31. Oktober 2009 –
Wenn euch Schwierigkeiten übermannen, dann wisset, dass sie die Konsequenz eurer eigenen, vergangenen Handlungen sind. Beschuldigt nicht Gott für sie und beschwert euch nicht über Ihn.
Schenkt euren Problemen keine Beachtung oder seht sie als solche an.
Vielmehr beschäftigt euch mit dem Dienst am Nächsten und führt verdienstvolle Handlungen aus.
Verlasst euch auch weiterhin auf den Namen Gottes, der euch Unterstützung gibt.
Das ist ein Zeichen von Weisheit.

 

30. Oktober 2009 –
Der spirituell Suchende muss wachsam sein,
dass er seine Gemütsruhe
nicht wegen oberflächlichen und geringfügigen Dingen verliert, denn das wird seinen Fortschritt verzögern.

Wut muss durch systematische Anstrengung veredelt werden.
Man muss dem Impuls widerstehen, sich auf endlose Diskussionen und Argumente einzulassen,
denn diese erzeugen einen Geist der Rivalität und verleiten zu einem Gefühl der Wut und Rache.
Wut ist die Wurzel von allem schlechten Benehmen.
Deshalb entwickelt Liebe gegenüber allen Wesen.
So haltet ihr unerwünschte Angewohnheiten und Tendenzen von euch fern.

 

29. Oktober 2009 –
Kein aufrichtig Suchender und Devotee kann Interesse an weltlichen Vergnügungen und Begierden haben.
Auf diese minderwertigen Vergnügungen muß verzichtet werden, denn sie liegen an der Wurzel allen Elends und Schmerzes.

Was genau ist Moksha, oder Loslösung?
Es ist der unerschütterliche Frieden (Shanti), der durch die spirituelle Übung (sadhana)
und die Reinigung des Herzens (Chittha Shuddi) erreicht wird.
Es ist die Verneinung der Eindrücke, die der Mensch durch die Sinne erhält.

 

28. Oktober 2009 –
Ihr müsst menschliche Werte entwickeln.
Ohne menschliche Werte seid ihr nur Menschen der Form nach.
Der Mensch ist voller Eigenschaften wie Wut, Verlangen, Habsucht, Neid, usw.
Dieses sind die Eigenschaften von Tieren. Wut ist die Eigenschaft eines Hundes.
Ein herumtanzender Geist (mind) ist die Eigenschaft eines Affen.
Ihr seid weder ein Hund noch ein Affe.
Wenn ihr einen Wutanfall habt, dann erinnert euch daran, dass ihr kein Hund seid und eure Wut wird sich verringern.

Viele tierische Eigenschaften wuchern heutzutage im Menschen.

Was wir benötigen ist, dass wir folgende Eigenschaften entwickeln:
Mitgefühl, Wahrheit, Nachsicht, Einfühlungsvermögen, usw.

 

27. Oktober 2009 –
Die augenblickliche Lage ist dadurch entstanden,
dass die Menschen den Glauben an sich verlieren und an das, was die vedischen Schriften (Shastras) lehren.
Auch die, die behaupten Glauben zu besitzen, verhalten sich nicht den Veden entsprechend.
Das hat zur Folge, dass Tugenden und Güte in der Welt verfallen und Sündhaftigkeit die Oberhand gewonnen hat.

Wenn die augenblickliche Lage verändert werden soll und die Welt sich an Friede und Sicherheit  erfreuen soll,
dann muss jeder Mensch Glauben an die vedischen Schriften entwickeln
und die in den Schriften gegebenen Verfügungen praktizieren.

 

26. Oktober 2009 –
Jede Tat die im Körperbewusstsein ausgeführt wird, ist dazu verurteilt, egoistisch zu sein.
Selbstloser Dienst kann niemals vollbracht werden, während der Körper in Körperbewusstsein getaucht ist.

Sich Gottes (Deva) bewußt zu sein anstatt des Körpers (Deha),
bringt den Glanz und Ruhm göttlicher Liebe (Prema) aus dem Inneren des Herzens hervor.
Mit diesem Wissen als Inspiration und Führung kann der Mensch viel Gutes erreichen.

Wir müssen die Einstellung entwickeln,
daß alles durch den Willen Gottes geschieht, daß alles Sein göttliches Spiel (Leela) ist.

 

25. Oktober 2009 –
Wo auch immer im Herzen eine Leere ist, die Liebe fließt dort hinein und ist glücklich darüber, diese Leere zu füllen.
Sie hält sich niemals zurück und sie bietet sich in Hülle und Fülle an – ohne List und Tücke oder Täuschung.
Sie trägt keinen Mantel der Falschheit, der Schmeichelei oder der Angst.

Die Ranken der Liebe streben danach, sich nur an die Kleidung Gottes zu schmiegen.
Die Liebe fühlt, daß Gott in all seinem Glanz und Ruhm in jedem Herzen wohnt.
Diesen Sitz Gottes zu entdecken, ist wahre Hingabe.

 

24. Oktober 2009 –
Die
menschliche Geburt ist schwer zu erreichen.
Der Körper ist wie eine Herberge, der Geist (mind) ist der Wächter (der Herberge) und das individuelle Selbst (jeeva) ist der Pilger. Und doch hat keiner von ihnen etwas mit dem anderen zu tun - sie sind nicht miteinander verwandt.

Der Pilger ist auf dem Weg in die Stadt der Erlösung, Mokshapuri.
Um eine Reise frei von Nöten zu haben gibt es nichts zuverlässigeres,
als sich an den Namen Gottes zu erinnern (namasmarana).

 

23. Oktober 2009 –
Gott entscheidet was er gibt, wann er gibt und wo.
Deshalb sollten alle Handlungen Gott geweiht werden, denn dann wird er entscheiden, was der Devotee würdig ist zu empfangen.
Wenn alles aus reiner Liebe und
reinem Glauben Gott überlassen wird, dann wird Er auf den Devotee achten.

Den Menschen mangelt es heutzutage an solch festen Glauben.
Auf dem Weg der Hingabe müssen viele Tests bestanden werden.
Großartige Devotees wurden mit diesen Tests konfrontiert und traten ihnen mit Glauben und innerer Stärke entgegen
Schließlich erreichten sie, daß Gott ihnen Gnade schenkte und sie erlebten eine große Glückseligkeit.

Um irgend etwas im Leben zu erreichen, sind zwei Dinge notwendig – fester Glaube und reine Liebe.

 

22. Oktober 2009 –
Wenn das Innere eines Menschen voller Liebe ist,
wird sein Leben voller Glückseligkeit und immer gesund und kräftig sein.

