In der Vergangenheit wurden Krankheiten durch einfache Naturmittel geheilt:

durch Ruhe, Diät und geistige Übungen.

Heute lebt ihr im Zeitalter der Tabletten und Injektionen.

Glaubt nicht, daß eure Gesundheit erhalten und erlangt wird,
indem ihr Ärzte aufsucht und Drogen zu euch nehmt.

Wäre das der Fall, müßten alle Toten nun lebendig sein.

Prüft, ob die Ärzte selbst die Regeln befolgen, die sie anderen auferlegen. 

Sai Baba: Liebe - Wesen und Botschaft eines Avatars

 

 

Ganzheitlicher Ansatz

bei der Heilung menschlicher Leiden

 

 

Jemand, dessen Herz voll Mitgefühl ist,

der die Wahrheit spricht und der für das Wohlergehen anderer arbeitet,

wird niemals - selbst im Kaliyuga (jetziges, dunkles Zeitalter) -

unter Schwierigkeiten oder Krankheiten zu leiden haben.

(Gedicht)

 

Mitglieder der medizinischen Brüderschaft!

Jeder in dieser weiten Welt trachtet nach einem langen Leben, nach Wohlstand und Gesundheit.

Ein gesunder Körper ist die Grundlage, um die vier Ziele im menschlichen Leben zu erreichen d.h. Rechtschaffenheit, Wohlstand, Bedürfnis, Gutes zu tun und Befreiung.

Wissenschaft und Technologie haben große Anstrengungen unternommen, zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft beizutragen. Der Mensch ist jedoch moralisch und geistig tief gesunken.

 

Ayurveda und Allopathie

Von den vier Veden hat uns der als Ayurveda bekannte Atharvaveda die Wissenschaft vom Erlangen der Langlebigkeit vermittelt. Der Ayurveda überschreitet Zeit und Raum und hat überall und zu jeder Zeit Gültigkeit. Er bezieht sich in ganzheitlicher Herangehensweise auf Seele, Geist und Körper. Das allopathische System kam erst viel später auf. Es basiert auf einer objektbezogenen, äußerlichen Herangehensweise, während die des Ayurveda subjektiv ist. Zwecks besserer Ergebnisse müssen beide Methoden aufeinander abgestimmt werden. Durch den subjektiven Ansatz ist die ayurvedische Methode wirksamer als die allopathische. Im Ayurveda liegt ein höheres künstlerisches Empfinden.

Ärzte müssen den Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Herangehensweise kennen. Letztere betrachtet die Dinge von außen, während erstere von einer inneren Sicht ausgeht. Das Objekt ist eine Widerspiegelung des Subjekts. Ohne diesen Zusammenhang von Ayurveda und Allopathie zu verstehen, verschwenden Ärzte ihre Zeit mit Streitfragen.

Für den Ayurveda ist die Reinheit des Geistes Voraussetzung für Gesundheit, während allopathische Ärzte den Geist als nicht so wichtig erachten. 

Sie legen das Schwergewicht auf die Vernichtung von Krankheitserregern und sehen darin die einzige Heilmethode. Dabei berücksichtigen sie die Rolle des Geistes und der Seele für die Heilung von Krankheiten nicht. Die Allopathie basiert auf äußerem Wissen und äußeren Experimenten, während der Ayurveda auf innerem Wissen und innerer Erfahrung beruht. Zwischen Experiment und Erfahrung besteht ein abgrundtiefer Unterschied. Aufgrund dieses Unterschieds zwischen subjektivem und objektivem Ansatz machte die Allopathie im Laufe der Zeit in der Behandlung verschiedener Krankheiten von Antibiotika Gebrauch. Sie sind höchst wirksam und erzielen schnelle Heilerfolge. Während des Heilungsprozesses treten jedoch nachteilige Nebenwirkungen auf.

