transzendentales, göttliches Prinzip)
oder bete zu Gott in deinem Innern, sich dir zu offenbaren.

Nimm dieses als Guru an und du wirst erleuchtet sein.

 

17. Juli 2008 -
Der Mensch ist ein Gefangener seiner Sinne, solange die Gefühle von "Ich" und "mein" bestehen.
Der Mensch verirrt sich in Elend und Schmerz, weil er nach vergänglichen und bedeutungslosen Dingen trachtet.

Er ignoriert die warnende und führende Stimme Gottes und zahlt dann die Strafe für diese Überschreitung.
Leben bedeutet, sich dieser zu widmen, nicht nur zu essen, zu trinken und die Sehnsüchte unserer Sinne zu erfüllen.

Das menschliche Leben muß dem Erreichen der Glückseligkeit gewidmet werden,
welche nur Gott alleine vergeben kann.

 

16. Juli 2008 -
Das Bewußtsein der Dualität entsteht,
wenn das Aham (Ich) eine bestimmte Form und einen bestimmten Namen annimmt.

Ahamkara (das Ego-Bewußtsein) ist das Ergebnis dieser Gestaltwerdung.

Nur wenn man in der Lage ist, sich innerlich von Name und Form zu distanzieren,
kann man sein wahres göttliches Selbst entdecken.

Der Grund für Knechtschaft und Sorgen ist, daß der Mensch seine wahre Göttlichkeit vergißt
und sich mit seinem wechselnden und unbeständigen Dasein identifiziert.

Der Verstand ist die Ursache dieser irrtümlichen Identifikation -
aufgrund seiner Verstrickung mit der äußerlichen Welt
und den Eindrücken, welche er über die Sinne wahrnimmt.

Sobald man jedoch die Winkelzüge und Kniffe des Verstandes/Mind zu durchschauen vermag,
kann die jenseits des Verstandes befindliche Realität des Atma
als allgegenwärtiges und unveränderliches Prinzip erfahren werden.

 

15. Juli 2008 -
Beweis für Regen ist die Feuchtigkeit des Bodens.
In gleicher Weise liegt der Beweis für wahre Hingabe im inneren Frieden verborgen,
welchen der Strebende in der Lage zu erreichen war -

der Frieden, welcher ihn gegen die Angriffe von Fehlschlägen und Enttäuschungen schützt,
die Stille im Geist, welche nicht mehr durch Verlust und Schande erschüttert wird
oder durch Ärger, Eifersucht und andere niedere Leidenschaften.

Wisse, dass du die Verkörperung göttlichen Friedens bist.

Wer auch immer die Entschlossenheit, das Unterscheidungsvermögen, die Unerschütterlichkeit
und Ernsthaftigkeit hat dieses Ziel zu erreichen, wird es erreichen!

 

14. Juli 2008 -
Für einen Vogel über der Mitte des Ozeans, wie er über die tiefen blauen Wasser fliegt,
ist der Mast eines in diesen Gewässern segelnden Schiffes der einzige Ruheplatz. -

Auf dieselbe Weise ist der HERR die einzige Zuflucht für den Menschen,
der von den stürmischen Wellen dieser Welt hin und her geworfen wird -

Wie weit auch immer der Vogel fliegen mag - er weiß, wo er einen Ausruhplatz finden kann;
dieses Wissen gibt ihm Zutrauen. -

DER NAME DES HERRN ist wie ein solcher Mast;
erinnere Dich stets an IHN, verbinde IHN mit der FORM und habe DIESE FORM fest vor Deinem geistigen Auge.

ER ist wie eine Lampe, die ihr Licht bis in die Winkel Deines Herzens verbreitet.
Habe den NAMEN auf der Zunge
und ER wird sowohl die innere Dunkelheit vertreiben, wie auch die äußere.

 

13. Juli 2008 -
Erweitert Euer Vorstellungsvermögen.
Entwickelt den Geist der Liebe und eine liebevolle Gesinnung.

Indem Euch eine menschliche Form verliehen ist müßt Ihr danach streben,
menschliche Werte zu entwickeln
und nicht umherschweifen und abweichen vom Pfad der Rechtschaffenheit.

Erfüllt Euren Geist und Euer Gemüt - mit erhabenen Gedanken
und Eure Herzen mit GÖTTLICHEN Empfindungen für das GÖTTLICHE.

Seht in jedem Euren Bruder und Eure Schwester.
Nur so werdet Ihr Eure Einheit mit der gesamten Schöpfung erkennen.
Bringt Euer Leben zur Erfüllung in der Verehrung Eurer Eltern und der Achtung vor Euren Lehrern
und entwickelt liebendes Vertrauen in GOTT.