Heutzutage leidet der Mensch an zahlreichen Krankheiten, deren Hauptursache ein kranker Geist (mind) ist.
Für den Geist gibt es keinen Tod, doch wenn der Körper dem Tod nahe ist, dann denkt auch der Geist, dass er sterben muss.
Der Geist, so wird gesagt, ist die Ursache von Bindung oder Loslösung.
Schlechte Gedanken verursachen Bindungen und gute Gedanken führen zu Loslösung.
Deshalb sollte jeder gute Gedanke entwickeln und gute Taten vollbringen.
Solch gute Empfindungen können nur aus Liebe hervorgerufen werden.

 

21. Oktober 2009 –
Wisset, dass der allerhöchste Gott (paramatma) das Ziel eines jeden Menschen ist.
Lenkt all eure Aufmerksamkeit auf dieses Ziel.
Kontrolliert die Sinne, die sich von diesem Ziel entfernen.
Das ist das Wesentliche der Lehren aller Schriften (shastras).

Seid mit dem Selbst (atma) in euch eng verbunden.
Nehmt Zuflucht zu ihm und meditiert darüber ohne Unterbrechung.
Dann werden sich die weltlichen Fesseln lösen,
denn die Fessel, mit der ihr euch an Gott bindet hat die Kraft, alle anderen Fesseln zu lösen.

 

20. Oktober 2009 –
Wenn ihr ein vollkommenes Leben führen möchtet,
dann müsst ihr dem Beispiel der Wiedergeburt Gottes in menschlicher Form (avatar) folgen.
Gott mag in menschlicher Form erscheinen, aber ihr solltet diese Form nicht mit der üblicher sterblichen Form gleichstellen.
In der physischen Form mögen sie beide gleich erscheinen, aber es besteht doch ein grundlegender Unterschied.
Ihr solltet die Baumwollfrucht nicht mit einer Mango verwechseln.

Wenn der Mensch den Weg der Rechtschaffenheit verlässt,
dann kommt Gott in menschlicher Form (auf die Erde), um den Menschen zu ändern.

Vögel, wilde Tiere und Insekten leben ein Leben ihrer spezifischen Eigenart entsprechend.
Nur der Mensch hat die Rechtschaffenheit aufgegeben, sein göttliches Wesen vergessen und sein Menschsein erniedrigt.
Der Avatar muss das Gute schützen, die Fehler machenden Menschen verändern und die Bösen bestrafen.

 

19. Oktober 2009 –
Das Seil wird fälschlicherweise als Schlange wahrgenommen und der, der diese Wahrnehmung machte, flieht vor Entsetzen.
Das sagt uns, dass das Auge nur ein Fenster ist, durch welches die Seele die externe Welt sieht.
Die Seele ist die treibende Kraft aller Sinne.

Welchen Nutzen hat das Auge, wenn ihr kein 'Samadrishti' besitzt.
‚Sama’ bedeutet Brahman (Gott), die absolute Wirklichkeit.
Samadrishti bedeutet demnach: Nur Gott zu sehen, den Einen, in allen Dingen zu jeder Zeit.
Dieses Einssein (ekathwam) ist die grundlegende Wahrheit.
Alle anderen Erfahrungen sind falsch.

Verweilt in eurer Meditation bei diesem Gedanken, fixiert ihn in eurem inneren Bewusstsein.
Das ist der Weg zur Befreiung, zur Loslösung.

 

18. Oktober 2009 –
Deepavali ist ein Fest, das die Unterdrückung des Egos durch das höhere Selbst  zelebriert.
Der Mensch ist in Dunkelheit und Unwissenheit versunken und hat die Kraft,
zwischen Dauerhaftigkeit und Vergänglichkeit zu unterscheiden verloren.

Wenn die Dunkelheit der Unwissenheit, die durch das Ego (ahamkara) entstanden ist,
durch das Licht der göttlichen Weisheit vertrieben ist, dann erfährt man den Glanz des Göttlichen.

 

17. Oktober 2009 –
Derjenige, der mit Hingabe an den Herrn denkt, kann alle Arten von Karma (die Konsequenz der Handlung) überwinden.
Mit der Gnade Gottes kann man sogar die sonst unerreichbare Glückseligkeit erfahren.
Zweifelt nie an den Nutzen der spirituellen Übung (sadhana).
Unerschütterliche Hingabe (bhakti) gewinnt die Gnade Gottes.

Wenn zu jeder Zeit vollständiger Glaube an Gott besteht, warum sollte Er dann Seine Gnade verweigern?
Im Allgemeinen verlassen sich die Menschen nicht ganz und gar auf Gott.
Glaube erzeugt Friede und Geduld, nicht Hast und Eile.

 

16. Oktober 2009 –
Der Pilger muss jenseits der weiten Steppe des weltlichen Verlangens hinauswandern,
die dicken, schlammigen Überwucherungen des Zorns und Hasses bezwingen
und die Klippen des Egos und der Bosheit überwinden,
damit er dann auf den saftigen, grünen Weiden der Harmonie und der Liebe entspannen kann.
Auf diese Weise ein Meister über seine inneren Feinde geworden,
muss er in der Stille seines eigenen Herzens, den Aufruhr in seinem Inneren beruhigt, ausruhen.

Wenn der Suchende in dem ungestörten Bereich seines inneren Bewusstseins verankert ist,
dann wird das Licht der Weisheit sich entflammen.
In diesem Moment erkennt der Suchende, dass er Eins mit dem Universum ist,
dass er nicht getrennt von Gott (brahman) ist.

 

15. Oktober 2009 –
Weisheit (jnana) bedeutet nicht das reine Wissen, das aus Büchern erworben wird.
Auch ist nicht das weltliche Wissen gemeint.

Nur die Person die erkannt hat, dass das Individuum nicht getrennt von dem Universellem ist,
ist ein wahrer Mann der Weisheit (jnani).
Wahre Weisheit besteht darin, sich der Einheit des Einzelnen mit der Gesamtheit/Vielfalt (samashti) bewusst zu sein.

Wie kann ein Mensch, der sich seiner Menschlichkeit nicht bewusst ist,
sich des Göttlichen, das in ihm wohnt, bewusst sein?
Deshalb ist es das erste Erfordernis für jeden Menschen, sein menschliches Wesen zu erkennen. 

 

14. Oktober 2009 –
Körper und Geist sind eng miteinander verbunden und sind wesentlich für die Entwicklung des Menschen.
Ein vollständiger Mensch ist der, der beides, einen reinen Geist und einen gesunden Körper, hat.
Der Körper muss selbstverständlich gepflegt und geschützt werden, aber es sollte keine Bindung zu ihm entwickelt werden.