 

Drei Grundfaktoren

Allopathische Ärzte machen nur Versuche auf der materiellen Ebene. Dabei ziehen sie das innere Bewusstsein (Selbst) nicht mit in Betracht. Trotz umfangreicher technologischer Entwicklungen in der Welt ist der Mensch nicht in der Lage, sich am Frieden zu erfreuen. Frieden kann nicht durch das Wissen um das Körperliche erlangt werden. Frieden sollte aus einem inneren Gefühl oder aus der Seele kommen. Erst wenn Körper, Geist und Seele übereinstimmen, ist der Mensch in einem Zustand des Friedens. Die medizinische Wissenschaft sollte die Funktion des Geistes bei der Verursachung von Krankheiten erkennen. Gute Gesundheit verleiht geistigen Frieden. Sorgen auf der geistigen Ebene beeinträchtigen die physische Gesundheit. Daher legt Ayurveda den Schwerpunkt auf den geistigen Frieden und zielt auf die Beseitigung des ursächlichen Krankheitsgrundes ab.

Im Ayurveda sind drei Grundfaktoren verantwortlich für Gesundheit oder Krankheit des menschlichen Körpers:

Das sind lebensspendende Luft (vâta), Galle (pitta) und Schleim (shleshman). Vâta ist Ursache von 36 Krankheiten, Pitta ist verantwortlich für 98 und Shleshman für 96 Krankheiten. Diese drei wesentlichen Faktoren des menschlichen Körpers sollten im richtigen Gleichgewicht zueinander stehen, ohne ihre jeweiligen Grenzen zu überschreiten. Wenn sie sich im Gleichgewicht befinden, kann keine Krankheit entstehen.

Maßhalten heißt die goldene Regel für gute Gesundheit.

Zur Behandlung von Krankheiten, die aus vâta, pitta und shleshman entstehen, werden Ingweröl, Butterschmalz (Ghee) und Honig als jeweilige Heilmittel verschrieben. Diese sollten in Maßen eingenommen werden.

Der Körper ist ein Geschenk Gottes und kann nicht von Ärzten hergestellt werden. Das menschliche Herz schlägt 103.000 Mal am Tag, der Blutkreislauf legt durchschnittlich 268.800 Kilometer am Tag zurück. Der Mensch macht pro Tag 21.600 Atemzüge und verbraucht 131,40 Kubikmeter Luft. Diese Funktionen beruhen auf göttlichem Willen und werden als Naturgesetz angesehen.

Gott lenkt die Natur. Der Körper ist in vielerlei Hinsicht unrein und verschiedenen Krankheiten unterworfen, doch diese von Natur aus so unattraktive Wohnstatt beherbergt die kostbarste Göttlichkeit. Der Mensch sollte stets in Übereinstimmung mit der Natur - der Widerspiegelung des Göttlichen - handeln.

 

Eile, Sorge und fetthaltige Ernährung (hurry, worry und curry)

Was ist die Ursache für Herzleiden? Viele Ärzte behaupten, sie seien eine Folge des Rauchens, des Verzehrs fettiger Speisen, übermäßigen Essens und anderer Gewohnheiten. Das Zusammenspiel von Ernährung und Gewohnheiten sollte richtig verstanden werden. Wir sollten darauf achten, dass das Gleichgewicht zwischen dem materiellen Körper und den inneren Gefühlen (Seele) erhalten bleibt. Der moderne Mensch ist ununterbrochen in Eile.

Eile verursacht Sorgen, die sich auf die körperliche Gesundheit auswirken. 

Man kann sagen, dass Eile, Sorgen und Currys (indische Gerichte) Hauptursachen von Herzbeschwerden sind. Mit Curry ist fetthaltige Nahrung gemeint.

Viele Ärzte haben in diesem Bereich Untersuchungen durchgeführt, doch die Ergebnisse wurden nicht weithin bekannt gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass Herzkrankheiten bei Nichtvegetariern häufiger auftreten als bei Vegetariern.

