30. April 2009 -
Ein wahrer Verehrer Gottes sollte keine Verlangen haben.
Aber ist es möglich, dass ihr, mit einem Körper, Geist und Sinne ausgestattet, ohne Verlangen sein könnt?
Jeder hat, auf die eine oder andere Weise, wenigstens kleine Verlangen.
Andererseits gibt es Verlangen, die den Sinnen zuzuschreiben sind, die nur eine kurze Zeit Freude bereiten.
Es gibt aber auch Verlangen, welches die Sinne überschreitet.
Deswegen sind die Menschen von vielerlei Verlangen erfüllt.
Es ist nicht unrecht Verlangen zu haben, doch alles Verlangen muss Gott gefällig sein.
Ihr solltet euch an das ewige, unendliche Prinzip, das auf Wahrheit basiert, halten und all eure Handlungen Gott widmen.
Lebt euer Leben ohne Ich-Bewusstsein und Mein-Bewusstsein und weiht alles Gott.
29. April 2009 -
Liebe ist erhaben. Entwickelt Liebe in eurem Herzen.
Lasst die Liebe durch jeden Teil eures Körpers fließen. Lasst Liebe das herrschende Prinzip in eurem Leben sein.
Entwickelt Liebe durch Liebe.
Dies ist das Gebet, das den Herzen der Gopikas entsprang:
"Oh, Krishna. Spiele auf Deiner Flöte, damit unsere ausgetrockneten Herzen von Deiner Liebe,
die wie süßer Nektar ist, durchflutet wird und wir voll von ihr sind bei allem was wir denken und tun.
Pflanze den Samen der Liebe in unsere trockenen Herzen, damit die Sprösslinge der Liebe wachsen und gedeihen."
Um diese Freude zu erfahren müsst ihr einen festen Glauben an Gott entwickeln und all eure Angst und Furcht abwerfen.
Entwickelt göttliche Liebe und verwirklicht diese Freude.
Reinigt und heiligt euer Leben, indem ihr es dem Göttlichen weiht.
28. April 2009 –
Denkt über all die Dinge, wegen denen ihr bis jetzt Tränen vergossen habt, nach.
Ihr werdet herausfinden, dass ihr euch nur nach armseligen Dingen,
nach momentaner Berühmtheit, nach flüchtigem Ruhm gesehnt habt.
Stattdessen solltet ihr nur weinend nach Gott rufen, um eurer eigenen Reinigung und Vollendung willen.
Ihr solltet weinen, denn die sechs Kobras, die in eurem Geist Schutz gefunden haben, vergiften ihn mit ihrem Giftstoff:
Verlangen, Wut, Habgier, Bindung, Stolz und Bosheit.
Beruhigt die Kobras, wie es der Schlangenbeschwörer mit seinen wiegenden Bewegungen der Flöte tut.
Die Musik, die die Kobras bändigen kann, ist der Name Gottes.
Danach werden sie zu Spielzeug, das ihr benutzen könnt wie ihr wollt.
Wenn die Giftstoffe erst einmal außer Gefecht gesetzt sind,
dann werdet ihr Gleichmut erlangen
und ihr werdet durch Ruhm oder Schande, Gewinn oder Verlust, Freude oder Leid unberührt bleiben.
27. April 2009 –
Erkennt, dass das den Menschen betreffendes Glück nicht in Sinnesobjekten gefunden werden und erfahren werden kann.
Welches Glück auch immer von den Sinnesobjekten ausgelöst wird, es ist nur vorübergehend.
Wirkliches und andauerndes Glück kann nur aus dem inneren eines Menschen hervorgebracht werden.
Die Sinne sollten dazu gebraucht werden dem Nächsten zu dienen.
Die dumme Idee Glück kann nur erreicht werden wenn der Mensch Sinnesfreuden frönt, sollte aufgegeben werden.
Nur Tiere geben sich damit zufrieden allein von den Sinnesorganen Erfüllung zu finden.
Deshalb sollte jeder Mensch fest entschlossen bekunden:’ Ich bin ein Mensch und kein Tier.’
Nur wenn er diese feste Überzeugung vertritt, wird er sein animalisches Wesen aufgeben und seine Menschlichkeit kund tun.
Nur wenn die Sinne unter Kontrolle gebracht worden sind, kann das Wesen des Göttlichen erfasst werden.
26. April 2009 –
Freude und Leid sind nicht das dem Menschen innewohnende Wesen.
Sie sind Erzeugnisse des Geistes.
Glückseligkeit ist das wahre Wesen des Menschen.
Diese Glückseligkeit kann nur verwirklicht werden wenn die Liebe Gottes erfahren wurde.
Das Empfinden von ‚Meins’ muss völlig ausgerottet werden.
Der Mensch, der voller Liebe ist hat auch eine große innere Ruhe (Seelenfrieden),
ein reines Herz und kann durch keinen widrigen Umstand erschüttert werden, sei es nun durch Versagen oder Verlust.
Diese innere Stärke wird von der Liebe Gottes erlangt, die den Menschen mit Selbstvertrauen ausstattet.
Selbstvertrauen bewirkt eine enorme innere Kraft, die jeder entwickeln muss.
Jeder
muss dieses Selbstvertrauen entwickeln, damit die Glückseligkeit des Selbst (Atma-Ananda)
erfahren werden kann.
25. April 2009 –
Seht Gott in jedem Menschen dem ihr begegnet und seht Gott in allem was ihr wahrnehmt.
Seine Mysterien wohnen allem inne, das Materie ist oder nicht.
Das Universum ist von Gott durchdrungen, es ist ein Ausdruck Seiner Unerklärlichkeit, seines Mysteriums!
Taucht in die Quelle der Freude, die in euch ist und entwickelt euch.
Steht nicht still und geht nicht etwa zurück.
Jede Minute muss einen Schritt vorwärts kennzeichnen.
Freut euch, dass es euch gegeben ist Gott in allem zu erfahren
und heißt alle Gelegenheiten willkommen Ihn durch Gesang zu ehren und lobpreisen,
Seine wunderbaren Geschichten zu hören und Seine Gegenwart mit anderen zu teilen.
24. April 2009 –
Wenn ihr Dienst am Nächsten (seva) verrichtet solltet ihr nicht denken,
daß euer Dienst nur auf die Armen und Mittelosen beschränkt ist.
Im Rahmen vom Dienst am Nächsten gibt es keinen Grund einen künstlich hervorgerufenen Unterschied
zwischen Reich und Arm zu machen.
Was zählt ist der Dienst am Menschen der in Not ist.
Ihr solltet euch nur darum sorgen welcher Dienst notwendig und wann und wo er notwendig ist
und ihr solltet euch nicht darum sorgen, welchen sozialen Stand oder welche Position diese Person inne hat.
Das allererste Erfordernis für den Dienst am Nächsten ist ein Geist der Liebe und Kameradschaft.
Beides muss ganz natürlich dem Herzen entspringen.
Wenn kein Gefühl von Güte und Mitgefühl da ist, macht es den Dienst am Nächsten zu einer gekünstelten Handlung,
um öffentliche Aufmerksamkeit oder Anerkennung zu bekommen.