Seid Euch dessen bewußt, dass jedem Wesen das Göttliche innewohnt.
Dadurch wird Eure Selbstachtung wachsen.
Erfüllt Euer Leben mit Freude.
Seid glücklich und macht andere glücklich.

Das wird GOTT gefallen.

BHAGAWÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

*Heute ist der elfte Tag der zweiwöchigen Mondphase vom Neumond zum Vollmond. Dieser Tag zu diesem Zeitpunkt im Jahresverlauf gilt in Indien als heilig. Heute also soll nach indischem Brauch gefastet werden, und man soll den Schwerpunkt auf spirituelle Aktivitäten legen. - nach dem Wörterbuch von Prof. Mittwede

12. Juli 2008 -
Mit Glauben / Vertrauen in die ALLGEGENWART DES GÖTTLICHEN
sollte sich der Mensch guten Taten verpflichten, gute Gedanken hegen 
und sein Leben guten Gewohnheiten / Übungen / Bräuchen widmen / weihen. -

Seine Worte sollten Worte der Wahrheit sein. -
Zieren sollten ihn die Halskette wahrhaftiger Rede / Sprache,
die Ohrringe des Hörens heiliger Lehre
und das Armband der Wohltätigkeit / Güte / Milde / Nächstenliebe / Nachsicht. -

Geld hat die Natur von Dünger. -
Aufgehäuft an einem Platz verpestet Dünger die Luft.
Verteile ihn weit, streue ihn aus über ganze Felder und er belohnt Dich mit einer Rekordernte. -

Genauso liefert / gewährt Geld, wenn es zur Förderung guter Werke ausgegeben wird,
Zufriedenheit und Glück im Überfluß.

 

11. Juli 2008 -
Ihr tragt gefärbte Brillen und seht alles durch diese Färbung.
Korrigiert Ihr Eure Sichtweise, korrigiert sich die Welt.

Bessert Euch selbst und die Welt wird sich bessern. -
Ihr erschafft die Welt nach Eurer Vorstellung.

Ihr seht das Viele, weil Ihr nach dem Vielen sucht, nicht nach DEM EINEN. -

Bemüht Euch, das Viele DEM EINEN zuzuordnen / IN DEM EINEN zu bündeln,
zuerst die Familie, dann die Gemeinschaft / Gemeinde, den Staat, die Nation / das Volk und schließlich die Welt.

Auf diese Weise schreitet immer weiter voran zu einer Loyalität /
Ergebenheit / Treue / Anständigkeit, die mehr und mehr einschließt
und erreicht den Stand der Universalität in Gedanke, Wort und Tat.

Das ist das spirituelle Bemühen, Sádhana, DER LIEBE / UM LIEBE / IN LIEBE, denn:
- LIEBE IST AUSDEHNUNG / WEITE / ERWEITERUNG. -

Das Individuum muß allumfassende Universalität erlangen
und erweitert werden zur UNBEGRENZTEN, UNIVERSALEN,
ALLGEGENWÄRTIGEN FORM DES GÖTTLICHEN, VISHVARÚPA.

 

10. Juli 2008 -
Der menschliche Körper ist Dir  zu einem erhabenen Zweck verliehen worden;
der Verwirklichung des INNEWOHNENDEN HERRN. -

Wenn Du ein voll ausgestattetes Auto in einem guten Fahrzustand besitzt,
würdest Du es in eine Garage wegstellen?
Ein Auto ist hauptsächlich dazu da, um damit auf Reisen zu gehen.
Nur dann lohnt es sich, eines zu besitzen. -

So ist es auch mit dem Körper.
Schreite voran, marschiere auf das Ziel zu.
Lerne, die Fähigkeiten des Körpers zu nutzen, die Sinne, die Intelligenz /
Unterscheidungskraft / Intuition und den Geist,
bestehend aus den Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen, Wünschen,
dem Verstand und Gemüt, um das eine Ziel zu erreichen.

 

09. Juli 2008 -
DIE GRÖSSTE LIEBE GOTTES gilt den Blumen,
die am Baum des ureigenen Lebens eines Menschen blühen,
genährt und gepflegt durch sein eigenes Geschick / seine eigene Fertigkeit
und seine Aufrichtigkeit / Ehrlichkeit.

Es sind die im Garten seines Herzens gewachsenen Blumen der Tugenden / Vorzüge / Kräfte. -
Die Wichtigste dieser Blumen  ist die Tugend der Gewaltlosigkeit. -

Sie beinhaltet weit mehr, als sich zu enthalten, lebenden Wesen Leid zuzufügen / sie zu verletzen / ihnen zu schaden. -
Man sollte davon absehen, irgendeinem lebenden Wesen Schmerz / Kummer / Leid zuzufügen,
nicht nur in der Tat, sondern auch in Worten und Gedanken. -

Man sollte keine Vorstellung, nicht einmal eine Idee der Verletzung / des Schadens
oder der Erniedrigung / Demütigung eines anderen hegen / unterhalten / in Erwägung ziehen.

