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Das Gleichgewicht der Erde |
Menschliches Fehlverhalten und Naturkatastrophen
Der Mensch ist nur ein Staubkorn im unermesslichen Universum.
Grundsätzlich gibt es keinen Konflikt zwischen Mensch und Schöpfung. So wie ein Kind berechtigt ist, die Milch seiner Mutter zu genießen und die Biene den Honig der Blüten, ebenso darf sich der Mensch an den Bodenschätzen der Natur erfreuen. Aber als Folge unkontrollierter Wünsche und rücksichtsloser Ausbeutung der natürlichen Ressourcen reagiert die Natur mit Katastrophen, die Angst einflößen.
Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Dürren und Überschwemmungen sind die Folge von Störungen im natürlichen Gleichgewicht der Natur, ausgelöst durch rücksichtslose Ausbeutung der natürlichen Bodenschätze. Man muss die Menschheit vergleichen mit einem Verrückten, der die Axt schwingt gegen den Ast, auf dem er sitzt.
Sanathana Sarathi März 1997
Alle Arten von Mineralien und Erzen werden willkürlich zum sogenannten Nutzen der Menschheit abgebaut. Die Erde ist eine Kugel. Der systematische Abbau von Material auf einer Seite führt zu einer Störung des Gleichgewichts, da die andere Seite dadurch schwerer wird. Es ist die göttliche Verteilung der Materie, die das Gleichgewicht aufrechterhält. Dieses Gleichgewicht sollte nicht gestört werden.
Der Verlust des Gleichgewichts ist die Ursache von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen. Der Mensch stört nicht nur das Gleichgewicht auf der Erde, er verunreinigt auch die Meere durch industrielle und städtische Abfälle. Die Wasserverunreinigung hat ein Stadium erreicht, in welchem die Menschen gezwungen sind, verunreinigtes Wasser zu trinken.
Sanathana Sarathi 2000
Seht, wie viele Veränderungen heutzutage in der Natur geschehen.
Was ist der Grund dafür?
Die Ursache ist das unrechte Verhalten des Menschen.
In
Gujarat geschah ein Erdbeben. Hunderttausende kamen dabei um. Wenn man dorthin
geht, sieht man, dass dort Menschen ohne Mitgefühl leben. Wie kommt das? Der
Mensch ist mit seinem Los nicht zufrieden. Er versucht, seine unmäßigen Wünsche
zu erfüllen.
Die Erde wird, weil man Öl will, aufgebohrt. Auch die Erde muss im Gleichgewicht bleiben, nicht wahr?
Gott hat in jedem Aspekt seiner Schöpfung Gleichgewicht geschaffen.
Auch im Meer sollte Gleichgewicht herrschen. An einem Tag werden Abermillionen Fische aus den Meeren gefischt. Deshalb ist Ungleichgewicht im Meer entstanden und die Menschen am Land leiden deswegen und erfahren Naturkatastrophen.
Bhukampam-Erdbeben. Was ist die Bedeutung von Erdbeben? Wenn das Beben (kampam) in uns nachlässt, nur dann wird das äußere Erdbeben (bhukampam) aufhören. Das Beben im Menschen nimmt zu. Weil er alles ausplündert, entsteht ein Wandel im Globus. Nicht nur Indien, die ganze Welt und die Menschen aller Länder sollten das Gleichgewicht bewahren.
Die fünf Elemente sind Formen des Göttlichen. Weil die Erde eine Form Gottes ist, wird sie seit altershehr als Göttin Erde verehrt. Der Fluss Ganges, der der Erde entspringt, wird als Göttin Ganges verehrt. Sogar der Wind wird als Windgott verehrt. Alle fünf Elemente werden als göttlich angesehen, aber sie werden nicht als göttlich behandelt und nicht in göttlicher Weise genutzt. Wenn wir die fünf Elemente als Verkörperungen der Göttlichkeit betrachten und entsprechend nutzen, wird es uns wohl ergehen und wir werden sicher sein.