Prahlerei und Schaustellung im Dienst am Nächsten ist schädlich, weil dadurch das Ego aufgeblasen wird.
23. April 2009 –
Gott erschafft feindselige Kräfte um die Kraft des Glaubens an das Göttliche zu demonstrieren
und um dem Gläubigen Friede und Fülle zukommen zu lassen.
Genau so wie eine Mutter ihrem Kind zu seinem Vergnügen Spielzeug und Süßigkeiten schenkt,
auch wenn sie für sie selbst nicht nützlich sind, genau so erschafft Gott gewisse Situationen um des Gläubigen willen,
damit die Tiefe seiner Hingabe zum Vorschein kommt.
Auch wenn es nur kleine Dinge sind, so finden wir doch,
daß ihre wahren Eigenschaften nur durch das Erfahren der wesentlichen Faktoren,
die sich in widersprüchlicher Weise gegenüber stehen, entdeckt werden können.
Wenn jemand zum Beispiel physische Kraft entwickeln möchte, dann wird er den Körper anstrengenden Übungen preisgeben.
Sogar ein Diamant muss geschliffen und poliert werden,
bevor
durch seinen Glanz und seine Schönheit sein Wert erhöht wird.
22. April 2009 –
Der Geist des Menschen ist überfüllt mit Dingen der Welt und Verlangen fordert zu viel seiner Zeit und Energie.
Damit beansprucht die Welt der Materie zu analysieren,
hat der Mensch alle Sinne für das Gute und zur Erhebung seines Geistes, verloren.
Wahrheit ist nur ein Wort aus dem Wörterbuch.
Bescheidenheit, Geduld und Ehrerbietung sind unwichtig und belanglos.
Der einzige Hoffnungsstrahl in dieser den Menschen umgebenden düsteren Stimmung der Angst, des Hasses und der Verfolgung
ist der Frieden, der durch Selbstkontrolle und spiritueller Übung (sadhana) gewonnen werden kann.
Dieser Frieden wird alles durchdringen und das innere Bewusstsein und auch die äußere Atmosphäre reinigen.
21. April 2009 –
Im Herzen eines Menschen lebt Gott, zusammen mit dem Bewohner des Körpers,
dem individuellen Selbst, genau wie Licht und Schatten zusammenleben.
Schatten wird durch Licht erzeugt und verkündet die Gegenwart von Licht.
Beide sind im Grunde unzertrennbar.
So sind auch das individuelle Selbst (jivi) und das universale Selbst (brahman) miteinander
als das Eine Unzertrennbare Wesen verbunden.
Das individuelle Selbst als Schatten existiert in und durch Gott (brahman)
und hat teil an demselben, göttlichen Ruhm und Glanz.
Wenn sich das Eine in der Vielzahl widerspiegelt, in der großen Anzahl der individuellen Selbst,
dann erscheint es als das Selbst in jedem, das als unbeteiligter Zeuge zuschaut.
20. April 2009 –
Die große Vielzahl an Andersartigkeit, die man in dieser Welt sieht,
sind nur abweichende Offenbarungen der einen, grundlegenden Existenz – Gott (Brahman).
Ein Mensch der danach strebt die Früchte eines Baumes zu genießen,
kann sich nicht damit zufrieden geben nur die Blüten des Baumes zu hegen und zu pflegen,
sondern er muss dies auch mit der Wurzeln, dem Stamm, den Zweigen und den Blättern gleichermaßen tun.
Ähnlich ist es mit demjenigen, der nach der höchsten Weisheit (jnana) strebt.
Er muss den Körper, die Sinne und die Gefühle entsprechend hegen und pflegen.
Gott ist die ewige Wirklichkeit.
Er wird nicht geboren, wächst und stirbt nicht.
Er ist ohne Anfang und Ende und unwandelbar.
Es sind nur Körper, die einem Wandel unterworfen sind.
Das unwandelbare Göttliche muß durch den Gebrauch des Körpers, der veränderlich ist, erfahren werden.
19. April 2009 –
Die Heiligen Indiens strebten nach dem Wissen, das, wenn es erst einmal erworben wurde,
das Wissen über alles andere schenkte.
Dieses entdeckte Wissen drückt sich im praktischen Leben als Liebe aus, denn Liebe erschafft, hält am Leben und hüllt alles ein.
Ohne Liebe kann keiner behaupten, dass er darin Erfolg hatte Gott und Seine Schöpfung, das Universum, erfasst zu haben.
Gott ist Liebe, lebt in Liebe - so lehren es die Weisen.
Das Herz wird durch die Wiederholung des Gottesnamens (namasmarana) vorbereitet.
Dieses setzt eine Übung, die zum Kontakt mit dem Selbst (Yoga) führt ( 'Chittha shuddhi yog -
der Weg der Reinigung des Bewusstseins) in Kraft.
Ladet jede Sekunde eurer Zeit mit dem allmächtigen, göttlichen Strom auf, der von Seinem Namen ausstrahlt.
18. April 2009 –
Sich seines wirklichen Wesens bewusst zu sein (Swaswaroopa)
ist mit dem Hilfsmittel von wahrem Wissen und wahrer Hingabe zu erreichen.
Das Licht der Sonne wird durch den Mond reflektiert. Das Licht der Sonne ist hell und warm.
Wird das Licht der Sonne aber vom Mond widergestrahlt, ist es kühlend und beruhigend.
Das Licht der Sonne ist auch im Mond vorhanden. Das Prinzip, das beide strahlen läßt ist das Wesen des Selbst (Atma-tatwa).
Das Licht der Sonne kann mit Weisheit (jnana) verglichen werden und das Licht des Mondes mit Hingabe (bhakti).
Weisheit ist strahlend, glänzend, während Hingabe glückselig ist.
Deshalb
sind Hingabe und Weisheit die Mittel, die zu ein und demselben Ziel führen.
17. April 2009 –
Während das Göttliche alles durchdringend ist, ist die Fähigkeit diese Wahrheit zu erkennen nicht allen gegeben.
Die Tatsache, daß Feuer in Holz latent vorhanden ist, ist bekannt.
Doch kann Reis in einem Kessel auf Holz, das nicht angezündet wurde, basierend auf dieser Grundlage, gekocht werden?
Feuer hat zwei Stadien - das innere und das äußere Stadium.
Das Feuer, das unsichtbar und verborgen ist, ist das innere Feuer.
Dieses Feuer, auch wenn es da ist, kann nichts verbrennen.
Das äußere Feuer kann seine wahre Form offenbaren und alles zu Asche verbrennen.
Ähnlich ist es mit der Kraft, das allgegenwärtige Göttliche zu erleben und es im Inneren zu vergegenwärtigen.
Diese innere Kraft besitzt jeder Einzelne, doch nur manche haben das Vermögen,
diese Kraft auch nach außen hin zu demonstrieren.
16. April 2009 –
Es ist die Eigenschaft eines Magneten Eisen anzuziehen.
Ist das Eisen aber mit Rost bedeckt, wird es nicht von der magnetischen Kraft angezogen.