Das Selbst (atma) im Körper ist auch wesentlich.
Während der Körper dazu verurteilt ist irgendwann zu vergehen, ist das Selbst im Inneren ewig.
Ein gesunder Körper und ein reiner Geist wiederum ergeben wahre Schönheit – Lavanya.
Von wahrer Schönheit muss der Charakter sein und nicht der Körper.
Es ist die wahre innere Schönheit, die eine ewige, jugendliche Haltung und Glückseligkeit schenkt.

 

13. Oktober 2009 –
Behaltet diesen Gedanken in eurem Geist wach:
“Ich bin nicht nur ein Mensch, sondern die Verkörperung des Göttlichen.”
Habt diese Erkenntnis fest in eurem Geist (mind) verankert und ihr werdet diese Wahrheit erkennen.
Es heißt: Brahmavid Brahmaiva Bhavathi –
der, der ein Wissender von Brahman (Gott) ist, wird wahrlich so werden wie Gott.

Wenn ihr euch selbst als Göttlich wahrnehmt, dann werdet ihr Göttlich.

Wenn ihr euch selbst als Mensch wahrnehmt, dann werdet ihr ein Mensch bleiben.

Während eure Form die eines Menschen ist, ist doch das Prinzip des Selbst (atma) in euch.
Um dieses Selbst zu erkennen, müsst ihr euer Herz rein und frei von Negativität halten.

 

12. Oktober 2009 –
Klang ist die erste Eigenschaft Gottes.
Die Hymnen der Veden setzen Gott mit Klang gleich (Naadha Brahman), der sehr wirksam und mächtig ist
(gemeint ist der Klang von OM lt. Prof. Mittwede).

Auch wenn ihr die Veden nicht rezitieren könnt;
das reine Hören der Rezitation der Veden allein ist dazu fähig, euren Geist zu reinigen
und euch auf eine höhere Ebene zu bringen.

Auch wenn das Kind die Bedeutung des Wiegenliedes nicht versteht,
das ihm die Mutter singt, wird es dadurch, dass es den Gesang hört, einschlafen.
Ähnlich ist es, wenn ihr der Rezitation der Veden mit uneingeschränkter Aufmerksamkeit lauscht.
Ihr werdet dadurch einen unglaublichen Gewinn erzielen.
Wenn ihr darüber nachsinnt und die Lehren der Veden in eurem Leben praktiziert,
dann könnt ihr euch die Größe der Glückseligkeit vorstellen, die ihr dadurch erreicht.

 

11. Oktober 2009 –
Betet Gott in jeder Form und mit jedem Namen an.
Tatsächlich hat Gott tausende von Namen und unzählige Formen.

Ek Prabhu Ke Anek Naam –
der eine Gott hat viele Namen.

Während Gott mit tausenden von Namen verehrt wird, solltet ihr euch vollkommen darüber im klaren sein,
dass es das selbe Göttliche ist, das ihr ansprecht.
Rama, Krishna, Allah, Jesus sind alles Namen, die ein und dieselbe Gottheit kennzeichnen.

Einheit allein ist Wirklichkeit und es wird gesagt:
Ekam Sath Viprah Bahudha Vadanthi –
Wahrheit gibt es nur eine, aber der Weise spricht von ihr mit verschiedenen Namen.

Haltet diesen Glauben fest in eurem Herzen
und macht euer Leben lohnend und verbleibt für immer in der Glückseligkeit.

 

10. Oktober 2009 –
Warum kommen wir als Mensch auf die Welt?
Nicht nur um zu essen, zu trinken und glücklich zu sein.

Paropakarartham Idam Shariram –
der menschliche Körper ist dazu bestimmt, anderen zu dienen.

Der Mensch sollte sich dem Dienst an der Gesellschaft widmen.
Gott hat dem Menschen alle Macht gegeben.
Aber der Mensch ist an die Sinne gebunden, die auf beide Wege, gut und böse, führen.
Deshalb ist es des Menschen erste Pflicht, die Sinne in der richtigen Art und Weise zu nutzen.

Derjenige, dem die Sinneskontrolle fehlt, ist schlimmer als ein Tier.
Zuerst sollte der Mensch seine tierischen Eigenschaften ablegen.
Nur dann kann er auf die Stufe der Göttlichkeit gelangen.

 

9. Oktober 2009 –
Es ist das Empfinden von ‘Mein’ und ‚Dein’, das für Freude und Leid,
Vorlieben und Abneigungen des Menschen verantwortlich ist.
Diese Dualität wurzelt in Selbstsucht, die den Menschen vermuten lässt,
daß so lange es ihm gut geht, es egal ist was mit der Welt geschieht.

Solch eine nur an sich selbst denkende Person, die ihren Körper, ihren Besitztum
und ihre Familie als für sie das allerwichtigste ansieht, ist verblendet,
denn sie sieht die Wahrheit als Unwahrheit und das Falsche als das Wahre an.

Um sich von diesem Übel zu befreien, muss der Mensch sich in den Dienst am Nächsten vertiefen.
Er muss erkennen, daß der Körper ihm nicht gegeben wurde,
um seine eigenen Interessen zu befriedigen, sondern um anderen zu dienen.

 

8. Oktober 2009 -
Was ist eine angemessene Opfergabe für Gott?
Krishna sagt in der Bhagavad Gita: "Patram, Pushpam, Phalam, Toyam" -
ein  Blatt, eine Blume, eine Frucht und Wasser.

Welche Bedeutung hat diese Aussage? 
Euer Körper ist das Blatt, euer Herz die Blume, euer Geist (mind) die Frucht
und eure Tränen der Glückseligkeit das Wasser, das Gott geopfert wird.
Der Körper  wird Gott dargebracht, indem Handlungen der Anbetung und  andere heilige Taten  ausgeführt werden.
Gott ist nicht auf einen bestimmten Platz der Anbetung  beschränkt. Der Körper ist ein Tempel.

"Deho Devalaya Proktho  Jeevo Deva   Sanathanaha" -
der Körper ist der Tempel und dessen Bewohner ist der ewige Gott.
 Findet Gott in eurem Herzen, denn ihr alle seid die Verkörperung des Göttlichen.

7. Oktober 2009 –
Die Familie ist die wichtigste funktionierende Einheit in der Welt.
Wenn die Familie auf einer gesunden Basis aufgebaut ist, dann wird sich auch die Welt ausgeglichen geben.
Wenn die Einheit der Familienmitglieder leidet, auch wenn es nur ein wenig ist,
dann wird die Welt die Auswirkungen davon spüren. 

