31.
Dezember 2009 –
Der
Mensch kommt mit einer Rückfahrkarte auf die Welt.
Sie mit seiner Hand umklammernd, verdient er und gibt aus, steigt auf und fällt,
singt und tanzt, weint und jammert und vergisst das Ziel seiner Reise.
Aber auch wenn er es vergisst, so läuft der Waggon des Lebenszuges dennoch auf
den Friedhof zu, welcher die Endstation ist.
Es bringt dem Menschen keinen Ruhm und keine Ehre, wenn er hilflos am Lebensrad
von Geburt und Tod festgeschnallt ist.
Sein Ruhm und seine Größe bestehen darin, sich von dem sich drehenden Rad zu
befreien.
30.
Dezember 2009 –
Der
Dienst am Nächsten den wir verrichten ist dazu gedacht, die Einheit in der
Gesellschaft zu erleben.
Ein großer Fehler ist es zu denken, dass ihr anderen dient. Tatsächlich
solltet ihr niemanden als ‚Anderen’ betrachten,
denn alle sind Verkörperungen des Göttlichen.
Der Mensch jedoch macht keine Anstrengungen, diese Wahrheit zu erkennen.
Infolgedessen ist er Schwierigkeiten ausgesetzt.
Versteht
der Mensch erst einmal, dass Gott alles durchdringt, wird er frei von Leid sein.
Um das Leid loszuwerden, muss der Mensch das Prinzip der Einheit von Mensch und
Gesellschaft üben.
Hat er das Prinzip der Einheit verstanden, kann er das kosmische Prinzip
verwirklichen.
29.
Dezember 2009 –
Die Frage, die uns während unseres Lebens verfolgt und unter Druck setzt ist:
Woher kommen wir und wohin gehen wir? Wie entstand das Universum?
Es gibt noch viel mehr Fragen. Alle Religionen versuchen, diese Fragen zu
beantworten.
Der
Mensch hat in allen Ländern gewisse Gesetze und Regeln eingeführt,
um einen disziplinierten, glatten Ablauf seiner täglichen Arbeit,
die den eigentlichen Vorgängen in seinem Leben gewidmet ist, zu erreichen.
Da diese ein Teil von den Verhaltensregeln geworden sind, werden sie auch als
‚Disziplin’ beschrieben.
28.
Dezember 2009 –
Derjenige
ist ein wahrer Devotee, der Gottes Glück als sein eigenes Glück betrachtet.
Er strebt immer danach, Gott Glück zu schenken und möchte Ihm keine
Unannehmlichkeiten bereiten.
Ihr solltet Gott niemals im Namen von Hingabe Unannehmlichkeiten bereiten.
Betrachtet Gottes Glück als das eure und euer Glück als Gottes Glück.
Saugt diesen Geist der Einheit in euch auf.
Heutzutage sind die meisten Devotees selbstsüchtig.
Sie haben nur Swartha Bhakti (Hingabe, die darauf hinzielt, selbstsüchtige
Vorteile zu erlangen).
Sie sind um ihr eigenes Glück besorgt und nicht um Gottes Glück.
Ihr
solltet danach trachten, dass eure Liebe immer rein ist.
Gott ist die Verkörperung der Liebe.
Eine solch göttliche Liebe lebt in allen.
Teilt eure Liebe mit allen.
Das ist, was Gott von euch erwartet.
27.
Dezember 2009 –
Der
Mensch lebt nicht nur allein von Nahrung.
Tatsächlich lebt er durch die Kraft des Selbst (atma).
Deshalb müsst ihr die Kraft eures Körpers und Geistes, eures Reichtums
und eurer Bildung, zusammen mit eurer Intelligenz benutzen, um die Macht der
Seele zu erkennen.
Welchen Wert hat die physische Kraft ohne Unterscheidung?
Wenn
ihr eure Nahrung täglich zu euch nehmt, dann bietet ihr dem Feuer,
das Gott in euch gelegt hat um die Nahrung zu verdauen, genau diese Nahrung an.
Ihr müsst in einer andächtigen Stimmung die Nahrung zu euch nehmen, in
tiefgreifender Demut.
Die
Bhagavad Gita sagt, dass das Feuer das die Nahrung gekocht hat, Gott ist.
Die Mahlzeit ist Gott, derjenige der diese Mahlzeit verzehrt, ist Gott.
Ihr esst, weil die Arbeit die euch Gott anvertraut hat ausgeführt wird, oder
sie Gott erfreut.
Die Früchte dieser Arbeit sind ein Werkzeug, Gott immer näher zu kommen.
26.
Dezember 2009 –
Wenn
die Sinnesorgane gebraucht werden, dann muss das unter Berücksichtigung von Mäßigung
und Reinheit sein.
Das gilt auch für Nahrung und andere Dinge, die ihr esst oder gebraucht.
Heutzutage
führt sich der Mensch wie ein Patient auf, der lautstark nach der Medizin ruft
an der er Geschmack findet,
und nicht nach der Medizin, die ihn nach Meinung der Ärzte, die die Experten
sind, genesen lässt.
Der Patient wählt die Diät und die Lebensweise, die ihm angenehm ist.
Er sagt den Anweisungen des Arztes ‚auf Wiedersehen’, denn diese begrenzen
ihn und schränken ihn ein.
25.
Dezember 2009 –
Als
Jesus geboren wurde, folgten drei weise Männer einem Stern, um seinen
Geburtsort zu erreichen.
Als sie das neu geborene Baby erblickten, verbeugten sie sich vor dem göttlichen
Kind in ihrem Herzen.
Einer
der Weisen sagte zu Maria: “ Er liebt Gott.“
Ein anderer sagte: „ Gott liebt ihn.“ Der Dritte sagte: „ Er ist Gott.“
Was
ist die innere Bedeutung dieser drei Aussagen über Jesus?
Die erste Aussage weist darauf hin, dass Jesus ein Bote Gottes ist.
Ein Bote mag seinen Meister lieben, aber ein Meister liebt seinen Boten möglicherweise
nicht so leicht.
Die zweite Aussage weist darauf hin, dass Jesus der Sohn Gottes ist, denn ein
Vater liebt seinen Sohn auf das Äußerste.
Die dritte Aussage verkündet die Einheit von Vater und Sohn.
Sie bedeutet, dass Jesus als Sohn Gottes berechtigt ist, zum Ort seines Vaters
aufzusteigen.
24.
Dezember 2009 –
Wenn ein Mensch wünscht glücklich zu sein, ist die erste Übung die er durchführen
muss,
jeden schlechten Gedanken, jedes schlechte Gefühl und jede schlechte
Angewohnheit aus seinem Geist zu entfernen.