Ich schickte kürzlich Lastwagen mit Reis, Mehl und anderen Hilfsmitteln nach Gujarat. Manche Menschen fragten mich: „Swami, warum gibst du so viel Geld aus und bemühst dich so? Hättest du das Erdbeben abgewendet, wäre dieses Leid nicht geschehen.“ Ich antwortete: „Seht, der Mensch allein ist verantwortlich für dieses Erdbeben.“ Das Gleichgewicht der Erde wird ruiniert. Nach all diesen Eingriffen in die Erde geschah das Erdbeben und die Erde zeigte ein unnormales Verhalten. Es ist der Wandel, der Ausgleich der Schöpfung, entsprechend den Empfindungen der Schöpfung und dem Gesetz der Natur. Die Natur folgte ihrem Gesetz.
Auch ihr solltet eurem Gesetz, nämlich der Liebe des Menschen folgen. Dehnt eure Liebe aus. Das entspricht eurem Wesen. Das Wesen der Erde ist Gleichgewicht. Aufgrund des Verlustes ihres Gleichgewichts wurde die Erde erzürnt und zerstörte jeden.
Der Mensch muss deshalb unbedingt die göttlichen Empfindungen in sich nähren. Jeder muss in seiner eigenen Situation sein Gleichgewicht bewahren. Auch der Mensch muss sein Gleichgewicht erhalten und schützen. Der Mensch glaubt, all die von Gott geschaffenen Dinge seien nur für seine Zwecke gedacht und plündert und raubt sie aus.
Es gab einmal eine Ente, die legte jeden Tag ein goldenes Ei. Was tat der gierige Mensch damit? Er dachte bei sich: „Diese Ente legt täglich ein Ei; wie lang soll ich täglich auf dieses Ei warten?“ und schnitt den Bauch der Ente in dem Glauben auf, die täglich gelegten goldenen Eier befänden sich darin. Ohne die Wahrheit zu erkennen, dass jeden Tag nur ein Ei geformt wird, schnitt er die Ente auf, die diese Eier produzierte. Wir tun heutzutage dasselbe. Wir sollten uns an dem Glück erfreuen und zufrieden sein mit dem, was die Natur uns entsprechend ihrem Gesetz gibt. Wir sollten nicht versuchen, alles Glück auf einen Schlag zu erhalten. Das käme dem Töten der Ente, die goldene Eier legt, gleich.
Jeder versucht heutzutage, etwas Großes, Neues zu entdecken. Wissenschaft und Technologie haben sich weiterentwickelt. Welcher Fortschritt wird dadurch erreicht? Die Zahl der Erdbeben nimmt ständig zu. Zudem setzen die Regenfälle nicht rechtzeitig ein. Wissenschaft, Wissenschaft! Auch Wissenschaft muss begrenzt genutzt werden. Wenn Wissenschaft ihre Grenzen überschreitet, entsteht Gefahr. Das menschliche Wesen, die menschliche Qualität muss bewahrt und geschützt werden. Die Wahrheit in uns muss genährt werden. Wir müssen darauf achten, dass wir unser dharmisches Verhalten nicht ändern. Wir dürfen unter keinen Umständen von der Wahrheit abweichen.
Auszug aus einer Rede anläßlich des Erdbebens in Indien, Gujarat Anfang 2001
Die Natur schreitet
schneller voran als der Mensch,
und um die Natur zu schützen,
muss der Mensch sie - in Grenzen - nutzen.
Wenn der Mensch
rücksichtslos an der Natur herumpfuscht,
reagiert sie feindlich, und es
entstehen Probleme.
Um die Natur zu
schützen,
muss der Mensch seine Wünsche einschränken.
Er sollte nicht den negativen Aspekt der Natur provozieren.
In dieser Hinsicht nehmen Wissenschaftler keine Rücksicht auf die schädigenden Auswirkungen, die der Gesellschaft durch ihre Erfindungen erwachsen können. Sie kümmern sich nicht um das Wohlergehen der Menschheit und fahren fort, ihre Intelligenz für die Produktion von Zerstörungswaffen einzusetzen.