Jede Familie sollte danach streben Einheit und ein harmonischen Verhältnis zwischen ihren Mitgliedern zu erreichen.
Es gibt nichts, was nicht mit Einheit erreicht werden kann.
Nehmt zum Beispiel eure fünf Finger.
Wenn sie zusammen arbeiten, können sie jede Aufgabe lösen.
Teilt eure Liebe mit allen. Liebe allein schenkt eurem Leben Reinheit und Heiligkeit.

 

6. Oktober 2009 –
Ihr müsst nirgends hingehen, um Gott zu suchen. Das Göttliche ist in euch.
Genau wie der Körper viele Glieder hat, die von einem Herzen am Leben erhalten werden,
so ist der Eine die Lebenskraft für alle Wesen. 

Das gesamte Universum ist das Spiegelbild des Höchsten.
Das Vorstellungsvermögen (dhrishti) bestimmt eure Sicht der Schöpfung (shrishti).
Seht ihr die Welt durch gefärbte Gläser, dann seht ihr sie in der  Farbe der Gläser, durch die ihr gerade hindurchseht.
Was auch immer geschieht, ihr sollt es als ein Geschenk Gottes annehmen.
Liebe ist Gott, lebt in Liebe. Dies ist der richtige Weg Gott zu verehren.

 

5. Oktober 2009 –
Richtet euren Geist (mind) auf ein Ziel aus und erlaubt ihm nicht zu wanken.
Ihr müsst daran bis zum Ende festhalten.

Es gibt nur einen Gott.
Bleibt bei der Form Gottes, die ihr euch ausgewählt habt und haltet euch unerschütterlich an sie.

Wenn ihr ständig versucht einen Sprößling von einem Ort zum anderen zu verpflanzen,
wie kann er dann zu einem gesunden Baum heranwachsen?
Ihr müsst ihn an einen bestimmten Platz pflanzen, ihn regelmäßig gießen, bis er sich zu einem kräftigen Baum entwickelt hat.
Das ist wahre Hingabe.
Wenn ihr ständig eure spirituellen Lehrer wechselt, dann wird eure Hingabe korrupt.
Geht nicht diesen Weg.
Sucht euch einen Lehrer und seid euch dessen gewiss, dass Gott in allem und jedem ist.

 

4. Oktober 2009 – 
Der Grundsatz über das Selbst, der lautet, daß das Göttliche in allen Wesen in gleichem Masse vorhanden ist,
sollte von jedem Menschen erkannt werden.

Die Gesellschaft guter Menschen (Satsang) ist sehr notwendig, um diese Einheit zu erkennen.
Satsang bedeutet aber nicht, sich mit guten Menschen, Devotees oder spirituell Suchenden zu verbinden.
Die Menschen verbinden sich mit solchen Versammlungen und denken, sie wohnen nun einem Satsang bei.
Aber es ist kein Satsang im wahrsten Sinne des Wortes, weil die Leute, von denen ihr annehmt sie sind gut,
sich später als böswillig zeigen können.
Sie verändern sich zwangsläufig.
Wie kann eine solch vorübergehende Verbindung andauerndes Glück schenken?

‚Sath’ (Seiend) ist unveränderlich in allen drei Zeitabschnitten - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
‚Sath’ bezieht sich auf den Grundsatz des Selbst.
Ständig in der Gegenwart Gottes zu leben ist wahrer ‚Satsang’.

 

3. Oktober 2009 –
Der Mensch ist das Lagerhaus jedes Minerals, jedes Metalles und jeder Energie, die die Erde enthält.
In ihm schlummern elektrische, magnetische und einige andere Formen von Energie.
Leider erkennt der Mensch das nicht.

Da ist, verborgen in ihm, diese enorme Kraft des Göttlichen, welche ihn dazu befähigt alles zu erreichen, was er sich vornimmt.
Des Menschen zahlreiche Leistungen zeigen nur flüchtig das riesige Potential, das in ihm verborgen steckt.
Alles was der Mensch benötigt, ist der Wille und die Entschlossenheit, diese Kraft und dieses Potential zu erkennen.  

 

2. Oktober 2009 –
Bildung sollte von Arbeit getrennt werden.
Der Grund von Bildung sollte sein, das höchste Wissen (Vijnana) zu erwerben.
Das ist das Konzept, das von der indischen Kultur aufrecht erhalten wird.
Studenten werden nur zu perfekten Staatsbürgern ihrer Nation,
wenn sie Selbstbewusstsein und das Gefühl der Einheit entwickeln.

Entwickelt den Geist des Opferns und werdet Beschützer der Aufrichtigkeit und der Ehre eurer Nation.
Ihr müsst danach streben, das Wohlergehen der Gesellschaft zu fördern.
Meidet das ‚ ICH ’ und ‚MEIN’ Dann werdet ihr Eins mit dem Göttlichen werden.
Wenn ihr euch in Allem erkennt, dann könnt ihr davon unendliches Glück ableiten.

 

1. Oktober 2009 –
Heutzutage stellt der Mensch keine Nachforschungen an um herauszufinden, was sein Ziel im Lebens (Gamyam) ist.
Statt dieses herauszufinden, macht er sich Sorgen um sein weltliches Leben (Janmam).
Sogar Tiere und Insekten sind um ihre weltliche Existenz besorgt.

Ihr solltet schon in jungen Jahren danach streben, die Glückseligkeit des Selbst zu verwirklichen.
Dahin sollten eure Bemühungen gehen.
Eure Gedanken, Worte und Taten sollten auf dieses Ziel ausgerichtet sein.
Weltliche Erfahrungen, egal wie lange man an ihnen Freude hat, können keine ewige Glückseligkeit bringen.
Ihr könnt ewige Glückseligkeit nur in der Gegenwart Gottes erfahren.
 Alle weltlichen Handlungen und Erfahrungen sind zwangsläufig veränderlich.
Nur das Selbst allein ist unveränderlich.

 

30. September 2009 –
Wenn man dem Nächsten dient, sollte kein Ich-Gedanke aufkommen.
Man sollte nur daran denken, wie effektiv man dienen kann, den Dienst als eine Opfergabe an das Göttliche ansehen.
Man sollte den Unterschied zwischen Handlung (karma) und Handlung als spirituelle Übung (karma yoga) erkennen.
Gewöhnliche Handlungen werden durch Eigeninteresse  motiviert, oder dem Wunsch ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Wenn die  Handlung als spirituelle Übung ausgeführt wird, ist sie ohne Eigennutz.
Gewöhnliche Handlungen sind der Grund für Geburt, Tod und Wiedergeburt,
während Yoya-Karma dazu führt, dass man nicht wieder geboren wird.