Dies liegt am höheren Fettgehalt nichtvegetarischer Lebensmittel, der den Cholesterinspiegel des Blutes erhöht. Sorgen verursachen Bluthochdruck und Eile bewirkt Diabetes. Beide sind wie Zwillinge, der eine wirkt von innen auf das Herz und der andere von außen auf das Blut. Ein jeder sollte wissen, wie man diese Ursachen kontrollieren kann. Manche Menschen machen keine Körperübungen und haben eine sitzende Lebensweise. Ich empfehle Studenten und Menschen, die im Büro arbeiten, pro Tag mindestens 5 bis 6 Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Diese Übung ist nicht nur sehr nützlich, um die Gesundheit zu erhalten, sondern auch, um die Kosten für Autos zu senken. Ein anderer Vorteil liegt in der Vermeidung von Unfällen. Weiterhin reduziert das Fahrradfahren die durch die schädlichen Autoabgase verursachte Luftverschmutzung. Das Kohlendioxyd von Autos und Fabriken verunreinigt die Luft in den Städten und hat bereits Auswirkungen auf die Ozonschicht der Erde.

 

Reinigt die Umwelt

Die vordringlichste Aufgabe liegt darin, die von der Luft-, Wasser- und Nahrungsmittelverschmutzung angegriffene Umwelt zu reinigen. Alle fünf Elemente sind von der Verschmutzung betroffen. Die Menschen sollten demzufolge versuchen, weniger Autos zu benutzen und den Ausstoß von schädlichen industriellen Abfallstoffen zu überwachen.

In uralten Zeiten empfahlen Weise und Wissenschaftler die ayurvedische Heilmethode als natürliches System zur Heilung von Krankheiten. Bäume haben eine lebenswichtige Aufgabe, der Menschheit zu helfen, Sauerstoff aus der Atmosphäre zu empfangen, während sie gleichzeitig das Kohlendioxyd in sich aufnehmen, das die Menschen ausatmen. Daher sorgten die Alten für das Pflanzen von Bäumen, um die atmosphärische Verschmutzung auszugleichen. Heute jedoch werden Bäume wahllos abgeholzt, und die Verschmutzung nimmt zu. Die Beziehung zwischen Mensch und Bäumen wird im Ayurveda als „vanaspati" bezeichnet.

 

Körper, Geist und umfassendes Bewusstsein

 

Der Mensch führt heute ein künstliches Leben.

 

 

Er sollte begreifen, dass er nicht nur Körper ist, sondern eine Verbindung von Körper, Geist (mind) und Seele (spirit). In der ersten Zeile des Gâyatrî-Mantras „Om bhûr bhuvah svah" bezieht sich „bhûr" auf die Materie, d.h. den Körper. „Bhuvah" bezieht sich auf das den Körper beseelende Lebensprinzip (prâna shakti) und „svah‘ auf die umfassende Bewusstseinskraft (prajnâ shakti), die als Strahlkraft wirkt.

Da der Mensch also aus umfassendem Bewusstsein, Lebenskraft und Körper (der grobstofflichen Materie) besteht, sollten Ärzte nicht nur diesem grobstofflichen Körper Beachtung schenken, sondern auch die Lebenskraft und die Kraft des umfassenden Bewusstseins mit in Betracht ziehen.

Diese Bewusstseinskraft ist die Strahlungsenergie, die Weisheit bewirkt. Die Ausdrucksform der Lebenskraft ist Schwingung (Vibration). Jede Handlung ist eine Schwingung zwischen Bewusstsein und dem grobstofflichen Körper. Wir sollten erkennen und uns darum bemühen, dass das Denken nicht von irgendeiner äußeren Kraft beeinflusst wird, sondern von der inneren Quelle. Diese ist prajnâ oder umfassendes Bewusstsein.