Kummer und Freude sind Vorderseite und Rückseite derselben Erfahrung.
Freude ist, wenn Kummer vorbei ist und Kummer ist, wenn Freude endet.
Was
genau ist Kummer?
Kummer ist lediglich eine Reaktion auf den Verlust von etwas, das man erworben
hat,
oder das Versagen etwas zu erwerben, nach dem man Verlangen hat.
Deshalb ist der einzige Weg Kummer und Sorgen zu entfliehen die Besiegung des
Verlangens nach dem was täuscht.
Das Geheimnis von Glück ist, nicht das zu tun, was man liebt, sondern das zu
lieben, was man wirklich zu tun hat.
Egal welche Arbeit ihr verrichtet, ihr solltet sie mit Freude und Zuneigung ausführen.
23.
Dezember 2009 –
Ihr
seid alle mit Unterscheidungsvermögen (Viveka) ausgestattet
und ihr habt ein Gewissen, welches Rechtschaffenheit (dharma) in euer Ohr flüstert,
damit ihr selbst wählen könnt.
Reinigt euren Geist und die Herrlichkeit und Erhabenheit Gottes wird sich in
eurem Herzen widerspiegeln.
So
wie ihr euren Körper ernährt, ihn unterhaltet und pflegt,
müssen auch das Bewusstsein (Chitta) und der Intellekt (Buddhi) mit guter,
gesunder Nahrung gespeist werden.
Macht ihr das nicht, dann werden sie hungrig und laufen aller möglichen
ekelhaften Nahrung nach.
Gebt ihnen die richtige Nahrung und sie werden gut funktionieren,
indem sie das Selbst (atma) erhellen und euch helfen zu erkennen, dass das
Selbst in allem ist.
22.12.2009
–
Der Mensch wird niemals Glück erringen, wenn er seinen Sinnen freie Hand gibt.
Er erlaubt seinem Verstand – einem Bündel aus Gedanken und Wünschen –
seine Handlungen zu bestimmen,
statt seinem Intellekt die Führung zu übergeben, welcher zu unterscheiden,
ausprobieren und zu analysieren versteht.
Während der Verstand blind jeder Lust und Laune folgen möchte,
hilft der Intellekt dem Menschen, seine Pflichten und Verantwortungen
herauszufiltern.
Zwei
Dinge sind für ein glückliches Leben essentiell: Dhaanya und Dhyana-Dhaanya.
Oder anders ausgedrückt: Getreide für die Ernährung des Körpers
und Dhyana – Kontemplation über den Herrn und Verschmelzung mit Seiner
Herrlichkeit.
21.
Dezember 2009 –
Ein
Leben, welches durch Essen aufrecht erhalten wird, ist kurz;
Leben, das durch das Selbst (atma) aufrecht erhalten wird, ist ewig.
Stellt
nicht die Forderung nach einem langen, sondern nach einem göttlichen Leben.
Sehnt euch nicht nach mehr Lebensjahren auf der Erde, sondern nach mehr Tugenden
im Herzen.
Buddha
hatte das Wissen über die Wahrheit und vermittelte dieses Wissen der Welt.
Alles ist Kummer, alles ist leer, alles ist kurzlebig und verschmutzt.
Deshalb muss der Weise die Pflichten die ihm auferlegt werden, mit
Unterscheidungsvermögen, Fleiß und Loslösung ausüben.
Spielt
eure Rolle, aber lasst eure Identität von ihr unbeeinflusst.
20.
Dezember 2009 –
Das
Leben ist ein Mosaik aus Freude und Schmerz. Kummer ist die Zeitspanne zwischen
zwei Momenten der Freude.
Frieden ist die Zeit zwischen zwei Kriegen. Es gibt keine Rose ohne Dornen.
Die eifrigen Pflücker werden die Dornen vermeiden und die Blüten sammeln.
Es gibt keine Biene ohne Stachel, doch die Klugheit besteht daraus, dennoch den
Honig zu sammeln.
Probleme
und Mühen werden euch aufsuchen, aber ihr müsst ihnen nicht erlauben,
euch von eurem Pfad der Pflicht und der Hingabe abzulenken.
Die heutige Welt ist von Angst und Sorgen, Depressionen, Hass, Habgier und Mißtrauen
befallen.
Der einzige Weg für den Menschen eine Änderung herbeizuführen und alles
wieder ins richtige Lot zu bringen ist,
seine hohe Vorsehung zu erkennen, denn jeder Mensch sehnt sich nach zwei
Segnungen –
der Erlangung von Freude und dem Entrinnen von Kummer und Schmerz.
19.
Dezember 2009 –
Ihr
müsst Mäßigung in Bezug auf Essen, Schlafen und Leibesübungen üben.
Gutes Essen mäßig zu sich genommen, in regelmäßigen Abständen, ist die
Verordnung.
Essen, das Sathwic ist, fördert Selbstkontrolle und Intelligenz mehr, als es
Essen tut, das Rajasic oder Tamasic ist.
Auch Schlaf muss reguliert und gemäßigt sein.
Das ist genauso wichtig wie Arbeit und Nahrung.
Die Nahrung muss sauber und rein sein.
Sie muss durch reine Mittel hervorgebracht worden sein und die Kraft, die sie
schenkt, muss auf heilige Ziele gerichtet sein.
18.
Dezember 2009 –
Das
Selbst (atma) bleibt durch jedes Wesen oder Ding unberührt.
Auch wenn die Sinne, der Geist (mind) oder die Intelligenz untätig sind, ist
das Selbst nicht dadurch beeinflusst.
Sie haben nichts mit dem Selbst zu tun, welches du wirklich bist.
Das Selbst in dieser Existenz zu erkennen, unbeeinflusst und ungebunden, ist das
Geheimnis von Weisheit (jnana).
Der
Mensch ist im Grunde glücklich und gesund. Sein Wesen ist Freude.
Wenn er also glücklich und gesund ist, dann kann nichts ihn überraschen oder
ängstigen.
Kummer und Sorgen sind ihm in dieser Zusammenstellung fremd,
weil sie das Resultat einer Verblendung sind, die sein Wesen überwältigt hat.
Also sorgt sich der Mensch und macht sich daran herauszufinden, wie er so getäuscht
werden konnte.
17.
Dezember 2009 –
Ein hoch geschätztes Sprichwort sagt: “ Na Sukhaath Labhyathe Sukham"
–
Wahres und andauerndes Glück kann nicht durch physische Vergnügungen gewonnen
werden.
Andauerndes
Glück kann nur durch die Disziplinierung des Geistes und Glauben an Gott,
der nicht durch ein gutes oder schlechtes Schicksal vermindert wird, kommen.
