28. Februar 2009 –
Gott wohnt in den fünf Elementen – Erde, Wasser, Feuer, Wind und Äther.
Da es nichts in der Schöpfung gibt, in denen die fünf Elemente abwesend sind
kann man sagen, dass alles von Gott durchdrungen ist.

Und warum ist der Mensch nicht fähig diese alles durchdringende Göttlichkeit zu erfahren?
Auch wenn das Wasser Objekte reflektiert, ungleich dem Objekt, verändert sich die Reflektion im Wasser.
Ähnlich ist es mit dem Menschen.
Er kann kein perfektes Abbild Gottes sein, wenn er einen unruhigen, schwankenden Geist (mind) besitzt.
Ein solcher Geist führt zu Verwirrung und Depression
und mit solch einem Geist kann ein Suchender niemals das Göttliche in sich selbst erkennen.
Was für einen beständigen Geist wesentlich ist,
ist die Kontrolle über die fünf Sinne und eine
Begrenzung der Wünsche.

 

27. Februar 2009 –
Dauerhaftes Glück kann nur durch eine Form von Wissen (Vidya) gesichert werden –
durch das Wissen, das aus den Upanishaden (Upanishadic Vidya) gewonnen wird.
Dieses ist das Wissen über die Vergegenwärtigung Gottes, über die Lehren von Heiligen (Rishi), oder Sehern.
Dieses allein kann den Menschen retten und ihm Frieden gewähren; es gibt nichts Höheres als dieses Wissen.
In welchem Fach ihr euch auch spezialisiert habt, sei es im Beruf oder täglichen Leben,
konzentriert euch immer auf dieses Wissen.

 

26. Februar 2009 –
Jeder Mensch der sich Gott hingegeben hat (bhakta) hofft, die Freude höchster Glückseligkeit zu erleben.
Aber diese Glückseligkeit ist nicht etwas, was man neu erwerben kann
oder eine durch spirituelle Übungen neu gewonnene Erfahrung (sadhana).

Glückseligkeit ist immer und zu jeder Zeit mit euch und in euch.
Nur seid ihr nicht fähig sie zu erleben,
weil euer Ego sie wie eine Trennwand vor euch versteckt und ihr sie deshalb nicht seht.
Der Schleier muß weit auseinander gerissen werden.
Dann kann das, was immerwährend ist, erkannt werden.
Was kommt und geht ist die Trennwand von ‚Ich’ und ‚Mein’, welche die Glückseligkeit zudeckt.

 

25. Februar 2009 –
Gott schaut auf die inneren Gefühle und nicht auf das äußere Erscheinungsbild und das Benehmen.
Dennoch solltet ihr das von außen wahrnehmbare Verhalten und auch eure Handlungen nicht vernachlässigen.
Ihr solltet eure edlen, inneren Gefühle offenbaren, damit sie nach außen hin sichtbar werden.
Dadurch ergibt sich die Gelegenheit, das Gefühl der inneren Ruhe und Stille, das Gefühl des inneren Friedens,
in vollem Masse zu erleben, denn der Geschmack von Frieden (shanti) muss durch jeden Gedanken,
jedes Wort, jede Geste und jede Handlung aufgenommen werden.
Nur dann wird Frieden vollkommen (paripoorna).

 

24. Februar 2009 –
Das Individuum (Jivi) muss die Vergänglichkeit des Körpers erkennen
und begierig danach sein, mit Gott (Shiva) Eins zu werden.
Um dieses zu verwirklichen, muss der Mensch nicht auf eine glückverheißen Zeit warten.
Jeder Moment ist der richtige Moment.

Fangt heute mit der spirituellen Übung (Sadhana) an, die für morgen vorgesehen ist.
Fangt jetzt mit der spirituellen Übung an, die für heute vorgesehen ist.
Man weiß nie, was der nächste Moment mit sich bringt.
Deshalb sollte es keine Verzögerung geben, mit der spirituellen Übung, die ausgeführt werden soll, anzufangen.

 

23. Februar 2009 –
Unter den vielen Festlichkeiten ist das Shivaratrifest eines mit  außergewöhnlicher Bedeutung.
In der Shivaratrinacht sind göttliche Schwingungen dem Herzen eines jeden Menschen ganz nahe.
In einer Zeit, in der die  Menschen mit heiligen Handlungen beschäftigt sind,
nehmen sie diese göttlichen Schwingungen auf.

Die geweihte Nacht von Shivaratri ist dazu bestimmt, als heiliger Anlaß zu dienen,
um den Geist unbeugsam und entschlossen auf Gott auszurichten.
Da diese Nacht dem Tag des Neumondes vorausgeht, wird es außerhalb des Körpers stockdunkel sein,
während das Herz mit göttlichem, glänzendem Licht erfüllt ist.*
Licht symbolisiert Verheißung. Deshalb wird dieser Tag als Shivaratri begangen.

 *’Shiva’ bedeutet Verheißung. Deshalb spricht Shivaratri von einer Verheißung, die der Dunkelheit innewohnt

 

22. Februar 2009 –
Alle Erfahrungen, die der Mensch durch Vergnügen und Leid macht, haben ihren Ursprung in seinen Gedanken.
Ein Gedanke ist mit dem Samen eines Baumes vergleichbar, der sich im Laufe der Zeit entwickelt
und Zweige, Blätter, Blüten und Früchte hervorbringt.
Alles, was den Baum ausmacht, kam von einem einzigen, kleinen Samenkorn.

Genau so ist es auch mit den Gedanken des Menschen.
Auch wenn sie sehr subtil sind, enthalten sie dennoch potentiell das gesamte Universum.
Das Atom ist der Mikrokosmos des Universums.
Man sieht und bemerkt, wie groß der Banyan Baum ist; dennoch, sein Same ist sehr klein.
Im Grunde genommen sind der Same und der Baum Eins.

