01. November und 28. Oktober 2002

George aus Griechenland

An diesen beiden Tagen sprach Swami zu einem Mann aus Griechenland. Der Mann hieß George. Swami rief ihn: "He, George! Komm her!"
Der Mann kam angekrochen. Ich wunderte und fragte mich, ob wohl irgendetwas mit seinen Beinen nicht in Ordnung war.
Swami sagte: "Siehst du, wie er hierher kommt?"
"Swami, er kommt gekrochen."
"Ja, vor lauter Hingabe. Er kommt nicht daher wie ihr Rowdies. Nein, es ist reine Hingabe."
"Ich verstehe, Swami."
Swami fragte den Mann: "Wie heißt du?"
"George, Swami!"
"Oh! George! Hmm! Was machst du?"
"Swami, ich habe einen Buchladen."
"Wie heißt der Buchladen?"
"'Ananda', Swami."
"Hilft dir jemand bei deiner Arbeit?"
"Swami, meine Schwester hilft mir."
"Oh! Ich verstehe! Und was tut ihr?"
"Bücher verkaufen, den Laden putzen, usw., Swami."
"Und was tut ihr noch?"
"Wir singen, Swami."
"Was singt ihr?"
"Sai Bhajans, Swami."
"Wann singt ihr Bhajans?"
"Den ganzen Tag über, Swami."
"Wo singt ihr?"
"Überall, Swami."
Dann drehte Swami sich uns zu und sagte: "Seht ihr seine Hingabe? Ihr seid nicht so. Seht welche Hingabe dieser Mann aus Griechenland besitzt.
Er wandte sich wieder an den Mann und fragte: "Wie bist du letztes Mal nach Puttaparthi gekommen?"
"Swami, ich bin zu Fuß gelaufen, vom Flughafen in Bangalore bis Puttaparthi."
"Wieviel Kilometer sind das?"
"180 km, Swami."
"Wie lange hast du gebraucht?"
"Vier Tage, Swami."
"Was hast du mit deinem Gepäck gemacht?"
"Das hab ich auf dem Rücken getragen, 18 kg."
Swami wandte sich wieder uns zu und sagte: "Seht seine Hingabe! Tut einer von euch so etwas?"
Swami fragte wieder George: "Seit wann kommst du nach Puttaparthi?"
"Seit 29 Jahren, Swami."
"Oh! Was hast du früher gemacht?"
"Swami, ich habe den Sand von Prashanti Nilayam eingesammelt. Wo immer Du gingst, sammelte ich den Sand ein, in den Du getreten warst und nahm ihn mit nach Griechenland, wo ich ihn auf meinem Altar aufbewahre."
Swami neckte die Studenten: "Seht ihr? Ihr seht Swami jeden Tag. Seht diesen Mann aus Griechenland."
Swami fragte George: "Bist du verheiratet?"
"Nein, Swami. Nein!"
"Du brauchst aber doch Hilfe, jemand, der für dich kocht. Warum heiratest du nicht?"
"Nein, Swami! Ich will nicht heiraten!"
"Warum nicht?"
"Nein, Swami!" Er weinte; er weinte tatsächlich. Swami sah mich an und fragte: "Warum weint er?"
"Swami, diejenigen, die Gott verheiratet hat, weinen. Ich bin glücklich, dass derjenige, der nicht verheiratet ist, auch weint. Nun weinen beide. Er weint aus Angst davor verheiratet zu werden und wir weinen, weil wir verheiratet sind", sagte ich.
Swami fragte George: "Bist du alleine gekommen?"
"Nein, Swami. Mein Freund ist auch hier."
"Dein Freund? Wer ist das?"
"Swami, er ist Olympiasieger."
"Olympiasieger?"
"Ja" Er ist Weltmeister im Hochsprung. Er ist auch hier."
Swami rief Georges Freund. Ein großer Mann kam forschen Schrittes auf Swami zu.
"Hmm!", sagte Swami, "erzähl den Jungs von deinen Erfahrungen."
Dieser junge Mann berichtete dann, dass er geheiratet hatte und seine Frau bald danach schwanger wurde. Sie konsultierten die Ärzte und alle versicherten ihr, dass sie einen Jungen bekommen würde. Das Ehepaar kam zu Swami und bat: "Swami, wir möchten keinen Jungen, wir möchten ein Mädchen."
Swami sagte: "Aber die Ärzte sagen doch, dass ihr einen Jungen bekommen werdet."
"Nein, Swami! Du kannst das ändern."
"Habt ihr das Vertrauen?"
"Ja!"
"Dann geht!" Sie kehrten nach Hause zurück und die Frau brachte ein Mädchen zur Welt - so wie sie es sich gewünscht hatten.
Swami wandte sich an die Studenten: "Nun..., Ich hab das geändert!... Wenn ihr Jungs euch nicht benehmt, verwandle Ich euch sofort in Mädchen. Seht euch also vor und benehmt euch anständig!"
Dann sagte Swami: "He, George! Deine Verwandten sind in Griechenland. Warum kommst du hierher, wenn deine Verwandten in Griechenland sind?"
"Swami, ich habe keine Verwandten."
"Du hast keine Verwandten?"
"Nein, Swami."
"Das ist aber seltsam! Du hast keine Verwandten?"
"Swami, Sai-Devotees sind meine Verwandten und sonst niemand."
Bhagavân war glücklich. "George, bleibst du zum Geburtstag?"
"Nein, Swami, ich muss zurückfliegen."
"Warum willst du zurückfliegen?"
"Weil wir in Griechenland Deinen Geburtstag feiern."
"Wie feiert ihr Meinen Geburtstag?"
"Mit Ballons, mit vielen Kerzen und Lichtern; wir verteilen Süßigkeiten usw."
"Ich verstehe! Wie viele Devotees gibt es in Griechenland?"
"Viele, Swami. Du hast viele Devotees dort - Minister, Offiziere, viele gebildete Leute..."
"Oh! Fein, sehr gut! Geh zurück nach Griechenland und feiere Babas Geburtstag dort."
Swami ging in den Interviewraum und holte ein Kleiderset, dass Er George anläßlich Seines
Geburtstages schenkte.

Das alles geschah am 1. November und am 28. Oktober..

 

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