Hättest Du das Erdbeben nicht verhindern können?


Anil Kumar: "Swami, Du bist Gott. Warum hast Du dieses Erdbeben in Gujarat zugelassen? Du hättest es doch verhindern können. Warum hast Du erst zugelassen, dass es geschieht und dann eine Hilfsaktion gestartet? Warum? Warum bringst Du das Kind erst zum Weinen und streichelst es hinterher und singst ihm Schlaflieder? Warum gibt es überhaupt Erdbeben?"

Baba sagte: "Alles was geschieht, unterliegt den Naturgesetzen. Die Natur ist eine Schöpfung Gottes. Sie funktioniert nach ihren eigenen Gesetzen, die sie nie überschreitet. Ich werde Mich da nicht einmischen, nur weil es Meine Schöpfung ist. Aber den Armen und Bedürftigen helfen ist 'Liebe zum Menschen'. Was also in der Welt geschieht, unterliegt den Naturgesetzen. Der Mensch sollte denjenigen gegenüber die leiden/den Leidenden gegenüber, diese Vorstellung von 'Liebe zum Menschen' haben, Liebe für die Armen und Bedürftigen."

Anil Kumar: "Aber warum gibt es Erdbeben, Feuersbrünste und Überflutungen?"

Swami erklärte: "Der Mensch hat heutzutage Wünsche ohne Grenzen. Er ist sehr gierig geworden und beutet die Natur aus. Er bringt unaufhörlich Metalle aus den unermesslichen Tiefen der Erde hervor. Er bohrt tiefer und tiefer, Tausende und Abertausende von Fuß, um der Mutter Erde Erze und Metalle zu entziehen. Er bohrt auch tief in den Ozean hinein und entnimmt Öl. Das hat das Gleichgewicht der Erde zerstört. Wenn das Gleichgewicht der Erde gestört ist, führt das zu Überschwemmungen. Wenn es in verschiedenen Teilen der Erde zu Unterhöhlungen kommt, führt das zu Erdbeben. Erdbeben und Überflutungen sind also das Werk des Menschen. Gott hat damit nichts zu tun. Diese Katastrophen sind eine Reaktion der Natur auf die Gräueltaten der Menschen – seine Ausbeutung der Natur, seine Gier, die auf seine grenzenlosen Wünsche zurückzuführen ist."
So erklärte Bhagavân die Ursache für solche Naturkatastrophen.
 
Ist es schlecht, Wünsche zu haben?

Anil Kumar: "Swami, ist es also schlecht Wünsche zu haben?"

Swami lächelte mitfühlend und sagte: "Du kannst Wünsche haben, ihre Anzahl sollte aber begrenzt sein; es sollten nicht zu viele sein. Wenn du Wasser trinken musst, sollte ein Becher Wasser genug sein; du brauchst deshalb nicht den ganzen Fluss herzubringen. Ein Mensch, der begrenzte Wünsche hat, wird die Natur nicht ausbeuten und somit Naturkatastrophen verhindern. Wenn du mit deinen beiden Händen hart arbeitest, kannst du da nicht deinen kleinen Magen füllen? Aber der Mensch arbeitet nicht; er ist sehr selbstsüchtig geworden und hat grenzenlose Wünsche. Und da heutzutage die Wissenschaft täglich mehr Fortschritte macht, geht auch die Kontrolle über die Sinne täglich mehr und mehr verloren. Das ist ein Grund für all diese Tragödien."
 
Ins Deutsche übersetzter Anil-Kumar-Satsang vom 18. und 20.2.2003,
Sai Pearls 18, Ausschnitte,

 

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