Ihr solltet eure Handlungen als eine Form von Karma-Yoga ansehen.
Ihr solltet dienen ohne eine Belohnung zu erwarten, ja sogar ohne das Gefühl, dass ihr anderen dient.
Jeder Dienst am Nächsten ist eigentlich Dienst an Gott.

 

29. September 2009 –
Herzensgüte, Mitgefühl, Toleranz –
durch diese Tugenden kann der Mensch das Göttliche in sich selbst und anderen wahrnehmen.
Die Güte des Herzens wird oft als Schwäche, Feigheit und nicht vorhandene Intelligenz verdammt.
Es wird gesagt, dass das Herz gegen Mitleid und Nächstenliebe verhärtet sein muss.
Aber auf diesem Weg liegt Krieg, Vernichtung und Niedergang.

Liebe allein schenkt anhaltendes Glück und Frieden.
Teilen allein kann Kummer und Trauer verringern und Freude verdoppeln.
Der Mensch ist geboren, um zu teilen, zu dienen und zu geben und nicht, um zu grapschen.

 

28. September 2009 –
Es besteht kein Grund, sich in einen Wald zurückzuziehen, oder in eine Höhle, damit ihr eure innere Wahrheit erkennt.
Auch nicht, um euer niedriges Wesen zu bekämpfen.
Tatsächlich ist es so, dass während ihr in der Abgeschiedenheit lebt, ihr keine Chance dazu habt,
Zurückhaltung bei eurer Wut und euren Schwächen zu üben und so wird der Sieg den ihr erreicht,
womöglich nicht lange anhalten oder ursprünglich sein.

Gewinnt den Kampf des Lebens, seid in der Welt und lasst euch dennoch von ihr keine Fesseln anlegen.
Das ist der Sieg, den ihr erreichen sollt.

 

27. September  2009 -
Am besten ist es, wenn ihr euch die dualen Eigenschaften der Welt,
die eine Mischung aus Vergnügen und Schmerz,  Freude und Leid, Sieg und Niederlage sind,
in eurem Herzen einprägt.
Haltet euch an die ständige Gegenwart Gottes und lernt,
eure Handlungen dem Herrn als eine Handlung der Anbetung zu Füßen zu  legen.
Sie werden so von allen Mängeln gereinigt.

Das Leben, durch Nahrung erhalten, ist kurz, doch das Leben durch das Selbst transformiert, ist ewig.
 Stellt keine Forderung für ein langes Leben, sondern für ein göttliches Leben.
Strebt nicht nach mehr Jahren, die ihr hier auf dieser Erde verweilen wollt, sondern nach mehr Tugenden im Herzen.

26. September 2009 –
Der Mensch ist sterblich und das Göttliche ist unsterblich.
In dem Sterblichen lebt das unsterbliche Göttliche.
Im Herzen wächst ein Wünsche erfüllender Baum (Kalpatharu).
Der Baum ist von Büschen und wilden Rosen umgeben.
Wenn diese entfernt werden, wird der Baum sichtbar. 

Dieser Wünsche erfüllende Baum ist auch in jedem Menschen vorhanden,
doch er ist umringt von den schlechten Eigenschaften, die auch im Menschen vorhanden sind.
Wenn diese schlechten Eigenschaften vernichtet werden, dann wird der himmlische Baum sichtbar.
Dies ist die spirituelle Übung (sadhana), die jeder ausüben sollte.
Dies ist nicht eine Suche nach etwas Neuem.
Es ist das zu erfahren, was in euch ist. Der gesamte Kosmos ist in euch.

 

25.  September 2009 -
Die Welt besteht aus Gegenständen und ist inaktiv.
Im Wachzustand erkennen die Sinne all diese Gegenstände.
Doch die Sinne sind auch  inaktiv.
Die Augen die sehen, die Ohren die hören, die Zunge die spricht und die Nase die riecht -
all diese sind inaktiv (jada; leblos, unbewusst lt. Prof.  Mittwede).
Eigentlich ist der ganze Körper inaktiv.

Aber all diese inaktiven  Gegenstände sind in der Lage, durch das Bewusstsein im Geist (chaitanya) zu  funktionieren.
Deshalb müssen wir erkennen, dass das gesamte wahrnehmbare  Universum inaktiv (jada) ist.

24. September 2009 –
Von Zeit zu Zeit nimmt die göttliche Kraft zahlreiche Formen an.
In Devotees scheint sie als das Feuer der Weisheit (Jnana-Agni)
und in Ungläubigen brennt sie als Feuer des Zorns (Krodha-Agni), oder als Feuer des Verlangens (Kama-Agni).

Der heutige Mensch hat diese beiden Feuer in seinem Herzen und ist das Opfer von Angst und Verblendung.
Alle anderen Feuer beruhigen sich mit der Zeit, aber diese Feuer gehen niemals völlig aus.
Jeden Moment können sie wieder auflodern.
Wie aber nun können diese Feuer für immer und ewig gelöscht werden?

Nur durch spirituelle Liebe (prema) kann der Mensch Friede finden. 

 

23. September 2009 –
Der Mensch ist ein Teil der Gesellschaft.
Die Menschheit ist ein Teil der Natur. Die Natur ist ein Glied Gottes.
Der Mensch hat diese Wechselbeziehung nicht erkannt.
Heute hat der Mensch seine Verpflichtungen vergessen.

Der Kosmos ist ein untrennbarer Organismus voneinander abhängiger Teile.
Wenn jedes Teil seine Pflicht erfüllt, dann können alle davon profitieren.

Der Mensch ist nur berechtigt, seine Pflicht zu tun und nicht die Früchte, die diese Pflichterfüllung trägt, zu ernten.
Der Mensch ist so eine Art von Direktor dessen, was in der Natur geschieht.

Seine Pflichten vergessend, kämpft der Mensch für Rechte.
Es ist dumm für Rechte zu kämpfen, ohne seine Pflichten zu erfüllen.
Chaos und Konflikte entstehen in der Welt dadurch, dass der Mensch seine Pflichten vergisst.
Wenn jeder mit Fleiß seine Pflicht erfüllt, wird die Welt friedvoll und florierend.

 

21.  September 2009 -
Krankheit, ob physischer oder psychischer Art, ist die Reaktion des Körpers,
der auf die Vergiftung des Geistes mit diesen Krankheiten reagiert.
Ein unvergifteter Geist allein kann gute Gesundheit garantieren.