 

21. Februar 2009 –
Von den verschiedenen Formen der Hingabe (bhakti) ist die Wiederholung des Gottesnamens (
namasmarama) die beste.
Wenn jeder Gottsuchende den Namen Gottes als den eigenen Lebensatem betrachten,
fest an gute Taten und Gedanken glauben und den Geist des Dienens und die gleiche Liebe für alles entwickeln würde,
dann gibt es keinen besseren Weg, der zur Befreiung (mukti) führt.

 

20. Februar 2009 –
Die Gnade Gottes ist nicht leicht zu erreichen.
Das Gefühl von Egoismus (ahamkara), das einen Menschen sagen läßt:“ Ich bin der Handelnde!“
sollte mit der Wurzel aus dem Herzen gerissen werden.

Jeder, sei es ein Gelehrter oder ein Ungebildeter, sollte einen überwältigenden Drang haben Gott zu erkennen.
Gott hat eine gleichbleibende Zuneigung allen Seinen Kindern gegenüber.
Er ist wie die Sonne, die die ganze Welt in gleicher Weise mit ihrem Licht erhellt.

 

19. Februar 2009 –
Gesundheit ist Reichtum.
Ohne einen gesunden Körper kann der Mensch keine seiner Gedanken in die Tat umsetzen,
auch wenn sie noch so großartig sind.
Ein gesunder Körper resultiert in einen gesunden Geist (mind).

Nehmt eure Nahrung pünktlich zu euch und genießt was ihr eßt.
Während ihr esst, lasst nur positive Gedanken zu, denn das wird euch auch gute Gesundheit schenken.
Zuerst gebt alle schlechten Angewohnheiten auf,
denn dadurch gewinnt ihr automatisch eine gute Gesundheit und einen gefestigten Körper.
Dann könnt ihr ein vollkommenes und verdienstreiches Leben führen, voller Frohsinn und Glückseligkeit.

 

18. Februar 2009 –
Die sechs inneren Feinde sind: Verlangen, Wut, Habsucht, Bindung, Stolz und Neid.
Sie können nur durch Lehren von guten Menschen, Liebe zu Gott, das Wissen über Ihn
und die Gesellschaft mit Heiligen entwurzelt werden.

Das Herz des Menschen, der nicht danach strebt seinen Geist (mind) mit heiligen Gedanken weiter zu entwickeln,
ist sicherlich ein Paradies für Boshaftigkeit und Sünde.
Dies sollte von all denen nicht vergessen werden,
die nach Erlösung streben und die hoffen, dass sie zu Größe aufsteigen.

 

17. Februar 2009 –
Selbstdisziplin ist die Grundlage für ein erfolgreiches Leben.
Wenn der Mensch nur Selbstdisziplin übt, kann er allein dadurch ewigen Frieden erreichen.
Ohne Frieden kann es kein Glück und keinen Frohsinn geben.

Frieden (shanti) hat das gleiche Wesen wie das Selbst (atma).
Frieden und das Selbst können nur miteinander bestehen, wenn das Herz rein ist.
Beide verbinden sich nicht, wenn das Herz gierig und voller Verlangen ist.

 

16. Februar 2009 –
Der Mensch, der sich in den Spiralen seines Egos verstrickt hat, kann Gott nicht erkennen.
Wenn das Ego sich mit dem Selbst (Atma) vereint, dann führt das zur Befreiung
(Mukti = Gewahrwerdung  der eigenen, inneren Wirklichkeit lt. Prof. Mittwede).

Das Ego (Aham) entspringt dem Selbst (Atma).
Es treten  Gedanken aus ihm in Erscheinung und Gedanken sind die Quelle von Sprache (Vaak).
All dieses kam aus dem Selbst hervor.
Nur wenn das Ego verschwindet, kann die Wahrheit über das Selbst erkannt werden.
Das Ego ist die Ursache, dass der Mensch in Sklaverei lebt.
Der Mensch entspringt dem Göttlichen, (Brahman), wächst und vereint sich in ihm.
Das Ziel aller spiritueller Übungen ist, dass der Mensch die Einheit erkennt,
der die gesamte Schöpfung unterliegt und ihn befähigt,
die Glückseligkeit zu verwirklichen, die Einssein mit Gott schenkt.

 

15. Februar 2009 –
Krishna, so steht es in der Bhagavad Gita, sagte:
Mamaivamsho Jeevaloke Jeevabhuta Sanathanah –
alle Wesen sind ein ewig bleibendes Teil meines Selbst.

Gott ist im Herzen aller anwesend.
Es ist des Irrglaubens wegen dem der Mensch unterliegt, dass er nicht in der Lage ist, sein göttliches Wesen zu erkennen.
Als erstes sollte der Mensch Anstrengungen machen, um diesen Irrglauben zu bezwingen und erkennen,
daß Gott immer bei ihm, in ihm, um ihn herum, über und unter ihm ist.
Es kann keine Fehler und keine Unvollkommenheit in einem solchen göttlichen Grundsatz geben.
Die Fehler die ihr glaubt zu sehen, sind nur das Resultat eurer eigenen Vorstellungskraft.

 

14. Februar 2009 –
Ein Zuhause, wo die gesamte Familie ein Leben führt in dem edle Ideale hochgehalten werden,
wo die Familie zusammen die Herrlichkeit des Herrn durch Lieder preist,
in dem die Zeit dadurch genutzt wird gute Dinge zu tun, wo die Werte Wahrheit, Friede und Liebe an erster Stelle stehen,
wo ein regelmäßiges Studium heiliger Bücher stattfindet,
wo die Sinne unter Kontrolle gehalten werden und wo Liebe und Respekt für die gesamte Schöpfung in gleichem Maße
durch das Wissen der grundlegenden Einheit der ganzen Schöpfung, ausgedrückt wird –

solch ein Zuhause kann wahrlich ‚Himmel auf Erden’ genannt werden.