Der
Mensch muss die Kraft seines Unterscheidungsvermögens, das er bekommen hat
nutzen,
um die bösen Zwänge in ihm zu bekämpfen.
Er muss die göttlichen Elemente, die in ihm sind, durch seine eigenen Bemühungen
und dadurch, dass er der Stimme seines Gewissen zuhört, pflegen.
Der
Mensch muss seine Freiheit nutzen, zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse zu
unterscheiden zu können.
16.
Dezember 2009
–
Bildung muss Demut und Disziplin entwickeln.
Doch heutzutage bringt Bildung eine Ernte von Stolz und Neid ein.
‚Vidya’
bedeutet Licht (vid) welches gibt (ya).
Also muss Bildung Licht verbreiten und die Dunkelheit im Geist und dem Intellekt
erhellen.
Bildung weist nicht nur auf bloßes Wissen hin,
sondern muss die familiäre Verbindung von Menschen zu Mensch und seine innige
Beziehung zu der Natur klarstellen.
Sie muss des Menschen frühere Beziehungen mit seinen gegenwärtigen in Harmonie
bringen
und ihn zu einer gewinnbringenden und nützlichen Erfahrung in der Zukunft führen.
Bildung muss das Wissen, welches aus den Büchern erworben wurde, durch diese
Erfahrungen bestätigen.
In diesem Vorgang muss sie den Mensch wachsen lassen, bis er Göttlich wird.
15.
Dezember 2009 –
Wir sollten alles was in unserer Macht steht tun,
um den Namen und die Ehre unseres Landes, seine Kultur und Sprache, hoch zu
halten.
Aber lasst Stolz nicht dazu führen, dass ihr andere Sprachen und Kulturen nicht
leiden könnt.
Die Sprachen, durch die Gedanken ausgedrückt werden, mögen sich voneinander
unterscheiden,
doch Gedanken, Emotionen und Gefühle unterscheiden sich nicht von
einander.
Die
Sprache des Herzens ist bei allen gleich,
doch wenn sie die Zunge erreicht, dann ist es möglich, dass sie andere Formen
annimmt.
14.
Dezember 2009 –
Solange ein Mensch ein Leben führt, das äußerlichen Vergnügungen und Siegen
gewidmet ist,
kann er Leid, Angst und Sorge nicht entkommen.
Es
gibt nichts, das ohne Fehler oder Schwäche ist.
Es gibt keine Freude, die nicht auch mit Schmerz vermischt ist.
Es gibt keine Handlung, die nicht auch mit einem Hauch von Egoismus behaftet
ist.
So
reinigt euch und entwickelt Loslösung.
Das wird euch vor Kummer und Sorgen retten.
Kummer und Schmerz können nicht durch Hass und Unrecht beendet werden.
Das würde nur wieder auf das Selbe herauskommen.
Kummer und Schmerzen reagieren nur auf noble und erhabene Gedanken und
Erfahrungen,
die aus einem reinen Herzen, in dem Gott wohnt, keimen.
13.
Dezember 2009 –
Diejenigen, die versuchen die Werte von Wahrheit (sathya) Rechtschaffenheit (dharma)
Friede (shanti), göttlicher Liebe (prema)
und Gewaltlosigkeit (ahimsa) anderen zu vermitteln, müssen als Erste diese
Werte ganzherzig leben.
Zu
denken, dass dem Menschen Werte eingepflanzt werden können, indem sie gelehrt
werden, ist ein Fehler.
Diese Art von Weitergabe des Wissens über Werte wird keine bleibende Wirkung
zeigen.
Erzieher müssen sich diese Tatsache bemerken.
Wenn Transformation bei einem Studenten herbeigeführt werden soll, dann muss
dies schon in jungen Jahren geschehen.
12.
Dezember 2009 –
Kummer und Unglück sind die Wolken die am Himmel vorbeiziehen,
doch sie können die blaue Tiefe des Weltraums des Glaubens nicht verletzen.
Seht Freude und Leid als Lehrer an, der euch Mut, Kühnheit und Ausgeglichenheit
lehrt.
Kummer ist eine freundliche Erinnerung, ein guter Zuchtmeister und ein noch
besserer Lehrer als Freude.
Lasst euch von dem Kummer der euch ereilt, nicht erschrecken.
Heißt die Herausforderung willkommen, denn danach werdet ihr mit einer
Auszeichnung belohnt.
Tests werden euch auferlegt, um euren Fortschritt zu messen.
11.
Dezember 2009 –
In der Welt verändert sich ständig alles.
Diese sich stets verändernde Welt basiert auf dem sich niemals verändernden Göttlichen.
Nur wenn der Mensch versteht, wer und was die Welt trägt (Aadhaara),
kann er Glückseligkeit von dem erlangen, was darauf aufgebaut ist.
Bei allen Handlungen des Menschen und welchen Weg er auch einschlägt, sollte
der Mensch sich des Göttlichen bewusst sein.
Die Quelle von Glückseligkeit (ananda) ist Hingabe zu Gott.
Nichts anderes kann diese ursprüngliche und anhaltende Glückseligkeit
schenken.
Werdet
euch der Verwandtschaft mit Gott bewusst,
denn sie ist nicht nur eine in ihrer Art besondere, bloße, geschauspielerte
Theorie.
10.
Dezember 2009 –
Wenn der Mensch gradlinig denkt, spricht und handelt, wird sein Gewissen rein
sein und er wird Friede erleben.
Wer seinen Egoismus bezwingt und sein selbstsüchtiges Verlangen besiegt hat,
seine tierischen Gefühle vernichtet und die natürliche Angewohnheit, den Körper
als das Selbst zu betrachten aufgegeben hat,
ist wahrlich auf dem Weg der Rechtschaffenheit.
Dieser Mensch weiß, dass das Ziel der Rechtschaffenheit die Vereinigung der
Welle mit dem Meer ist,
die Vereinigung des Selbst mit dem Höheren Selbst (Gott).
9.
Dezember 2009 –
Das Leben auf der Erde wie auch im Ozean ist immer ruhelos.
Es enthält Wellen der Freude und des Leids, Verlust und Gewinn,
die herumwirbelnden Strudel des Verlangens und der Begierde, Selbstsucht und
Hass.
Das einzige zuverlässige Boot um den Ozean zu überqueren, ist ein Herz, das
mit Liebe zu Gott und den Menschen gefüllt ist.
Der
Mensch wurde für ein hohes Ziel geboren, um ein wertvolles Erbe
anzutreten.
Deshalb sollte er nicht seine Tage nicht in billigen Bestrebungen und vulgären
Nichtigkeiten verplempern.
Sein Schicksal ist, die Wahrheit zu erkennen, in ihr und für sie zu leben.