Eine Ursache, warum der Mensch diesen schädlichen Rost ansetzt, ihn ansammelt, ist seine Gier nach sinnlichem Vergnügen.
Deshalb sollte er darauf achten, daß er erst gar keinen Rost ansetzt.
Dann übernimmt das Stück Eisen, Mensch genannt, durch die Berührung mit dem Magneten, Gott genannt,
die göttlichen, magnetischen Eigenschaften und verwirklicht das Ziel seines Strebens.
Der Rost, der durch sinnliche Habgier entsteht, kann auf Distanz gehalten werden,
indem man gute Gesellschaft sucht und die Grundsätze für gutes Verhalten in die Praxis umsetzt,
die man durch solch heiligen Umgang in sich aufnimmt.
15. April 2009 –
Ihr solltet eure Zeit nicht untätig verbringen und zu euch selbst sagen,
dass schon Gott kommen wird, um euch zu helfen wenn es notwendig ist.
Ihr müßt euch erheben und arbeiten.
Gott hilft denen, die sich selbst helfen und keinem anderen.
Führt
die euch übertragenen Arbeiten aufrichtig und effizient aus.
14. April 2009 –
Jeder Mensch strebt nach Glück und möchte Kummer und Sorgen vermeiden.
In dieser Welt trifft der Mensch aber auf Wahrheit und Unwahrheit, Recht und Unrecht, Freude und Leid.
Dies alles vergeht und verändert sich mit der Zeit.
Der Mensch sollte eines festen Glauben an das höchste Prinzip haben, dem Gut und Böse entspringt.
Ein wahrer Mensch ist der, der Schmerz und Freude ohne einen Unterschied zwischen beiden zu machen, annimmt.
Ihr solltet dem Göttlichen vertrauen und Seine Liebe in eurem Herzen erleben.
In dieser Welt ist der Gewinn, den ihr aus Leid erwerbt größer, als der, den ihr aus Glück erwerbt.
Die
Heiligen und Weisen aus alten Tagen, deren Ruhm durch die schriftlichen Berichte
vergangenen Geschehens unvergänglich ist,
strebten nach Not und Mühsal, anstatt nach Glück.
Die Freude die aus der Überwältigung einer Mühsal und Not entsteht hält länger an als die Freude, die aus Glück entsteht.
Deshalb solltet ihr nicht gegen Kummer und Betrübnis sein, aber auch nicht nur nach Glück Ausschau halten.
13. April 2009 –
Was ist ‘Moksha’?
Moksha bedeutet, das Unwirkliche (anatma) aufgeben.
Nehmt einmal an, dass ihr ein Glas Fruchtsaft möchtet, aber noch ein volles Glas mit Wasser vor euch stehen habt.
Ohne das Wasser, das in dem Glas ist auszuschütten, könnt ihr keinen Fruchtsaft in das Glas füllen.
In ähnlicher Weise kann Spiritualität (atmabhava) in euch keine Wurzeln fassen, es sei denn ihr gebt weltliches Verlangen auf.
Wenn ihr eure Stunden tief in Gedanken an Gott versunken verbringt,
dann werdet ihr frei von bösen Gedanken und euch auf keinen bösen Weg begeben.
Ihr werdet nicht versucht sein anderen ein Leid zuzufügen, oder ihnen in irgend einer anderen Art und Weise zu schaden.
Ihr beginnt euer Leben in Liebe zu führen und alle Ereignisse als Gottes Geschenk anzusehen.
Dann wird euer Zuhause wahrlich der Himmel auf Erden.
Die Freude, die in eurem Herzen sprudelt ist das Symbol für ‚Vaikunta’, das Zuhause von Vishnu.
Die Ernsthaftigkeit und Fürsorge die ihr in eurer Arbeit bekundet, symbolisieren das Zuhause von Shiva, Kailasa.
12. April 2009 –
Alles Verlangen und alle instinktiven Triebe wachsen mit überwältigender Kraft,
wie die Wellen, die tosend und tobend ans Ufer rollen, um sich dann wieder ganz ruhig zurückziehen.
Sie schenken keinen Frieden.
Es liegt Weisheit darin, die tobenden Wellen zu vergessen
und stattdessen die Aufmerksamkeit auf die beruhigende Tiefe, die in ihnen liegt, zu lenken.
Ihr könnt nur Frieden (shanti) erlangen, wenn ihr tief in die von nichts gestörte Tiefe des Meeres taucht
und nicht durch das Herumschwimmen auf der Oberfläche.
11. April 2009 –
Gott ist die Verkörperung der Liebe.
Diese Liebe strahlt in gleichem Maße in jedem Menschen.
Der Duft einer Blume bleibt gleich, ob sie nun in der rechten, oder linken Hand gehalten wird.
In gleicher Weise gibt es auch für Gott keinen Unterschied.
Er bevorzugt niemanden und schließt niemanden aus.
Aber engstirnige Menschen können nicht verstehen, dass das Göttliche keine Unterschiede macht.
Jeder nimmt Gottes Macht und Seine Attribute gemäß der ihm eigenen Wahrnehmung und Erfahrung auf.
Verschiedene Menschen, bedingt durch ihre eigenen Vorlieben und Abneigungen,
ordnen diese Unterschiede in ihrem Geist (mind) dem Göttlichen zu.
Gott macht keine Unterschiede wie gut oder böse, wünschenswert oder ungewünscht, böswillig oder tugendhaft.
Der Sandelholzbaum verströmt seinen Duft auch für den, der ihn mit der Axt fällt.
Auf ähnliche Art und Weise ist auch Gott immer bereit zu lieben, zu ermutigen und zu beschützen,
jeden im gleichen Maße und auf die gleiche Weise.
10. April 2009 –
Frieden (shanti) ist der Honig, den Liebe (prema) aus der bezaubernden Blume des Lebens herstellt.
Frieden ist das Hauptbedürfnis des spirituellen Meisters (yogi) und des spirituellen Aspiranten (sadhaka).
Einmal erreicht, kann die Wirklichkeit schon morgen erkannt werden, wenn nicht schon heute.
Sie werden sich beide mit allen Hindernissen, die am Weg liegen, abfinden und der Frieden gibt ihnen die Stärke dazu.
Allein durch Frieden können Hingabe (bhakti) und Weisheit (jnana) Wurzeln schlagen.
9. April 2009 –
In der heutigen Welt findet man reiche Menschen, Menschen mit Stärke, Bildung und Tugenden.
Aber es gibt wenige Menschen, die das Selbst verwirklicht haben.
Von welchem Nutzen sind alle anderen Besitztümer, die nur zeitweilig im Besitz des Menschen sind,
um dann dahinzuschwinden, wenn das Selbst ignoriert wird?
Welchen Nutzen bringt das Wissen über die Welt, wenn ihr euch eures Selbstes nicht bewusst seid?
Deshalb ruft die vedische Philosophie (Vedanta) jeden Einzelnen dazu auf, die Wahrheit über sich selbst zu entdecken.
Das Wissen über das Selbst ist der Schlüssel zu allem anderen Wissen.