 

13. Februar 2009 –
Der Mensch wurde mit einem hilflosen, wehklagenden Schrei in diese Welt hinein geboren
und sollte mit einem Lächeln der Freude im Gesicht von dieser Welt scheiden.
Der Sinn des Lebens ist es, zwischen Geburt und Tod dieses Lächeln der Freude zu verwirklichen.
Aber die Jahre werden nicht genutzt und sind dann verloren.

Gott, der Anker, der den Menschen vor Gewitter und Sturm, vor Kummer und Verzweiflung rettet,
wird vernachlässigt und übersehen.
Der Mensch wird von einem Verlangen in das andere geworfen, von einem Kummer in den anderen,
bis er durch Verzweiflung geblendet und durch zunichte gemachtes Streben erschöpft ist.
Die meisten Krankheiten werden durch diese Verzweiflung und Erschöpfung verursacht.

 

12. Februar 2009 –
Der Körper und der Geist (mind) sind eng miteinander verbunden und beide werden durch
Nahrung unterhalten.
Deshalb hat Nahrung einen erheblichen Einfluss auf den Charakter und das Geschick eines Menschen.
So wie das Essen, so der Geist. So wie der Geist, so die Gedanken.
So wie die Gedanken, so die Handlung.

Alles was durch die Sinne aufgenommen wird, kann als ‚Nahrung’ eingestuft werden.
Für den spirituellen Aspiranten (sadhaka) muß das, was er zu sich nimmt, immer ‚sathwic’, also rein und maßvoll sein.
Die Klänge, die Sichtweise, die Eindrücke,  die Ideen, die erteilten Lektionen, die Kontakte -
alles muss Ehrerbietung, Bescheidenheit, Ausgewogenheit, Gleichmut und Schlichtheit voranbringen.
Es ist die reine, ausgewogene Nahrung, die den Geist in einem stabilen Zustand sein läßt,
völlig auf das Selbst konzentriert, über das reiflich nachgedacht werden muss, um Frieden zu verwirklichen.

 

11. Februar 2009 –
Formt euer Verhalten nicht mit einem Auge auf die Meinung anderer gerichtet.
Stattdessen folgt tapfer, mit Freuden und beständig den liebevollen und angenehmen Weisungen
eures eigenen, reinen Geistes (sathwic-manas), eures eigenen, erwachten Bewusstseins,
eurem eigenen, inneren Selbst. Verbindet euch nur mit denen, die wahrheitsgetreu sind.

 

10. Februar 2009 –
Das menschliche Wesen wird als ‘Nara” bezeichnet.
‚Ra’ bedeutet: Das, was vergänglich ist. ‚Na’ bedeutet: Nicht.
‘Nara’ bezieht sich auf das, was im Menschen nicht vergänglich ist, das Selbst (Atma).
Folglich sollten Kummer und Schmerz dem Menschen fremd sein.
Er sollte keine Träne vergießen.
Seht euch selbst als das Göttliche an und lebt mit dieser unbeugsamen Überzeugung.
Das Göttliche in jedem Wesen sollte verehrt werden.
Ihr müßt die Einheit in der Vielfalt erkennen.
Gebt schlechten Gedanken keinen Raum.
Der Körper ist der Tempel des Göttlichen und keine schlechten Gedanken sollten in ihm beherbergt werden.

 

9. Februar 2009 –
Ihr mögt für euch in Anspruch nehmen, dass ihr ein Leben in Rechtschaffenheit lebt,
doch es mangelt euch ständig daran, dass eure Handlungen nicht im Geiste der Hingabe ausgeführt werden.
Sind sie es aber, dann bekommen sie den authentischen Stempel der Rechtschaffenheit (dharma).
Wie kann eine Person danach trachten all seine Handlungen dem Herrn zu weihen,
ohne gleichzeitig in Gedanken, Worten und Taten rein zu sein?

 

8. Februar 2009 -
Janthunam Narajanma Durlabham – es gibt keine größere Segnung als die menschliche Geburt.
Um sich selbst menschlich
zu nennen, muss zu allererst dieser Menschlichkeit im Handeln Ausdruck gegeben werden.
In die Gesellschaft hineingeboren, in ihr großgezogen worden zu sein und Reichtum von ihr erworben zu haben
sollte ein Grund zur Dankbarkeit sein, die so aussieht, dass wir die Gesellschaft durch unsere Arbeit unterstützen.

Die Welt ist mit Problemen konfrontiert, weil der Mensch der Gesellschaft gegenüber seine Dankbarkeit nicht ausdrückt.
Geht es der Gesellschaft gut, dann geht es auch euch gut.
Gebt eure Selbstsucht auf und arbeitet für das Wohlergehen der Gesellschaft.

Die Welt wird sich an Frieden und Sicherheit erfreuen,
wenn alle der Gesellschaft dienen und Gott hingegeben sind.

 

7. Februar 2009 –
Zu denken, dass der eine Mensch dein Freund und der andere dein Feind ist, ist falsch.
Solch ein Irrglaube muss aufgegeben werden.
Der Herr, der die Verkörperung der Liebe ist,
ist der einzige wahre und beständige Begleiter, Freund, Berater und Beschützer.
Wisse dies und lebe in diesem Wissen.
Das ist der Weg, ein Leben in Rechtschaffenheit (dharma) zu leben.

In Rechtschaffenheit zu leben ist die Strasse, die zur Selbstverwirklichung führt.
Diejenigen, die auf ihr wandern, sind dem Herrn lieb.
Er wohnt mit allen, die wahrheitsliebend sind und bei denen, deren Taten der Rechtschaffenheit entspringen.