 

Die Menschen vertrauen Medikamenten, welche den Platz gesunder Nahrung eingenommen haben, mehr als Gott. Das ganze Leben dreht sich um Pillen und Tabletten. Sie geben die Kraft für eine Pilgerfahrt, die Gott weiß wohin führt.

Prüft den Inhalt der Taschen von irgend jemandem, der ins Büro geht. Ihr werdet kein Bild eines Heiligen und kein Exemplar der Bhagavadgita finden, aber mit Sicherheit Aspirin oder Pyramidon. Das gilt sowohl für die Kinder, die in die Schule, als auch für die Väter, die ins Kino gehen. Auch die Handtaschen der Damen sind voller Tabletten und Pillen. Ihr mögt euch zwar sehr gesund ernähren, aber die Pillen ruinieren die Gesundheit. Ihr solltet eine für Notfälle gedachte Hilfe nicht zur Gewohnheit werden lassen.

SSB spricht Bd. 7, S. 232

 

Ärzte sind verpflichtet zu dienen

Hochverehrte Doktoren!

Ihr müsst euch bemühen, den Menschen ein langes und gesundes Leben zu sichern. In meinen Augen ist ein gottgefälliges Leben wichtiger als bloße Langlebigkeit. Welchen Nutzen hat das lange Leben eines selbstsüchtigen Menschen, der der Gesellschaft nicht dient? Nur wer der Gesellschaft und der Nation dient, sollte ein langes Leben haben. Vyâsa fasste die Essenz der achtzehn Puranas (klass. heilige Schriften des Hinduismus) in den Leitspruch:

Hilf immer - verletze nie (Help ever, hurt never).

 

Nicht Verdienst, sondern Dienst

Es ist wahr, dass Ärzte im allgemeinen mit Eifer und Hingabe arbeiten. Noch besser wird es sein, wenn sie mehr Hingabe an Gott als an den Gelderwerb entwickeln. Es ist klar, dass Geld für eine weltliche Lebensführung notwendig ist, doch sollte sich Gelderwerb in Grenzen halten. Der Gebrauch des Geldes sollte angemessen geregelt sein. Wer im täglichen Leben keine Selbstbeherrschung übt, fällt Krankheit zum Opfer. Der Körper unterliegt Begrenzungen und Kontrollmechanismen. Die Körpertemperatur sollte nicht mehr und nicht weniger als 36,9 Grad Celsius betragen, der Blutdruck sollte zwischen 80 und 120 liegen. Jeglicher Anstieg oder Abfall der Werte bedeutet Krankheit. Ärzte sollten nicht darum wetteifern, Unsummen zu verdienen und mehr und mehr Besitztümer anzuhäufen. Sie sollten die Armen und Bedürftigen kostenlos behandeln. Opfergeist ist das Merkmal wahrer Erziehung. Verdientes Geld sollte im Geiste von Entsagung und Opfer zweckdienlich ausgegeben werden.

 

Gesundheit und menschliche Werte

Ein gesundes Leben in der Welt ergibt sich für den Menschen aus einer harmonischen Verschmelzung von Religion, Philosophie und Kunst. In diesem Zusammenhang ist mit Religion die Religion der Liebe gemeint. Das ist die einzige Religion der Welt. Es gibt nur eine Kaste, die Kaste der Menschheit. Um gesund zu leben, sollte man menschliche Werte pflegen. Hierzu bedarf es der Harmonie von Gedanke, Wort und Tat. Wenn ihr diese Harmonie entwickelt, werdet ihr von Begierden und Ängsten frei. Weil Selbstsucht im Bereich der medizinischen Wissenschaft und in anderen Wissenschaftszweigen um sich greift, wird die Welt von vielen Gefahren und Katastrophen erschüttert.