Um dieses Wissen zu bekommen müßt ihr euch an die richtige Person wenden,
die euch die Mittel zeigt, um euer wahres Selbst zu entdecken.
Wenn ihr nicht dazu bereit seid diese Suche nach dem Selbst zu unternehmen, entwickelt Glauben,
wenn nicht an Gott, dann wenigstens an euer eigenes Selbst.
Der Mensch, der nicht an sich selbst glaubt, kann auch keinen Glauben an jemand anderen haben.
Er kann keinen Glauben an Gott entwickeln.
Macht Vishwasa (Glauben) zu eurem Shwasa (Lebensatem).
8. April 2009 –
Um Frieden (shanti) zu gewinnen, ist es unbedingt notwendig seinen unüberwindbaren Gegner Wut außer Gefecht zu setzen.
Wut macht den Menschen zum Sklaven und vernebelt seinen Verstand.
Wenn ihr voller Hingabe (bhakti) seid, wird das Verstehen leichter.
Die Form der Hingabe, die als Shanta Bhakti (leidenschaftslose Hingabe) bekannt ist,
ist der beste Weg zur ewigen, immerwährenden Glückseligkeit.
7. April 2009 –
Die Veden lehren die Mittel, um das Leben in der Welt rein und bedeutungsvoll zu machen.
Sie verkünden: „Na karmanaa na prajayaa dhane na, thyaagenaike amrutatwamaanashuhu".
Das bedeutet, dass nicht durch Rituale, Nachkommenschaft oder Reichtum,
sondern nur durch Verzicht Unsterblichkeit erreicht werden kann.
Ein Mensch, der allem entsagt hat (Thyagi) zögert nicht, sogar seinen Körper für das Wohlergehen anderer Menschen zu opfern. Opferbereitschaft, oder Verzicht, bedeuten mehr, als seinen Reichtum, Gold und materielle Dinge aufzugeben.
Es bedeutet böse Eigenschaften wie Hass, Neid, Wut, Zorn und Böswilligkeit,
die sich während seiner vielen Leben im Menschen verwurzelt haben, abzulegen.
6. April 2009 –
Um perfektes Glück zu gewinnen, müsst ihr dem Weg der Hingabe (bhakti) folgen, euch dem Herr völlig unterwerfen.
Es gibt kein anderes Mittel. Den Weg der Weisheit (jnana) zu beschreiten ist nur für einen aus Millionen möglich.
Unter den gegebenen Voraussetzungen ist der Weg der Weisheit (jnanan-marga) tatsächlich sehr schwierig.
Der Weg des Handelns (karma-marga) und der Weg der Beherrschung des Geistes (yoga-marga);
auch sie sind beide voller Hindernisse.
Deshalb ist der Weg der Hingabe (bhakti-marga) der leichteste, der am vielversprechendste
und der, der am meisten Erfolg verspricht und unendliche Glückseligkeit hervorbringt.
5.
April 2009 –
Die grundlegende Unwissenheit, die Täuschung (maya) genannt wird, legt euch mit
vielen Tricks herein.
Sie bewirkt, dass ihr ein Seil als Schlange seht und voller Angst flieht.
Sie macht euch glauben, einen See voller Wasser zu sehen, zu dem ihr rennt, um euren Durst zu löschen,
um dann herauszufinden, daß dort nur der heiße Sand der Wüste liegt.
Und ihr nennt es ‚mayaa’, was so viel in Sanskrit bedeutet wie‚ durch mich’, oder ‚für mich’.
Dadurch identifiziert ihr euch mit der Täuschung (Maya), als ob sie Wirklichkeit und nützlich wäre.
In dem Moment in dem ihr erkennt, dass es nur Täuschung ist, hört sie auf euch zu belästigen.
Täuschung erschafft das Universum, sie breitet vor dem Geist (mind) die enormen, verschiedenen Objekte der äußeren Welt aus. Täuschung ist wie ein Tänzer (Narthakee), eine Zauberin, die die Intelligenz lockt und die Sinne einfängt und verführt.
Diese Zauberin mit Namen Na-rtha-kee, kann durch Kee-rtha-na,
der Betrachtung Gottes und dem singen Seines Namens, bezwungen werden.
4.
April 2009 –
Nur wenn der Geist (mind) des Menschen völlig unter Kontrolle ist, ist er in
der Lage seine wahre Identität zu begreifen.
Dann enden alle Probleme, alle Mühen, Zweifel und Schwierigkeiten.
Der Mensch bezwingt dann seinen Kummer und Schmerz, seinen Irrglauben und seine Ängste
und Sorgen.
Er ist in der heiligen Stille von Frieden (shanti)
gefestigt.
Spirituelles Leben ist nicht eine Sache bedeutungslosen Geschwätzes.
Es ist eine Erfahrung von reiner Glückseligkeit (ananda).
3.
April 2009 –
Ravana war in keiner Weise, was Wissen betraf, Rama unterlegen, doch der Weise
Valmiki, der Verfasser des Ramayana Epos, beschrieb Ravana als einen Dummkopf
und pries Rama als einen Mann der Weisheit.
Der Grund dafür war, dass Rama, die Weisheit, die Er erworben hatte, in Sein tägliches
Leben einbezog, sie lebte
und dadurch ein musterhaftes, vorbildliches Leben führte.
Ravana, andererseits wandte das Wissen, das er erworben hatte, nicht im täglichen Leben an,
wurde ein Sklave seiner Sinne und ruinierte sich, sein Königreich und die gesamte Sippe.
Erziehung und Bildung ist nicht dafür gedacht die Sinne zu befriedigen,
sondern dazu da, die Sinne zu erweitern, um der Gesellschaft ein Vorbild zu sein.
Der menschliche Körper ist durch die Sinne gebunden und sie sind für beides verantwortlich – Gut und Böse.
Deshalb ist es die allerhöchste Pflicht des Menschen, seine Sinne in der richtigen Art und Weise zu benutzen.
2. April 2009 –
Wenn alles Gott gewidmet wird, dann gibt es keinen Raum für Kummer und Sorgen, sogar nicht für Freude.
Wenn ihr euch also von Bindungen löst, dann kann euer Friede (shanti) niemals gestört werden.
Wenn der Gedanke von ‚Ich’ und ‚Mein’, von ‚Du’ und ‚Deins’ erst einmal den Geist erfasst hat,
dann erleidet euer Frieden einen Rückschlag.
1.
April 2009 –
Es gibt einen Schöpfer für diesen zauberhaften, wunderschönen Kosmos.
Er ist allwissend, allmächtig und allgegenwärtig.
Er wird als Gott, mit vielen Namen und vielen Formen, von verschiedenen Menschen
verehrt.
Einheit,
Brüderlichkeit und Hingabe sind für jedes menschliche Wesen lebenswichtig.
Um diese heiligen Eigenschaften in der Menschheit zu fördern,
haben großartige Seelen danach gestrebt verschiedene Religionen zu gründen.
Religion ist nicht ein Konzept, das einschränkt.
Religion ist dafür gedacht, die menschliche Persönlichkeit zu entwickeln
und auf die grundlegenden Richtlinien für ein Leben in Gerechtigkeit
hinzuweisen.