Die
Wissenschaft zerlegt alles in Stücke,
während Spiritualität die Einheit in
der Vielheit aufbaut.
Ihr habt die Ozonschicht in der Atmosphäre, die die Menschen auf der Erde vor den üblen Auswirkungen der Sonnenstrahlung bewahrt. Durch den Fortschritt der Technologie sind verschiedene Fabriken entstanden, die schädliche Gase in die Atmosphäre entlassen, mit dem Resultat, dass die Ozonschicht dünner geworden ist. Wenn dies uneingeschränkt weitergeht, kann es katastrophale Folgen haben.
Die Wissenschaftler bemühen sich, die Auflösung der Ozonschicht zu stoppen, aber sie sind nicht in der Lage, ein Gegenmittel zu finden. Der tatsächliche Grund für diese Situation ist, dass mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen wird. Dieses wird normalerweise von den Pflanzen und Bäumen absorbiert, die durch den natürlichen Vorgang der Photosynthese das Gas assimilieren und Sauerstoff liefern. Doch weil in alarmierendem Ausmaß die Wälder vernichtet werden, hat sich der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre erheblich erhöht.
In dieser Lage ist deshalb intensive Aufforstung das Heilmittel - mehr Bäume, überall, und gleichzeitig die vorhandenen Bäume schützen und sie nicht für andere Zwecke zerstören. So ist die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Gott sehr innig, was Wissenschaftler wohl nicht erkennen mögen.
Unruhe im menschlichen Herzen spiegelt sich in Erdbeben.
Erfüllt euren Geist mit guten Gedanken und beteiligt euch an guten Taten.
Wenn die Luft
mit den Schwingungen des Namen Gottes erfüllt ist,
wird die ganze Welt
gereinigt.
Alle, die diese geheiligte Luft einatmen, werden dadurch reine Gedanken haben.
Reinigt die Atmosphäre, die augenblicklich verschmutzt ist.
Sanathana Sarathi 1993
Heutzutage
nimmt, wo immer man hinschaut, die Verschmutzung zu.
Die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken, die Nahrung,
die wir essen
und die Arbeit, die wir verrichten, alles ist verschmutzt.
Das Gebet zu Gott ist die spirituelle Disziplin,
die wir durchführen müssen,
um diese verschmutzte Atmosphäre zu reinigen.
Sai Baba - 05.09.2006
Der
Geist des Menschen ist überfüllt mit Dingen der Welt
und Verlangen fordert zu viel seiner Zeit und Energie.
Damit
beansprucht die Welt der Materie zu analysieren,
hat der Mensch alle Sinne für das Gute und zur Erhebung seines Geistes,
verloren.
Wahrheit
ist nur ein Wort aus dem Wörterbuch.
Bescheidenheit, Geduld und Ehrerbietung sind unwichtig und belanglos.
Der einzige Hoffnungsstrahl in dieser den Menschen umgebenden düsteren Stimmung der Angst, des Hasses und der Verfolgung ist der Frieden, der durch Selbstkontrolle und spiritueller Übung (sadhana) gewonnen werden kann.
Dieser
Frieden wird alles durchdringen
und das innere Bewusstsein und auch die äußere Atmosphäre reinigen.