Ärzte sollten Laien über die verschiedenen Ursachen von Herzleiden unterrichten. Wann immer Menschen an eine Herzkrankheit denken, türmt sich die Aussicht auf eine Operation wie ein Schreckgespenst vor ihnen auf. Soweit irgend möglich solltet ihr eine Operation vermeiden und versuchen, die Patienten mit Medikamenten zu heilen. Ärzte sollten eine Operation nur als letzten Ausweg ansehen. Da das Wort „Operation" in Menschen jeder Art, Armen wie Reichen, Hoch- wie Niedergestellten, Angst hervorruft, solltet ihr ihnen helfen, Selbstvertrauen zu entwickeln und die Ursache der Angst beheben.

 

Die Bedeutung des Krankenhauses

Göttliche Mitglieder der medizinischen Bruderschaft! Ich habe nicht die Absicht, die Vortrefflichkeit unseres hiesigen Krankenhauses zu rühmen. Ich möchte die Tatsache hervorheben, dass die Menschen in diesem Umkreis bisher tödliche Angst vor Herzkrankheiten hatten, denn es gab in ihrer Nähe keine Einrichtung für qualifizierte medizinische oder chirurgische Behandlung. Sie mussten die Patienten in weit entfernte Orte bringen. Damit waren gewaltige Ausgaben verbunden. Doch seit dem 22. November 1991, dem Tag, an dem das hochspezialisierte Krankenhaus seine Arbeit aufnahm, haben sogar Kinder das Krankenhaus lächelnd und ohne einen Anflug von Angst betreten. Ihr Mut und ihr Vertrauen bieten die Gewähr für eine erfolgreiche Behandlung. Dies ist das einzige Krankenhaus, in dem ihr Patienten, Ärzte, Schwestern, Techniker und medizinisches Hilfspersonal mit lächelnden Gesichtern sehen könnt. Selbst die Verwandten, die die Patienten begleiten, sind ein einziges Lächeln. Wo auch immer ihr euch im Krankenhaus aufhaltet, könnt ihr lächelnde und vergnügte Arbeiter sehen, die mit Hingabe und Eifer ihre Pflicht tun.

Wie kommt diese Glückseligkeit zu Menschen, die zur Behandlung gefürchteter Krankheiten ins Krankenhaus gehen? Glückseligkeit erwächst aus der Einheit mit Gott. Wo Gottvertrauen mangelt, herrscht Kummer. Doch in unserem Krankenhaus herrscht uneingeschränktes Gottvertrauen. Die meisten Menschen, die mit allen Annehmlichkeiten des Lebens versorgt sind, haben keinen inneren Frieden. Frieden erlangen wir nur aus unserem Inneren. Wer im Einklang mit seinem Gewissen handelt, erhält Frieden. Die Bereitschaft, Opfer zu bringen, ist unerlässlich, um Frieden zu erlangen und zu schützen.

 

Das Krankenhaus gehört den Menschen

Dieses Krankenhaus gehört nicht Swami. Es gehört euch allen. Es wurde mit dem edlen Ziel errichtet, der leidenden Menschheit zu dienen. Neben hervorragender technischer Ausstattung in höchster Qualität verfügen wir hier über modernste medizinische und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten. Vor allem jedoch haben wir hier ein Team hingebungsvoller Ärzte und anderer Mitarbeiter, die mit einem Lächeln selbstlos dienen. Der Bau des Krankenhaus war nach der unglaublich kurzen Zeitspanne von fünf Monaten abgeschlossen. Die Fertigstellung eines Krankenhauses dieser Größe hätte sogar zehn Jahre dauern können, wenn die Regierung die Arbeit begonnen hätte. Als ich am 23. November 1990 bekannt gab, dass dieses Krankenhaus am 22. November 1991 seinen Betrieb aufnimmt, gingen viele Augenbrauen in die Höhe, weil die Möglichkeit bezweifelt wurde, das Datum einzuhalten. Aber wie von Swami gewollt, wurde es eine vollendete Tatsache. Dr. Venugopal kam aus Delhi, um die Operationen am 22. November 1991 zu leiten. Seine Arbeit ist von Anfang an eine Erfolgslegende. Es wurde bisher nicht öffentlich erwähnt, dass er Arzt im Regierungsdienst ist und für das All-India Institut für medizinische Wissenschaften arbeitet. Er flog regelmäßig am Samstag ab Delhi, kam hier an, operierte am Sonntag und flog am Montag nach Delhi zurück, um seine Arbeit dort wieder aufzunehmen. Er hat für seine Arbeit keinerlei Entgelt angenommen und hat sogar seine Reisekosten selbst getragen. Ich erwähne diese Tatsache nur, um seine Hingabe und seinen Sinn für selbstlosen Dienst hervorzuheben. Sein ganzes Team ist so. Sie sind sehr glücklich über die Gelegenheit, hier zu dienen. Die Reinheit ihrer Herzen und ihres selbstlosen Dienstes haben dem Krankenhaus zu solch glänzenden Ergebnissen verholfen.