Religion
bringt das innewohnende, menschliche Verhalten (Freundlichkeit, Mitleid
Menschlichkeit) hervor,
das den Menschen befähigt mit seinen Mitmenschen in Harmonie zu leben.
Religion ist die Verbindung zwischen einem Individuum und dem Göttlichen.
Sie beweist die Einheit, die in der Vielfalt der Schöpfung liegt.
31.
März 2009 –
Gute Gedankengänge (sankalpas) können das Beste aus dem Menschen hervorbringen
und ihm helfen, all seine mentalen Kräfte für seine Erbauung zu nutzen.
Schiffe auf dem Meer fahren, durch den Kompass geleitet, in die gewünschte
Richtung,
denn ohne ihn würden sie Gefahr laufen durch einen Felsen oder Eisberg zerstört
zu werden.
Der
Mensch sollte das Meer weltlicher Existenz (samsara) sicher überqueren.
Dafür benötigt er einen unerschütterlichen, auf ein Ziel ausgerichteten
Geist, der ihn führt und beschützt.
Er sollte schlechte Gedankengänge sofort erkennen und sie, ohne das sie eine
Wirkung zeigen, abgeben,
indem er systematisch gute und vorteilhafte Gedankengänge entwickelt.
Gute Gedanken allein können eine Person vor Unheil bewahren und den höchsten Frieden (Prashanti) schenken.
30.
März 2009 -
In der Bhagavad Gita wird erwähnt, daß durch nichts erschüttert zu
werden, 'Udhaseenah',
eine Eigenschaft des Devotees ist, der dem Herrn lieb ist.
Das bedeutet, dass man völlig frei von Selbstsucht ist.
Man
muss die Ausübung seiner Pflichten als den alleinigen Grund seines Lebens
betrachten,
sie unberührt von Ruhm oder Tadel ausführen und nicht nach Macht oder Stellung
streben.
Man muss nach den Geboten seines Gewissens handeln, ohne sich um irgend etwas
anderes zu sorgen.
Alle Handlungen müssen im Geist des selbstlosen Dienens ausgeübt werden.
Das ist die wahre Bedeutung von 'Udhaseenah', von nichts erschüttert zu werden.
29.
März 2009 -
Lebt in der absoluten Erkenntnis, dass ihr das Selbst (atma) seid.
Das Selbst sieht durch die Augen, hört durch die Ohren, berührt durch die Finger
und bewegt sich durch die Füße.
Im Grundprinzip seid 'Ihr' das Selbst.
'Ihr', das Selbst, wird nicht durch Lob stolz werden und sich durch Tadel
nicht herabgesetzt fühlen.
So
lange euch Angst und Sorgen überwältigen, werdet ihr nicht in der Lage sein
irgend etwas zu erreichen.
Seid mutig!
Wisset, dass ihr das Selbst seid und nicht dieser Körper.
Dann werdet ihr ohne Angst sein.
Gott kann euch helfen großartige Dinge zu erreichen,
aber nur, wenn eure Handlungen auf wahrem Wissen basieren und ihr ohne
Furcht bleibt.
28.
März 2009 –
Auf der Suche nach geistigem Frieden solltet ihr nicht nur um eure eigenen Bedürfnisse
besorgt sein.
Abgesehen von einer solchen Suche, die ein Hinweis auf ernsthafte Selbstsucht
ist, ist sie auch eine vergebliche Suche.
Ist es möglich für einen Einzelnen allein Frieden zu erreichen?
Wenn
um euch herum Chaos und Rastlosigkeit herrscht,
wie könnt ihr dann als Einzelperson Frieden haben?
Euer Frieden hängt von dem Frieden in der Familie, in der Gesellschaft und in
der Welt ab.
Ihr müsst das Gefühl entwickeln, daß euer eigener Frieden auf intime Weise
mit dem Frieden in der Welt verbunden ist.
Im
Altertum wurde diese tiefgreifende Wahrheit von den Alten und Weisen
wahrgenommen
und sie beschreiben sie in dem alles umfassenden Gebet -
"Samastha
Lokaha Sukhino Bhavanthu"
(Mögen alle Welten glücklich sein).
27.
März 2009 –
Freude und Leid sind unvermeidliche Erfahrungen des weltlichen Lebens.
Sie sind so zwangsläufig wie der Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.
Ihr denkt, dass das Neue Jahr euch bessere Erfahrungen bringt.
Dem
ist nicht so, denn es ist der Geist (mind), der für Freude und Schmerz
verantwortlich ist.
Wenn euer Geist nur mit guten Dingen beschäftigt ist, dann werdet ihr alles gut
finden.
Die
Menschheit kann ohne die
Gnade Gottes nicht leben.
Selbst die Probleme in eurem Leben sind Geschenke Gottes.
Ihr
seid die Verkörperung des Göttlichen und das ist nichts als reine Glückseligkeit.
Wenn ihr Verkörperungen des Göttlichen seid, ist es nicht Dummheit zu sagen,
dass ihr in diesem Zustand unter Schmerz und Trauer leidet?
26.
März 2009 –
Entwickelt Glauben an Gott.
Alle Namen sind
Jeder Mensch ist die Verkörperung des Göttlichen.
Wahre menschliche Beziehungen können nur wachsen, wenn diese Wahrheit erkannt
wurde.
Die erste Stufe der Erkenntnis ist, wenn ihr vergegenwärtigt habt: “ Ich
bin im Licht.”.
Danach vergegenwärtigt ihr: “Das Licht ist in mir.”
Zuletzt vergegenwärtigt ihr:” Ich bin das Licht.”
“Ich” symbolisiert die Liebe und “Licht” höheres Wissen (Jnana).
Wenn Liebe und Licht Eins werden, ist Erkenntnis erlangt.
25.
März 2009 –
Welches Ziel hat das menschliche Leben?
Ist es zu
um dann letztendlich zu sterben wie ein Vogel oder wildes Tier?
Nein;
das Ziel des menschlichen Lebens ist das Göttliche (Brahman) zu erkennen.
Ohne die Erkenntnis des Göttlichen kann der Mensch keinen Frieden (Shanti)
erreichen.
Er muss diesen Frieden und diese Glückseligkeit durch das Eintauchen in das
Bewusstsein des Absoluten
durch die Gnade Gottes gewinnen.
Ein
Aspirant muss zuerst spirituelle Übungen (Sadhana) praktizieren,
die in Verbindung mit dem Aspekt Gottes stehen, der eine Form hat (Saguna).
Diese Übungen werden ihm die Konzentration schenken,
die ihn mit dem formlosen Aspekt Gottes (Nirguna) verschmelzen lassen.
24.
März 2009 –
Neethi
bedeutet Moral oder rechtes Verhalten.
Es ist der Weg, der den Menschen zu Gott führt.
Ein guter Charakter, reine Gedanken, die Ausführung vorzüglicher Taten und
selbstloser Verzicht -
alles ist in dem Ausdruck ‘Neethi’ enthalten.