 

6. Februar 2009 –
Besuche zu Tempeln, die Gesellschaft heiliger Männer,
die Wiederholung des Namens Gottes, die Verehrung der göttlichen Form –
das sind die externen Quellen des Lichtes.

Meditation (dhyana), Bußübungen (tapas), Betrachtung (manana) –
das sind die Quellen der inneren Erleuchtung.

Wie kann der Mensch ohne diese beiden die Sicht des göttlichen Ruhmes erfahren?

 

5. Februar 2009 -
Manche Brennstoffe, wie Petroleum, Kohle usw., werden aus der Tiefe der Erde gefördert.
Woher kamen sie ursprünglich?
Über einen langen Zeitraum hinaus haben sie sich tief im Inneren der Erde entwickelt,
um an die Oberfläche befördert zu werden.

Auf die gleiche Art und Weise sammeln sich auch negative Eigenschaften wie Verlangen, Wut, Hass usw. im Menschen an.
Sie verstecken sich und kommen  eines Tages an die Oberfläche, um sich zu zeigen.
Achtet gut darauf, dass sie sich erst gar nicht in euch ansammeln können
und benutzt euer Unterscheidungsvermögen, damit ihr nur gute Eigenschaften in euch aufnehmt.
Das ist ein wahrer menschlicher Wert. 

Allein der Versuch eure Wut zu kontrollieren oder sie zu unterdrücken, ist ein Zeichen von Schwäche.
Tatsächlich müßt ihr eure Eigenschaften so entwickeln,
dass das Gefühl von Wut erst gar nicht aufkommt und Platz bei euch findet.

 

4. Februar 2009 –
Es gibt keinen Unterschied zwischen Hingabe (bhakti) und Weisheit (jnana).
So wie die Verehrung Gottes mit all seinen Eigenschaften (saguna)
zur Anbetung Gottes ohne Eigenschaften (narguan) wird,
wird Hingabe zu Weisheit.

Deshalb muss jede einzelne Tat gefüllt mit dem Geist des Dienens (seva),
der Liebe (prema) und der Weisheit (wisdom) sein.
Was immer vom Morgengrauen an bis hin zur Abenddämmerung getan wird,
muß rein, unbefleckt und würdig sein, der Anbetung Gottes geweiht zu werden.

 

3. Februar 2009 –
Der Mensch hat die Liebe vergessen und sehnt sich nach weltlichen Dingen.
Geld kommt und geht, doch Moral kommt und wächst.
Begleitet euer Reichtum euch, wenn ihr von dieser Welt geht?
Nein!
Nur die Resultate eurer Handlungen werden euch begleiten.
Nur der Reichtum, den wertvolle Verdienste bringen, wird euch beschützen.

Paropakaraya Punyaya, Papaya Parapeedanam –
Das bedeutet, dass der Mensch wertvolle Verdienste erwirbt,
indem er anderen Menschen dient und er begeht eine Sünde, wenn er anderen Menschen Schmerz zufügt.
Gebt der Sünde keine Gelegenheit sich anzuhäufen, stattdessen verdient euch den Reichtum wertvoller Verdienste.

 

2. Februar 2009 –
Der spirituell Suchende (sadhaka), der Frieden in sich verwirklichen will,
muss regelmäßig ein moralisch einwandfreies Leben führen,
damit er die anfänglichen Schwierigkeiten überwindet.

Frieden (shanti) ist wie ein Fels in der Brandung,
der in der ständigen Flut von Verführung , die das Böse schickt, aufrecht steht und ihr trotzt.
Dieser allerhöchste Frieden (prashanti) muss nicht im Äußeren gesucht werden,
denn er strömt aus dem  inneren Selbst (antahkarana).

 

1. Februar 2009 –
In der Bhagavad Gita wird erklärt:
"Sarvatah Paani Paadam Tat Sarvathokshi Shiromukham, Sarvatah Shruthimalloke Sarvamavruthya Thishthati".

Das bedeutet, dass Gott mit Seinen Händen, Füssen, Augen, Köpfen, Mündern und Ohren
immer allgegenwärtig ist und alles erfüllt und das gesamte Universum durchdringt.
Nichts entzieht sich Seiner Aufmerksamkeit.
Deshalb sollte unser Geist (mind) ständig mit guten Gedanken beschäftigt sein,
denn Gott bringt stet die Segnung der Erfüllung zum Ausdruck indem Er sagt:
‚Tathaasthu’ – So sei es!

Wenn ihr Kummer und Schmerz unterworfen seid, dann macht ihr Gott dafür verantwortlich.
Ihr erkennt aber nicht, dass euer Kummer und Schmerz das Resultat eurer eigenen Gedanken sind.
Deshalb solltet ihr immer gute Gedanken hegen und gute Gesellschaft suchen.

 

31. Januar 2009 -
Mathru Devo Bhava, Pithru Devo Bhava –
Verehrt eure Mutter und euren Vater als Gott.
Ihr müßt verstehen, dass eure Eltern wahrlich Gott sind.
Macht ihr eure Eltern glücklich, wird die ganze Welt glücklich sein.
Es ist bedeutungslos Gott anzubeten, ohne eure eigenen Eltern zu verehren.
Zuerst bringt eurer Mutter Verehrung dar, denn sie hat euch in dieses Leben geboren.
Durch ihre hohe Gesinnung und Würde verwirklicht ihr Glück und Erfolg.
Die Eltern gaben euch ihr Blut, ihren Wohlstand und haben euch mit großer Liebe und Fürsorge erzogen,
haben keinen Schmerz und keine Mühe gescheut.
Deshalb müßt ihr eure Eltern lieben und ihnen Dankbarkeit erweisen.
Das ist wahre Hingabe (bhakti) und es gibt keine größere als diese.