Die Wahrheit allein kann den Menschen befreien und ihn glücklich machen.
Wenn den Menschen dieses ernste Ziel nicht ermutigt, ist sein Leben
eine Vergeudung und
nichts als eine sanft ausrollende Welle;
denn der Ozean des Lebens ist niemals ruhig.
8.
Dezember 2009 –
Moral und spirituelle Werte müssen genau so viel geehrt und respektiert werden
(wenn nicht noch mehr),
wie wirtschaftliche und materielle Werte.
Das Leben muss eine harmonische Mischung dieser Werte sein, wobei moralische Stärke
hervorgehoben werden muss.
Der Ruhm einer Nation hängt von seiner moralischen Einstellung ab.
Eine Nation, die ohne Moral ist, ist zum
Untergang verurteilt.
Moral muss im Herzen wachsen, wo sie mit Liebe genährt wird.
Nur dann kann Gerechtigkeit, Sicherheit, Gesetz und Ordnung herrschen.
Wenn die Liebe unter den Menschen abnimmt, dann wird die Nation geschwächt und
die Menschheit wird zugrunde gehen.
7.
Dezember 2009 –
Dankbarkeit ist eine hohe Tugend und Undankbarkeit eine bedauerliche Sünde.
Es gibt kein Mittel der Wiedergutmachung für eine undankbare Person.
Ein Mensch ohne diese hohe Tugend ist schlimmer, als ein grausames Tier.
Der Mensch hat seinen Wohlstand, seine Ausbildung und Fähigkeiten durch die
Gesellschaft erworben.
Wenn er der Gesellschaft und ihrer Bestimmung nicht dient ist alles, was er von
der Gesellschaft erworben hat, eine bloße Vergeudung. Der Mensch ist ein Geschöpf
der Gesellschaft und er schuldet ihr alles.
Wenn ihr eure Zukunft sichern wollt, dann müsst ihr dankbar denen gegenüber
sein,
die euch in schwierigen Zeiten ermöglicht haben, eure persönlichen Bedürfnisse
zufrieden zu stellen.
6.
Dezember 2009 –
Das Geheimnis von Frieden liegt im Dienst am Nächsten und in der Liebe zu allen
Wesen.
Die beste Form des Dienens ist nachzumachen,
wie die Weisen und Suchenden in ihrem Leben das Gute, das sie entwickelten, auch
vorlebten.
Sprecht nicht verächtlich von denen die Gott dienen, verheimlicht nicht die
Wohltaten der Großmütigen,
entmutigt nicht das Studium der Schriften, auch wenn ihr mit ihrem Inhalt nicht
einverstanden seid.
5.
Dezember 2009 –
In jedem Mensch steckt ein Funken Wahrheit.
Niemand kann ohne diesen Funken leben.
In jedem Mensch brennt die Flamme der Liebe.
Das Leben wird zu einer finsteren Leere ohne diese Flamme.
Dieser Funke, diese Flamme – sie sind Gott.
Gott ist die Quelle aller Wahrheit und Liebe.
Der
Mensch sucht nach der
Wahrheit;
er sucht danach, das Wissen um die Wirklichkeit zu erfahren, denn er kommt von
Gott, der die Wahrheit ist.
Der Mensch sucht Liebe, um sie weiterzugeben, zu teilen, denn sein Wesen ist das
Wesen Gottes und Gott ist Liebe.
4.
Dezember 2009 –
Wenn wir heute einen Gedanken säen, dann reift morgen eine Handlung daraus.
Wenn wir heute eine Handlung säen, dann reift morgen eine Gewohnheit daraus.
Säen wir heute eine Gewohnheit, dann reifen morgen daraus
Charaktereigenschaften.
Säen wir heute Charaktereigenschaften, dann entsteht morgen daraus unser
Schicksal.
Man
kann weiter arbeiten, wenn ein Finger so verletzt ist, dass er amputiert werden
muss.
Der Körper funktioniert dann immer noch und ist ein wertvolles Werkzeug.
Auch wenn man ein anderes Körperglied verliert, kann man weiterleben
und durch die anderen Glieder des Körpers funktionsfähig bleiben.
Aber
wenn man seine (guten) Charaktereigenschaften verliert, dann ist alles verloren.
Die Charaktereigenschaften, die heute in einer Krise stecken, sind die Wurzel
allen Übels überall.
Die Krise ist sichtbar und ein Resultat von vernachlässigter Bildung und
Erziehung,
die gute Charaktereigenschaften nicht mehr fördern.
Weisheit und Wissen gedeihen, wenn der Mensch sich vor Laster und Untugenden fürchtet
und sich lieber an Gott lehnt.
3.
Dezember 2009 –
Der
Mensch muss verstehen, dass er die Ursache seines eigenen Glücks oder Unglücks
ist
und dass alles was er sucht oder liebt, nicht zum Nutzen der anderen, sondern
seinem eigenen Nutzen ist.
Durch tiefe Nachforschung muss er verstehen, was sein wahres Wesen ist.
Das
kurzlebige Wesen aller weltlichen Dinge erkennend, wird der Mensch verstehen,
dass endloses Glück nur durch die Entwicklung von Liebe zu Gott erworben werden
kann.
Weltliches Glück kann nicht verdammt werden, es ist schön, wenn Menschen glücklich
sind.
Aber bitte glaubt nicht, dass dieses Glück ewig ist.
2.
Dezember 2009 –
Ihr
müsst wie eine Flöte in Gottes Hand werden.
Lasst den Atem Gottes durch euch fließen, welcher die entzückende Musik, die
das Herz eines Jeden erweicht, hervorbringt.
Gebt euch Ihm völlig hin, werdet wie ein Hohlraum, ohne Ego.
Dann wird Gott persönlich kommen, euch liebevoll umarmen und euch, die Flöte,
an Seine Lippen führen, um Seinen Atem voller Liebe durch euch fließen zu
lassen.
Erlaubt Ihm jedes Lied, welches Er am liebsten hat, zu spielen.
1.
Dezember 2009 –
Die
Schöpfung muss als kosmische Bühne angesehen werden.
Gott ist der Regisseur und die Person, die für die Handlung in diesem Drama
verantwortlich ist.
Er vergibt die Rollen für die verschiedenen Charaktere in dem Spiel.
Alle
Kreaturen in dieser Welt sind Manifestationen des Göttlichen.
Das Gute und das Böse in der Welt sind der Ausdruck des göttlichen
Bewusstseins.
Der Mensch sollte sich durch diesen Ausdruck nicht täuschen lassen.
Hinter den verschiedenen Handlungen der Darsteller steht der Regisseur mit
Seiner Arbeit und Seinen Anweisungen.