 

Mitarbeiter voller Hingabe

Die meisten Schwestern und Techniker sind Studenten unserer Hochschule. Sie wurden zur technischen Ausbildung in der Handhabung hochspezialisierter Geräte nach Delhi geschickt. Sie haben oft lächelnd von früh um sechs bis Mitternacht gearbeitet. Sie tun ihren Dienst hier nur aus Hingabe zu Swami und nicht für Geld.

Nur ein Beispiel für die Hingabe der Mitarbeiter: Als Swami gestern vom Krankenhaus zurückkehrte, traf er auf der Straße Krankenschwestern, die länger als drei Tage schwer und anstrengend gearbeitet hatten. Swami erfuhr, dass ihr Bus zusammengebrochen war und sie beschlossen hatten, den langen Weg zum Mandir zu Fuß zurückzulegen. Swami bat sie zu warten und arrangierte einen Aushilfsbus, der sie abholte. Die Beziehung zwischen Swami und seinen Anhängern beruht auf Liebe, die von Herz zu Herz strömt.

Die Patienten bezahlen für die Behandlung keinen einzigen Pfennig, angefangen bei den diagnostischen Untersuchungen bis hin zum chirurgischen Eingriff und seiner Nachbehandlung. Selbst das gehaltvolle Essen wird kostenlos an die Patienten ausgegeben. Anfangs wussten die unschuldigen und einfachen Dorfbewohner nicht, von den Krankenhausbetten Gebrauch zu machen. Einige schliefen unter dem Bettgestell. In ihrer völligen Einfalt hielten sie sich nicht für wert, in solch teuren Betten zu schlafen. In diesem Krankenhaus zeigen die Patienten keinerlei Anzeichen von Sorge.

 

Ärzte und Patienten

Ich möchte den Ärzten einen Rat geben. Ihr solltet die Patienten mit lächelndem Gesicht untersuchen und sanft mit ihnen sprechen. Wenn ihr den Puls eines Patienten mit grimmigem Gesicht fühlt, kann er aus Angst davor zusammenbrechen, dass irgend etwas von Grund auf nicht in Ordnung sei. Es gibt Patienten, die den bloßen Anblick eines Arztes fürchten, der sich ihnen zur Untersuchung nähert. Das ist nicht gut. Ärzte sollten den Patienten Mut einflößen, besänftigend mit ihnen sprechen und dabei Mitgefühl und Liebe ausstrahlen. Das freundliche Verhalten des Arztes wird größeren Heilerfolg bewirken als die verabreichte Medizin. Swami wünscht, dass mehr Krankenhäuser die Armen unentgeltlich behandeln. Ärzte sollten zusammenarbeiten und sich als Einheit verstehen.

 

Eine Gesellschaft frei von Krankheit

Nur Sinneskontrolle und Standhaftigkeit ermöglichen ein glückliches und gesundes Leben. Geist und Gemüt sollten beherrscht und Anspannung vermieden werden. Verhütung von Krankheit sollte das Ziel sein. Wir sollten eine menschliche Gesellschaft anstreben, die von Krankheiten frei ist. Glücklich der Tag, an dem ein Krankenhaus keine Patienten mehr hat.