Untugenden  erzeugen Krankheit.
Böse Gedanken, schlechte Angewohnheiten und schlechte Gesellschaft sind ein fruchtbarer Boden,
in welchem Krankheiten gedeihen.
Ein Gefühl  von freudiger Erregung und Jubel hält den Körper frei von Krankheiten.
Die  schlechten Gewohnheiten, denen sich die Menschen hingeben,
sind der Hauptgrund  für Krankheiten des Körpers und der Psyche.
Habgier beeinflusst den Geist und  Enttäuschung deprimiert die Menschen.

Ihr könnt eure Existenz als menschliches  Wesen nur damit rechtfertigen, indem ihr Tugenden entwickelt.
Das macht euch zu  würdigen Kandidaten, um  Gottesehrfurcht zu erwerben.
Es ist der Fortschritt, den  ihr durch das Entwickeln von Tugenden macht,
der das Weiterkommen des Menschen  in Richtung des Göttlichen ankündigt.
Tugenden geben Frische und Neuerung, Geschick und über lange Jahre hinweg Jugend.

20. September 2009 -
Die Menschen denken, dass Spiritualität bedeutet, über Gott nachzudenken,
in heiligem Wasser zu baden und heilige Tempel zu besuchen.
Dies  ist aber nicht die richtige Bedeutung von Spiritualität.

Spiritualität bedeutet, die animalischen Eigenschaften, die der  Mensch besitzt zu vernichten
und in ihm das göttliche Bewusstsein zu erwecken.
Spiritualität weist darauf hin, dass die vielfältige Leistungsfähigkeit des Menschen
von der Seele ausgeht und nicht vom Verstand (mind).
Diese werden dann dazu genutzt, spirituelle Kraft zu erlangen.

Spiritualität bedeutet anzuerkennen, dass alle Kräfte von Gott  kommen.

19.  September 2009 -
Es ist nur Gott, die Verkörperung der Liebe, die immer mit euch und in euch ist.
Ohne Liebe kann der Mensch nicht leben.
Liebe ist euer Leben  und Liebe ist das Licht, das die Dunkelheit der Unwissenheit vertreibt.

Punarapi Jananam Punarapi Maranam -
Wer geboren wird, wird eines Tages sterben und wer stirbt, wird wieder geboren.

Geburt und Tod sind die Wirkung  (Prabhava) der sichtbaren Welt.
Durch  die Wirkung getäuscht, wird der Mensch Gefahren (Pramada) preisgegeben.

18.  September 2009 - 
Was bedeutet  Kontrolle des Geistes (Mano-Nigraham)?
Nigraham bedeutet in Wirklichkeit, sich  gegenüber Launen und Schrullen des Geistes  gleichgültig zu verhalten.
Es ist schwierig den Geist zu kontrollieren, genauso schwierig wie Luft mit der Hand zu fangen. 
Wie kann jemand den Geist  kontrollieren,
der doch alles mit seiner weiten Reichweite und seinem Umfang  durchdringt?

Wenn man erkennt, dass der Geist aus Gedanken und Zweifel besteht,
dann ist die Vernichtung der Gedanken der Weg; den Geist in Schranken zu halten.

Gedanken sind mit Wünschen verbunden.
Solange Wünsche bestehen; kann man keine Loslösung (Vairagya ) erlangen.
Es ist daher notwendig, seine Wünsche zu begrenzen.
Wenn es keine Zurückhaltung gibt, dann werden übermäßige Wünsche zu einem Übel und führen zu Kummer und Schmerz.
Wenn wir danach trachten unsere Wünsche zu kontrollieren,
dann wird sich dies mit der Zeit als Loslösung auswirken.


17. September 2009 -
Die richtige Einstellung eines Devotees sollte die von völliger Hingabe sein.

Wie ein Devotee einmal sagte:
„ Ich biete Dir mein Herz an, das Du mir gegeben hast. Ich habe nichts, was ich mein Eigen nennen könnte.
Alles gehört Dir. Ich gebe Dir das, was Dir schon gehört.“

Solange wie diese Art von Einstellung der völligen Hingabe nicht entwickelt ist,
wird der Mensch wieder geboren werden, immer und immer wieder.

Man sollte sein Herz dem Göttlichen schenken
und sich nicht damit zufrieden geben Gott nur Dinge wie Blumen und Früchte anzubieten.

 

16. September 2009 –
Bambus wird nach seiner Dicke und Höhe bewertet.
Zuckerrohr wird nach der Menge des Zuckers im Saft bewertet.
Der Wert eines Menschen basiert auf seiner Unterscheidungskraft und seinem Erkenntnisvermögen (buddhi).
Je mehr die Unterscheidungskraft sich entwickelt, desto besser wird der Mensch.
Lassen Unterscheidungskraft und Erkenntnisvermögen nach, sinkt der Mensch auf die Stufe eines Tieres.

Der Wert des Menschen heutzutage hat nachgelassen, weil er die Wichtigkeit seiner Intelligenz und eines Verhaltens,
das auf richtigem Unterscheidungsvermögen basiert, nicht erkennt.
Seine Form ist die eines Menschen, aber seine Denkweise befindet sich auf der Stufe eines Tieres.
Der Mensch hat die Bezeichnung „zweibeiniges Tier“ verdient.
Er hat die menschliche Form erworben und sollte sich deshalb in einer intelligenten Art und Weise verhalten.
Das wird durch Verzicht (thyaga) und spirituelle Übung (Yoga) erreicht.

 

15. September 2009 –
Loslösung, Glaube und Liebe – das sind die Säulen auf dem Frieden ruht.
Von diesen Säulen ist die Säule des Glaubens die entscheidende, denn ohne sie sind alle spirituellen Übungen ohne Inhalt.
Loslösung allein kann spirituelle Übungen wirkungsvoll machen und Liebe führt euch schnell zu Gott.
Glaube nährt die Qual von Gott getrennt zu sein und Loslösung lenkt euch in Richtung Gott,
während Liebe den Weg erleuchtet.

Gott wird euch schenken was ihr benötigt und verdient.
Es gibt keinen Grund zu fragen, keinen Grund zu murren.
Seid gleichmütig, denn nichts geschieht ohne Seinen Willen.

 

14. September 2009 –
Was bedeutet ‘
Begrenzung der Wünsche’?
Die Menschen werden durch ihre nie endenwollenden Wünsche verblendet und leben in einer Traumwelt.
Es ist sehr wichtig, daß man seine Wünsche unter Kontrolle hat und ihnen eine Grenze setzt.