 

30. Januar 2009 –
Selbst das gemütlichste Haus, ausgestattet mit allem Luxus nach dem sich der Mensch sehnt,
kann ihn nicht mit Frieden und Zufriedenheit (Shanti) ausstatten.

Nur wenn er sich völlig Gott hingibt, der der Kern seines Wesens ist, kann der Mensch Frieden gewinnen. 

Gott ist die Quelle der Zufriedenheit;
verwirkliche Ihn, denn dann kann der Geist (oder die Seele = spirit) in Freude versinken.
Gott allein versorgt alle mit Glückseligkeit (ananda).
Wenn Gott nicht am Firmament des Herzens leuchtet, wie kann man dann nur leben?

 

29. Januar 2009 –
Wenn ihr den Reichtum den wahre Liebe bringt erworben habt, dann seid ihr die reichste Person auf der Welt.
Derjenge der zufrieden ist, der ist der reichste Mensch auf der Welt
und derjenige, der viele Verlangen hat, ist der ärmste Mensch auf der Welt.
Heutzutage ist der Mensch von Kopf bis Fuß mit Verlangen erfüllt.
Solange jemand Verlangen hat, kann er nicht glücklich und friedvoll sein.
Gebt eure Verlangen auf und seht selbst, wie viel Liebe und Glückseligkeit ihr bekommt.
Die Glückseligkeit die ihr erlebt, übersteigt alles Glück, das ihr jemals erlebt habt.

Die ganze Glückseligkeit liegt in euch, aber ihr denkt sie ist außerhalb von euch zu finden.
Was ihr außerhalb von euch findet ist nichts als das Spiegelbild,
die Reaktion und der Widerhall dessen, was in euch ist.

 

28. Januar 2009 –
Spirituelle Übungen (Sadhana) müssen mit festem Glauben
und ohne auch nur den geringsten Raum für Zweifel ausgeführt werden.

Entwickelt Liebe für Gott, denn es gibt nichts Erhabeneres.
Während eure Liebe immer stärker wächst, wird der Geist (spirit) in euch immer heller scheinen.
Spirituelles Wachstum verlangt die Einschränkung von Wünschen
und außerdem müsst ihr euch von Bindungen und Abneigungen lossagen.

Die drei großen Feinde des Menschen sind:
1. Verlangen (kama), 2. Wut (krodha) und 3. Habgier (lobha).
Verlangen zerstört Hingabe, Wut vernichtet Weisheit und Habgier vergiftet jede Handlung.
Diese drei Untugenden sind schädlich für gute Taten (sath-karma),
Hingabe (oder spirituelle Uebungen und Anbetung) (upasana) und spirituelle Weisheit (jnana).

Der einzige Weg, um sich von diesen Drei zu befreien,
ist sie im Feuer göttlicher Liebe (prema-agni) zu verbrennen.

 

27. Januar 2009 –
Die Verwirklichung des Absoluten
ist nicht allein von der Beherrschung spiritueller Weisheit (Brahmavidya) abhänging.

Die Verwirklichung des Absoluten liegt jenseits der Reichweite
von nur studieren, Bildung oder intellektuellem Streben.

Nur durch spirituelle Übung, oder Anbetung (Upasana) kann sie erreicht werden.
Wenn ein Schüler durch alles, was er an Wissen aufgenommen hat,
sich auch in spirituelle Übungen und Anbetung versenkt, dann ist sein Leben wahrhaftig geheiligt.

 

26. Januar 2009 –
Wenn ihr wollt, dass Frieden in der Welt regiert, dann solltet ihr zuerst Frieden in euch selbst entfalten.
Wo ist Frieden zu finden?
Frieden entspringt eurem Herzen, das die Quelle von Friede, Wahrheit, Rechtschaffenheit und Liebe ist.

Ihr ignoriert das Herz und sucht Friede in der äußeren Welt.
Nur wenn ihr euer Herz mit Liebe füllt, wird Frieden in der Welt herrschen.
Egal welche Arbeit ihr ausführt, führt sie mit Liebe aus.
Die Welt befindet sich heutzutage in Verwirrung, denn den Menschen fehlt es an reiner Liebe.
Frieden wird nur in dieser Welt den höchsten Stellenwert einnehmen, wenn der Mensch reine Liebe entwickelt.

 

25. Januar 2009 –
Der Geist sollte durch ständige Betrachtung Gottes von weltlichen Verlangen abgewendet werden.
Das ist der Weg, um über die Dualität von Schmerz und Vergnügen hinaus zu gehen.
Der Mensch sollte von dem Schlaf der Unwissenheit aufwachen und sein göttliches Wesen erkennen.

Der Mensch ist heutzutage voller Angst, denn er hat kein Selbstvertrauen.
Ein Vogel kann dem Sturm mutig entgegenfliegen, denn er vertraut seinen Flügeln.
Der Mensch aber ergibt sich den kleinsten Schicksalsschlägen,
denn er vertraut nicht der Macht des Geistes (spirit). 

Die Menschen müssen hauptsächlich auf die Kraft Gottes vertrauen.
Mit Zuversicht und Vertrauen in das Selbst, sollten sie sich guten Taten hingeben.
Das ist der Zweck des Lebens.

 

24. Januar 2009 –
Bindung an die Welt kann nur durch Bindung an Gott vernichtet werden.
Wenn ihr euch an Wahrheit (sathya) und Rechtschaffenheit (dharma) halten wollt,
dann müsst ihr in jeder Handlung ein Spiegelbild des Ruhmes von dem  göttlichen Funken (atma) sehen.
Dann wird die Bindung an Gott die Bindung an die Welt in eine reine Opfergabe verwandeln.