 

08. Juli 2008 -
Die Natur der GÖTTLICHEN LIEBE unterscheidet sich von der menschlichen Liebe,
die sich in Sympathie / Bindung / Anbindung / Verhaftetsein äußert.

GÖTTLICHE LIEBE ist zeitlos / immerwährend und unveränderlich / gleich bleibend.
Mache SIE zu Deinem alleinigen / einzigen Ideal.
SIE IST DIR ANGEBOREN;
alles, was zu tun notwendig ist, ist SIE auf angemessene Weise zu offenbaren / zu bekunden. -

Wenn sich Zucker am Boden eines Glases mit Wasser befindet,
kannst Du das Wasser süßen, indem Du den Zucker unter Rühren auflöst. -

Genauso ist Dein Herz wie ein Becher, auf  dessen Grund GÖTTLICHKEIT ist.
Nimm den Löffel der Unterscheidungskraft / Intelligenz / Intuition*, Buddhi,
und rühre Dein Herz durch das Fortschreiten im spirituellen Bemühen, Sádhana.

Dann wird die GÖTTLICHKEIT IM HERZEN den gesamten Körper durchdringen.

BAGHAWÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER


* Mit  Intelligenz oder Unterscheidungskraft ist nicht weltliche Klugheit gemeint, sondern das Beherrschen aller Sinneseindrücke in der Erkenntnis und der Unterscheidung dessen, was ewig und dessen, was vergänglich ist. Mittels des Unterscheidungsvermögens und durch das Bewußtsein der INNEWOHNENDEN GÖTTLICHKEIT entfalten sich alle Fähigkeiten des Menschen bis zur Intuition.  (A.d.Ü. aufgrund der Erklärung von 'buddhi' in Prof. Mittwedes Wörterbuch)

 

07. Juli 2008 -
Der Mensch ist verliebt in Reichtum, den Gatten oder die Gattin und die Kinder.
Diese Verliebtheiten blockieren ihn auf jedem Schritt und bei jeder Handlung
gleich Behinderungen für seinen spirituellen Fortschritt/
dem Fortschritt auf dem Weg der Erkenntnis des Einsseins aller Lebewesen / der Einheit in der Vielfalt. -

Natürlich ist Geld unbedingt erforderlich im Verlauf des Lebens
und das Arbeiten dafür kann nicht vermieden werden.

Aber grenzenlose Reichtümer verpesten den Geist 
und erzeugen / züchten Arroganz / Anmaßung / Überheblichkeit.
Sie müssen für gute Zwecke verwendet werden,
die GOTTGEMÄSSES Handeln, Dharma, und Wohlbefinden pflegen
und die die eigenen Pflichten / Aufgaben auf dem Weg zu GOTT erfüllen.

Wenn Reichtum ausgegeben wird für die Verwirklichung vergänglicher Wünsche,
ist es nie genug und das Ego entdeckt immer neuere
und abscheulichere Wege des Verdienens und Ausgebens.


BHAGHÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

06. Juli 2008 -
Kummer / Trauer entspricht den Füßen und Freude dem Kopf;
beide sind Teile derselben Existenz / desselben Wesens / Daseins.

Ihr könnt nicht Freude willkommen heißen und gleichzeitig Kummer / Trauer ablehnen / zurückweisen.
Ihr könnt nicht die Vorderseite ohne die Rückseite / Kehrseite haben. -

Der Diamant ist zunächst einfach ein stumpfes Stück Stein, ein harter Kiesel.
Nur durch den Zuschnitt eines geschickten Handwerkers glänzt er strahlend wie eine Flamme. -

Lasst es zu, vom HERRN UND MEISTER behandelt zu werden,
so dass all Euer Stumpfsinn / Eure Eintönigkeit / Trübheit / Langweiligkeit / Teilnahmslosigkeit /
Schwerfälligkeit / Dummheit verschwindet
und Ihr strahlend daraus hervorgeht wie ein prächtiger Diamant.

 

05. Juli 2008 -
Binde Dich nicht an diesen vergänglichen Körper.

Benutze ihn wie ein Werkzeug / Instrument.
Betrachte Dich als getrennt von Deinem Körper, der erschaffen ist aus der Verbindung der fünf Elemente.
Erkenne / erfahre, DASS DU DAS UNZERSTÖRBARE, ALLEM INNEWOHNENDE GÖTTLICHE BIST,
DER ÁTMAN.