Die Menschen geben zu viel Geld aus.
Anstatt daß sie übertrieben viel Geld für ihr eigenes Vergnügen ausgeben,
sollten sie lieber ihr Geld für das Wohl der Armen und Bedürftigen ausgeben.
Das ist die Bedeutung von dem Programm ‚Begrenzung der Wünsche’.
Macht aber nicht den Fehler und denkt, daß es ausreicht, Geld an andere zu geben,
während ihr euren eigenen Wünschen erlaubt zu wuchern.

Schränkt eure Wünsche ein, denn materielle Wünsche führen zu einem rastlosen und katastrophalen Leben.
Wünsche sind ein Gefängnis aus dem ihr nur befreit werden könnt, wenn ihr eure Wünsche limitiert.

 

13. September 2009 –
Wunschbilder und Visionen sind nur das Spiegelbild göttlicher Schwingungen im Geist,
die durch spirituelle Übungen (sadhana) hervorgerufen werden.
Sie sind Meilensteine, Hinweisschilder und man findet sie an der Straße, die zum Ziel führt.
Sie begleiten euch nicht, sie können euch nicht bis zum Ende begleiten.
Ihr müsst alleine reisen und Hindernisse überwinden.
Der Zuspruch, den ihr euch selbst gewährt, ist die allerwichtigste und wesentliche Hilfe für spirituelles Weiterkommen.

Ich kann euch möglicherweise unendliche Gnade gewähren, aber von welchem Nutzen ist sie,
wenn euer Herz nicht rein und euer Kopf voller Ego ist?

Reinigt euer Herz durch spirituelle Liebe (prema) und entfernt euer Ego durch den Dienst am Nächsten.

 

12. September 2009 –
Das Wort 'Vairagya' (Gelassenheit, Losgelöstheit, innere Freiheit, Leidenschaftslosigkeit)
bedeutet wörtlich „das Entgegengesetzte von Bindung“
(Raja = Leidenschaft, Bindung, das Gefühl, man müsse das Objekt unbedingt besitzen,
auch wenn nur für kurze Zeit, Gefühl, Emotion, Ärger, Zorn).

'Vairagya' bedeutet nicht, daß ihr alles aufgeben und euch in den Wald zurückziehen müsst;
es bedeutet in Wirklichkeit, daß ihr da wo ihr seid, bleiben sollt.
Egal, in welcher Lebenssituation ihr euch befindet.
Ihr müßt die subtilen Eigenschaften der Dinge verstehen, während ihr weltliches Verlangen aufgebt.

Das Wort bedeutet, daß, während ihr Unterscheidungsvermögen einsetzt,
ihr auch verstehen solltet, was ihr zu akzeptieren und was ihr abzulehnen habt.
Strebt danach, in allem und jedem das Göttliche zu sehen und es zu genießen.

'Vairagya' bedeutet nicht allein alles aufzugeben.
Es bedeutet, die Dinge ohne Anhaftung zu genießen, die vorher mit Anhaftung genossen wurden.
Das ist die wahre Bedeutung und das Zeichen eines wahren Menschen.

 

11. September 2009 –
Es gibt keine größere spirituelle Übung, als den Dienst am Nächsten.
Der Dienst am Nächsten ist das grundsätzliche Mittel, um göttliche Gnade zu erhalten.
Ohne ein hingebungsvoller Anhänger zu sein, kann man keine würdige Führungspersönlichkeit werden.
Wenn ihr nicht dazu bereit seid zu arbeiten, könnt ihr das Göttliche nicht verwirklichen. 
Jeder von euch muss diese Wahrheit erkennen.
Dienst an der Gesellschaft ist das höchste Gut.

Es sind Wahrheit, rechtes Handeln, Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit, die euch ein Glücksgefühl schenken.
Dies sind die fünf Grundsätze, die das Leben erhalten.
Unter keinen Umständen solltet ihr diese Grundsätze aufgeben.

Dient der Gesellschaft mit diesen Grundsätzen im Herzen
und mit toleranter Hingabe und dem Ziel: Wohlergehen für alle.

 

10. September 2009 –
Greift nach dem Bogen wie nach einer großartigen Waffe, die euch die Upanishaden schenken,
und fixiert in ihm einen Pfeil, der durch Meditation geschärft ist.
Spannt den Bogen mit eurem Geist auf Gott (Brahman) ausgerichtet und dann trefft das Ziel,
den unsterblichen, unvergänglichen Gott, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Der Klang der drei Laute A U M (A-Schöpfung, U-Erhaltung, M- Zerstörung = pranava) ist der Bogen,
das Selbst (Atma) ist der Pfeil und Gott (Brahman) ist das Ziel.

Deshalb muß der spirituelle Aspirant (Sadhaka), ebenso wie der erfahrene Bogenschütze,
unbeeinflußt von den Dingen sein, die seinen Geist erregen.
Er sollte seine ganze Konzentration nur auf das Ziel lenken.
Dann wird er Eins mit dem Gegenstand seiner Meditation werden.

 

9. September 2009 –
Denkt immer daran, dass alle Dinge Gott gehören.
Deshalb kann niemand etwas als sein Eigentum beanspruchen.
Aber die Menschen tun dies, indem sie sagen: “Es gehört mir.“
Tatsächlich gehört keinem etwas.
Die Menschen sind in einem falschen und dummen Konzept von Besitztum versunken.
Besitzgier ist in jedem Gedanken, jeder Handlung vorhanden und führt zu einem aufgeblasenem Ego.
Egoismus muss ganz und gar ausgerottet und Besitzgier verbannt werden.

Ihr seid mit leeren Händen gekommen und ihr werdet mit leeren Händen wieder gehen.

 

8. September 2009 –
Durch gute Gesellschaft (sathsang) entwickelt ihr Befreiung von Sinnestäuschung
und dann entwickelt ihr Glauben an die Wahrheit. Dadurch erhaltet ihr Befreiung.

Genau wie die gezähmten Elefanten die wilden Elefanten umgeben, die dann gefesselt werden bevor man sie zähmt,
genau so wird der spirituelle Mensch den Zweifler umgeben.
Die Gesellschaft mit guten Menschen die an Gott glauben, wird langsam die Menschen reinigen,
die dazu neigen vom richtigen Weg abzukommen, der zur Selbsterkenntnis führt.