Tagesspruch vom 22.04.2009
| Das
Tsunami Wunder Bericht eines von Swamis Studenten Im Jahre 1995 sagte Bhagawan einmal in einer Ansprache zu seinen Studenten im Studentenwohnheim, dass wirklich jeder einzelne Student, bevor er dieses Wohnheim oder das College verlassen würde, von Seiner Gnade, seiner Liebe und seinem Mitgefühl berührt würde. Viele Studenten haben Swamis Gnade, Liebe und Mitgefühl auf die eine oder andere Weise erfahren. Der großartigste Aspekt von Bhagawan ist, dass er so jeden Studenten, der in Prasanthi Nilayam lebt, behandelt. Darum kann jeder von ihnen über persönlichen Erlebnissen mit Bhagawan berichten und alle damit erfreuen. Fragt irgendeinen Studenten oder Lehrer, der gerade aus dem Eingangsportal eines der Sai-Institute kommt, und er wird dir ein Erlebnis erzählen, das er sein Leben lang als Schatz bewahren wird. Gestern habe ich von einigen meiner Erlebnisse berichtet. Es ist wahrhaftig ein phantastisches Erlebnis zu sehen, dass Bhagawan jederzeit zu seinen Studenten spricht und ihnen Liebe und Mitgefühl schenkt; das mögen sie am liebsten. Das Dorf, in dem ich wohne, liegt nahe der Küste. Meistens ist die See ruhig und die Menschen haben nichts zu befürchten. Da der 26.Dezember 2004 ein Sonntag war, wollte ich an diesem Tag wie jeden Sonntag an den Strand hinuntergehen. So gegen halb neun, als ich mich gerade fertig machte, hörte ich aus dem Zimmer nebenan laut zersplitterndes Glas. Und als ich in das Zimmer eilte, stellte ich fest, dass Swamis Foto heruntergefallen und das Glas zerbrochen war. Ich säuberte das Foto und beseitigte die Glassplitter, was etwa eine halbe Stunde dauerte. Als ich die Scherben dann hinauswarf, gab es vom Meer her ein gewaltiges Tosen und lautes Geschrei der Dorfbewohner, dass die See plötzlich überschwappte. Im Weglaufen sah ich eine riesige Wasserwand herannahen. Ich kletterte auf einen Baum und verharrte dort, als das Wasser unter mir her donnerte. Doch der Baum wurde entwurzelt und das Wasser spülte mich hinweg, als die Brandung vorwärts tobte. Da sah ich einen riesigen Baumstamm herantreiben und hangelte mich hinauf. Nach etwa 10 Minuten voller Dramatik zog sich das Wasser zurück und hinterließ eine unvorstellbare Zerstörung. Jedermanns Habe, auch die Meine, war zerstört. Als ich in das, was von meinem Haus übrig geblieben war, zurückkehrte, sah ich Swamis Photo, das von der Wand gefallen war, sicher an der Türangel der einzigen Tür, die im ganzen Dorf noch übrig geblieben war, hängen. Meine Eltern befanden sich an diesem besonderen Tag wundersamer Weise in Nellore, um dort jemanden zu besuchen. Als am 13. Januar Shyam Prasad, einer meiner Freunde, nach Puttaparti reiste, sagte Swami zu ihm: „Ich musste deinen Bruder retten, indem ich mich selbst als Photo hinter Glas herunterfallen ließ, wobei das Glas zerschmetterte. Swami vergisst nie jemanden.“ Der Herr ist in jeder Form allmächtig. Mit Sicherheit wäre ich in die See gespült worden, wenn ich an den Strand gegangen wäre. Was mich 30 Minuten lang daran hinderte, war der Umstand, dass Swamis Foto herunterfiel und ich es wieder säubern musste. Swami vergisst nie jemanden in einer Notlage. Dies ist ein großartiges Beispiel dafür. Mein Freund Shyam Prasad war an diesem schicksalhaften Tag selbst mit einigen Freunden am Marina-Beach in Chennai (Madras). Nur wenige Minuten, bevor sich das Wasser zuerst zurückzuziehen begann und der Tsunami dann zuschlug, erhielt er einen Anruf auf seinem Handy, dass seine Mutter die Treppe hinuntergefallen und in einem schlimmen Zustand sei. Sofort verließ er den Strand und nahm ein Taxi nach Hause. Zu seiner großen Überraschung aber öffnete ihm seine Mutter die Tür. Er war sprachlos überrascht, sein Mutter ebenfalls, und sie sagte, dass sie gesund und munter sei. Als er versuchte, die Handy Nummer zurückzurufen, erfuhr er, dass sie gar nicht existierte! Am 13. Januar 2005, als Swami mich erwähnte, sagte er auch zu ihm: „Ich musste ein Handy benutzen, um dich zu retten. Swami denkt immer an seine Kinder.“ (Murali Krishna) (Übersetzung: Hannelore Wolf) |
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