Man
sollte erkennen, dass, obwohl die Namen und Formen voneinander abweichen,
Sprachen und Nationalitäten verschieden sind, die menschliche Rasse Eins in
ihrem göttlichen Wesen ist.
30.
November 2009 –
Täuschung
verursacht üble Gefühle in deinem Herzen und deinem Geist/Mind.
Jemand mag eine üble Gesinnung haben, jedoch mit dem Segen der Ältesten
und in Gesellschaft edler Seelen kann man sich leicht dieser negativen Neigungen
entledigen und Tugenden entwickeln.
Die
Menschen üben verschiedene spirituelle Praktiken aus, um göttliches Bewußtsein
zu erlangen.
Thyaja
Durjana Samsargam; Bhaja Sadhu Samagamam; Kuru Punyam Ahorathram; Smara Nityam
Anityatham –
Vermeidet schlechte Gesellschaft, verrichtet stets gute Taten
und entwickelt Unterscheidungsvermögen für das Dauerhafte und das Vergängliche.
29.
November 2009 –
Warum
ist der Mensch in dieser Welt geboren worden?
Ist er das, um einfach nur umherzuwandern und sich den Vergnügungen der Welt
hinzugeben?
Ihr müsst verstehen, dass weltliche Vergnügungen nicht von Dauer sind.
Alles was euch in der Zukunft geschehen wird, geschieht in Übereinstimmung mit
eurem Verhalten in der Vergangenheit.
Alles ist Reaktion, Betrachtung und Widerhall.
Die
guten Taten, die ihr heute vollbringt, werden euch gute Ergebnisse in der
kommenden Zeit bringen.
Vollbringt ihr heute böse Taten, dann könnt ihr nicht erwarten, dass ihr in
der Zukunft dafür belohnt werdet.
Die Ergebnisse eurer schlechten Taten in der Vergangenheit werden euch immer
verfolgen.
28.
November 2009 –
Der
Schleier von Täuschung (Maya) kann das innere Bewusstsein von vier Arten von
edlen Menschen nicht verdunkeln:
1.
Die, die sich an dem Ruhm und dem Mysterium Gottes erfreuen.
2. Diejenigen, die das Wissen um das Mysterium haben und andere wissen lassen,
dass Gott der Meister der Täuschung und der Ausübende der Mächte ist, die die
Täuschung vernichten.
3. Die, die damit beschäftigt sind gute Taten zu vollbringen, mit Glauben und
Hingabe.
4. Die, die sich bemühen Wahrheit (Sathya) und Rechtschaffenheit (Dharma)
aufrecht zu erhalten.
27.
November 2009 –
Wenn ihr mit Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert werdet,
solltet ihr euch keine Sorgen machen und Opfer von Depressionen werden, denn das
ist ein Zeichen von Schwäche.
In einer solchen Situation solltet ihr Toleranz und Vergebung üben,
solltet euch nicht erregen, denn das erzeugt Zorn, Hass und eine Einstellung von
Rache.
Ihr seid die Verkörperung der Stärke und nicht der Schwäche.
Deshalb solltet ihr in Zeiten von Verzweiflung, mit einem Gefühl der
Selbstkontrolle erfüllt und dazu bereit sein,
zu vergeben und vergessen.
Die
Eigenschaft der Vergebung (Kshama) ist eine der größten Eigenschaften, die der
Mensch besitzen kann.
Wenn jemand diese Eigenschaft verliert, dann wird das Böse überhand nehmen.
26.
November 2009 –
Seid immer von Liebe durchdrungen.
Benutzt keine vergifteten Worte gegen irgend Jemanden, denn Worte sind zerstörerischer
als Pfeile.
Sprecht
sanft und mit süßer Zunge, habt Mitleid mit denen, die leiden und mit den
Unwissenden.
Tut euer Bestes, um den Balsam beruhigender Worte aufzutragen und gebt Hilfe zur
rechten Zeit.
Verletzt nicht anderer Leute Glaube an Tugend und das Göttliche.
Ermutigt
die Menschen, Glaube zu haben, indem ihr ihnen durch eure eigene Lebensweise
demonstriert,
dass Tugend sich selbst belohnt und dass Gott alles durchdringt und allmächtig
ist.
25.
November 2009 –
Was bedeutet Gewaltlosigkeit (ahimsa)?
Gewaltlosigkeit
bedeutet nicht nur davon Abstand zu halten anderen Menschen Leid zuzufügen,
sondern bedeutet auch, sich selbst kein Leid zuzufügen.
Was
die Umgangssprache angeht, ist es sinnvoll zu überprüfen, ob das was man sagt,
niemandem Schmerz zufügt.
Man muss darauf achten, dass die eigene Sichtweise der Dinge nicht durch böse
Absichten oder Gedanken verschmutzt ist.
Auch bösem Gerede sollte man kein Ohr schenken.
Das alles kann einem anderen Menschen Leid bringen.
Deshalb sollte man einer verschmutzten Sichtweise, bösem Gerede, bösen
Gedanken und Taten und dem Bösen,
das man hört keinen Raum geben.
Und
wie findet ihr heraus, was Böse ist?
Durch die Befragung eures Gewissens.
Wann auch immer ihr gegen das, was euer Gewissen euch sagt angeht, werdet ihr
nur negative Resultate bekommen.
24.
November 2009 –
Der
Mensch sollte keine Gelegenheit versäumen und sich ständig in der Betrachtung
des göttlichen Prinzips und der Unbeständigkeit dieser Welt vertiefen (Brahma
Sathyam, Jagath Mithya).
Er sollte die Gesellschaft schlechter Menschen, aber auch zu große
Freundschaften mit guten Menschen vermeiden.
Eine Bindung dieser Art kann den Menschen von dem Weg der zu Gott führt,
abbringen.
Gebt
die Bindung an das, was vorrübergehend ist, auf.
Wenn ihr erst einmal die Einstellung habt, daß euch gar nichts berühren kann (Udaaseenata),
werdet ihr unerschütterlichen Frieden (shanti), Selbstkontrolle und einen
reinen Geist haben.
23.
November 2009 –
Der
Mensch ist nicht in der Lage, das Formlose und das, was ohne Eigenschaften und
absolut ist, zu erfassen, es zu begreifen.
Avatare
(Gott in Menschengestalt) erscheinen in menschlicher Form, um der Menschheit die
Gelegenheit zu geben,
das Formlose zu erfahren und das in einer Form, die ihr vertraut ist, sie überzeugt
und ihr hilft.
Ein Avatar nimmt die Form an, die dem Menschen nützlich ist, Ihn für sie
erreichbar macht.