Im
Altertum wurde Moral und rechtes Verhalten als grundlegendes Prinzip angesehen,
ohne das die Gesellschaft funktionsunfähig ist.
Moral ist nichts, das ihr euch zwangsläufig aneignen müsst, denn sie ist eine natürliche
Eigenschaft.
Aus diesem Grund solltet ihr als allererstes Moral entwickeln, denn nur dann
kann das Göttliche in euch erblühen.
Die gesamte Welt wird blühen und gedeihen, wenn der Mensch sich an moralische Grundsätze
hält.
Woimmer ihr seid, wasimmer ihr tut, seht Moral als die Basis für euer Leben an.
Moral allein gewährt wahre und dauerhafte Ehre.
Ihr könnt göttliche Gnade und Glück nur gewinnen, wenn ihr Moral entwickelt.
23.
März 2009 –
Dienst an Gott wird als Hingabe (Bhakti) beschrieben.
Das Herz des Aspiranten fließt durch die beständige Wiederholung des
Gottesnamens
und die Erinnerung an Ihn mit der Liebe zu Gott über.
Aus diesem Strom der Liebe entspringt Hingabe.
Derjenige, der durch den Nektar der Hingabe genährt wurde, dem wird nach nichts
anderem verlangen.
Unberührt
zu bleiben durch Freude oder Leid, Gewinn oder Verlust, Lob oder Tadel und
standhaft zu sein
und unerschüttert an
seinem Glauben festzuhalten; das ist das Kennzeichen wahrer Hingabe.
Zuneigung, Bindung, Verlangen, dass sind alles Dinge, die im Wesen des Menschen
liegen.
Doch wenn diese Eigenschaften alle auf Gott gerichtet sind, und wenn man unaufhörlich
mit guten Taten beschäftigt ist,
dann bekommen diese Eigenschaften Reinheit und Heiligkeit.
Dann wird man nicht nur eine großartige Seele, sondern zu Gott selbst.
22.
März 2009 –
Gott ist die Basis von allem.
Er ist allmächtig, allwissend und durchdringt die gesamte Schöpfung.
Wer kann sagen, dass nur dieses Gott (Brahman) ist und jenes nicht.
Die einzige, ewig bestehende Wesenheit ist Gott.
Der Rest ist nur vergänglich.
Genau so wie ohne Baumwolle kein Tuch gewebt werden kann, kann es auch keine
Welt ohne Gott geben.
Verwechselt diesen physischen Körper (Deha) nicht mit der Wirklichkeit.
Es ist die innewohnende Göttlichkeit (Dehi), welches die wahre Wirklichkeit
ist.
Das Göttliche ist jenseits von Geburt und Tod, das Eine, ohne Anfang oder Ende
und ist der ewige Zeuge.
Erkennt diese Wahrheit.
21.
März 2009 –
Ihr seid alle das unzerstörbare Selbst (atma), nichts muss euch entmutigen.
In euren Träumen leidet ihr so viel durch Feuer, Fluten, Beleidigungen, Verlust
von Geld und vielem mehr.
Wacht ihr aber erst einmal auf, dann seid ihr in keiner Weise von einem dieser
Dinge betroffen gewesen.
Wenn diese Dinge im Wachzustand passieren, dann fühlt ihr euch gepeinigt.
Aber Ich sage euch, dass von der Stufe der Erkenntnis aus gesehen, selbst der
Wachzustand auch keine Gültigkeit hat.
Es seid nicht ‘ihr selbst’, die all dieses
Gebt den Glauben an das, was ihr in Wirklichkeit nicht seid auf;
nämlich, dass ihr das physische Wesen seid und dann werdet ihr wirklich befreit
sein.
Der wirkliche Wohnort Gottes ist das Herz des Menschen.
Ihr müßt nicht auf die Suche nach Gott gehen.
Nicht zu verstehen, dass das Göttliche euch innewohnend ist, ist Unwissenheit (Ajnana).
Ihr müßt den Grund dieser Unwissenheit erforschen.
Es wird hauptsächlich daran liegen, daß euer ganzer Lebensweg unter dem
Einfluss eurer Sinne steht,
die der äußeren Welt zugewandt sind und euch in Handlungen verwickeln, die
binden (Pravritthi
Marga).
Ihr
unternehmt keine Anstrengung die Sinne nach innen zu lenken,
eure Wünsche aufzugeben und nach Gott zu verlangen (Nivritthi Marga).
Ihr seid somit mit Handlungen in der äußeren Welt beschäftigt und vernachlässigt
völlig euer Inneres.
Ihr seht alles von einem weltlichen Standpunkt aus und seht nicht das Göttliche,
das allem innewohnt.
Ihr müßt euch anstrengen eure Sichtweise zu ändern, von Außen nach Innen, um
das Göttliche wahrzunehmen.
19.
März 2009 –
Die Pflicht eines jeden Menschen ist es, den Sinn des Lebens zu erkennen
und seine Zeit so zu nutzen, daß er seine Pflichten erfüllen kann.
So heiligt er sein Leben.
Durch
die ihm gegebene Willenskraft gibt es nichts, was der Mensch in dieser Welt
nicht erreichen kann.
Aber bevor er eine Initiative ergreift, sollte der Mensch seine Fähigkeiten und
Talente kennen.
Die Menschen sind fähig die Sterne zu erkunden, oder den Mond zu betreten,
aber sie sind nicht dazu fähig, ihr wahres Wesen zu verstehen.
Der
Mensch hat das Wissen über die Einheit mit dem vollständigen Bewusstsein
ignoriert.
Dieses Bewusstsein ist nicht mit dem Wissen der äußeren Welt verbunden.
Es kann nur erfahren werden, wenn die Sicht nach innen gerichtet ist.
Nur mit vollständigem Bewusstsein (Samagratha Bhavam) hat
der Mensch das richtige Verständnis.
Eine solche Sichtweise allein kann Glückseligkeit bringen.
18.
März 2009 –
Sich an Gott zu erinnern und die Wiederholung Seines Namens ist das einzige
Mittel,
das zur Befreiung und Loslösung führt und allen zugänglich ist.
Die
Mensche neigen dazu, den Namen Gottes auf die leichte Schulter zu nehmen, indem
sie seine Kraft nicht erkennen.
Die Kraft des gesamten Kosmos ist in Seinem Namen enthalten.
Ihr müßt die Bedeutung und Wichtigkeit des Namens richtig verstehen
und Seinen Namen auf die richtige Art und Weise nutzen.
Bhajans sind eine wirkungsvolle Betätigung durch die Verlangen (kama) und Zorn
(krodha) ferngehalten werden können.
17.
März 2009 –
Ihr müßt erkennen, daß das Singen von heiligen Liedern (Bhajans),
die Wiederholung des Namens Gottes (Namasmarana)
und die tägliche Andacht (Pooja) nicht dazu da sind, um Gott zu gefallen oder
Ihn für sich günstig zu stimmen.
Sie sind dazu da, um den spirituellen Fortschritt zu fördern.
Ständig
werden den Reichen und Mächtigen von Leuten Komplimente gemacht.