Der Körper ist die Wurzel für allen Kummer und alles Leid.
Unterstelle den Körper Deinem Willen.
Denke nach / sinne nach über die Wahrheit / versenke Dich in die Wahrheit,
dass der Körper und der ÀTMAN auseinander zu halten sind.

Diese Übung ist unerläßlich für DAS ERKENNEN DER WAHRHEIT DER EIGENEN GÖTTLICHKEIT.

BAGHAWÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

 

04. Juli 2008 -
Der Mensch hat die Wahl, zwei Wege zu gehen:
den nach außen gerichteten Weg der Beteiligung / Verwicklung / des Betroffenseins
und der Schwierigkeiten, Pravrittimárga,
oder den nach Innen gerichteten Weg der Ablösung, Nivrittimárga. -

Mit der Welt verstrickt, stehen dem Menschen sechs innere Feinde gegenüber:
Verlangen oder Begierde / Lust / Wünsche, Ärger oder Zorn / Wut / Haß, Gier oder Habgier,
 Besitzsucht / Sucht / Sehnsucht nach Weltlichem, Stolz oder Überheblichkeit / Hochmut,
Boshaftigkeit oder Eifersucht / Neid. -

Hat er sich von der Welt gelöst, findet er Hilfe durch sechs innere Freunde:
Sinneskontrolle, Geisteskontrolle, Seelenstärke oder Tapferkeit / Mut,
Zufriedenheit oder Genügsamkeit, Glaube oder Vertrauen, und Gleichmut. -

Der menschliche Körper wird als DER TEMPEL GOTTES verherrlicht;
aber die Feinde müssen hinausbefördert werden
und die Freunde hereingelassen,
bevor DAS GÖTTLICHE DARIN GEDEIHEN KANN.


BHAGAWÁN  SHÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

 

03. Juli 2008 -
Weite Dein Herz
und lasse es so großmütig werden wie DAS HERZ VON GOTT SELBST. -

Wenn Du Dir einen Ballon anschaust, ist er zuerst einmal platt.
Fährst Du nun damit fort Luft in ihn hinein zu blasen, wird er größer und größer
und dann kommt der Moment, an dem er platzt. -

Auch wenn Du mit den Vorstellungen 'Ich' und 'Mein' angefangen hast,
wird sich, wenn Du Dich zu guter Letzt in den Stand der Erkenntnis versetzt hast,
dass 'alles Meins ist', 'alles Eins ist', Deine Vorstellung / Einsicht weiten
und in GOTT verschmelzen, DER ALLGEGENWÄRTIG IST. -

Du solltest die Wahrheit erkennen, dass das Leben des Menschen
aus einer Reise vom Stand des 'Ich' zum Stand des 'Wir' besteht.


02. Juli 2008 -
Der Mensch sollte sein Verhalten beherrschen;
er sollte sich nicht von momentanen Impulsen / Antrieben leiten lassen;
er muß sich immer darüber im Klaren sein, was gut für ihn ist.

Er sollte seine täglichen Pflichten / Aufgaben so ausführen,
dass er anderen kein Leid zufügt oder selbst leidet.

Sei still, ruhig und gesammelt / gefaßt.

Je mehr Du Wohltätigkeit / Nachsicht / Milde für alle Wesen entwickelst,
Reue über Deine eigenen Fehler, Furcht vor Sünde und Liebe zu GOTT,
umso fester wirst Du im Frieden,  in innerer Stille, Gelassenheit,
Gleichmut und Leidenschaftslosigkeit - Shánti - gegründet sein.

BAGHAWÁN  SHRÍ SATHYA  SAI BABA
SEINE HEILIGKEIT UND  MAJESTÄT IN WAHRHEIT  MUTTER WIE VATER

 

01. Juli 2008 -
DER FUNKEN DER LIEBE IN DIR (ÁTMAN, DAS ALLEM INNEWOHNENDE GÖTTLICHE)
muß gehegt / gepflegt und genährt werden;
dann wird jedes Wesen zu GOTT,
jede Handlung wird GÖTTLICH
und jede Reaktion, die von der Außenwelt auf Dich kommt,
wird von Liebe geleitet sein / wird Dir Deine Liebe vergelten, und wie von Nektar Süße erhalten.

Wenn Du GOTT in allen Wesen liebst, ANTWORTET ER MIT LIEBE.

Liebe GOTT, auch wenn Du viel Leid ertragen mußt.

Liebe IHN trotz Zurückweisung und Tadel.

Denn nur die Geburtswehen im Schmelztiegel bewirken,
dass Metall gereinigt wird und von Makeln befreit.

 

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