 

7. September 2009 –
Der Mensch vergisst seine wahren Eigenschaften, weil er gebunden und egoistisch ist.
Der Mensch sollte unerschütterlichen Glauben an Gott entwickeln.
Euer Glaube sollte wie euer Lebensatem sein, der immer weitergeht ohne auszusetzen.
Man atmet unabhängig von dem, was man gerade macht und wie der Zustand des Geistes gerade ist.
Ähnlich ist es mit dem Glauben.
Euer Glaube an Gott sollte euch in allen Situationen und zu allen Zeiten gegenwärtig sein.
Er sollte sich nicht verändern, egal ob sich eure Wünsche erfüllen oder nicht.
Genau wie euer Lebensatem, sollte sich euer Glaube durch Freude und Leid,
Verlust und Gewinn, Schmerz und Vergnügen, nicht verändern.

Seht, was auch immer geschieht, als gut für euch an.
Entwickelt dieses Empfinden innerer Stärke.

 

6. September 2009 –
Gott antwortet nur auf Gebete um Beistand, wenn ihr mit Mitgefühl auf die Bedürfnisse anderer eingeht.
Das Leben sollte nicht mit selbstsüchtigen Handlungen vergeudet werden,
blind dem Kummer und der Not und taub den Klagen anderen Menschen gegenüber.

Behandelt Freude und Leid in gleicher Weise.
Krishna sagte, daß das Samathwam, Gelassenheit ist.
Übt diese Gelassenheit aus, denn das ist der Weg, der zu Gottes Gnade führt.
Ihr mögt nicht für eure mitfühlenden Handlungen mit materielle Dingen belohnt werden,
aber es gibt keine größere Belohnung, als die Freude die ihr fühlt, wenn ihr Trauer und Leid anderer lindert.

 

5. September 2009 –
Ihr solltet darauf vorbereitet sein, jeder Herausforderung mit Mut in die Augen zu sehen.
Das Leben bringt nun mal alle Arten von Schwierigkeiten mit sich, aber ihr solltet nicht davor zurückschrecken.
Konfrontiert jeden Test und jede Probe mit innerer Stärke.

Heutzutage fallen die Menschen sehr leicht in eine Depression und sind verwirrt, wenn ihnen Schwierigkeiten begegnen.
Depressionen führen zu Frustration, doch das ist keine Art, den Herausforderungen des Lebens entgegen zu treten.

Ihr solltet den Mut entwickeln, durch die Abenteuer, die euch das Leben bietet, zu gehen.
Sich an die Wahrheit haltend, Liebe im Herzen hochhaltend, Kraft und innere Stärke entwickelnd;
geht mit fester Entschlossenheit und steter Sichtweise dem Leben entgegen.
Solch ein Leben wird euch als Resultat Erfüllung bringen.

Die Belohnungen die das Leben euch schenkt, können nur durch eifrige Anstrengungen erworben werden.

 

4. September 2009 –
Nahrung ist ein wichtiger Faktor der die Verfassung des Geistes bestimmt,
des Menschen Wachsamkeit und Faulheit, Sorge und Ruhe, Klarheit und Stumpfsinn.

Wenn der Geist mit  Nahrung die zu salzig, zu süß, zu scharf, zu sauer, zu stark gewürzt ist
( >rajas<, die Kraft, die die Tätigkeit >tamas< überwindet ) versorgt wird,
die Begierde und Gefühle, Aktivität und Abenteuer verursacht,
dann galoppiert der Geist mit einem Sprung von Verlangen in die Welt!
Er bringt den Menschen tiefer in den Sumpf des Leidens.

Wird der Geist aber mit Nahrung gespeist, die träge macht und Faulheit verursacht (tamasic),
dann wird der Geist verhärtet, schwerfällig und nutzlos und kann den Menschen nicht mehr erheben.

Handlung hängt von der Energie der Nahrung ab, die der Mensch zu sich nimmt.

Der Erfolg, der durch spirituelle Übungen (sadhana) erworben wird,
hängt von der Menge und der Qualität der Nahrung ab, die der spirituelle Aspirant zu sich nimmt.

 

3. September 2009 –
Sich Gott hinzugeben ist wahrhaftig eine Form von Disziplin, um das Ziel zu erreichen.
Der Suchende sollte nicht aufhören Hingabe zu erwerben,
noch sollte er der Liebe, die er für Gott empfindet, zu viel Aufmerksamkeit schenken.
Anstelle sollte er vielmehr der Liebe und der Gnade Gottes, die ihm geschenkt wird, mehr Aufmerksamkeit widmen.

Man sollte immer begierig darauf sein herauszufinden, welches Verhalten und welche Handlungen Gott am meisten erfreuen.
Findet das heraus, sehnt euch danach und führt die Dinge aus, die euch dieses Ziel erreichen lassen.
Was immer ein Suchender unternimmt, plant oder ausführt, sollte die Gnade Gottes auf ihn lenken.
Der Suchende sollte jeden Gedanken, jedes Gefühl prüfen,
ob sie mit den von Gott kundgetanen Kriterien übereinstimmen.

 

2. September 2009 –
Die Gnade Gottes kann nicht durch Gedankengymnastik,
durch verschlungene Yogaübungen oder Enthaltung gewonnen werden.

Durch Liebe allein kann Gottes Gnade gewonnen werden.
Liebe, die keiner Entschädigung bedarf,
Liebe, die keinen Handel zulässt,
Liebe, die mit Freuden dem alles Liebenden gegeben wird,
Liebe, die unerschütterlich ist.

Liebe allein kann Hindernisse überwinden, egal wie viele und wie beschwerlich sie zu überwinden sind.
Keine Kraft ist wirkungsvoller als Reinheit, keine Glückseligkeit befriedigender, als es spirituelle Liebe ist,
keine Freude ist aufbauender als Hingabe zu Gott (bhakti)
und kein Sieg ist  lobenswerter, als sich völlig Gott hinzugeben.

 

1. September 2009 –
Es gibt kein Wesen, das ohne eine Spur von Liebe ist.
Liebe führt zu Glückseligkeit (ananda), rein und dauerhaft.
Viele suchen diese Glückseligkeit, indem sie Beziehungen mit anderen Menschen anfangen,
andere versuchen sie dadurch zu erlangen, indem sie Ruhm, Macht und Reichtümer anhäufen
und einige andere wiederum versuchen sie durch Verzicht auf materiellen Besitz
und das Verlangen nach weltlichen Vergnügungen zu erlangen.

Loslösung alleine kann Glückseligkeit schenken.
Die Upanishaden verkünden, daß Verzicht (thyaga) alleine
unvergängliche Glückseligkeit (Amrithatha)  gewähren kann.

Man muß alle Bindungen und Zuneigungen aufgeben und so, mit freiem Herzen,
Gott in all Seinem Glanz und Ruhm im Herzen einen festen Platz einräumen.

Das ist der einzige Weg, sich immerwährende, ungeschmälerte Glückseligkeit zu verdienen.

 

 

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