Besonders wenn sie in einem Arbeitsverhältnis mit ihnen stehen
oder ihnen zu Dankbarkeit verpflichtet sind, weil sie irgendeine besondere Hilfe
von ihnen erhalten haben.
Sie erhoffen sich durch die Komplimente einen Geschenksegen.
Aber
Gott überschüttet niemanden mit Seiner Gnade, weil er Ihm Ruhmeshymnen singt.
Er ist auch nicht böse, wenn Er nicht angebetet wird.
Über die göttlichen Eigenschaften nachzudenken bewirkt,
daß wir bei erhebenden Idealen verweilen und uns so Gott nähern, denn
das ist unser Wesen.
16.
März 2009 –
Charakter ist der wahre Schmuck des Menschen.
Der Verlust dieses Schmuckes ist die Quelle all seines Leides und Schmerzes.
Der Mensch erkennt nicht den Grund, aus dem Gott ihn erschuf.
Gottes Schöpfung ist voller bedeutender, tiefgreifender Wahrheiten, voller
Geheimnisse und Ideale.
Doch
der Mensch hat diese Ideale vergessen.
Er ist unfähig die Bedeutsamkeit seines Erbes zu schätzen.
Von allen Kräften in der Welt, ist die menschliche Kraft die größte.
Der Mensch weist allem in dieser Welt einen Wert zu, aber er ist unfähig seinen
eigenen Wert zu erkennen.
15.
März 2009 –
Wenn ihr einen Berg, einen Wasserfall, oder einen Wald seht, dann fühlt ihr
euch glücklich.
Der Berg, der Wasserfall und der Wald verkünden die Gegenwart des Göttlichen.
Licht leuchtet, Sterne funkeln, die Sonne brennt, die Planeten kreisen in ihrer
Umlaufbahn.
Diesel ganzen Phänomene sind Offenbarungen des Göttlichen.
Dadurch,
dass ihr die Eigenschaft der Flamme versteht, versteht ihr auch die Eigenschaft
des Feuers.
Durch die Untersuchung eines Wassertropfens, werdet ihr die Eigenschaften des
Wenn ihr das wahre Wesen von Menschlichkeit (Maanavathvam) versteht,
dann werdet ihr auch das Göttliche (Daivathvam) verstehen.
14.
März 2009 –
Die Upanishaden verkünden: "Raso vai Sah";
Gott ist eine innewohnende Eigenschaft und Er ist überall in feinstofflicher
Natur vorhanden.
Wie zum Beispiel Zucker im Zuckerrohr und Butter in Milch.
Auch
wenn es schwierig ist eine klare Vorstellung über Gott zu haben,
kann Seine Gegenwart jedoch in mannigfaltiger Art und Weise erlebt werden.
Die Süße im Zucker, die Säure in der Zitrone, das Bitter im Blatt des Margosa
Baumes (Neem Baum in Sanskrit) –
alle bezeugen die Gegenwart des Göttlichen.
13.
März 2009 –
Frohlockt nicht, wenn ihr gelobt werdet, seid nicht traurig, wenn ihr getadelt
werdet.
Seid wie spirituelle Löwen, die von beiden Dingen unberührt bleiben.
Seid fröhlich und tragt ein Lächeln im Gesicht, egal in welcher Situation ihr
euch gerade befindet.
Für einen spirituellen Anwärter sind Depressionen, Zweifel und Arroganz schädlich.
Aber wenn die eigene Hingabe gefestigt ist, eine stabile Grundlage hat,
dann können negative Dinge die erlebt werden, sehr leicht und schnell abgelegt
werden.
12.
März 2009 –
Wahrheit (sathya)
wird durch spirituelle Übungen (sadhana)
der Zunge verwirklicht.
Rechtschaffenheit (dharma)
wird durch die spirituelle Übung als Einzelner verwirklicht,
indem rechtschaffenes Verhalten, bezogen auf die Gesellschaft, sichtbar wird.
Der
Mensch kann Frieden und Gelassenheit (shanti)
erwerben, indem er den Geist (mind) diszipliniert unter Kontrolle hält.
Liebe (prema)
ist jenseits von Gedanke, Wort und Tat.
Sie als eine Art der Sprache, eine Einstellung des Geistes
oder eine physische Eigenschaft zu erwägen würde heißen, sie zu erniedrigen.
Liebe ist Gott und Gott ist Liebe.
Göttliche Liebe ist nicht leicht zu verstehen.
Liebe hat auch nicht die geringste Spur von Selbstsucht; sie ist nicht durch
Hintergedanken beeinflusst.
11.
März 2009 –
Das wahre Kriterium für moralisches Verhalten ist Harmonie zwischen Gedanken,
Worten und Taten.
Moral besteht aus der Einhaltung von Regeln, die für rechtes Handeln an einem
gewissen Ort
für eine Einzelperson oder eine Gesellschaftsgruppe festgesetzt sind.
Von
allen menschlichen Werten sind drei sehr wichtig.
Der wichtigste Wert ist die Liebe zu Gott.
Wo es Liebe gibt, gibt es auch Opferbereitschaft, die aus der Reinheit des
Herzens entspringt.
Es sollte eine Verschmelzung von Liebe, Opferbereitschaft und Reinheit bestehen.
Dies sind nicht nur bloße, menschliche Charaktereigenschaften.
Sie setzen lebenswichtige Organe eines Menschen in Kraft
und sind so wesentlich für das menschliche Wesen wie der Kopf, die Hände und
die Füße für den Körper.
Ohne diese Eigenschaften ist niemand ein vollkommenes, menschliches Wesen.
10.
März 2009 –
Jeder Mensch sollte sein Leben so leben, dass er keinem Lebewesen Leid zufügt.
Ihr müsst sorgfältig die Konsequenzen eurer Worte und Handlungen abwägen.
Auf welche Weise ihr auch immer von anderen verlangt euch zu lieben und zu
respektieren,
zuerst müsst ihr diese Liebe und diesen Respekt anderen erweisen.
Nur dann werden andere euch die Liebe und den Respekt den ihr ihnen gebt
vergelten.
Wenn ihr euch stattdessen darüber beschwert, ohne dass ihr sie liebt und
respektiert,
dass andere euch nicht gut behandeln, dann zieht ihr eine falsche
Schlussfolgerung.
9.
März 2009 –
Wir sind nicht in der Lage das Selbst (atma) direkt zu begreifen.
Wir glauben, dass es existiert.
Dieser Glaube basiert auf den überzeugenden Aussagen, die von großartigen
Weisen gemacht wurden.
Sie machten die Erfahrungen mit dem Selbst und haben diese Erfahrungen durch
ihre Lehren an uns weitergegeben.
Wenn das Göttliche als das Eine das keine Eigenschaften hat, beschrieben wird,
wird diese Beschreibung Gott (Brahman) nicht für uns sichtbar machen.
Nur wenn der Zustand des Allumfassenden, alles durchdringenden Göttlichen
(Brahman) von uns erkannt wird,
dann hat Seine Existenz Gültigkeit für uns.
08.