Man sollte sich bemühen, das Wesen von Göttlichkeit zu verstehen.
Nur wenn Gott in menschlicher Form auf die Erde zurückkommt,
können die Menschen die einzigartige Gelegenheit in ihrer ganzen Fülle nutzen
und das Göttliche erleben und genießen.
22.
November 2009 –
Das Ende von Weisheit ist Befreiung.
Das Ende von Kultur ist Perfektion. Das Ende von Wissen ist Liebe.
Das Ende von Bildung ist Charakter.
In
uns allen besteht der Wunsch, diese vier Eigenschaften zu erwerben; besonders
Weisheit, Kultur und Bildung.
Haben wir sie erworben, dann haben wir Frieden, Perfektion, Liebe und Charakter
erreicht.
Studenten jedoch sollten erkennen, dass wenn diese Eigenschaften nicht auf die
richtige Art und Weise angewendet werden,
sie sich nicht wahre Studenten nennen können.
Als Studenten und zukünftige Staatsbürger dieses Landes haben sie die
Verantwortung, die Zukunft dieses Landes zu gestalten.
Schickt
eure Herzen auf den richtigen Weg,
indem ihr aufmerksam den Menschen mit hohem Ansehen und großer Erfahrung zuhört.
21.
November 2009 –
Der
Fortschritt des Universums ist mit dem Fortschritt der Menschheit verbunden.
Jeglicher Fortschritt von Entwicklung in der Wissenschaft, in der Wirtschaft
und dem sozialen Umfeld hat keinen Nutzen ohne ein Umdenken, ohne Wandlung.
Wie
können wir dieses Umdenken, diese Wandlung herbeiführen?
Das kann dadurch herbeigeführt werden, indem wir unsere Begierde und unsere
Emotionen unter Beobachtung halten.
Da geistige Anspannung der Gesundheit des Menschen schadet, sollte der Mensch
die Kunst lernen,
seine Begierden und Emotionen zu kontrollieren, denn sie erzeugen Stress und
Anspannung.
Der Mensch sollte sich ernsthaft bemühen, ein stilles und reines Leben zu führen.
Er sollte die Wahrheit erkennen, dass Probleme und Verwirrung nur ein vorübergehender
Zustand sind, so wie vorüberziehende Wolken. Es gibt keinen Spielraum für Ängste,
wenn diese Wahrheit erkannt wird.
Derjenige, der diese Wahrheit erkannt hat, wird seinem Geist nicht erlauben zu
schwanken,
wenn ihn die Inbrunst von Ärger, Grausamkeit usf. überfällt.
20.
November 2009 –
Es gibt keine größere Qualität im Menschen als die selbstlose Liebe, welche
ihren Ausdruck im Dienst an anderen hat.
Solch eine Liebe kann die Quelle wahrer Glückseeligkeit sein.
Das
Verhältnis zwischen Karma und Karma Yoga sollte richtig verstanden werden.
Aktive Handlung
(Karma), ausgeführt mit Verhaftung oder Wunschgedanken, verursacht Bindung.
Doch selbstlose Handlung, frei von jeglichen Wünschen, wird zu Karma Yoga (dem
Weg des Handelns, welcher zu Befreiung führt).
Unser
Leben sollte zum Ausdruck von Yoga (Gemeinschaft mit dem Göttlichen) werden,
statt Ausdruck von Roga (Krankheit) zu sein.
19.
November 2009 –
Was wir heutzutage behüten und beschützen müssen, sind Wahrheit und
Rechtschaffenheit und nicht die Nation.
Wenn Wahrheit und Rechtschaffenheit behütet und beschützt werden, dann werden
diese die Nation behüten und beschützen.
Deshalb sollte Rechtschaffenheit in jeder Familie entwickelt werden.
Das Heim einer Familie ist kein banaler Platz,
sondern der Wohnplatz von Rechtschaffenheit (Dharma), die das Land beschützt
und behütet.
Das
Zuhause ist das Leuchtfeuer, welches die Welt erleuchtet und sie erhält.
Frauen sollten das, unabhängig von ihrer Bildung oder sozialen Stellung,
erkennen.
Ihre allerhöchste Pflicht ist es, ihr Zuhause zu beschützen.
Wo auch immer Frauen respektiert werden, findet man Wohlstand und Glück.
Frauen sollten niemals mit Respektlosigkeit behandelt oder erniedrigt werden.
Ein Zuhause in dem eine Frau Tränen vergießt, wird ohne allen Wohlstand sein.
18.
November 2009 –
Der
Mensch ist auf der Suche nach Gott und forscht nach der Natur des Göttlichen.
Wenn Gott in uns wohnt, warum besteht dann die Notwendigkeit nach Ihm zu suchen?
Zuerst
muss der Mensch sich bemühen, sein wahres Wesen zu verstehen,
denn das ist Sathyam (Wahrheit), Jnanam (Weisheit) und Anantham (Unendlichkeit).
Gott hat dem Menschen die Veden und andere Schriften geschenkt,
damit sie ihm die Augen öffnen bezüglich der Wahrheit, dass der Mensch im
wesentlichen göttlich ist.
In dieser Welt ist jeder Mensch mit Wahrheit, Rechtschaffenheit und Liebe
ausgestattet.
Der Mensch ist die Verkörperung von Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit (Sath-Chith-Ananda).
Diese Eigenschaften sind wahrlich göttlich.
17.
November 2009 –
Im weltlichen Leben manifestiert sich Liebe in verschiedenen Formen.
Es gibt die Liebe zwischen Mutter und Sohn, Mann und Frau und zwischen
Verwandten.
Diese Liebe, die auf einer physischen Verbindung basiert, hat sich aus selbstsüchtigen
Motiven und Eigeninteresse entwickelt.
Doch die Liebe zu Gott ist frei von Eigeninteresse.
Die Liebe zu Gott ist Liebe allein um der Liebe willen.
Man nennt dies auch Hingabe (bhakti).
Eine Eigenschaft dieser Liebe ist, zu geben und nicht zu nehmen.
Zweitens kennt Liebe keine Angst.
Drittens ist es Liebe, die nur um der Liebe willen und nicht aus selbstsüchtigen
Motiven heraus besteht.
Diese Betrachtungsweise der Liebe deutet völlige Hingabe (Prapatthi) an.
Wenn man mit dieser Einstellung alles genießt, dann erfährt man göttliche Glückseligkeit.
16.
November 2009 –
Nur
wenn ihr den Weg der Liebe geht, könnt ihr Glückseligkeit erfahren.
Einfach den Namen des Geschirrs zu wiederholen, kann nicht euren Hunger stillen.