 

23. Januar 2009 –
Gut und Böse, Glück und Unglück, Wert oder Unwert
und auch Sünde hängen von den Handlungen eines Menschen ab.
So wie die Handlung ist, ist auch das Resultat der Handlung.

Doch heutzutage ignoriert der Mensch das Gesetz von Handlungen und macht was er will.
Es ist leicht, sich auf sündige Taten einzulassen;
aber es ist äußerst schwer das schlechte Resultat, das sie mit sich bringen, zu tragen. 

Upanishaden sagen: "Thasmai Namah Karmane",
was bedeutet: Meine Hochachtung für Handlungen.
Bringt den Handlungen, die ihr ausübt, Hochachtung dar (Namaskar).
Welche Bedeutung hat Namaskar?
Namaskar bedeutet, dass das Egogefühl aufzugeben ist.
Ihr solltet eure Hochachtung den Handlungen, die ihr ausübt darbringen,
damit sie geheiligt werden, euch einen guten Namen einbringen
und zu dem Wohlergehen der Welt beitragen.
Derjenige, dem das Wohlergehen der Welt am Herzen liegt, sollte darum bemüht sein,
dass seine Gedanken und Handlungen in Übereinstimmung mit seinen edlen Bestrebungen sind.

 

22. Januar 2009 –
Bindung an Personen und Besitz zu entwickeln ist der Grund allen Kummer und Schmerzes.
Durch die Reduzierung von Bindungen und stattdessen Liebe zu Gott zu entwickeln,
kann Kummer und Schmerz mindern und es kann mehr Glück erfahren werden.

Je mehr jemand Gott liebt, je mehr Glückseligkeit wird er erfahren.

Der Mensch ist in Kummer und Schmerz versunken,
weil er nach physischen Dingen Verlangen hat, anstatt nach Gott zu verlangen.
Wenn der Mensch seine Verlangen für materielle Dinge in Verlangen nach dem Höchsten umwandelt,
wird er unendliches Glück erfahren.
Dies alles ist notwendig, um das Göttliche in Allem und Jedem zu sehen.
Dies ist wahre Hingabe.
Arbeit wird sich dann in Anbetung verwandeln und jede geleistete Handlung wird heilig.

 

21. Januar 2009 –
Den Glauben an Gott zu verlieren (Vishwasa) gleicht den Lebensatem (Shwasa) zu verlieren.
Komme was kommen mag, man sollte seine spirituellen Übungen (Sadhana) mit unerschütterlichem Glauben fortsetzen.
Dies ist das Zeichen wahrer Hingabe.
Hingabe besteht nicht nur aus Bhajans singen, dem Ausführen von Ritualen und den heiligen Namen wiederholen.

Ihr solltet das Göttliche unbeugsam und entschlossen in eurem Herzen etablieren.
Ihr solltet darauf achten, dass weltliche Verlangen keinen Platz in eurem Geist (mind) finden.
Verbrennt alle Verlangen in dem Feuer von Weisheit völlig zu Asche.
Wenn auch nur eine Spur von Weltlichkeit in euch zurückgeblieben ist,
wird sie sich mannigfaltig vermehren, euch verwirren und auf den falschen Weg führen.

Um euch von bösen Taten und Angewohnheiten zu befreien stellt sicher,
daß ihr auch nicht nur eine Spur von Verlangen in euch habt.

 

20. Januar 2009 –
Der wesentliche Kern aller Religionen, die Botschaft aller Schriften und das Schicksal der Menschheit ist gleich. Aber durch Selbstsucht, Engstirnigkeit und Eigennutz ist Religion als ein Vorwand benutzt worden,
um Unstimmigkeiten und Konflikte zu fördern.

Moral, Aufrichtigkeit, Rechtschaffenheit, Nächstenliebe, Wahrheit, Nachsicht und Gewaltlosigkeit
sind die Glaubensgrundlage aller Religionen.
Doch über Jahre hinaus haben die Menschen diese Wahrheit vergessen
und an Stelle von Einheit umstrittene Tendenzen großgezogen.
Das Ergebnis ist, dass der Respekt für menschliche Werte verschwunden ist.

Es ist von größter Wichtigkeit und Notwendigkeit, daß die göttliche Einheit,
die die scheinbare Vielfalt die das menschliche Dasein überdeckt, erkannt wird.

 

19. Januar 2009 –
Man sollte erkennen, dass wenn der Körper nur gesund sein kann solange das Blut rein ist,
reine Glückseligkeit nur erfahren werden kann, wenn der Geist mit Gedanken an Gott gefüllt ist.
Göttlichkeit kann nicht durch Experimente entdeckt werden.
Diese dem Menschen innewohnende Göttlichkeit zu erkennen ist der königliche Pfad, der Pfad der Spiritualität.

Die neun Formen von Hingabe, die in den Schriften erwähnt werden, mögen Gott nicht direkt offenbaren,
aber sie zeigen den Weg zur Gotterkenntnis.
Von diesen neun Formen ist die Form der Rezitation des Gottesnamens die einfachste.
Egal welche Form der Anbetung, der Bußübung oder Meditation jemand angenommen hat,
die Grundlage dafür ist der Name Gottes.
Seinen Namen zu wiederholen ist für die Durchquerung des turbulenten Ozeans des Lebens wesentlich.

 

18. Januar 2009 –
In der täglichen Ausübung der Pflichten,
wenn die Handlungen durch die grundlegenden Prinzipien der Realität des Selbst (Atman) angeregt werden,
dann wird jede Tat zu Rechtschaffenheit (
Dharma).
Eine solche Handlung wird mit der Frucht des
Friedens (Shanti) gesegnet.