März 2009 -
Wir halten gewöhnlich den Beweis, den direkte Wahrnehmung vermittelt (Pratyaksha
Pramaana)
als die wichtigste Art von Beweismittel.
Wir können unseren Körper sehen, deswegen wissen wir, das er existiert.
Schlußfolgerung,
oder Anumaana ist eine andere Art von Beweismittel.
Wir sehen eine Ruchwolke, die von einem fernen Hügel aufsteigt.
Aus der Rauchwolke ziehen wir den Schluß, dass es dort auf dem Hügel ein Feuer
geben muss.
Aus der wahrgenommenen Rauchwolke ziehen wir sofort den Schluß, daß es ein
Feuer gibt.
Wir ziehen aus dem, was wir sehen die Schlußfolgerung, dass etwas was wir nicht
sehen existiert.
Das
ist Anumaana Pramaana (ein abgeleiteter Beweis oder ein Beweis, der aus einer
Schlussfolgerung gezogen wird).
Aber
diese Methode Fakten zu bestimmen ist nur auf das äußerliche Universum
anwendbar.
Um das Göttliche Prinzip zu bestimmen,
müssen wir uns allein auf den Beweis, der in Wort und Schrift (Shabdha Pramaana)
in den Veden niedergelegt wurde verlassen.
6.
März 2009 –
Rechtschaffenheit (Dharma) und Weisheit (Jnana) sind die zwei Augen die dem
Menschen gegeben wurden,
um seine Göttlichkeit zu entdecken.
Rechtschaffenheit weist auf den richtigen Weg hin, dem man als Einzelperson für
sich,
als eine Gruppe oder als menschliche Gesellschaft folgen sollte.
Das Gesetz der Rechtschaffenheit zerstört denjenigen, der gegen die von ihr
gegebenen Gesetze verstößt oder sie verletzt,
doch es beschützt denjenigen der die Gesetze befolgt.
Die
Schriften haben verkündet: „ Wo Rechtschaffenheit herrscht, da herrscht
Triumph und Erfolg.“
Im rechten Handeln gibt es nichts, das höher ist als Wahrheit.
Der Palast von Rechtschaffenheit ist auf dem Fundament der Wahrheit aufgebaut.
Gerechtigkeit (Nyaya) ist eine wesentliche Eigenschaft von Rechtschaffenheit.
Ein einzelner Mensch, die menschliche Gesellschaft oder die gesamte Nation
erstrahlen nur ruhmreich,
wenn sich an Gerechtigkeit gehalten wird.
So
wie man Reichtum durch die Ausübung eines Berufes erlangt,
so muß man auch den Vorzug göttlicher Gnade
durch die Einhaltung von Moral (Neethi) und Rechtschaffenheit erwerben.
5.
März 2009 –
Nur Bäume, die in einem fruchtbaren Boden wachsen, können gute Früchte
tragen.
Die Bäume, die in saurer, salziger Erde wachsen, können nur schlechte Früchte
hervorbringen.
So ist es auch mit dem Herzen des Menschen.
Nur
in einem Herzen, das rein und unbefleckt ist, können solch heilige Gefühle und
Tugenden
wie Wahrheit, Mitgefühl, Selbstkontrolle und Selbstlosigkeit wachsen und
leuchten.
So
wie ein Landwirt, der in mühevoller Arbeit sein Feld bestellt,
muss ein Gott anbetender Mensch (Bhakta) sich bemühen,
den Namen Gottes in seinem Herzen zu entwickeln und großzuziehen,
damit er die Ernte, welche Gott selbst ist, einbringen kann.
4.
März 2009 –
Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Erfolg in allen Lebenslagen
und zur Erkennung der vier Ziele,
die das menschliche Leben lenken, die namentlich ein moralisches Leben,
Wohlstand und Erfolg, Erfüllung nützlicher Wünsche und Erlösung von Kummer
und Leid sind.
Der
Mensch strebt danach glücklich und in Frieden zu leben,
aber Glück und Frieden gewinnt man nicht durch weltliche Aktivitäten.
Der Körper, der sich danach sehnt gesund und beschützt zu sein ist Krankheit,
Verfall und Ableben unterworfen.
Doch der Bewohner des Körpers, das Selbst in ihm, ist weder Geburt noch Tod
Unterworfen.
Der Körper ist der Tempel Gottes.
Deshalb ist es die Pflicht des Menschen, diesen Tempel in einem guten Zustand zu
bewahren.
3.
März 2009 –
Welchen Grund hat der Kummer und Schmerz der Menschen auf der ganzen Welt?
Sie haben vergessen, dass die gesamte Schöpfung auf dem göttlichen Fundament
aufgebaut ist.
Sie haben den einen, endgültigen Grundsatz, dem die gesamte Schöpfung zugrunde
liegt, ignoriert.
Alle Leben, die ohne Glaube und Hingabe zu dem, einen, höchsten Gott gelebt
werden, sind nutzlos.
Leben, die ohne den Nektar des göttlichen Grundsatzes probiert zu haben gelebt werden, sind vergeudete Gelegenheiten.
Gott
hat dem Menschen die Werkzeuge gegeben, die sein Intellekt und sein Unterscheidungsvermögen
entwickeln.
Wenn er sie weise anwendet und versucht das Göttliche in sich zu erkennen,
dann wird Gott neue Begabung und Quellen der Kraft hinzufügen,
denn Gott ist immer voller Gnade für den, der bestrebt ist.
2.
März 2009 –
Hingabe (bhakti) besteht nicht in dem Tragen einer ockerfarbenen Robe, in der
Einhaltung von Ritualen, u.s.w.
Ein reines Herz, die ununterbrochene Betrachtung Gottes, das Gefühl zu haben,
dass alles die Schöpfung Gottes ist und deshalb alles Eins ist,
die Loslösung von Sinnesobjekten, alles in ein und derselben Liebe umarmend,
die Wahrheit sprechen - das alles sind Eigenschaften von Hingabe.
1.
März 2009 –
Die Bhagavad Gita sagt nicht, dass ihr ein Blatt, eine Blüte oder eine Frucht
von irgend einem Baum pflücken sollt,
um sie Gott zu Füßen zu legen.
Auch sagt sie nicht, dass ihr Wasser von einem Brunnen, einem Fluß oder einer
Wasserstelle am Rande der Straße bringen sollt.
Das
Blatt, dass ihr Gott zu Füßen legen sollt ist euer eigener Körper,
der gleich einem Blatt grünt, verwelkt und letztendlich vom Zweig fällt.
Die Blume, die ihr Gott zu Füßen legen sollt, ist euer Herz, frei von der
Plage von Lust, Wut, Habgier, Bindung, Stolz, Hass, usw.
Die Frucht, die Gott gefällt, ist euer Geist (mind), die Wirkungen seines Sehnens
und Verlangens, die Gott geweiht werden sollen.
Das Wasser symbolisiert den Fluss der Tränen, der den Augen entspringt,
wenn der Mensch durch die Betrachtung von Gottes Ruhm in Glückseligkeit verfällt.
Diese
vier Dinge Gott als Opfergabe darzubringen ist die wahre Handlung von Hingabe (Sharanaagathi).

Hanuman