Es ist auch so, dass außer wenn ihr sanfte Worte sprecht und geheiligte
Handlungen ausführt,
ihr euch nicht der Süße des Lebens erfreuen und glücklich sein könnt.
Ihr
seid die Kinder
der Unsterblichkeit und
Verkörperungen der Glückseligkeit.
Ihr seid aus Glückseligkeit hervorgegangen und das ist der Grund, dass ihr zu
dieser Quelle zurückzukehren versucht.
So wie ein Fisch, der im Wasser geboren wurde nicht auf dem Land leben kann, so
sehnt sich der Mensch nach Glück.
Es ist egal wo er ist, oder was er gerade tut.
Der Mensch ist ruhelos, bis er dahin zurückkehrt wo er hergekommen ist – aus
der Glückseligkeit.
Wahre
Glückseligkeit kann nicht in dieser Welt gefunden werden.
Haltet euren Geist immer auf Gott fokussiert – nur dann werdet ihr Frieden und
Glück empfinden.
15.
November 2009 –
Losgelöstheit, Glauben und Liebe – dieses sind die Säulen, auf welchen der
innere Frieden ruht.
Von diesen drei Eigenschaften ist der Glaube von entscheidender Bedeutung, denn
ohne ihn ist alle spirituelle Disziplin leer.
Mit Losgelöstheit alleine ist spirituelle Disziplin zwar wirksam,
jedoch ist es die Liebe, welche den Menschen schnell zu Gott führt.
Der
Glaube nährt die Qual des Suchenden durch die Trennung von Gott,
Losgelöstheit kanalisiert ihn auf dem Weg zu Gott und die Liebe erleuchtet
seinen Weg.
Der
Herr wird dir alles gewähren, was du auf deinem Weg zu Gott brauchst und
verdienst;
es ist nicht notwendig, danach zu fragen, kein Grund, deswegen zu murren.
Sei zufrieden! Nichts kann gegen den Willen Gottes geschehen.
14.
November 2009 –
Wer
bist du? Du bist das Selbst (atma).
Woher kommst du? Du kommst vom Selbst.
Wohin gehst du? Du gehst zurück zum Selbst.
Wie lange wirst du hier bleiben? Du wirst hier bleiben, solange du dich auf der
Jagd nach sinnlichen Dingen befindest.
Wo bist du? Du bist in der unwirklichen, sich immer wieder verändernden Welt.
In welcher Form? Du bist hier in der Form, die nicht das Selbst ist (anatma).
Mit was beschäftigst du dich? Du beschäftigst dich mit vergänglichen
Aufgaben.
Was
solltest du in Zukunft tun?
In Zukunft solltest du diese vergänglichen Aufgaben aufgeben und danach streben,
mit dem Selbst (atma) Eins zu werden.
13.
November 2009 –
Das kleine
“Ich” aufzugeben ist, was Verzicht wirklich bedeutet.
Es
bedeutet, jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat in eine Opfergabe an Gott zu
verändern,
alle Taten mit dem göttlichem Ziel zu sättigen.
Liebe
zu entwickeln ist die beste spirituelle Übung.
Liebe schenkt sich für immer und erwartet nichts zurück.
Überschüttet Andere mit eurer Liebe und ihr werdet auch mit Liebe überschüttet
werden.
Wenn ihr damit aufhört eure Liebe zu teilen, dann wird nichts übrig bleiben,
was zu teilen wäre.
Liebe
gedeiht durch Verzicht – wirklich, Liebe und Verzicht sind unzertrennbar.
12.
November 2009 –
Die richtige Einstellung eines Devotees sollte die von völliger Hingabe sein.
Wie ein Devotee sagte:
„Ich übergebe Dir das Herz, das Du mir gegeben hast. Ich habe nichts, was ich
mein Eigentum nennen kann.
Alles gehört Dir. Ich übergebe Dir, was dir schon gehört.“
Solange
der Geist der Hingabe nicht entwickelt worden ist, wird der Mensch wieder und
wieder geboren werden.
Er sollte sein Herz Gott übergeben und sich nicht damit zufrieden geben,
Gott Opfergaben wie Blumen und Früchte anzubieten.
11.
November 2009 –
Der Duft von Sandelholz wird intensiver, je mehr es gerieben wird.
Zuckerrohr wird saftiger, je mehr es gekaut wird und Gold wird reiner, wenn es
im Feuer geschmolzen wird.
Ähnlich
ist es mit einem Devotee, der nicht in seiner Liebe zu Gott schwanken wird,
auch wenn er mit Problemen und Hindernissen in seinem Leben konfrontiert wird.
Gott prüft Seine Devotees nur, um sie auf eine höhere Stufe der spirituellen
Leiter zu führen.
10.
November 2009 –
Der Mensch ist ein Teil der Öffentlichkeit.
Die Menschheit ist ein Teil der Natur. Die Natur ist ein Glied Gottes.
Der Mensch hat diese Wechselbeziehungen nicht verstanden und vergisst heutzutage
seine Verpflichtungen.
Der Kosmos ist ein untrennbarer Organismus, bestehend aus voneinander abhängigen
Teilen.
Wenn jedes dieser Teile seine Pflicht erfüllt, dann kommen die Vorteile allen
zugute.
Der
Mensch hat nur die Berechtigung seine Pflicht zu erfüllen, nicht aber die Früchte
seiner Pflichterfüllung zu genießen.
Der Mensch ist so etwas ähnliches wie ein Theaterdirektor für das, was in der
Natur vor sich geht.
Doch seine Pflichten vergessend, kämpft er für Rechte.
Es ist dumm für Rechte zu kämpfen, ohne seine Pflichten zu erfüllen.
Das ganze Chaos und die Konflikte in der Welt sind nur da, weil der Mensch
vergisst, seine Pflicht zu erfüllen.
Wenn jeder seine Pflicht erfüllt, beständig und fleißig, dann wird die Welt
voller Frieden sein und florieren.
9.
November 2009 –
Reichtum, Bildung, soziale Stellung usw. ist alles ohne einen makellosen
Charakter nutzlos.
Ein makelloser Charakter ist wie der Duft einer Blume, der ihr Wertschätzung
und Würde verleiht.
Poeten, Maler, Artisten und Wissenschaftler mögen alle in ihrem eigenen Bereich
großartig sein,
aber ohne einen makellosen Charakter haben sie kein wahres Ansehen.
Man mag sich wundern ob alle die, die jetzt mit Respekt von der Gesellschaft
behandelt werden,
einen makellosen Charakter besitzen der sie berechtigt, als großartig angesehen
zu werden.
Aber die Gesellschaft ist einer Mode unterworfen, die sich täglich ändert.