Aber wenn Handlungen durch Bequemlichkeit und selbstsüchtige Interessen motiviert sind,
dann werden sie zu scheinbarer Rechtschaffenheit.
Egal wie attraktiv diese Handlung auch sein mag, sie wird zur
Bindung.

 

17. Januar 2009 –
Ihr mögt zahlreiche spirituelle Übungen ausführen, aber lasst es nicht zu, dass sie in euch Stolz hervorrufen.
Zuerst reinigt euer Herz.
Gebt den ekelhaften Gerüchen des weltlichen Verlangens keinen Spielraum.
Füllt eure Herzen mit dem Duft von Tugenden.
Ihr gewinnt nicht viel, wenn ihr nur Bücher lest oder Reden lauscht.
Was nutzt es, wenn ihr den göttlichen Namen mit einem verunreinigten Geist (mind) rezitiert?

Heutzutage ist die Welt von vielen Arten der Verunreinigung befallen.
Des Menschen Gedanken, Worte und Taten sind auch verunreinigt.
Reinigt euer Herz.
Entwickelt Standhaftigkeit (shradda) und Hingabe (bhakti) in euch, 
denn durch Glauben gewinnt man Weisheit (Shraddhavan Labhate Jnanam).

 

16. Januar 2009 -
Wahre Rechtschaffenheit liegt darin,
versunken zu sein in der Glückseligkeit des Selbst, des inneren Vorstellungsvermögens,
dem steten Glauben an die Identität des eigenen, wahren Wesens mit dem Absoluten
und der Erkenntnis, dass alles Gott (
Brahman) ist.

Diese Vier setzen wahre Rechtschaffenheit in Kraft.
Das Ziel von Rechtschaffenheit ist, dass das Individuum die Bindung an die externe Schöpfung
und den falschen Eindruck der Realität den sie erzeugt, aufgibt.
Das bewirkt, dass der einzelne Mensch die wahre Realität erkennt,
oder vielmehr die Wirklichkeit durchschaut, die er bisher als Realität anerkannt hat,
auf daß seine wirkliche Identität enthüllt wird.

 

15. Januar 2009 -
Für eine Person die nicht an Rechtschaffenheit glaubt
ist die Freude, die durch ihre Befolgung gewonnen wird, nicht begreiflich.
Vor einer solchen Person dieses auszubreiten ist ein nutzloses Unternehmen,
so wie es auch nutzlos ist ein Horn vor einer Person ertönen zu lassen, die taub wie ein Stein ist.

Wenn eine Person in Rechtschaffenheit unterrichtet wird,
muss sichergestellt sein, dass sie Glauben und Ernsthaftigkeit besitzt
und den Eifer sie auszuführen, denn nur solch eine Person kann in Rechtschaffenheit unterrichtet werden.

 

14. Januar 2009 –
Sankranthi kennzeichnet die Ankunft der Getreideernte in das Haus des Bauern.
Die Ernte ist die Frucht seiner Arbeit.
Sankranthi ist auch ein Tag der Ruhe nach einer Zeit harter Arbeit, wenn innerliche Ruhe genossen werden kann
("Samyak kranthi iti Sankranthi").
Sankranthi schenkt Frieden und kündigt eine willkommene Abwechslung an.
Es bring die innere Freude aus dem Menschen hervor,
führt eine Veränderung in der Art zu leben herbei und erzeugt heilige Gedanken.

Betet von ganzem Herzen für das Wohlergehen der Menschheit.
Ihr könnt nur glücklich sein, wenn die Welt es auch ist.
Es besteht eine innere, tiefe, untrennbare Verbindung zwischen euch und der Welt.
Rezitiert den heiligen Namen, betet für das Wohlergehen der Welt und beteiligt euch am Dienst für den Nächsten.

 

13. Januar 2009 –
Derjenige, der die Sinne (mind) bezwungen hat, wird in guten und schlechten Zeiten unverändert derselbe sein.
Trauer und Freude sind nichts weiter als Veränderungen, die der Geist hervorruft.
Nur wenn der Geist mit den Sinnen Verbindung hat, ist er von all dem betroffen.
Plötzliche Reize und Verlangen müssen veredelt werden, damit die Herrschaft über den Geist erreicht werden kann.
Verlangen reizen den Geist und veranlassen ihn, sich eilig mit den Sinnen zu verbinden.

Es genügt nicht, nur ein Sinnesorgan zu besiegen,
sondern es sollten alle Sinne völlig beherrscht werden.

 

12. Januar 2009 –
Mit dem Amulett spiritueller Weisheit (jnana) an seinem Arm
kann der Mensch dem bösen Einfluss des nichtswürdigen Sterns mit Namen „sinnliche Reize’’ entfliehen.
Aber durch die Verwegenheit aus dem Bewusstsein von Weisheit heraus geboren worden zu sein,
sollte der Mensch den Sinnen keinen freien Lauf lassen,
sondern jederzeit wachsam sein, was die Außenwelt betrifft.

Vielmehr ist es besser, immerzu in der Betrachtung seiner inneren Wirklichkeit versunken zu sein.
Das ist das Zeichen des Wissenden von der höchsten Wahrheit.

 

11. Januar 2009 –
Der Mensch brauch einen gesunden Körper, damit er einen Geist hat, der gesund und voller guter Gedanken ist.
Man muss erkennen, dass der Grund für Sport und Musik dazu dient, dem Menschen Gesundheit und Freude zu geben.

Es gibt drei Vorteile durch Sport und Spiel:
Teamgeist, gegenseitiges Verständnis und Freude.
Auch wenn Menschen verschiedene Sprachen sprechen, ihre Angewohnheiten und Kulturen anders sind;
beim Sport haben sie alle eines was sie verbindet - der Geist der Kameradschaft.