Ihr alle habt euch hier versammelt, um euer Wissen und eure Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung von Herz- und Herzgefäß-Erkrankungen zu diskutieren und auszutauschen. Es ist mein Wunsch, dass ihr offene Gespräche führt, Problemlösungen findet und den Menschen dient.

Ansprache vom 06.02.1993 – Prashânti Nilayam, Sanathana Sarathi – Heft März 1993

 

 

Warnung vor Überspezialisierung

Ich muss den hier anwesenden Ärzten einen Rat geben. Es besteht die Tendenz, die Behandlung von Herzerkrankungen in absurdem Ausmaß zu spezialisieren. Ich würde den Ärzten empfehlen, das Herz als Ganzes zu behandeln und nicht jedes seiner Teile zur gesonderten Behandlung zu vereinzeln. Spezialisierung hat in der heutigen Welt alarmierende Ausmaße angenommen. Ärzte sollten Allgemeinmediziner sein, die verschiedene Leiden eines Patienten behandeln können.

Ansprache vom 07.02.1993 – Prashânti Nilayam, Sanathana Sarathi – Heft März 1993 

 

In der heutigen Zeit setzen manche Menschen volles Vertrauen in die Allopathie (Heilverfahren der Schulmedizin - A.d.Ü.), während andere glauben, dass Ayurveda auch wichtig sei neben der Allopathie. Die Allopathie gibt nur für eine gewisse Zeit eine Linderung. Sie erreicht keine dauerhafte Heilung von Krankheiten. Aber Ayurveda kann eine beständige Heilung von Krankheiten bewirken....

... Die Allopathie kann die Krankheitserreger nicht auf Dauer ausrotten. Sie kann sie nur in einem bestimmten Ausmaß und für einige Zeit unter Kontrolle halten. Es besteht immer die Gefahr des Rückfalls. Obwohl die Allopathie immer wieder Fortschritte gemacht hat, hat sich die Zahl der Krankheiten erhöht. Dr. Samuel Hahnemann aus Deutschland, der die Homöopathie entdeckte, machte ebenfalls tiefgründige Nachforschungen im Ayurveda. Das Wohlergehen der ganzen Menschheit war sein Leitmotiv.

 

Alles Schlechte, das ihr seht, dringt in eure Augen ein und führt zu Augenschäden.

Heutzutage lassen sich viele Menschen am grauen Star operieren, damit sie wieder richtig sehen können. Die Ärzte mögen die Augenfehler auf verschiedene Ursachen zurückführen, aber in Wirklichkeit sind sie die Folge unheiliger Sichtweise.

Sanathana Sarathi 2001

 

Alle Krankheiten sind die Widerspiegelung von pravritti, der geistigen Haltung.

Daher sollte der Mensch in weltlichen Belangen den richtigen Weg gehen. In diesem Zusammenhang sind zwei der fünf Grundelemente wichtig. „Bhikshânnam deharakshârtham, vastram sithanivarâranam" („Nahrung ist zum Schutz des Körpers unerlässlich; Kleidung ist als Schutz vor Kälte notwendig").

Zur Nahrung gehört das Wasser. Beide stehen im menschlichen Leben an erster Stelle. Leben ist die feinstoffliche Form des Wassers, das der Mensch zu sich nimmt.

Geist ist die feinstoffliche Form seiner Nahrung. Folglich ist zwischen Geist und Leben ein enger Zusammenhang zu sehen. Wie die Nahrung, so der Kopf.

Des Menschen Gedanken, Begierden und Streben sind mit der Nahrung verbunden.
Sanathana Sarathi 1993

 

 

Symposium zur Bekämpfung von Fluorose - 
Auszug aus einer Ansprache aus dem Jahr 1994

Nahrung und Ernährung

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