Die
wahre Eigenschaft eines makellosen Charakters ist ewig und bleibt gleich, unabhängig
von der Unbeständigkeit der Gesellschaft.
Unter den Eigenschaften, die einen makellosen Charakter auszeichnen
sind Liebe, Geduld, Selbstkontrolle, Standfestigkeit, Nächstenliebe.
Diese Eigenschaften zählen zu den höchsten und müssen geehrt werden.
8.
November 2009 –
Der Geist (mind) wird manchmal als Schlange dargestellt.
Der Grund dafür ist, dass er nicht in eine Richtung ausgerichtet ist.
Er hat große Freude an krummen Listen und kleveren Kunststücken.
Er vermeidet den geraden Weg der Aufrichtigkeit und der Wahrheitstreue.
Aber
der Geist, der wie eine Schlange ist, kann durch Bezaubern in Unschuld
verwandelt werden.
Wenn der Schlangenbeschwörer sein Instrument spielt, dann wiegt die Schlange
entzückt ihren Kopf.
So wird auch der Geist durch die Musik, die durch die Rezitation
des Gottesnamens ausströmt,
eingewiegt und entzückt werden.
7.
November 2009 –
Anstatt während der Bhajans die Aufmerksamkeit auf Raaga (Melodie), Thaala
(Takt), Lava (Rhythmus) und Shruti (Ton) zu richten,
sollte man versuchen die Bhajans zu einer spirituellen Stufe zu erheben,
indem mit einem wahren Gefühl und Verzückung vor Hingabe gesungen wird.
Die Lieder sollten nicht von den Lippen, sondern aus dem Herzen fließen.
Wenn das Lied vom Herzen kommt, dann wird es auch den Ohren Glückseligkeit
bringen.
Haltet
das Singen von Bhajans mit einem unbefleckten Herzen ab, alle weltlichen Wünsche
außer Acht lassend.
Wenn ihr den Namen Gottes mit einem reinen Herzen wiederholt, dann werdet ihr
das Göttliche erleben.
6.
November 2009 –
Der spirituell Suchende muss die Angst besitzen, dass Gott überall ist und
alles sieht;
eine immer vorhandene Besorgnis, dass er leicht in Sünde verfallen kann.
Er muss eine natürliche Neigung zur Wahrheit und rechtem Handeln haben
und seinen Geist dem Wohlergehen aller Menschen zuwenden.
Rechtschaffenheit
(dharma) wird nur die Person in Glanz erscheinen lassen und sie erleuchten,
die dem Nächsten dient und allen Freude bereitet.
Solche Menschen werden nicht nur die Gnade Gottes erhalten,
sondern sie werden auch das äußerste Ziel, sich mit Gott zu vereinen,
erreichen.
5.
November 2009 –
Wir sprechen vom Himmel und dem Ozean, dass sie eine blaue Farbe haben.
Das stimmt aber nicht. Weder der Himmel, noch der Ozean sind in Wirklichkeit
blau.
Es ist die Weite des Raumes und die Tiefe des Ozeans, die die Illusion von Blau
erzeugen.
Wenn
ihr etwas Seewasser in eure Handfläche nehmt werdet ihr feststellen,
dass das Wasser eigentlich keine Farbe hat. Ähnlich ist es mit Gut und Böse
–
beides hängt von unseren eigenen Gedanken und Gefühlen ab.
4.
November 2009 –
Güte, Mitgefühl, Toleranz –
durch diese Tugenden kann man das Göttliche in sich selbst und in anderen
wahrnehmen.
Ein weiches Herz wird oft als Schwäche, Feigheit und Mangel an Intelligenz
angesehen.
Man sagt, dass das Herz hart gegen Mitleid und Wohltätigkeit gemacht werden
muss.
Doch schlägt man diesen Weg ein, dann liegt auf ihm Vernichtung und Versagen.
Allein
Liebe kann andauerndes Glück und Frieden bringen.
Teilen kann Kummer und Traurigkeit verringern und Glück vervielfachen.
Der Mensch ist geboren worden, um zu teilen und zu dienen und nicht, um alles an
sich zu reißen.
3.
November 2009 –
Wer auch immer zu euch kommt und euren Dienst begehrt, ist derjenige, dem ihr in
diesem Moment helfen müsst.
Es ist eure Pflicht, den Bedürfnissen dieser Person durch euren Dienst genüge
zu tun
und das ist das Beste, was ihr in diesem Moment tun könnt.
Der gegenwärtige Moment, in dem ihr etwas tun könnt, ist die am stärksten geheiligte Zeit.
Ihr
seht nicht die Zukunft, denn eure Augen können sie nicht wahrnehmen.
Die Vergangenheit ist gegangen und es gibt nichts, was ihr dagegen tun könnt.
Deshalb
ist die Gegenwart (der gegenwärtige Moment) die beste Zeit,
in der ihr eure Pflicht erfüllen könnt um dem zu dienen, der zu euch gekommen
ist und um eure Hilfe bittet.
2.
November 2009 –
Wenn ihr die Gnade Gottes gewinnt, kann sogar das Urteil der Vorsehung bezwungen
werden.
Wenn eine Flasche mit Medizin gekauft wird, steht, von dem Hersteller
angebracht, auf dem Etikett das Verfallsdatum.
Die Medizin verliert nach dem Verfallsdatum ihre Wirksamkeit.
Auch wenn in der Flasche danach noch Medizin verblieben ist, hat sie doch ihre
Wirkung verloren.
Ähnlich ist es mit der Gnade Gottes.
Sie kann wie ein Verfallsdatum sein und die Wirkung der Vorsehung unwirksam
machen.
Gottes
Gnade kann nicht bekommen werden, wenn man von einem Augenblick zum anderen
zweifelt und kein reines Herz hat.
Auch wenn ihr Gott nicht anbetet, oder nicht meditiert, so ist es genug, wenn
ihr euer Herz gereinigt habt.
Dann wird das Göttliche es betreten.
1.
November 2009 –
Die Menschen stellen sich vor, dass Spiritualität über Gott zu meditieren,
in heiligem Wasser zu baden und heilige Tempel zu besuchen bedeutet.
Dies ist aber nicht die richtige Bedeutung von Spiritualität.
Spiritualität
bedeutet, die animalischen Eigenschaften, die der Mensch in sich trägt, zu
vernichten,
damit er zu seinem göttlichen Bewusstsein erwacht.
Spiritualität
weist darauf hin, dass man erkennt, dass das vielfältige Leistungsvermögen aus
der Seele hervorströmt
und nicht aus dem Geist (mind), um es dann dazu zu benutzen, spirituelle Stärke
zu erreichen.
Spiritualität
bedeutet zu wissen, dass alle Kraft von Gott kommt.