Wahre Bildung besteht aus der Pflege guter Gedanken, in dem Erwerb guter Eigenschaften
wie Wahrheitsliebe, Hingabe, Disziplin und Engagement.
Dieses sind auch die Eigenschaften, die durch Sport und Spiel erworben werden sollen.
Diese Eigenschaften dienen dazu, dem feinstofflichen Körper Gesundheit und Freude zu vermitteln.

 

10. Januar 2009 –
Sogar reines und heiliges Verlangen ist eine Bindung.
Aber es stellt kein Hindernis dar, egal wie viele es auch sein mögen.

Das reinste Verlangen, das Verlangen nach Befreiung (moksha), sollte mit der Zeit auch verloren gehen.
Nur dann könnt ihr mit dem Göttlichen Eins werden.
Man hat eine bestimmte Stufe erreicht, wenn weder Gut noch Böse angezogen oder zurückgewiesen werden.

 

9. Januar 2009 –
Wahrer Friede (
Shanti) wird durch die Kontrolle der Sinne gewonnen.
Dadurch, dass der aufgewühlte Geist, der wie Wellen an das Ufer brandet, geglättet wird,
dadurch, dass die Wirbel und Strudel von Vorliebe und Abneigung, Liebe und Hass,
Trauer und Freude, Hoffnung und Verzweiflung, geebnet werden, erlangt man Friede und hält ihn aufrecht.

Das einzige Mittel, um Friede zu bekommen ist Liebe (Prema).
Das Öl der Liebe bringt die göttliche Flamme des Friedens hervor.

Liebe erzeugt die Einheit aller Menschen
und diese Einheit, gemeinsam mit spirituellem Wissen, bringt Frieden.

 

8. Januar 2009 -
Philosophie, die nicht verstanden wird, Schriften, an deren Inhalt sich nicht gehalten wird; die heutige Welt ist davon voll.
Es ist zwecklos, darüber zu sprechen.

Wahre Veränderung muss sich im täglichen Verhalten eines Menschen zeigen,
denn diese Veränderungen liegen im Bereich der Erfahrung für alle Menschen.
Das Verhalten zu ändern ist eine leichte Übung und Zweck und Ziel dieser Übung zu verstehen auch.

Bei jeder kleinen Handlung und jedem kleinen Wort sollte der Mensch sein Unterscheidungsvermögen einsetzen
und das Beste für sich davon übernehmen.
Das ist das Zeichen eines echten spirituellen Aspiranten (sadhaka).

 

7. Januar 2009 –
Das Selbst (Atma) ist ohne Form.
Es ist vom Körper, den es bewohnt, getrennt.
Der Körper ist Geburt, Wachstum und Verfall unterworfen, aber das Selbst ist frei von all dem.

Das Selbst hat keine Verlangen, Impulse und keine Begierden.
Es steht über und unter allen  Eigenschaften und ist jenseits von ihnen.
Die Schöpfung (prakrithi) ist der Ozean.
Der Schöpfer (Purusha) ist wie der Lotus auf dem Wasser; unbeeinflusst, ungebunden und unerschüttert.

 

6. Januar 2009 -
Das Göttliche (Brahman) nur rein theoretisch zu kennen führt zu nichts.
Auch wenn man vielleicht weiß, dass Glückseligkeit darin liegt, ist alles nutzlos.

Ihr müßt euer Leben dem Ziel widmen, diese Glückseligkeit zu gewinnen.
Fangt mit der Übung an, die notwendig ist sie zu erwerben und dann erlebt sie.
Nur dann verdient ihr die Gnade Gottes und die Verwirklichung des Göttlichen.
Nur dann könnt ihr wahre Glückseligkeit (Ananda) erfahren.

 

5. Januar 2009 -
Was ist Stille (mounam)?
Stille bedeutet nicht lediglich den Mund zu halten!
Sie bedeutet, jenseits des Einflusses von allen Sinnen zu kommen
und immer in dem Bewusstsein seiner eigenen Wirklichkeit gefestigt zu sein.

Wenn der Geist (mind) sich von der Außenwelt zurückzieht, dann wird auch die Zunge still.
Alle anderen Sinne folgen.
Das ist wirkliche, ursprüngliche Stille.

 

4. Januar 2009 –
Wenn ihr im Tiefschlaf seid; was passiert mit euren Freuden und Sorgen, Gewinnen und Verlusten?
Sie sind weder im Tiefschlaf noch später Realität,
sondern sind zu beiden Zeiten die Erschaffung eurer Phantasie.

Derjenige, der um dieses Geheimnis weiß,
wird in der Freude seines inneren Selbst immer frohlocken.

 

3. Januar 2009 –
Alle Personen sind durch die Krankheit von Geburt und Tod geplagt
und haben deshalb eine Berechtigung auf die Droge, die spirituelles Wissen’ heißt (Brahmavidya).
Sie ist ein wirkungsvolles Heilmittel.

Gemäß der Erkenntnisstufe und dem Grad der Entwicklung,
erreicht durch spirituelle Übungen und dem Maß der Anpassung eines jeden Menschen an diese Droge,
wird jeder Mensch seine Gesundheit verbessern sowie Frieden und Gleichmut erlangen.

 

2. Januar 2009 -
Es ist möglich, daß das strenge Festhalten an der Wahrheit und die Ausübung von rechtem Handeln große Mühen mit sich bringt,
aber wenn die Aussicht auf die Glückseligkeit, die am Ende auf den Menschen wartet,
nicht aus den Augen verloren wird, kann er es hinnehmen und freudig ertragen.

Nur diejenigen, die dies verstehen, können sich durch die Erkenntnis der Wahrheit befreien,
alle anderen bleiben in Bindung.

 

Krishna und Arjuna

 

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